Rückblick 2015

Rückblick 2015

Als wir träumten Als wir träumten Spielfilm // 177 Min. // Deutschland, Frankreich, 2015

Regie: Andreas Dresen // Darsteller: Merlin Rose, Julius Nitschkoff, Joel Basman, Marcel Heuperman, Frederic Haselon, Ruby O. Fee

Am Stadtrand von Leipzig, kurz nach dem Ende der DDR. Rico, Dani, Paul und Mark, vor nicht allzu langer Zeit noch Pioniere mit rotem Halstuch, werden erwachsen im Wirbel des wiedervereinigten Landes. Was gestern war, gilt heute nicht mehr. Die Nacht wird zum Tag, die Straße zum Abenteuerspielplatz. Wild und ungebärdig ziehen die Jungs durch die Gegend, klauen Autos, probieren Drogen und den neuen Swingerclub. Sie gründen ihre eigene Diskothek, die bald von glatzköpfigen Neonazis belagert wird. Überall Aufbruch, überall Niedergang. Und doch so viele Träume: Ricos Hoffnung auf eine Boxkarriere und Danis Sehnsucht nach der großen Liebe – zu Sternchen, dem schönsten Mädchen, das es je in Leipzig gab.

Was der Leipziger Autor Clemens Meyer 2006 in seinem vielfach ausgezeichneten Debütroman aufschrieb, verdichten Autor Wolfgang Kohlhaase und Regisseur Andreas Dresen zu einer filmischen Parabel über Freundschaft und Verrat, Zuversicht und Illusion, Brutalität und Zärtlichkeit. Sie erzählen die Geschichte einer verlorenen Jugend und präsentieren zugleich ein Spiel um Rebellion und die nicht enden wollende Utopie vom großen Glück.

www.alswirtraeumten.de
Andreas Dresen, geboren 1963 in Gera. Erste praktische Erfahrungen beim Film als Regieassistent bei der DEFA. Er studierte Regie an der Potsdamer Filmhochschule HFF Konrad Wolf und ist seit 1992 als Autor und Regisseur für Film, Theater und Oper tätig. Sein Film Halbe Treppe wurde ein weltweiter Erfolg und gewann 2002 unter anderem den Silbernen Bären – Großer Preis der Jury der Berlinale. Für Halt auf Freier Strecke wurde Dresen 2011 in Cannes mit dem Preis der Reihe Un Certain Regard ausgezeichnet. Mit Als wir träumten ist er zum dritten Mal im Wettbewerb der Berlinale vertreten.

Auf das Leben! Auf das Leben! Spielfilm // 85 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Uwe Janson // Darsteller: Hannelore Elsner, Max Riemelt, Sharon Brauner, Aylin Tezel

Ruth, ältere, scharfzüngige Frau mit traumatischen Kindheitserlebnissen, trifft auf Jonas, einen hoffnungslosen jungen Mann, der keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht. Die zufällige Begegnung entwickelt sich für beide zu einer ganz besonderen Beziehung. So groß der Altersunterschied, so unterschiedlich ihre Lebenserfahrung und so individuell die schwerwiegenden Schicksalsschläge auch sind, der Wunsch, dem Gegenüber auf die Beine zu helfen ist so ungeheuer stark, dass Ruth und Jonas auch nicht vor ungewöhnlichen Maßnahmen zurückschrecken. Gleichsam unmerklich und getragen von seinem unwiderstehlichem Sinn für Humor, trotzt dieses „ungleiche Bündnis“ allen Unwegbarkeiten und weist, jedem für sich, den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft.

Auf das Leben! ist großes Arthouse-Kino mit viel Liebe fürs Detail, verfeinert mit einer gesunden Portion Sarkasmus und nie kitschig wirkender jüdischer Folklore.

www.aufdasleben-film.de
Uwe Janson Jahrgang 1959, studierte Soziologie, Politwissenschaften und Germanistik, war Regieassistent, gründete 1987 die Filmverleih-Initiative Konterbande, war 1994 Dozent an der dffb Berlin und gehört seit 1997 dem Vorstand des Deutschen Regieverbands an. Mit 29 Filmen zwischen 1989 und 2005 gehört Uwe Janson zu den produktivsten und vielseitigsten deutschen Regisseuren, der mühelos Dramen, Komödien, Thriller und Theaterverfilmungen meistert.

