Tschechien

Mit Bildung gegen Korruption

© Goethe-Institut
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Die Wertevermittlung stand 2012 im Vordergrund der Debatte zum Thema Zukunft Bildung – insbesondere die Frage, inwiefern sich dem gesellschaftlichen Phänomen der Korruption schon im Schul-
unterricht begegnen lässt. Worin fußt korruptes Verhalten in einer Gesellschaft, wodurch wird es begünstigt? Und was muss in der Bildung passieren, um kommende Generationen weniger anfällig zu machen? Das sind die zentralen Fragen, die im Rahmen dieser Debatte behandelt wurden.

Veranstaltung am 23. Oktober 2012 im Goethe-Institut Prag
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Referenten: Erik Best (CZ), Šárka Daňková (CZ), Rytis Juozapavicius (LT), Kilian Kirchgeßner (D), Magdaléna Klimešová (CZ), Mari Kooskora (EST), Prof. Dr. Jürgen Marten (D), Ella Salgó (HU), Tereza Stöckelová (CZ)

Panel I (Kann man Korruption lernen? Gesellschaftliche Wurzeln der Käuflichkeit) ist als soziologische Annäherung an das Thema gedacht. Was sind die Gründe, die zu korruptem Verhalten in einem Menschen führen? Welchen Einfluss hat die gesellschaftliche Umgebung, haben Vorbilder und peer groups? Wo fängt Korruption eigentlich an? In der Debatte soll eine Art Typologie entstehen, in der die gesellschaftlichen Risikofaktoren aufgezeigt werden. Damit verbunden ist natürlich die Frage nach Chancen, diesen Problem-
bereichen entgegenzuwirken – wie kann eine Gesellschaft der Korruption frühzeitig den Boden entziehen?
Ergebnisse

Panel II (Schule gegen Korruption. Wie können im Unterricht Werte vermittelt werden?) baut auf die Erkenntnisse aus der ersten Diskussion auf und schlägt den Bogen in die pädagogische Praxis. Die Teilnehmer zeigen auf, was Schule und Universität leisten können – und wo die Grenzen einer solchen Wertevermittlung liegen. In verschiedenen Ländern gibt es bereits langjährige Erfahrungen mit Ethikunterricht, die hierbei als Verbindung in die Praxis dienen können. Dabei schwingt die Frage mit, inwieweit eine erfolgreiche Wertevermittlung das spätere Handeln der Schüler und Studenten determiniert. Konkreter gefasst: Kann schon in der Schule einem späteren korrupten Verhalten vorgebeugt werden?
Ergebnisse

Die Paneldiskussionen am Goethe-Institut waren eingebettet in das Programm der Konferenz des Forum 2000, die unter dem Motto Media and Democracy stand. Die Stiftung Forum 2000 ist aus einer Initiative des früheren tschechischen Präsidenten Václav Havel hervorgegangen und hat es sich zum Ziel gesetzt, „die Werte von Demokratie und den Respekt vor Menschenrechten zu fördern und die Entwicklung einer Zivilgesellschaft zu unterstützen“, wie es in den Statuten heißt.

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    Impfschutz gegen Korruption

    Bildung könnte zur Senkung von Korruptionsfällen beitragen. Dazu müssten der Gesellschaft, vor allem aber den Jugendlichen, mehr positive Beispiele vorgelebt werden. Ein Beitrag von Laura Gabrilavičiūtė, erschienen im litauischen Magazin IQ.Mehr ...

    Zukunft Bildung ist eine Initiative der Goethe-Institute in Tschechien, Ungarn, Estland und Litauen.