Spiel – Liebe auf Deutsch

Liebe auf Deutsch

Eine Geschichte von David Fermer

Lesen Sie die kurzen Texte. Wer möchten Sie sein? Wie geht es weiter? Es gibt viele Möglichkeiten...

Das alte Problem

Das alte Problem: Eine schöne Frau – zwei Männer!

Isabella hat lange braune Haare. Ihre Augen sind schwarz wie die Nacht. Sie hat rote Lippen – so rot wie eine Erdbeere.

Jordan denkt: „Isabella sieht sehr hübsch aus.“

Cem könnte stundenlang in ihre schwarzen Augen schauen.

Das alte Problem: Eine schöne Frau – zwei Männer!


Wer bist du?
Isabella
Cem
Jordan

Isabella

Ich heiße Isabella. Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Brasilien. Ich weiß, dass ich schön bin, aber das ist mir nicht wichtig. Es ist gut, schön zu sein. Andere Sachen im Leben sind aber viel wichtiger.

Aber ich bin Single – „solteira!“ – und ich habe ein romantisches Herz.

Ich bin neu in Deutschland. Ich kann die Sprache nicht so gut. Ich kenne niemanden. Ich bin einsam.

Ich lerne Deutsch in einer Sprachschule. Jeden Tag.

Es gibt zwei junge Männer in meiner Klasse. Sie schauen mich mit großen Augen an. Ein Mann heißt Jordan, der andere heißt Cem. Ich finde beide nett. Beide finden mich nett.


Heute Abend willst du ins Kino gehen, aber nicht allein. Willst du einen der Jungs fragen? Wen fragst du?
Cem
Jordan
Ich frage niemanden. Ich gehe lieber allein ins Kino.

 Zurück zum Anfang

Ich frage Cem

„Hallo, Cem, was machst du heute Abend?“, frage ich in der Pause.

Cem schaut mich an, aber er sagt nichts.

„Ich gehe ins Kino“, sage ich freundlich. „Willst du mitkommen?“

Cem sagt immer noch nichts! Mensch! Warum spricht er nicht?

„Ist alles in Ordnung?“, frage ich.

„Ja...“, sagt Cem endlich. Er kann sprechen! „Aber ich kann nicht so gut Deutsch“, sagt er. „Ich verstehe deutsche Filme nicht gut.“


Was machst du jetzt?
Ich frage Cem noch einmal
Ich habe eine andere Idee: Vielleicht möchte Cem einen Spaziergang im Park machen?
Ich frage Jordan.

 Zurück zum Anfang

Ich frage Jordan

„Hallo, Jordan, was machst du heute Abend?“, frage ich in der Pause.

Jordan lächelt. Er hat ein schönes Lächeln.

„Nichts!“, sagt er. „Warum?“

„Ich gehe ins Kino“, sage ich. „Willst du mitkommen?“

„Ja, klar!“, sagt Jordan. „Welchen Film willst du sehen?“

„Der Film heißt Liebe, Liebe, Liebe. Kennst du ihn?“

Liebe, Liebe, Liebe?“, sagt er und macht ein unglückliches Gesicht. „Hmmmm... Ich weiß nicht. Kennst du vielleicht Killer Monster? Der soll gut sein. Wollen wir nicht lieber den sehen?“

Killer Monster? O nein! Das hört sich schrecklich an!


Und nun? Was machst du jetzt?
Ich möchte gerne den Film Liebe, Liebe, Liebe mit Jordan sehen und frage Jordan noch einmal.
Ich gehe einfach in Killer Monster mit Jordan.
Ich frage jetzt Cem.

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Ich frage keinen von den beiden.

Ich gehe allein ins Kino. Im Kino sind nur Paare. Liebespaare. Sie lachen, halten Händchen, küssen sich. Ich fühle mich allein. Warum habe ich nicht Cem gefragt? Oder Jordan? Jetzt sitze ich alleine im Kino und schaue einen Liebesfilm an. Romantik pur! Aber nicht für mich!

Das ist nicht gut! Ich will nicht einsam sein. Also muss ich mit Menschen reden!

Am besten versuche ich es nochmal.

