Autonomie DATAFICTION | I think I saw her blink

Julia Steinigeweg - I think I saw her blink
© Julia Steinigeweg

/18.-30./Juni/12:00 - 19:00
DATAFICTION | I THINK I SAW HER BLINK

Ausstellung | Eintritt frei



Eröffnung: 18. Juni, 19:00 (auf Deutsch)
Führung und Lesung mit Julia von Lucadou: 20. Juni, 16:15 (auf Englisch/Deutsch)
Beide Veranstaltungen in Anwesenheit der Künstler/-innen

Galerie Eigenheim


LOTTE MERET EFFINGER & MARCO BUETIKOFER | DATAFICTION

 

Lotte Meret Effinger & Marco Buetikofer - Datafiction © © Lotte Meret Effinger | Marco Buetikofer

 

Für das Kultursymposium Weimar entwirft das Künstlerduo Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger die raumgreifende Installation Datafiction, die den Einfluss von Technologien – wie etwa Überwachungssystemen – auf alltägliche Praktiken und soziale Verhaltensweisen reflektiert und das fiktionale Potential erhobener Daten entlarvt. Im Rahmen eines Computerspiels können die Besucherinnen und Besucher die medialen Stränge einer Erzählung (Video, Audio, Text, Animation) steuern; eine physische, haptische und visuelle Erfahrung und ein Spiel mit der eigenen körperlichen Präsenz innerhalb eines projizierten digitalen Raumes. Das Künstlerduo Buetikofer und Effinger arbeitet multi- und interdisziplinär, ihre Kollaborationen umfassen Videoproduktionen, Installationen und Performances. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht die Analyse von digitalen Technologien, ihre wirtschaftlichen Dynamiken und Auswirkun­gen auf die Gesellschaft. In der Begegnung von mechanischem und biologischem Leben loten die Künstler die Grenzen zwischen der digitalen und physischen Umwelt aus.

Datafiction ist im Rahmen des Künstlerresidenzprogramms des Goethe-Instituts Peking entstanden. Die Ausstellung in Weimar wird mit Unterstützung des Instituts ermöglicht.


JULIA STEINIGEWEG | I THINK I SAW HER BLINK

 

Julia Steinigeweg - I think I saw her blink © © Julia Steinigeweg

 

In ihrer Fotoserie I think I saw her blink widmet sich die Künstlerin Julia Steinigeweg der zukünftigen Ununterscheidbarkeit von Realität und simulierter Realität und der Erforschung von Formen Künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt ihrer Fotografien stehen dystopische Inszenierungen von Orten, Menschen, Augenblicken im Stadtstaat Singapur, die erst auf den zweiten Blick ihre Fiktionalität offenbaren: die Holzschlange, die LED-Lichter oder die hyperrealistische Roboter-Kopie ihrer Schöpferin Nadia Magnenat-Thalmann sind Meisterwerke der Täuschung. Ergänzt werden die Fotografien von Auszügen eines Gesprächs über Fotografie. Dieses führte die Künstlerin mit einer App, die das Sprachverhalten ihres Gegenübers exakt imitiert und so die Grenzen zwischen Dialog und Monolog, zwischen Realität und ihrer Simulation verschwimmen lässt.

Die Produktion und Ausstellung der Fotoserie I think I saw her blink wird mit Unterstützung des Goethe-Instituts Singapur ermöglicht. Beide Arbeiten sind eigens für das Kultursymposium Weimar entstanden.