Demokratische Republik Kongo
Eindrücke aus Kinshasa

15.11. - 19.11.2021

  •  © Goethe-Institut
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Andere Perspektiven – diesen Ansatz hatte der AFRICOMICS-Workshop in Kinshasa, der von dem kongolesischen Comicautor Jérémy Nsingi und dem deutschen Autor und Zeichner Sebastian Lörscher geleitet wurde. Insgesamt nahmen 13 Künstler*innen am Workshop teil. Im Zentrum des Workshops stand der kulturelle Austausch von Wissen, Ideen, Stilen und der Einblick in die unterschiedlichen Kunst-Verständnisse, sowie die Bedeutung dieses Austausches zwischen Deutschland und der bereits großen lokalen Comic-Szene vor Ort.

Die Workshopleitung

Foto des Künstlers Jérémie Nsingi © Jérémie Nsingi Jérémie Nsingi ist kongolesischer Comicautor und Regisseur von Animationsfilmen. Er lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Kinshasa. Nach den von NGOs und Magazinen in Auftrag gegebenen Kollektiv- und Sensibilisierungscomics, an denen er von 2005 bis 2009 als Illustrator beteiligt war, startete Jérémie NSINGI ab 2010 eine Serie von Schulcomics, die er auf mehreren nationalen und internationalen Comicausstellungen und -festivals zeigte und verkaufte. 2018 hat Jérémie Nsingi sein eigenes Label gegründet unter dem er seine Comics herausgibt. Diese haben das Bild der kongolesischen Comics revolutioniert, indem sie qualitativ hochwertig sind und gleichzeitig an die Kaufkraft der Bevölkerung angepasst sind. Derzeit leitet er die ‘nouvelle dynamique de la BD congolaise’ ASBL (Association Sans But Lucratif), eine Plattform, die mehrere junge, talentierte lokale Autor*innen vereint. Diese hat das Ziel, Autor*innen auszubilden, Qualitätscomics zu günstigen Preisen zu produzieren und den lokalen Comicmarkt wiederzubeleben. Der Verein  veranstaltet Ausstellungs- und Verkaufsaktionen, Zeichenwettbewerbe und fördert den Austausch zwischen Autor*innen und Schüler*innen.
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Zeichnung des Künstlers Sebastian Lörscher. © Sebastian Lörscher Sebastian Lörscher, 1985 in Paris geboren und im Münchner Umland aufgewachsen, ist Zeichner und Autor und lebt in Berlin. Er studierte Visuelle Kommunikation an der FH Würzburg und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seine Graphic Novels wurden vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Sondermann Preis und von der Stiftung Buchkunst) und erscheinen bei verschiedenen Verlagen in Deutschland und Frankreich. Lörschers jüngste Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit dem Medium der gezeichneten Reportage. Mit Stift und Skizzenbuch durchstreift er ferne Länder und hält seine Eindrücke in vor Ort angefertigten Zeichnungen, Texten und Bildsequenzen fest. Er erzählt von ihnen in seinen Büchern und in inszenierten Lesungen auf Deutschlands Bühnen. Seine letzten Projekte führten ihn ins südindische Bangalore, in den Karibikstaat Haiti, durch das wilde Österreich und zuletzt nach Nigeria. Für seine Kunden arbeitet er in den Bereichen Illustration und Graphic Recording und gibt allerhand Workshops über das Zeichnen und Geschichtenerzählen.
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