Wenn du willst, kannst du wieder zum Anfang gehen.

 Zurück zum Anfang

Ich frage Cem noch einmal.

„Vielleicht verstehst du den Film doch“, sage ich. „Ein Film ist nicht nur Sprechen; es gibt auch Bilder. Und Bilder kann man immer gut verstehen, egal, welche Sprache man spricht. Willst du es nicht probieren?“

„Na gut!“, sagt Cem. „Dann komme ich mit!“

***

Wir treffen uns um 19 Uhr vor dem Kino. Der Film fängt um 20 Uhr an. Wir wollen vorher etwas essen. Es gibt einen Imbiss gegenüber vom Kino. Wir gehen über die Straße zum Imbiss.

„Hey Cem!“, sagt der Verkäufer. „Was machst du hier?“

„Ich gehe ins Kino“, sagt Cem.

„Mit ihr?“ Der Mann schaut mich überrascht an. „Kommt sie aus der Türkei?“

„Nein, ich komme aus Brasilien“, sage ich. „Sie ist nicht meine Freundin“, sagt Cem und schaut auf seine Füße. „Sie ist nur... in meinem Sprachkurs.“

Ich bin richtig böse auf Cem. Wie redet er über mich? Das ist nicht in Ordnung.


Der Abend fängt nicht gut an! Wie soll es weitergehen?
Ich gehe nach Hause – ohne Cem und ohne Kino.
Ich bin böse und zeige Cem: Ich willst seine Freundin sein.
Ich sage nichts.


 Zurück zum Anfang

Ich frage Cem nach einem Spaziergang im Park.

„Wir können einen Spaziergang im Park machen“, sage ich. „Möchtest du?“

Cem sagt: „Ja.“

***

Am nächsten Tag nach der Schule treffen wir uns am Eingang des Parks. Es ist ein warmer Sommerabend. Viele Leute spazieren im Park: Familien mit Kindern, Menschen mit Hunden, Paare, Fahrradfahrer. Manche Leute grillen auch.

Cem fragt mich: „Wie lange lebst du schon in Deutschland? – „Seit sechs Monaten“, sage ich. Ich erzähle ihm von meinem Zuhause in Brasilien und vom Anfang in Deutschland. Es war schwer für mich. Aber es wird immer besser.

Dann fragt mich Cem: „Hast du einen Freund?“ Er meint natürlich einen romantischen Freund, nicht einen normalen Freund.

Ich habe keinen Freund, aber ich habe einen Ex-Ehemann. Ich war schon verheiratet. Mit einem Brasilianer. Aber wir sind jetzt geschieden. Will ich ihm das erzählen? Oder ist das zu viel Information für das erste Treffen?


Was machst du?
Ich erzähle Cem die Wahrheit: Ich war verheiratet, aber jetzt bin ich geschieden.
Ich antworte auf Cems Frage: Ich sage, ich habe keinen Freund.
Ich spiele ein kleines Spiel mit Cem: Ich sage, ich habe einen Freund.


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Ich möchte mit Jordan ins Kino gehen und frage ihn noch einmal.

Liebe, Liebe, Liebe soll ganz toll sein“, sage ich. „Er hat einen Oscar gewonnen. Ich habe noch nie einen deutschen Film im Kino gesehen.“

„Ja, ja, OK!“, sagt Jordan endlich. „Dann komme ich mit!“

***

Nach der Schule gehe ich nach Hause. Ich bin mit Jordan um 19 Uhr vor dem Kino verabredet. Ich habe noch ein paar Stunden Zeit. Ich will duschen, meine Haare machen, mich schminken. Das mache ich alles. Aber dann kommt die große Frage: Was ziehe ich an? Eine schwierige Frage! Jordan ist ein toller Typ. Er hat schöne Klamotten. Ich will neben ihm gut aussehen. Aber wir gehen ins Kino, nicht auf eine Party. Und es ist kalt draußen. Nur 5 Grad! Ich bin Brasilianerin. Ich habe es gerne warm.


Also, was ziehst du an?
Ich ziehe einen kurzen schwarzen Rock und eine silberne Bluse an.
Ich ziehe Jeans und einen warmen Pullover an.
Ich ziehe mein bestes Kleid an.


