Spielstraße – Straßenspiele. Kiew: Andriivskyi uzviz

Ein deutsch-ukrainisches Projekt
des Goethe-Instituts Ukraine
und des Zentrums für zeitgenössische Kunst Soviart
Das Projekt Spielstraße – Straßenspiele thematisiert das Spannungsfeld zwischen aktuellen städtebaulichen Herausforderungen und Perspektiven der zeitgenössischen Künste in postsowjetischen Transformationsgesellschaften am Beispiel einer konkreten Straße in Kiew, dem historischen ca. 1 km langen Andriivskyi uzviz mit zahlreichen Kunstgalerien, Kunstgewerbeläden und Souvenir-Ständen auf der Straße, Theatern, Museen, Straßenkünstlern.
Auf dem Andriivskyi uzviz in Kiew sind seit der Auflösung der Sowjetunion zahlreiche radikale Veränderungen des öffentlichen Raumes zu beobachten. Das heutige Bild der Straße zeigt restaurierte und in Restauration befindliche bzw. leerstehende Gebäude neben modernen Hotelbauten des neuen Zeitalters und verfallende unter Denkmalschutz stehende Häuser, Müll aus Plastik und sonstiges Verpackungsmaterial, unsichere holprige Gehwege, unzureichende kommunale Dienstleistungen wie mangelnde nächtliche Beleuchtung und Müllbeseitigung, wilde Straßenhunde usw.
Vor dem Hintergrund sozialer und politischer Spannungsfelder treten künstlerische, fiktionale und spielerischer Zukunftsvisionen mit politischen und städteplanerischen Lösungsmöglichkeiten in einen Dialog. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Dialogfähigkeit und den Wirkungsmöglichkeiten zeitgenössischer Künste bei der Überwindung sozialer und politischer Probleme gemeinsam mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern.
Auf dem abschließenden Festival (1. – 3. Oktober 2010) werden alle künstlerischen Positionen, die von den Projekteilnehmern erarbeitet wurden, einer breiten Öffentlichkeit, Nutzern und Anwohnern des Andreassteiges, Medien, Experten und politischen Entscheidungsträgern vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Dieses Forum soll den öffentlichen Diskurs über die Probleme am Andriivskyi uzviz bereichern, Positionen und Wahrnehmungen zeitgenössischer Künste auf eine gesellschaftsrelevante Plattform stellen und die politisch Verantwortlichen davon überzeugen, dass innovative künstlerische Positionen bei der Konfliktbewältigung und angekündigten Modernisierung einen zukunftsweisenden Beitrag für die Bewahrung des historischen kulturellen Erbes leisten können.
Ziele des Projektes
  • Förderung des öffentlichen Diskurses über die Probleme auf dem Andriivskyi uzviz unter Einbeziehung innovativer künstlerischer und städteplanerischer Positionen aus Deutschland und der Ukraine.
  • Etablierung eines multimedialen Festivals Andriivskyi uzviz im Oktober 2010 mit Beteiligung zahlreicher dort gelegener Kultureinrichtungen, von Künstlern und Experten aus Deutschland und der Ukraine.
  • Motivation und Ermutigung zum politischen Handeln bei allen Anwohnern und Nutzern des Andriivskyi uzviz.
  • Medien, Betroffene, Experte, lokale Politik und die allgemeine Öffentlichkeit setzen sich mit den innovativen künstlerischen und städteplanerischen Positionen des Projektes auseinander.
Partner

    Dossier: Stadtlandschaften

    Neben Stadtplanung, Stadtentwicklung und Stadtforschung geht es um die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Stadt.

    Stadtentwicklung in Deutschland

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