Übersetzerporträts

Álvaro Alfredo Bragança Júnior

Geboren 1964 in Rio de Janeiro - RJ, Brasilien

1982-1986 Bakkalaureat Portugiesisch-Deutsch - UFRJ - Faculdade de Letras.

1986-1989 Bakkalaureat Portugiesisch-Lateinisch - UFRJ - Faculdade de Letras.

1987-1992 Magister Artium - Romanische Philologie - UFRJ - Faculdade de Letras.

1993-1998 Doktorat - Klassische Studien - UFRJ - Faculdade de Letras.

Dezember 2001-Februar 2002 Postdoktorat - Mittelalterliche Geschichte - Geschichtsfakultät - Ruhr-Universität Bochum.


Stipendien und Auszeichnungen

1990-1990 - Stipendiat des Goethe-Instituts in Schwäbisch-Hall, Januar-Februar.

1990-1990 - Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts an der Albert-Ludwig-Universität - Freiburg im Breisgau - März-August.

2010 - Stipendiat des Goethe-Instituts - Landeskunde: Rostock und Bremen.


Wie sind Sie zum Übersetzen gekommen?
Als ich mit meiner Dozentur des Faches Deutschsprachige Literatur des Mittelalters anfing, kam ich zum Übersetzen und auch als Dozent der Neugermanistik musste ich mich gern mit moderner und zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur auseinandersetzen.

Nach welchen Kriterien suchen Sie das Werk aus, das Sie übersetzen?
Persönliches Interesse, Forschungsfeld meiner akademischen Tätigkeit und Bedeutung für de Germanistik, die Mediävistik und die brasilianischen Kultur, Literatur und Geschichte.

Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zum Autor? Begründen Sie!
Zweifelsohne vereinfacht der Kontakt den Übersetzungsvorgang. Das Wissen über den Kontext, in dem der Autor lebte und arbeitete kann helfen den Text zu entschlüsseln, obwohl dies bei Werken aus dem Mittelalter nicht möglich ist.

In welchem der von Ihnen übersetzten Texte haben Sie am deutlichsten eine kulturelle Distanz verspürt?
Der arme Heinrich des Hartmann von Aue, denn das Werk bezieht sich grundsätzlich auf das deutschsprachige mittelalterliche Millieu, das Brasilien chronologisch und kulturell überhaupt nicht erlebt hat.

Welche sprachlichen Schwierigkeiten haben Sie beim Übersetzen schon einmal an den Rand der Verzweiflung gebracht?
Die Entzifferung bestimmter Buchstaben in den Handschriften der im XVII. Jahrhundert geschriebenen Werke zum "Niederländischen Brasilien" dauerte fast 02 Monate!

Deutsche/r Lieblingsautor/in oder Lieblingsbuch:
Die Spruchgedichte von Walther von der Volgelweide.

Welches Werk würden Sie gerne übersetzen und warum?
Der Sachsenspiegel.

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Vom Deutschen ins brasilianische Portugiesisch übersetzte Werke:

As 95 teses de Martinho Lutero : por
um exercício de tradução para o português. Álvaro A. Bragança Júnior
und Carla Gomes de Jesus [Übers.].
In: Boletim Inter-Cultural, Rio de Janeiro, Bd.14, N.42, Aug.-Dez.
2008. 16 S. ISSN 1806-2105
Originalsacht.: Die 95 Thesen.
As 95 teses de Martinho Lutero (PDF, 85 KB)


Carta a Karl Ferdinand Becker: a língua como organismo. Álvaro A. Bragança Júnior [Übers.].
In: Heidermann, Werner; Weininger,
Markus J. (Bearb.). Wilhem von Humboldt : Linguagem, Literatura,
Bildung.
Florianópolis : UFSC, 2006.
S. 166-179.
ISBN 978-85-8846-406-3
Originalsacht.: Briefe.


Glosa Marginal XIV. Álvaro A. Bragança Júnior [Übers.].
In: Vasconcelos, Carolina Michaëlis de.
Glosas marginais ao cancioneiro
medieval português
. Guarvaia, Coimbra : Universidade de Coimbra, 2004. 54 S.
ISBN 972-616-223-8
Originalsacht.: Randglose XIV.


O pobre Henrique / Hartmann von Aue. Álvaro A. Bragança Júnior [Übers.].
In: Brathair, São Luís, Bd.3, N.1,
2003. S.71-101 ISSN 1519-9053
Originalsacht.: Der arme Heinrich.
O pobre Henrique


Viagem ao Brasil
Viagem ao Brasil do Príncipe
Maximiliano de Wied-Neuwied
,
ilustrações da Viagem ao Brasil de 1815
a 1817, Legado do Príncipe Maximilano
de Wied-Neuwied : Bibioteca brasiliana
da Robert Bosch Gmbh : catálogo ;
Álvaro A. Bragança Júnior und
Ingeborg Mathilde Hartl [Übers.].
Petrópolis: Kapa Editorial, 2001. 217 S.
ISBN 978-85-8810-802-X
Originalsacht.: Reise nach Brasilien in den Jahren 1815 bis 1817.

vollständige Bibliographie

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