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Ich gehe in Killer Monster mit Jordan.

„OK, dann komm ich mit in Killer Monster“, sage ich. Hoffentlich ist der Film nicht zu schrecklich!

„Gut!“, sagt Jordan. „Dann treffen wir uns am Hauptbahnhof. Wir können dann zu Fuß gehen.“

***

Um 19 Uhr stehe ich vor dem Haupteingang des Bahnhofs und warte auf Jordan. Er kommt nicht.

Ich warte zwanzig Minuten! Ich will gerade gehen, aber dann kommt Jordan.

„Entschuldigung!“, sagt er. „Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. Sie redet immer sehr viel.“

Wir gehen zu Fuß. Wir laufen über den Bahnhofplatz und gehen über die Hauptstraße. Wir kommen an eine große Kreuzung.

„Und jetzt?“, frage ich. „Wohin müssen wir gehen?“

„Ich weiß nicht“, sagt Jordan. „Rechts oder links... Was sagst du?“

Natürlich weiß ich das nicht. Jordan hat den Film ausgesucht, nicht ich! Er muss wissen, wo das Kino ist! Erst kommt er zu spät, jetzt kennt er den Weg zum Kino nicht!


Was macht ihr jetzt?
Wir gehen nach rechts.
Wir gehen nach links.
Wir fragen jemanden nach dem Weg.


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Ich gehe nach Hause – ohne Cem und ohne Kino.

„Ich habe keinen Hunger mehr“, sage ich zu Cem. „Ich gehe jetzt nach Hause.“

„Aber...“, sagt Cem.

„Lass sie doch gehen!“, sagt der Mann im Imbiss. „Das ist besser so, Junge.“

Dieser Cem! Er ist gar nicht so nett. Ich gehe einfach weg: über die Straße, rechts am Kino vorbei, Richtung S-Bahnhof.

Ich schaue noch einmal zurück. Wo ist Cem? Er sitzt auf der Treppe vor dem Kino und hält seinen Kopf in den Händen. Schade! Aber jetzt möchte ich nicht mehr zurückgehen. Morgen werde ich Cem in der Sprachschule wiedersehen. Dann werde ich mit ihm reden. Vielleicht gebe ich ihm doch noch eine Chance?

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Ich bin böse und zeige Cem: Ich will seine Freundin sein.

Ich drehe mich um und küsse Cem auf den Mund!

Der Kuss ist so schön!

Irgendwann ist der Kuss vorbei. Dann schaue ich Cem an mit einem Lachen im Gesicht.

Cem nimmt meine Hand. „Ich habe keinen Hunger mehr“, sagt er zu dem Mann im Imbiss. „Tschüss!“

Dann gehen wir über die Straße zum Kino. „Möchtest du Popcorn?“, fragt Cem. „Schmeckt sowieso besser als im Imbiss!“

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Ich sage nichts.

Es geht mir nicht gut. Ich habe keinen Hunger mehr. Ich will lieber nach Hause gehen, aber ich will Cem eine Chance geben.

„Sag nichts zu meinen Eltern“, sagt Cem zum Mann im Imbiss. „Wir gehen nur ins Kino.“

***

Cem dreht sich zu mir um. „Es tut mir leid“, sagt er. „Du bist nicht nur eine Person aus dem Sprachkurs; du bist eine Freundin. Komm, wir gehen jetzt ins Kino. Wir können Popcorn essen, wenn du willst. Oder soll ich dich nach Hause bringen?“

Ich sehe Cem an. Er hat schöne Augen.

„Es ist alles in Ordnung“, sage ich. „Ich komme mit ins Kino. Ich freue mich auf den Film.“

Dann nimmt Cem meine Hand und wir gehen Hand in Hand ins Kino.

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Ich sage Cem die Wahrheit.

„Ich habe keinen Freund“, sage ich. „Aber ich war schon mal verheiratet.“

Cem sieht mich an. „Wirklich?“, sagt er.

„Ja. Aber jetzt sind wir geschieden “, sage ich schnell.

„Wie lange warst du verheiratet?“, fragt Cem.