Beltracchi - Die Kunst der Fälschung Beltracchi - Die Kunst der Fälschung Dokumentarfilm // 102 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Arne Birkenstock // Mit: Wolfgang und Helene Beltracchi

Er ist für den weltweit größten Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegszeit verantwortlich: Wolfgang Beltracchi hat dem œuvre verschiedener Künstler zahlreiche Werke hinzugefügt und gemeinsam mit seiner Frau Helene als Originale in den Handel gebracht. Mit Talent, kunsthistorischem Wissen und handwerklichem Geschick narrte Beltracchi namhafte Experten, Gutachter, Kuratoren, Kunsthändler, Galeristen und Sammler in der ganzen Welt mit seinen Fälschungen.

Beltracchi - Die Kunst der Fälschung ist ein Film über den wohl legendärsten Kunstfälscher und wie das Leben ihn vom Campingbus in eine Freiburger Villa führte.

www.beltracchi.senator.de
Arne Birkenstock, geboren 1967. Autor, Regisseur und Filmproduzent. Studium der Volkswirtschaft, Politik, Geschichte und Romanistik in Köln, Buenos Aires und Córdoba. Längere Auslands- und Studienaufenthalte in den USA und Argentinien. Arne Birkenstock ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und der European Film Academy, im European Documentary Network (EDN) und in der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (agdok).

Die Böhms – Architektur einer Familie Die Böhms – Architektur einer Familie Dokumentarfilm // 88 Min. // Deutschland / Schweiz, 2014

Regie: Maurizius Staerkle Drux // Mit: Gottfried Böhm, Elisabeth Böhm geb. Haggenmüller, Paul Böhm, Peter Böhm, Stephan Böhm

Gottfried Böhm gilt als einer der wichtigsten Architekten Deutschlands. Der Pritzker-Preisträger hat sein Handwerk bei seinem Vater gelernt. Auch seine Söhne, Stephan, Peter und Paul sind Architekten geworden. Inzwischen 94 Jahre alt, arbeitet Gottfried noch täglich an Bauprojekten mit. Als Elisabeth, ebenfalls Architektin, Ehefrau, Mutter und wichtigste Inspiration stirbt, wird die Familie ihres emotionalen Mittelpunkts beraubt. Gottfried Böhm begibt sich auf eine Reise zu den wesentlichen Stationen und Bauten seines Lebens. Ein faszinierendes Familienportrait über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glaube und (Bau-)Kunst.

www.dieboehms-film.ch
Maurizius Staerkle Drux, wurde 1988 in Köln geboren und in Zürich aufgewachsen. Geprägt durch das Künstlerelternhaus bewegt sich Maurizius seit seiner Kindheit zwischen der Welt der Sprache und des Bildes, die im Film zusammenläuft. Seit seinem Hochschulabschluss an der Zürcher Hochschule der Künste arbeitet er als Tongestalter und Dokumentarfilmer.

Der Bunker Der Bunker Spielfilm // 85 Min. // Deutschland, 2015

Regie: Nikias Chryssos // Darsteller: Pit Bukowski, Daniel Fripan, Oona von Maydell, David Scheller

Ein junger Student quartiert sich als Untermieter bei einer Familie im Wald ein, um sich in der Ruhe und Abgeschiedenheit ihres unterirdischen Bunkers auf eine wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren. Die Gastfamilie empfängt ihn mit großer Freundlichkeit, anfangs scheint alles gut. Doch nach einer Weile spannen die Eltern den Studenten mehr und mehr als Hauslehrer für ihren achtjährigen Sohn Klaus ein, der bisher exklusiv vom Vater zuhause unterrichtet wurde. Der Junge soll eine umfassend gebildete Persönlichkeit werden – Studien des globalen Finanzsystems und der machiavellistischen Lehre inklusive.

Während der Student immer weniger dazu kommt, sich um seine eigene Arbeit zu kümmern, zeigen sich in der familiären Fassade bald Risse. Ein höchst neurotisches Beziehungsgefüge kommt zum Vorschein, unter dem vor allem der kleine Klaus leidet. Von den maßlosen Ansprüchen der Eltern völlig überfordert, bleibt ihm kein Platz für Spiel und Ausgelassenheit. Als der Student sich mit ihm gegen die herrischen Eltern verbrüdert, droht die Situation zu eskalieren.

www.derbunker-film.de
Nikias Chryssos, geboren 1978 in Leimen bei Heidelberg. Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Während des Studiums wurde er für die „Residence du Festival de Cannes“ ausgewählt. Nikias Chryssos ist Berlinale-Talents-Alumnus und nahm unter anderem an der Masterclass „The Hollywood Perspective“ an der UCLA in Kalifornien teil. Seine Kurzfilme liefen im Berlinale-Programm sowie auf zahlreichen anderen Festivals und erhielten eine Reihe internationaler Auszeichnungen. Der Bunker ist sein erster Kinospielfilm.

