Hans-Ulrich Treichel

© Czytelnik
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Anatolin
Lizenzverlag: Czytelnik, 2009
Übersetzer: Emilia Bielicka
ISBN: 978-83-07-03209-2
Originaltitel: Anatolin
© Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2008

Kein Verzeichnis körperlicher und seelischer Gebrechen kennt diese Krankheit, kein Arzt hat sie je diagnostiziert, und doch leidet manch einer darunter: »Morbus biographicus«, zum deutsch: »autobiographische Entleerung«. Das Symptom: fehlende Erinnerung an die eigene Kindheit. Am Ende steht der Verlust jedes biographischen Gefühls. Als Therapie bleibt nur, den fehlenden autobiographischen Faden erzählend neu zu spinnen. So wird für den Helden dieses heiter-melancholischen Buches eine Kindheit in der ostwestfälischen Provinz lebendig, in der der verlorene Bruder dominiert. Die Suche nach der eigenen Vergangenheit wird zu einer Suche nach den Eltern. Sie führt in den Osten, in ein abgelegenes Straßendorf in der Ukraine, dann in eine noch viel kleinere Siedlung im ehemaligen Wartheland in Polen. Was der Vergangenheitslose dort an Spuren seiner Vorfahren findet, ist nichts – und doch mehr als genug, um einen Roman daraus zu machen. (Klappentext)

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