„Drei Jahre“, erkläre ich. „Ich war jung. Mein Exmann kam aus meiner Stadt in Brasilien. Und du?“

„Ich habe keine Freundin“, sagt Cem. „Und ich war noch nie verheiratet.“

Cem sieht unglücklich aus. Oder denkt er nur nach?

„Ist das ein Problem für dich?“, frage ich.

„Nein, natürlich nicht!“, sagt Cem. „Ich habe nur gedacht: Früher warst du in Brasilien verheiratet. Jetzt bist du allein in Deutschland... Dann ist vieles neu für dich.“

„Ja“, sage ich. „Ich wollte einen neuen Anfang.“

Cem lächelt. „Ich auch. Wir machen beide einen neuen Anfang. Zusammen.“

Dann nimmt er meine Hand und wir laufen durch den Park und die Sonne. Ich habe ein gutes Gefühl. Jetzt bin ich nicht mehr allein in Deutschland.

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Ich antworte auf Cems Frage: Ich sage ihm, ich habe keinen Freund. Mehr sage ich nicht.

„Nein, ich habe keinen Freund“, sage ich.

„Wirklich?“, sagt Cem. „Das hätte ich nicht gedacht. Du bist eine sehr attraktive Frau.“

Ich sehe ein Eiscafé im Park. „Möchtest du ein Eis?“, frage ich.

„Gerne!“, sagt Cem.

Ich bestelle zwei Eis: Vanille und Himbeere für mich; Schokolade und Banane für Cem.

Ich nehme mein Portemonnaie und möchte bezahlen. Da fällt ein Foto aus meinem Portemonnaie – ein Foto von mir in meinem Hochzeitskleid.

Cem nimmt das Foto.

„Du warst verheiratet?“, fragt er. „Warum hast du mir das nicht gesagt?“

„Ich...“

Oh nein!

„Isabella...“, sagt Cem ruhig. „Wir wollen doch Freunde sein. Dann musst du mir die Wahrheit erzählen.“

„Ja, ja“, sage ich. „Es tut mir leid. Ich hatte Angst, dass du...“

Cem gibt mir das Foto wieder. „Es ist schon klar“, sagt er. „Ich verstehe dich. Sollen wir uns hinsetzen?“ Er zeigt auf eine Parkbank. „Dann kannst du mir alles über deinen Exmann erzählen.

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Ich spiele ein kleines Spiel mit Cem: Ich sage ihm, ich habe einen Freund.

„Ja, ich habe einen Freund“, sage ich.

Cem schaut mich mit großen Augen an. „Wirklich?“

„Ja, er heißt Stefan“, sage ich.

„Ich verstehe nicht...“, sagt Cem. „Warum gehst du dann mit mir spazieren?“

„Warum nicht?“, sage ich. „Wir können doch Freunde sein.“

„Aber... aber...“ Cem sagt nichts mehr. Er weiß nicht, was er sagen soll. „Ich wollte... Es tut mir leid, ich gehe jetzt nach Hause. Ich dachte, du möchtest auch...“

Oh nein! Das ist genug!

„Ich wollte lustig sein“, sage ich schnell. „Ich habe keinen Freund. Ich bin allein.“

„Wie? Das war ein Witz?“, sagt Cem. Er sieht böse aus. „Warum machst du das? Das finde ich nicht lustig, Isabella. Also, tschüss!“

Er geht weg und lässt mich allein stehen.

Hmmm! Das war nicht so klug von mir!

Willst du es dir anders überlegen? Probiere es noch einmal..

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Ich ziehe einen kurzen schwarzen Rock und eine silberne Bluse an.

Ich habe schöne Beine. Also möchte ich einen kurzen Rock anziehen – auch wenn es heute sehr kalt ist. Meine silberne Bluse ist auch sehr schön. Ich schaue mich im Spiegel an. Ich sehe gut aus – sehr gut! Jordan wird mich mögen.

Ich gehe zum S-Bahnhof. Ich ziehe vorher eine Jacke und einen Schal an, aber es ist trotzdem kalt. Ich warte auf dem Gleis, aber der Zug ist zu spät. Der kalte Wind tut weh! Meine Haare sind vom Duschen noch nass. Es ist kalt, sehr kalt! Warum habe ich nicht etwas Warmes angezogen?

