Mitwirkende

Mitwirkende

Volker Morawe und Tilman Reiff © //////////fur//// art entertainment interfaces Morawe/Reiff

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art entertainment interfaces

Volker Morawe und Tilman Reiff © //////////fur//// art entertainment interfaces Morawe/Reiff Das Künstlerduo //////////fur//// art entertainment interfaces entwickelt multisensorische Artefakte als Gegenentwurf zur massiv fortschreitenden Benutzerisolation an digitalen Endgeräten. Volker Morawe, 44, und Tilman Reiff, 43, lernten sich an der Kunsthochschule für Medien in Köln kennen, gründeten eine WG und legten damit den Grundstein für viele verrückte Installationen, die ebenso zum Spiel einladen, wie sie die Mechanismen medialer Interaktion gegen den Strich bürsten. Ihre zentrale künstlerische Fragestellung nach dem alternativen Benutzerinterface inszenieren //////////fur//// als intensive Begegnung und Sinneserfahrung.
Michael McGinnis, Foto: Rebecca McGinnis

Michael McGinnis

Michael McGinnis, Foto: Rebecca McGinnis Der kalifornische Bildhauer Michael McGinnis entwirft seit den 70er Jahren komplexe Kugellabyrinthe. Aus den zunächst zweidimensionalen Knobelspielen wurde eine Reihe dreidimensionaler, kinetischer Skulpturen. Er ist der Erfinder der 3D Labyrinth-Spielreihe Perplexus. Die Weiterentwicklungen Original, Rookie, Epic und Twist haben dutzende Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Titel Toy of the Year 2013. Daneben baut McGinnis auch große, komplexe Labyrinth-Plastiken für Museen, Unternehmen und private Sammlungen auf der ganzen Welt. McGinnis lehrt Bildhauerei und Design am Santa Rosa Junior College und arbeitet zurzeit an über 20 interaktiven Exponaten für das neu entstehende Kindermuseum CMOSC.
Niklas Roy © Niklas Roy

Niklas Roy

Niklas Roy © Niklas Roy Niklas Roy, *1974 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Berlin. Er beschäftigt sich mit dem Entwurf und der Konstruktion von Robotern, Maschinen, elektromechanischen Skulpturen, Elektroniken und Code. Bevor er an der Universität der Künste in Berlin studierte, arbeitete er als Regisseur und Visual Effect Supervisor für zahlreiche internationale Film- und Fernsehproduktionen. Trotz seiner akademischen Ausbildung sieht er sich selbst als Autodidakt, der jeden Tag in seiner Werkstatt neues lernt. Roy erforscht die sich überschneidenden Gebiete von Kunst und Technik. Das Ergebnis sind experimentelle Aufbauten und unterhaltsame Videodokumentationen, welche er international ausstellt und auf seiner Webseite veröffentlicht.
Copyright: Linda Breitlauch

Linda Breitlauch

Linda Breitlauch © Linda Breitlauch Linda Breitlauch ist Präsidentin der GA Hochschule der digitalen Gesellschaft in Berlin und Professorin für Game Design. Sie studierte zuerst Betriebswirtschaftslehre, bevor sie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg ein Studium der Film- und Fernsehdramaturgie absolvierte. 2008 promovierte sie über Dramaturgie in Computerspielen. Neben Projektleitungen im Export und Verlagswesen führte sie als Creative Producer u. a. verschiedene Filmprojekte durch, verfasste Drehbücher, Spielkonzepte sowie wissenschaftliche und fachjournalistische Beiträge. Von 2001 bis 2006 entwickelte sie innerhalb eines Hochschulverbundes Lern- und Spielprojekte für Hochschulen und den Medienbereich. Sie forscht und lehrt sie mit besonderem Fokus auf „Interactive and transmedia Storytelling", Serious Games und Dramaturgie. Zudem ist sie u. a. als Gutachterin tätig und berät in den Bereichen Serious Games und Storytelling im Spiel. 2011 wurde sie nominiert für den „European Women in Games Hall of Fame Award" in London. Sie ist Jurymitglied des Deutschen Computerspielpreises, des Deutschen Entwicklerpreises sowie des reddot: design awards.
Max J. Kobbert © Max J. Kobbert

Max J. Kobbert

Max J. Kobbert © Max J. Kobbert Max J. Kobbert war bis zur Emeritierung 2009 als Professor für Kunst- und Wahrnehmungspsychologie an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf sowie an der Fachhochschule Münster tätig. Er schrieb Bücher wie „Kunstpsychologie“ (1986), „Kulturgut Spiel“ (2009), „Das Buch der Farben“ (2011) und „Wunderwelt Bernstein“ (2013). Neben seiner akademischen Laufbahn entwickelte Kobbert mehrere Spiele, darunter „Das verrückte Labyrinth“, das seit 1986 international zum Klassiker geworden ist und bis heute in zahlreichen Aktualisierungen und Variationen herausgegeben wurde.
Harald Lieske © Harald Lieske

