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      Quest (Spielhandlung)

      Je stärker algoritmisiert ein Spiel ist, also je stärker es in Schleifen laufen kann, in denen Variablen neu bearbeitet werden können, um in neuen Konfigurationen zu stehen, die dann wieder in ein neue Berechnungsrunde geschickt werden können, desto stärker bietet es sich an, diese fortschreitende Entwicklung auch narrativ zu verstehen und auf sie sogar eine eigenständige Erzählung aufzupfropfen. Kann man bei einem Tennisspiel bestenfalls von einem Kampf zwei Spieler um Punkte sprechen, lässt sich beim schrittweise erfolgenden Verschieben der verschieden gearteten Figuren des Schachspiels schon ein Krieg fantasieren, beim Laufenlassen von Avataren in Computerspielleveln sogar das ganze Repertoire von Dramaturgien wie der Heldenreise oder des Stationendramas hinzudenken. Statt bloß Pachisi, also Mensch ärger Dich nicht, zu sein, wird das Spiel dann auch zu einer Quest, zu der Suche eines Helden oder einer Heldin nach dem Heiligen Gral, dem Golden Vlies oder dem Weg zurück nach Ithaca.