Ich komme im Kino an und mir geht es nicht gut. Ich bin erkältet.

Jordan sagt: „Wow! Du siehst super aus!“, aber ich fühle mich nicht super. Ich bin krank.

Wir gehen in Liebe, Liebe, Liebe. Jordan schläft nach 10 Minuten ein. Ich huste die ganze Zeit. „Können Sie bitte ein bisschen leiser sein?“, fragen die Leute hinter mir. Der Film ist zu Ende und ich bin froh. Dann wecke ich Jordan auf.

„Super Film!“, sagt er. Ich sage nichts. Ich will nach Hause.

Was für ein schrecklicher Abend! Danach bin ich drei Tage krank. Jordan schickt mir eine Postkarte: „Liebe Isabella, gute Besserung! Hoffentlich bist du bald wieder gesund. Dann können wir in Killer Monster gehen! Dein Jordan.“

Vielleicht!

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Ich ziehe Jeans und einen warmen Pullover an.

In meinem dicken Pullover sehe ich nicht so sexy aus, aber das ist mir egal. Hauptsache warm!

Ich gehe zum S-Bahnhof und warte auf den Zug. Es ist sehr windig am Gleis, aber die Kälte ist okay für mich. Ich bin für die Temperaturen perfekt angezogen.

In der S-Bahn ist die Heizung an. Ich ziehe meine Jacke aus. In der Innenstadt ziehe ich die Jacke wieder an und gehe zu Fuß zum Kino.

Dort wartet Jordan auf mich. „Hi, Isabella! Wie geht es dir?“ Er küsst mich auf die Wange.

Im Kino ist es sehr warm. Wir möchten die Karten kaufen. Aber ihr müsst warten. Ich ziehe meine Jacke wieder aus.

„Darf ich deine Jacke für dich tragen?“, fragt Jordan.

Wow! Ein echter Gentleman!

Ich gebe Jordan meine Jacke. Im Kino ist es noch wärmer. Ich ziehe meinen Pullover aus.

Der Film ist toll. Er ist romantisch und lustig. Jordan lacht viel. Ich verstehe nicht alles, aber ich verstehe die Geschichte. Jordan auch.

Nach dem Film ziehe ich wieder Pullover und Jacke an und gehe mit Jordan nach draußen.

„Toller Film!“, sagt er begeistert. „Danke für den Tipp! Hast du Lust, Killer Monster zu sehen? Er läuft in einer halben Stunde. Ich lade dich ein!“

„Warum nicht?!“, denke ich.

„Sehr gerne“, sage ich. Die Liebe, das weiß ich, ist Geben und Nehmen. Also, warum nicht Killer Monster sehen? Ich fühle mich neben Jordan wohl.

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Ich ziehe mein bestes Kleid und meine höchsten Stöckelschuhe an.

Mein bestes Kleid ist mein Tanzkleid. Ich ziehe es immer zum Tanzen an. Ich will Jordan gefallen, also ziehe ich es an. Das Kleid ist rot. In meinem Kleid sehe ich aus wie ein Hollywood-Star. Dazu ziehe ich meine besten Stöckelschuhe an.

Ich gehe früh aus der Wohnung, weil ich in den Schuhen nicht so schnell laufen kann. Ich bin draußen und es regnet. Zum Glück habe ich einen Regenschirm dabei. Ein Auto fährt schnell an mir vorbei und bespritzt mich mit dreckigem Wasser. Mein Kleid! Unten ist es nicht mehr rot, sondern braun!

Ich gehe zum Bahnhof und steige in die Bahn. Dort ist es warm. Mein Kleid wird trocken. Ich steige aus und mein Schuh geht kaputt. Mist! Ich kann nicht mehr gehen und ziehe die Schuhe aus. Aber wo ist das Kino? Ich frage eine Frau nach dem Weg. Ich bin in die falsche Richtung gelaufen. Ich muss zum Hauptbahnhof zurück und auf der anderen Seite weitergehen! Mist! Ich werde zu spät kommen.

