Die Gründung des Kaukasischen Museums, Radde's Bedeutung für die Wissenschaft
1867 gründete Radde in Tiflis das kaukasische Museum, das er, ebenso wie die öffentliche Bibliothek der Stadt, bis zu seinem Tod leitete. Sein Anliegen war es, die natürlichen Verhältnisse
der Kaukasusländer und das Leben ihrer Bewohner durch anschauliche Exponate und Sammlungen darzustellen.
Raddes Forschungsreisen hatten zum Ziel, möglichst alle Gebiete Kaukasiens nacheinander eingehend zu untersuchen. Er unternahm Reisen nach Armenien und Daghestan, in das Talysch-Gebirge in Nordpersien, nach Chewsuretien, Abchasien, Tuschetien, Pschawi, die kolchische Tiefebene und in viele andere Gebiete des Kaukasus.
Für dessen Erforschung hat Gustav Radde eine unschätzbare Bedeutung. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen wurden sowohl auf russisch, als auch auf Deutsch in den renommiertesten Fachzeitschriften seiner Zeit veröffentlicht.
Er wurde mit einer Reihe von Auszeichnungen für seine wissenschaftliche Tätigkeit geehrt. Hoch geachtet starb Gustav Radde am 15. März 1903 in Tiflis und wurde bei Borshomi an der Kura beigesetzt.
Der Text ist mit Erlaubnis des Autors dem Artikel „Gustav Radde und sein Wirken als Geograph“, Sonderdruck,
Petermanns Geographische Mitteilungen, 2/1983 entnommen.