Eltern Eltern Spielfilm // 99 Min. // Deutschland, 2013

Regie: Robert Thalheim // Darsteller: Charly Hübner, Christiane Paul

Christine (Christiane Paul) und Konrad (Charly Hübner) leben die “moderne Familie”: Er bleibt zuhause und kümmert sich um Kinder und Haushalt, während sie als angehende Oberärztin das Geld für die Familie verdient. Als Konrad das Angebot erhält, wieder als Theaterregisseur zu arbeiten und seine zweite Chance wittert, steht das Familienmanagement vor großen Herausforderungen: Das argentinische Au-pair-Mädchen entpuppt sich als komplette Fehlbesetzung, die trotzige Tochter Käthe gibt fleißig Contra und Emma wartet sehnsüchtig auf den Nachfolger ihres verstorbenen Hamsters Specky.

Konrad fällt der Rollenwechsel vom Vollzeit-Papa zum leitenden Regisseur schwerer als gedacht und Christine stößt zwischen Einsatz im OP-Saal und Essen kochen für die Kinder an ihre Grenzen. Erst als Konrad Hals über Kopf das Weite sucht und eine Familienauszeit nimmt, wird allen klar, dass sich grundsätzlich etwas ändern muss.

www.eltern-derfilm.de
Robert Thalheim, geboren am 2. Juli 1974 in Berlin, machte 1992 seinen Highschool-Abschluss in Indiana, USA. 1995 holte er in Deutschland sein Abitur nach. 1997/98 war er Regie-Assistent am Berliner Ensemble. 1998 nahm er ein Studium an der FU Berlin auf, ab 2000 ein Regiestudium an der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Mit der Vater-Sohn-Geschichte Netto gab er 2005 sein Spielfilmdebüt, das auf diversen Festivals lief und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Förderpreis Langfilm beim Saarbrückener Filmfestival Max Ophüls Preis 2005. Thalheims zweiter Kinofilm Am Ende kommen Touristen feierte bei den Filmfestspielen von Cannes 2007 seine Uraufführung. Im Jahr darauf erhielt der Film beim Deutschen Filmpreis 2008 eine Nominierung in der Kategorie Bester Film. Hauptdarsteller Alexander Fehling wurde für seine Leistung mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnet. Robert Thalheims dritter Kinofilm Westwind kam im August 2011 in die Kinos. Im gleichen Jahr gehörte er zum Regisseurs-Ensemble von "Rosakinder", einer filmischen Hommage an den Regisseur Rosa von Praunheim zu dessen 70. Geburtstag.

Die Erfindung der Liebe Die Erfindung der Liebe Spielfilm // 99 Min. // Deutschland, 2013

Regie: Lola Randl // Darsteller: Maria Kwiatkowsky, Sunnyi Melles, Bastian Trost, Samuel Finzi

Die Erfindung der Liebeist die Geschichte einer exzentrischen Ménage-à-trois. Emily und Daniel retten heldenhaft das Leben einer todkranken Millionärin. Sie merken nicht, dass diese eigentlich Selbstmord begehen wollte. Die junge, ehrgeizige und kreative, aber mittellose Emily bringt ihren Freund dazu, die Millionärin zu verführen, um an ihr Erbe zu kommen. Leider ist Liebe aber nicht kontrollierbar. Als Daniel und die Millionärin sich tatsächlich verlieben, verliert Emily mehr als das Geld, das sie sich ausgerechnet hatte. Eine bizarre Geschichte um eine verkaufte Liebe.

www.dieerfindungderliebe-derfilm.de
Lola Randl wurde 1980 in München geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln, die sie 2007 abschloss. Ihr erster Film Days In Between feierte bei der Berlinale in der Rubrik Perspektive Deutsches Kino Premiere und wurde bei Filmfestivals in Sofia, Trieste, Karlovy Vary, Schanghai und Chicago gezeigt. Die preisgekrönte Regisseurin arbeitet gerade an einem neuen Projekt.

