Regie und Schauspieler

Die Regisseurin

©:www.german-films.deEsther Gronenborn, 1966 in Oldenburg geboren, studierte in Berlin und Stuttgart Literatur und Philosophie. Schon mit 17 Jahren drehte sie Kurzfilme. Noch während der Schulzeit gründete sie zusammen mit Freunden den Kulturverein "Wand 5" e.V.
Seit 1990 studierte Esther Gronenborn Dokumentarfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Mit ihrem Spielfilm-Debüt "alaska.de" schaffte Esther Gronenborn im Jahr 2000 den Durchbruch. Für den Film erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen: unter anderem den Deutschen Filmpreis 2001 für "Beste Regie" und "Bester Schnitt", den Europäischen Filmpreis als "Europäische Entdeckung", den Bayerischen Filmpreis für die ‚Beste Nachwuchsregie’ sowie eine Nominierung für den Adolf Grimme Preis 2003.

Filmographie

  • 2005 Stadt als Beute
  • 2004 Adil geht - Let’s break
  • 2001 Balkanrapsodie - Hildegards und Dorits osteuropäische Bildungsreise (Kurzfilm)
  • 2000 alaska.de
  • 1997 Die Straße zum Glück (Dokumentarfilm)
  • 1995 EPG oder der Tag, an dem mein Fernseher kaputt ging (Kurzfilm)
  • 1992 Morgengrauen (Kurzfilm)
  • 1991 I wonder in Pornoland (Dokumentarfilm)
  • 1990 Sie schämen sich ihrer Tränen nicht (Dokumentarsatire)

Auszeichnungen für Adil geht – Let’s break:

  • 2005 Hauptpreis des 15. Filmkunstfests Schwerin: Fliegender Ochse
  • 2005 Lobende Erwähnung der Jury auf dem 26. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken

    Die Schauspieler

    Wie schon in alaska.de arbeitete Esther Gronenborn auch für ihren zweiten Film mit jungen Laiendarstellern. Ihre Wahl fiel auf vier Jugendliche, die als Flüchtlinge in Deutschland leben. Ihr Aufenthaltsstatus ist 2004 während der Dreharbeiten nicht endgültig geklärt.

    Ali Biryar (Adil)
    Der Kurde Ali Biryar lebt im thüringischen Altenburg, wo er auch zur Schule geht. Er ist mit seiner Familie aus der Türkei geflohen. Nachdem er einige Monate in Italien und dann sieben Jahre in Frankreich gelebt hatte, kam er 1995 nach Deutschland. Seine Eltern mussten bereits wieder in ihr Heimatland zurückkehren. Während der Dreharbeiten sieht sich Ali selbst plötzlich durch die Ausweisung bedroht: Seine Abschiebung kann nur durch intensives Einwirken der Filmproduktion verhindert werden. So wird Ali seine Schulausbildung (deutsches Abitur) abschließen können. Zumindest für das Jahr 2004 darf Ali in Deutschland bleiben.

    Ahmedin Camdzic (Idris)
    Ahmedin Camdzic stammt aus Bosnien und lebt seit 1994 in Berlin. Seine Mutter, seine Schwester und sein Bruder leben ebenfalls in Deutschland. Sein Vater gilt als „verschollen“, um 1996 erhielt die Familie das letzte Mal Nachricht von ihm. Ahmedins Aufenthaltsgenehmigung ist auf zwei Jahre begrenzt, er hofft allerdings, bald eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Zur Zeit der Dreharbeiten besucht er eine weiterbildende kaufmännische Schule.

    Semsedin Berisha (Elvis)
    Semsedin Berisha ist Kosovo-Roma und lebt seit zwölf Jahren zusammen mit seinen Eltern in Nordhorn. Zwischendurch ist die Familie für sieben Monate nach Holland abgeschoben worden, danach aber wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Semsedin hat keine Aufenthaltsberechtigung, doch da zur Zeit der Dreharbeiten ein Abschiebeverbot für Kosovo-Roma besteht, wird sein Aufenthalt geduldet. Noch geht Semsedin zur Schule, in die 10. Klasse einer Realschule. Er würde gerne Schauspieler oder Koch werden.

    Benjamin Berisha (Jonni)
    Der Kosovo-Roma Benjamin Berisha lebt in Konstanz. Ebenso wie Semsedin lebt er im Zustand der Duldung und muss regelmäßig in kurzen Abständen – in Intervallen weniger Wochen oder Monaten – eine Aufenthaltsverlängerung beantragen. Benjamin hat die Schule beendet und möchte eine weiterbildende Schule besuchen, was ihm aber bis dato noch nicht genehmigt worden ist: Zwei Mal hat er bereits eine Lehrstelle gefunden, doch das Arbeitsamt bewilligt ihm keine Arbeitsgenehmigung...

    Sabine Krause (Lisa)
    Sabine Krause ist in Berlin aufgewachsen. Ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen sammelte sie in verschiedenen Jugend- und Schultheatern. Für den Fernsehfilm Die Sünderin (1999) und die Serie Praxis Bülowbogen (2001) stand Sabine Krause das erste Mal für das Fernsehen vor der Kamera. Neben der Schauspielerei ist Musik ihre zweite Leidenschaft. Als Sängerin für ihre eigene Band Me Private komponiert und schreibt sie die Songtexte.

    Leonie Fromme (Momo)
    Leonie Fromme hatte ihre erste Fernsehrolle in der Produktion Die Sachertorte (1994). Weitere Rollen folgten. Zuletzt stand sie im Kurzfilm Muttermal (2004) vor der Kamera.

      Neu im Magazin

      Film in Deutschland

      Artikel und Links zu ausgewählten Themen