Harald Lieske

Harald Lieske © Harald Lieske Nach anfänglichem Kunst-Studium in Siegen wechselte Harald Lieske an den Fachbereich Design in Münster mit den Schwerpunkten Spiele-Illustration und Comic. Schon während des Studiums ergaben sich erste Kontakte zu diversen Spiele-Verlagen und Aufträge für die Spiele-Illustration. In dieser Zeit entstanden auch die ersten eigenen Spiele-Prototypen. Harald Lieske arbeitete bisher als Illustrator an über 60 Brett- und Kartenspielen, darunter Bestseller wie „Siedler von Catan“ und „Dominion“. Zuweilen erfindet er auch eigene Spiele, von denen drei bereits veröffentlicht wurden. Für das Projekt SPIELTRIEB! entwickelte und illustrierte Lieske das nonverbale Fußball-Solitär „Fussi“, das auch auf der SPIELTRIEB! Website ausprobiert werden kann.

Dirk Riegert

Dirk Riegert ist Creative Director bei Related Designs, einem Entwicklungsstudio von Ubisoft. Von 2004 bis 2009 war er Lead Game Designer für die Aufbau-Strategiespiele ANNO 1701 und ANNO 1404. Beide Spiele wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2009 ist Riegert als Creative Director für ANNO 2070 und Might and Magic Heroes: Online verantwortlich. Im Moment arbeitet er an einem neuen, noch nicht bekanntgegebenen Projekt für Ubisoft.
machina eX, © machina eX/Philip Steimel

machina eX

machina eX, © machina eX/Philip Steimel machina eX gründete sich 2010 am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim. Zum Team gehören: Anna Sina Fries, Yves Regenass, Laura Naumann (die auch Dramatikerin ist), Jan Philip Steimel, Laura Alisa Schäffer, Mathias Prinz, Robin Krause, Nele Katharina Lenz und Lasse Marburg. Ihren Durchbruch feierte die Gruppe 2011 mit dem Science-Fiction-Adventure „15.000 Gray“, das beim Freie-Szene-Festival „100 Grad“ am Berliner HAU den Jurypreis gewann und im selben Jahr ins Rahmenprogramm des Theatertreffens der Freien Szene „Impulse“ 2012 eingeladen wurde. Gefördert durch den Fonds „Doppelpass“ der Bundeskulturstiftung entwickeln machina eX gemeinsam mit dem fft Düsseldorf das Forschungsprojekt „Game on Stage“, das 2014 mit einer neuen Inszenierung abschließt.
Invisible Playground © Invisible Playground

Invisible Playground

Invisible Playground © Invisible Playground Invisible Playground“ entwickelt ortsspezifische Spiele. Die Gruppe wurde 2009 in Berlin gegründet und besteht heute aus Jennifer Aksu, Viktor Bedö, Daniel Boy, Josa Gerhard, Anna Hentschel, Christiane Hütter und Sebastian Quack. Bereits vier Jahre nach der Gründung veranstaltet „Invisible Playground“ Spiele im öffentlichen Raum auf Kunst- und Theaterfestivals auf der ganzen Welt. Die junge Kunstform des urbanen Spiels, deren Erforschung und Ausformulierung sich „Invisible Playground“ verschrieben hat, vermisst die Spannungsverhältnisse zwischen Parodie und Analogie, Kritik und Unterhaltung, individueller Partizipation und sozialen Regelwerken. Sie wirft die Frage auf, wer über unsere öffentlichen Räume verfügt und die meist unausgesprochenen Gesetze aufstellt, die dort herrschen. Dadurch entwickelt sie das Spielen zu einem Instrument kritischer Vernunft, zeigt Alternativen zu bestehenden Regelsystemen auf und richtet den Blick gleichzeitig auf das autoritäre Potenzial scheinbar spielerischer kompetitiver Formen in Wirtschaft und Politik. Indem „Invisible Playground“ Funktionszuschreibungen öffentlicher Räume temporär aufhebt, schärft die Gruppe das Bewusstsein für die Ambivalenz und die soziale, politische und wirtschaftliche Verfasstheit öffentlichen Lebens und stellt den Begriff auf die Probe, den sich demokratische Gesellschaften von Freiheit machen.