Fack Ju Göhte Fack Ju Göhte Spielfilm // 118 Min. // Deutschland, 2013

Regie: Bora Dagtekin // Darsteller: Elyas M'Barek, Karoline Herfurth

Auf sein vergrabenes Diebesgut wurde einfach eine verdammte Turnhalle gebaut. Der Ex-Knacki Zeki Müller (Elyas M'Barek) hat keine andere Wahl und muss als vermeintlicher Aushilfslehrer an der Goethe-Gesamtschule anheuern. Jetzt hat das deutsche Bildungssystem ein Problem mehr, den krassesten Lehrer aller Zeiten. Während er nachts nach seiner Beute gräbt, bringt er tagsüber mit seinen ruppigen aber nachhaltigen Lehrmethoden die Chaoten der Klasse 10 B auf Spur. Ohne zu ahnen, in wen sie sich da gerade verliebt, ermahnt die überkorrekte Referendarin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) ihren vermeintlichen Kollegen emsig zu pädagogischer Verantwortung und erweckt in dem Raubein moralische Restwerte zum Leben.

Mit seinem Klassenschlager Fack Ju Göhte hat der Regisseur und Drehbuchautor Bora Dagtekin mit viel Humor die Spießigkeit in deutschen Klassenzimmern auf die Schippe genommen und das Genre Schulkomödie mit derben Sprüchen und pointierten Dialogen neu interpretiert.

www.fjg-film.de
Bora Dagtekin, geboren am 27. Oktober 1978 in Hannover, studierte an der Ludwigsburger Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich "Drehbuch". 2007 entwickelte Bora Dağtekin gemeinsam mit Steffi Ackermann das Konzept zu der Comedyserie Doctor’s Diary, für die er 2008 den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis erhielt und 2009 mit dem Grimme-Preis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Zu Dağtekins weiteren Arbeiten als Drehbuchautor gehören die Fernsehspiele Eine wie keiner (2008) und Undercover Love (2010). Fack Ju Göhte übertraf den kommerziellen Erfolg des Vorgängers und alle Erwartungen und zog in knapp vier Monaten fast sieben Millionen Besucher in die Kinos. Beim Deutschen Filmpreis 2014 erhielt Bora Dağtekin eine Nominierung für das beste Drehbuch.

Familienfieber Familienfieber Spielfilm // 78 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Nico Sommer // Darsteller: Kathrin Waligura, Peter Trabner, Deborah Kaufmann, Jörg Witte,
Anais Urban, Jan Amazigh Sid

Die Liebe von Maja und Uwe ist im Laufe der Jahre unter den Routinen des Alltags verschüttet gegangen. Die beiden haben sich in ihrer Ehe miteinander arrangiert. Tochter Alina hingegen schwebt auf Wolke sieben: Sie ist frisch verliebt. Und weil ihr neuer Freund Nico der Mann fürs Leben sein soll, beschließt Alina, dass sich ihre beiden Familien kennenlernen sollen. Doch bei der Familienzusammenführung, erlebt Maja eine handfeste Überraschung: Der Vater von Nico ist ihr heimlicher Liebhaber. Jetzt gilt es, sich nichts anmerken zu lassen.

Nico Sommer ist ein junger Filmemacher. Familienfieber ist nach seinem hochgelobten Spielfilmdebüt Silvi die zweite abendfüllende Produktion, in der er sich trotz seines jungen Alters zum wiederholten Male mit dem Lieben, Leben und Leiden der Generation 40+ befasst.

www.suesssauerfilm.defamilienfieber
Nico Sommer, geboren 1983 in Berlin, studierte ab 2006 Spiel- und Dokumentarfilmregie sowie Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Noch während des Studiums gründete er die Produktionsfirma süsssauer Film und gab 2008 mit der weitgehend improvisiert gespielter Jugendgeschichte Stiller Frühling sein Langfilmdebüt. Auf dem Dokumentarfilm- und Videofest Kassel wurde Stiller Frühling mit dem Goldenen Herkules ausgezeichnet. Sein Kinofilm, Familienfieber (2014), wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis mit dem Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin ausgezeichnet; beim Achtung Berlin Filmfestival erhielt Sommer den Regiepreis.

Hirngespinster Hirngespinster Spielfilm // 90 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Christian Bach // Darsteller: Tobias Moretti, Jonas Nay, Stephanie, Japp, Hanna Plaß, Ella Frey

Simon verliebt sich Hals über Kopf in die hübsche und schlagfertige Verena. Als sein Schizophrenie-kranker Vater einen Rückfall erleidet, widmet sich Simon aber vollständig seiner Mutter und seiner kleinen Schwester und bringt damit die angehende Liebe in Gefahr. Erst nachdem er sich selbst in eine quasi-fatale Situation hineinmanövriert hat, erkennt Simon, dass er nicht das Leben anderer, sondern nur sein eigenes verändern kann.