Ich gehe schnell, aber das ist nicht genug. Ich komme am Kino an und der Film hat schon angefangen. Und Jordan ist nicht da! Natürlich – ich bin ja zu spät.

Vielleicht ziehe ich nächstes Mal etwas anderes an?

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Wir gehen nach rechts.

„Wollen wir nach dem Weg fragen?“, frage ich.

„Nein“, sagt Jordan. „Ich habe vorher auf den Stadtplan geschaut. Ich weiß, wo das Kino ist. Wir gehen nach rechts.“

Also gehen wir nach rechts. Wir gehen weiter geradeaus, aber wir finden das Kino nicht.

„Fragen wir doch nach dem Weg!“, sage ich zum zweiten Mal.

„Nein!“, sagt Jordan. „Ich weiß, wo das Kino ist.“

Wir gehen zur Kreuzung zurück und gehen die Straße auf der anderen Seite weiter. Immer noch kein Kino. Meine Füße tun dir weh!

„Ich bin müde“, sage ich. „Und es ist zu spät: Der Film hat schon angefangen.“

„Aber das Kino muss hier in der Nähe sein“, sagt Jordan.

„Das ist mir egal“, sage ich. „Ich gehe nach Hause. Danke für die Einladung! Das nächste Mal suche ich das Kino aus!“

Ich sage „Tschüss“ zu Jordan und gehe zum Bahnhof. Ich fahre nach Hause. Das war wirklich ein sehr blöder Abend!

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Wir gehen nach links.

„Wir gehen nach links“, sagt Jordan, aber in der Straße ist kein Kino.

„Wir können jemanden fragen“, sage ich.

„Mein Deutsch ist nicht gut genug“, sagt Jordan.

„Dann frage ich“, sage ich.

Ich sehe eine alte Dame und frage sie: „Entschuldigung, gibt es hier ein Kino in der Nähe?“

„Ja“, sagt die alte Dame. „Gehen Sie an der nächsten Ecke rechts und Sie sehen das Kino auf der linken Straßenseite.“

„Danke!“, sage ich.

Fünf Minuten später sind wir am Kino. Und der Film hat noch nicht angefangen! Perfekt! Wir warten an der Kasse und Jordan fragt: „Hast du Geld dabei? Ich habe mein Portemonnaie zu Hause vergessen.“

Was? Jordan hat kein Geld dabei? Er will einen Film sehen und ich muss auch noch seine Eintrittskarte bezahlen?! Da ist kein guter Anfang!

Und es wird nicht besser. Ich kaufe zwei Karten an der Kasse, dann gehen wir ins Kino. Der Film ist schrecklich. Jordan findet den Film toll. Es gibt viele Zombies und Vampire und Blut. Aber es gibt keine Geschichte. Und der Film ist drei Stunden lang! Es gibt sogar eine Pause.

In der Pause sage ich: „Ich will den Film nicht weiter sehen.“

„Alles klar!“, sagt Jordan. „Ich schaue den Film zu Ende. Gehst du nach Hause?“

Was soll ich sonst machen? Im Foyer auf ihn warten? Natürlich nicht. Warum kommt Jordan nicht mit? Jordan ist nicht nett! Na ja, das nächste Mal frage ich Cem.

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Wir fragen jemanden nach dem Weg.

„Wollen wir nach dem Weg fragen?“, sage ich.

„Gute Idee!“, sagt Jordan. Er sieht einen Polizisten. „Entschuldigung!“, sagt er zum Polizisten. „Können Sie mir bitte sagen, wo hier das Kino ist?“

Der Polizist erklärt den Weg: „Sie gehen an der Kreuzung nach links, dann an der nächsten Ecke nach rechts, dort finden Sie das Kino auf der linken Seite. In welchen Film wollen Sie gehen?“, fragt er auch.

Killer Monster“, sagt Jordan.

Der Polizist lächelt. „Das ist ein toller Film! Ich habe ihn letzte Woche gesehen. Einfach genial!“

Und der Polizist hat Recht. Wir finden das Kino schnell. Jordan lädt mich ein und ich finde den Film richtig gut. Es ist ein Comedy-Horrorfilm. Wir müssen beide viel lachen. Der Film ist vorbei und Jordan sagt: „Nächste Woche können wir in Liebe, Liebe, Liebe gehen. Aber du bezahlst!“

Und das machen wir auch. Es ist der Beginn einer schönen Freundschaft.

