Theodor Adorno

Philosophie, die einmal überholt schien, erhält sich am Leben, weil der Augenblick ihrer Verwirklichung versäumt ward.
Theodor W. Adorno: Negative Dialektik



  • Geboren am 11. September 1903 in Frankfurt am Main als Sohn eines jüdischen Kaufmanns.
  • 1920-24 Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft in Frankfurt. 1924 Promotion mit einer Dissertation über Husserl. Noch während der Ausbildung Tätigkeit als Musikkritiker.
  • 1925 Übersiedlung nach Wien. Studium bei Alban Berg (Komposition) und Eduard Steuermann (Klavier).
  • 1927 Scheitern des ersten Habilitationsversuches bei Hans Cornelius.
  • Seit Ende der 20er Jahre ist Adorno informeller Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt/Main.
  • 1931 Habilitation mit einer Schrift über Kierkegaard bei Paul Tillich.
  • 1933 Lehrverbot. 1934 Auswanderung nach England, wo er an der Universität Oxford ein Lehramt übernimmt. 1938 Emigration in die USA, wo er am Institut für Sozialforschung tätig ist, das nun seinen Sitz in New York hat. Gleichzeitig Mitarbeit bei Paul Lazarsfelds Princeton Radio Research Project.
  • 1949 Rückkehr nach Deutschland, wo er an der Universität Frankfurt/Main Philosophie und Soziologie lehrt und gemeinsam mit Horkheimer das Institut für Sozialforschung leitet.
  • 1959 wird Adorno als Nachfolger des emeritierten Horkheimer geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt.
  • 1961 Auseinandersetzung zwischen Popper und Adorno über Methodenprobleme der Sozialwissenschaften, der als „Positivismusstreit“ bekannt geworden ist. Ab 1968 schwere Zusammenstöße mit den Studenten. Am 31. Januar 1969 läßt Adorno das Institut für Sozialforschung von der Polizei räumen.
  • 6. August 1969 Tod durch Herzinfarkt in Visp (Schweiz).

 







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