Hirngespinster erzählt die ergreifende Geschichte einer ersten Liebe und der Loyalität eines Sohnes zu seinem Vater, mit faszinierender Intensität gespielt von dem sensationellen Newcomer Jonas Nay und dem international gefeierten Tobias Moretti. Beide Schauspieler erhielten für ihre herausragende Darstellung den Preis für den besten Schauspieler bei den Bayerischen Filmfestspielen 2013.

www.hirngespinster.de
Christian Bach wurde 1977 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur besuchte er das European Film College in Dänemark. Dort begann er, als Regisseur, Drehbuchautor und Cutter Kurzfilme zu machen. Danach arbeitete Bach für Gemini Film in Köln, wo er bei internationalen Spielfilmproduktionen mitwirkte. 2009 erhielt er sein Regie-Diplom von der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Er konzentrierte sich zunächst noch auf Kurzfilme wie zum Beispiel Hitzschlag und Hinter den Dünen, bei deren Produktion er als Regisseur und Drehbuchautor wirkte. Hirngespinster war sein Debütfilm.

Im Labyrinth des Schweigens Im Labyrinth des Schweigens Spielfilm // 123 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Giulo Ricciarelli // Darsteller: Alexander Fehling, Johann von Bülow, Friederike Becht,
André Szymanski, Johannes Kirsch, Gert Voss

Deutschland 1958 - Wiederaufbau, Wirtschaftswunder. Johann Radmann (Alexander Fehling) ist seit Kurzem Staatsanwalt und muss sich wie alle Neulinge um Verkehrsdelikte kümmern. Als der Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski) im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird er hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Wärter erkannt, doch niemand will seine Anzeige aufnehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann sich mit dem Fall zu beschäftigen – und stößt auf ein Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Verklärung. Von „Auschwitz“ haben in diesen Jahren die einen nie gehört, und die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Nur Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer (Gert Voss) unterstützt seine Neugier.

Als Johann Radmann und Thomas Gnielka Unterlagen finden, die zu den Tätern führen, erkennt Bauer sofort deren Brisanz – und beauftragt Radmann offiziell mit der Leitung weiterer Ermittlungen. Der stürzt sich nun vollends in seine neue Aufgabe und setzt alles daran, herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.

Vor dem Hintergrund wahrer Begebenheiten wirft Im Labyrinth des Schweigens einen ganz eigenen, besonderen Blick auf das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderjahre – die Zeit von Petticoat und Rock’n Roll, in der die Menschen Vergangenes vergessen und lieber nach vorne blicken wollten. Eine fesselnde Geschichte über Mut, Verantwortung und den Kampf um Gerechtigkeit.

www.imlabyrinth-film.de
Giulo Ricciarelli, geboren 1965 in Mailand, begann seine Karriere nach der Ausbildung auf der Otto-Falckenberg-Schule in München auf der Bühne. Er spielte unter anderem am Theater Basel, am Staatstheater Stuttgart, am Theater Oberhausen, am Schauspiel Bonn und am Bayerischen Staatsschauspiel München. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er auch als Darsteller in Kino- und Fernsehfilmen präsent. 2000 gründete er zusammen mit Sabine Lamby die Naked Eye Filmproduction in München und produzierte mehrfach preisgekrönte Filme, darunter Birthday (2001), Fremder Freund (2003) und Wie Licht schmeckt (2005). Neben der Tätigkeit als Produzent ist Ricciarelli auch als Regisseur und Drehbuchautor aktiv.

Jack Jack Spielfilm // 103 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Edward Berger // Darsteller: Ivo Pietzcker, Georg Arms, Luise Heyer, Vincent Redetzki

Jack (Ivo Pietzcker) ist zehn Jahre alt und noch nicht lange im Heim. Es ist Sommer. Die Vorfreude auf die Ferien ist groß. Doch am letzten Schultag wird er nicht abgeholt. Seine Mutter Sanna (Luise Heyer) ruft an und vertröstet ihn. Jack bleibt mit Danilo und den Erziehern allein zurück. Es kommt zum Streit, bei dem er seinen Mitbewohner verletzt. Verängstigt läuft er nach Hause, um Schutz bei seiner Mutter zu suchen. Doch niemand macht ihm die Tür auf. Sanna ist nicht da.

