mathematisches prinzip

Mathematisches Prinzip

Der entscheidende Schritt bei der Entwicklung des DIN-A-Formats war der Anschluss an das metrische Maßsystem über den Flächeninhalt. Vom Referenzformat A0, mit einem Flächeninhalt von einem Quadratmeter, Abmessungen von 841mm x 1.189mm und einem Seitenlängenverhältnis von 1:√2, entstand die A-Serie. Das Format lässt sich unendlich oft halbieren und behält immer exakt die gleichen Proportionen wie das Ursprungsformat, nämlich 1:√2 (1:1,41) mit Abrundung auf ganze Millimeter. Alle A-Formate außer A0 entstehen durch die Halbierung des jeweils größeren Formats. Jede Papiergröße hat ihren Namen nach der Serie in die es gehört und danach, wie oft das Papier halbiert wurde, um diese Größe zu erreichen. Ein A4-Papier gehört also in die A-Serie und entsteht dadurch, dass das Referenzformat A0 viermal halbiert wird.

Die Tatsache, dass jede Papiergröße halb so groß ist wie die nächst größere Größe, vereinfacht beim Kopieren die Vergrößerung und Verkleinerung. Dadurch, dass das Seitenverhältnis 1:√2 beträgt, behält das Format seine Proportionen. Deshalb wird bei 71%iger Verkleinerung aus einem A3- ein A4-Format, bei 141%iger Vergrößerung aus einem A4- ein A3-Format und bei 200% Vergrößerung aus einem A3- ein A1-Format.

Die Praxisnähe der DIN 467 hat entscheidend zu ihrem Erfolg beigetragen. Die Tatsache, dass das Format von einem A0-Blatt ausgeht, das man in kleinere Formate faltet oder schneidet, entspricht dem täglichen Umgang mit Papier. Dadurch, dass man das Papier auf jedes gewünschte Format innerhalb der A-Serie falten kann, braucht man keine speziell angepassten Briefumschläge, Ordner etc.

Porstmanns Grundgedanke war, dass die Vereinheitlichung der Papierformate ein Gewinn für die Allgemeinheit darstellen würde, weil es die Papierablage und -herstellung billiger und effektiver machen würde. Weniger Abfall bedeutete auch eine Schonung der Wälder, ein Thema, das Porstmann sehr am Herzen lag.