Nachdem Jack seinen sechsjährigen Bruder Manuel von einer Freundin abgeholt hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mutter. Über mehrere Tage ziehen sie durch die Stadt und folgen ihrer Spur. Dabei scheint es niemandem aufzufallen, dass sie ganz allein sind. Eines Nachts brennt wieder Licht in ihrer Wohnung. Jack und Manuel rennen nach Hause, wo ihre Mutter sie in die Arme schließt. Gemeinsam essen sie zu Abend. Jack versucht sich mitzuteilen, doch Sanna hört nicht zu. Er trifft eine drastische Entscheidung.

Jack ist ein Film über die Reise eines Jungen, der früh gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen.

www.jack-film.de
Edward Berger wurde 1970 in Wolfsburg, Deutschland geboren. Seinen Abschluss des Regiestudiums machte er 1994 an der NYU in New York. Anschließend sammelte er erste Berufserfahrungen beim amerikanischen Independent-Produzenten Good Machine, unter anderen bei Filmen von Ang Lee und Todd Haynes. 1998 feierte er sein Spielfilmdebut mit Gomez. Als Regisseur und Drehbuchautor arbeitete er an mehreren Folgen der Fernsehserie KDD. 2012 erhielt er den Grimme-Preis für seinen Fernsehfilm Ein guter Sommer. Jack hat er mit Nele Mueller-Stöfen auf Grundlage ihres Drehbuchs gemeinsam entwickelt.

Kreuzweg Kreuzweg Spielfilm // 107 Min. // Deutschland / Frankreich, 2014

Regie: Dietrich Brüggemann // Darsteller: Lea van Acken, Franziska Weisz, Florian Stetter

Die junge Maria lebt zwischen zwei Welten. In der Schule ist sie das 14-jährige Mädchen mit den typischen Interessen eines Teenagers. Zu Hause, in ihrer Familie, folgt sie den Lehren der Priesterbruderschaft Pius XII. und deren traditionalistischer Auslegung des Katholizismus. Alles, was Maria denkt und tut, muss der Prüfung vor Gott bestehen. Und weil dieser ein strenger Hüter ist, bleibt die Furcht vor dem Fehltritt ihre stete Begleiterin. Während Marias Mutter ihre Tochter mit harter Hand auf den Weg des Glaubens zwingt, schweigt der Vater meist und schaut in kritischen Momenten tatenlos zu. Als es zu Auseinandersetzungen mit Lehrern und Ärzten kommt, verstärken sich die Konflikte. Maria versucht verzweifelt, es allen recht zu machen und gerät so immer mehr ins Kreuzfeuer. Wie sind die Gefühle, die sie für einen Schulkameraden hegt, mit dem Gebot der reinen Gottesliebe zu vereinbaren? Fordert der Herr ein gewaltiges Opfer, damit ihr kleiner Bruder von seiner Krankheit geheilt wird?

Dietrich Brüggemann entfaltet das Seelenleiden seiner jungen Protagonistin in den 14 Bildern des Kreuzwegs – von „Jesus wird zum Tode verurteilt“ bis „Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt“.

www.kreuzweg-derfilm.de
Dietrich Brüggemann, 1976 in München geboren, studiert von 2000 bis 2006 Regie an der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Nach mehreren Kurzfilmen wurde sein Spielfilm Neun Szenen 2006 auf der Berlinale gezeigt. Auch lief er auf Festivals im In- und Ausland und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis für den Besten Spielfilm beim Achtung Berlin Festival. Renn, wenn du kannst eröffnete 2010 die Perspektive Deutsches Kino der Berlinale, lief auf rund 30 Festivals weltweit und gewann Jury- und Publikumspreise. Wie bei den ersten beiden Filmen entwickelte er auch 2012 für 3 Zimmer/Küche/Bad gemeinsam mit seiner Schwester Anna Brüggemann das Drehbuch. Kreuzweg ist die vierte gemeinsame Arbeit der beiden. Zudem hat Dietrich Brüggemann zahlreiche Musikvideos, u.a. für Thees Uhlmann und Judith Holofernes gedreht, und begleitet Stummfilme am Klavier.

Phoenix Phoenix Spielfilm // 98 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Christian Petzold // Darsteller: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Nina Kunzendorf, Imogen Kogge

Juni 1945. Schwer verletzt, mit zerstörtem Gesicht wird die Auschwitz-Überlebende Nelly von Lene, einer Mitarbeiterin der „Jewish Agency“ und zugleich ihrer Freundin aus Vorkriegstagen, in die alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von der Gesichtsoperation, macht sich Nelly, den Warnungen Lenes zum Trotz, auf die Suche nach Johnny, ihrem Mann. Doch Johnny ist fest davon überzeugt, dass seine Frau tot ist. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er nicht mehr als eine beunruhigende Ähnlichkeit. Johnny schlägt ihr vor, in die Rolle seiner totgeglaubten Frau zu schlüpfen, um sich das Erbe der im Holocaust ermordeten Familie Nellys zu sichern. Nelly lässt sich darauf ein. Sie wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie geliebt hat, ob er sie verraten hat. Nelly will ihr Leben zurück.

www.phoenix-der-film.de
Christian Petzold wurde 1960 in Hilden geboren. Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, anschließend von 1988–1994 Regiestudium an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin, daneben Regieassistenzen bei Harun Farocki und Hartmut Bitomsky. Zu Christian Petzolds vielfach ausgezeichneten Spielfilmen gehören u.a. Die innere Sicherheit (2001; Deutscher Filmpreis – Bester Spielfilm; Hessischer Filmpreis), Yella (2007; Silberner Bär der Berlinale und Deutscher Filmpreis für Nina Hoss), Jerichow (2008; Venedig Wettbewerb; Preis der Deutschen Filmkritik) und Dreileben – etwas Besseres als den Tod (Grimme-Preis und Deutscher Fernsehpreis, gemeinsam mit Dominik Graf und Christoph Hochhausler). Für Barbara (2012) wurde Christian Petzold u.a. mit dem Silbernen Bären der Berlinale für die Beste Regie ausgezeichnet.

Das Salz der Erde Das Salz der Erde Dokumentarfilm // 110 Min. // Frankreich, 2014

Regie: Wim Wenders & Juliano Ribeiro Salgado // Mit: Sebastião Salgado

In den vergangenen vierzig Jahren ist der Fotograf Sebastião Salgado durch die Kontinente gereist auf den Spuren der Schicksale von Menschen in den verschiedenen Ländern. Er ist Zeuge von wichtigen zeithistorischen Ereignissen, von internationalen Konflikten, Hungersnöten und Flucht geworden. Erschöpft und ausgebrannt beschloss er nach einigen Jahren, sich auf eine Entdeckungsreise unberührter Gebiete, wilder Fauna und Flora, eindrucksvoller Landschaften zu begeben, nicht zuletzt, um seine eigene Seele zu heilen: ein enormes Fotografieprojekt, das der Schönheit des Planeten Erde Anerkennung zollt. Sein Sohn Juliano, der ihn auf seinen letzten Reisen begleitete, und Wim Wenders, selbst auch Fotograf, zeigen uns Sebastião Salgado’s Leben und Werk.

Sebastião Salgado wurde am 8. Februar 1944 in Aimorés, Minas Gerais, Brasilien, geboren und lebt in Paris. Nachdem er zunächst als Ökonom gearbeitet hatte, begann Salgado seine Karriere als professioneller Fotograf 1973 in Paris. Bis 1994 arbeitete er mit den Fotoagenturen Sygma, Gamma und Magnum Photos zusammen. Dann gründete er zusammen mit Lélia Wanick Salgado exklusiv für seine Arbeit die Organisation „Amazonas images“. Salgado ist für seine Leistungen mit zahlreichen bedeutenden Fotografiepreisen ausgezeichnet worden. Zudem ist er ein UNICEF-Botschafter und Ehrenmitglied der US-amerikanischen “Academy of Arts and Sciences“. Für seine Fotoprojekte hat er über 100 Länder bereist.

www.dassalzdererde-derfilm.de
Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren. Nach zwei Jahren Medizin- und Philosophiestudium und einem einjährigen Aufenthalt in Paris als Maler besuchte er von 1967 bis 1970 die Hochschule für Fernsehen und Film in München. Er ist eine der wichtigsten Figuren des „Neuen Deutschen Films“, der in den 1970er Jahren entstand, war Gründungsmitglied des deutschen „Filmverlags der Autoren“ 1971 und gründete sein eigenes Produktionsunternehmen „Road Movies“ 1975 in Berlin. Neben der Regie stimmungsvoller Autorenfilme arbeitet Wenders auch mit dem Medium Fotografie. Zudem hat er zahlreiche Bücher mit Essays und Fotos veröffentlicht. Mit seiner Ehefrau Donata Wenders, ebenfalls Fotografin, lebt er in Berlin.

Juliano Ribeiro Salgado wurde 1974 in Paris geboren, wo er in einem franko-brasilianischen Umfeld aufwuchs. 1996 drehte er seinen ersten Dokumentarfilm für Arte unter dem Titel Suzana, der sich mit der Nutzung von Schützenminen in Angola befasst. Weitere Dokumentarfilme entstanden in Äthiopien, Afghanistan und Brasilien. Zur gleichen Zeit erstellte er Nachrichtenberichte für den französischen Sender Canal+ und TV Globo in Brasilien. Daraufhin trat Salgado in die London Film School ein, die er 2003 abschloss. Juliano Ribeiro Salgado hat zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme für das französische Fernsehen gedreht. Sein Film Nauru an Island adrift aus dem Jahr 2009, den er für die Dokumentarfilmreihe Grand Format von Arte gedreht hatte, wurde für viele internationale Festivals ausgewählt (Hot Docs in Toronto und Le Festival Dei Populo in Florenz). Im Augenblick arbeitet er an seinem ersten Film in Spielfilmlänge, der in São Paolo, Brasilien, gedreht werden soll.

Who Am I – Kein System ist sicher Who Am I – Kein System ist sicher Spielfilm // 105 Min. // Deutschland, 2014

Regie:Baran bo Odar // Darsteller: Tom Schilling, Elyas M'Barek, Hannah Herzsprung, Wotan Wilke Möhring

Benjamin ist unsichtbar, ein Niemand. Dies ändert sich schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so eint sie doch dasselbe Interesse: Hacken. Gemeinsam mit Max` Freunden, dem impulsiven Stephan und dem paranoiden Paul gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY (CLOWNS LAUGHING AT YOU). CLAY provoziert mit Spaßaktionen und trifft den Nerv einer gesamten Generation. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Benjamin ein Teil von etwas und sogar die attraktive Marie wird auf ihn aufmerksam. Doch aus Spaß wird plötzlich Ernst, als die Gruppe auf das Fahndungsraster von BKA und Europol gerät. Gejagt von der Europol-Agentin Hanne Lindberg ist Benjamin jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der Welt.

www.whoami-film.de/site/
Baran bo Odar wurde 1978 in der Schweiz geboren, studierte Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Er arbeitete an mehrere Werbespots, Musikvideos und preisgekrönten Kurzfilmen. Sein Spielfilmdebüt The Silence (2010) wurde auf der Piazza Grande in Locarno gefeiert und gewann ihm einen Platz als einer der Variety Ten Directors of 2011. Who am I war ein großer Kassenerfolg in Deutschland. Warner Brothers hat vor kurzem ein Abkommen für eine neue Version des Films geschlossen. Derzeit ist bo Odar in der Vorproduktionsphase seines nächsten Action-Thriller Sleepless Night mit Jamie Foxx und Michelle Monaghan.

Zeit der Kannibalen Zeit der Kannibalen Spielfilm // 93 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Johannes Naber // Darsteller: Sebastian Blomberg, Devid Striesow, Katharina Schüttler

Öllers (Devid Striesow) und Niederländer (Sebastian Blomberg) haben alles im Griff. Seit sechs Jahren touren die erfolgreichen Unternehmensberater durch die dreckigsten Länder der Welt, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Ihr Ziel scheint nah: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden!

Als sie erfahren, dass ihr Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Denn „up or out“ ist das Prinzip. Dass Hellinger sich bald aus ungeklärten Gründen aus dem Bürofenster stürzt, hilft ihnen auch nicht weiter.

Ausgerechnet die junge, ehrgeizige Bianca (Katharina Schüttler) rückt für ihn nach. Öllers und Niederländer sind genervt, Sarkasmus macht sich breit, Neurosen brechen aus. Der Kampf um das Überleben in der Company geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

www.zeitderkannibalen.de
Johannes Naber, geboren 1971 in Baden-Baden, Deutschland. Er studierte von 1991 bis 1993 Philosophie und indische Philologie an der Freien Universität Berlin und anschließend Film & Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Diplom machte er 1999 im Fachbereich Regie Dokumentarfilm. Er lebt in Berlin und arbeitet als Regisseur, Drehbuchautor und Oberbeleuchter.