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Cem

Ich bin Cem. Ich bin 23 Jahre alt und komme aus der Türkei. Ich bin nach Deutschland gekommen, weil mein Onkel Arbeit für mich gefunden hat. Ich arbeite gern, aber die deutsche Sprache ist schwierig. Ich glaube, ich kann nie richtig Deutsch sprechen.

Aber es gibt eine Frau. Ihr Name ist Isabella. Sie ist in meiner Deutschgruppe in der Sprachschule. Sie ist schön, aber sie kann kein Türkisch. Ich möchte gerne mit ihr reden, aber ich bin sehr schüchtern.

Ich will allein mit ihr sein, ohne die anderen aus der Gruppe.

Ich will sie einladen. Auf einen Kaffee, ein Eis, ins Kino, irgendwo.


Was machst du?
Ich will sie ins Café einladen.
Ich will sie in den Zoo einladen.
Ich mache nichts.

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Ich will Isabella ins Café einladen

„Kennst du türkischen Tee?“, frage ich Isabella in der Pause. Sie steht allein vor dem Lehrerzimmer. Jetzt ist meine Chance!

„Türkischen was?“, fragt Isabella.

„Tee“, sage ich. „In der Türkei trinken wir sehr viel Tee. Er schmeckt gut.“

„Ich habe noch nie Tee aus der Türkei getrunken“, sagt Isabella mit einem Lächeln. Und was für ein schönes Lächeln sie hat!

„Und ich habe noch nie einen Cocktail an der Copacabana getrunken“, sage ich schnell.

Sehr gut! Ich denke, das war ziemlich cool.

Isabella lacht. „Na dann... Ja, ich trinke gerne mit dir einen türkischen Tee“, sagt sie. „Wo treffen wir uns?“


Was schlägst du vor?
Ich gebe ihr die Adresse eines türkischen Cafés in der Stadt.
Ich hole sie zu Hause ab.
Wir treffen uns am Bahnhof.

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Ich will sie in den Zoo einladen

„Magst du Tiere?“, frage ich Isabella in der Pause. Sie steht allein vor dem Lehrerzimmer. Jetzt ist meine Chance!

„Tiere? Ich verstehe nicht. Wie meinst du das?“, fragt Isabella.

„Na ja. Du weißt schon... Tiere“, sage ich. „So wie Löwen und Affen und Elefanten und Krokodile. Große Tiere. Kleine Tiere.“

„Ja klar“, sagt Isabella. „Warum fragst du?“

„Ich möchte am Samstag in den Zoo gehen“, sage ich. „Kommst du mit?“

„Ich kann leider nicht am Samstag“, sagt Isabella. „Ich arbeite den ganzen Tag.“


Was machst du jetzt?
Ich sage: „Dann vielleicht an anderes Mal!“ und gehst.
Ich frage Isabella: „Wo arbeitest du?“.
Ich frage Isabella: „Hast du auch am Sonntag Zeit?“.

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Ich mache nichts.

Der Tag geht zu Ende. Ich habe nicht mit Isabella gesprochen. Ich habe gewartet und gewartet. Aber eine Frau wie Isabella ist nie allein. Ich will sie am nächsten Tag fragen, aber es ist wieder das Gleiche: Ich will allein mit ihr sprechen, aber sie ist nie allein. Also spreche ich nicht mit ihr. Auch nicht am nächsten Tag und am übernächsten und am überübernächsten. Aber wenn ich nie mit dieser Frau spreche, wie will ich sie dann kennenlernen?

Geh doch zurück und versuche etwas anderes!


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Ich gebe ihr die Adresse eines türkischen Cafés in der Stadt.

Ich nehme ein Blatt Papier aus deiner Tasche und schreibe eine Adresse auf: Schillerstraße 85, Ecke Schlossstraße.

„Das Café heißt Mokka“, erkläre ich. „Es ist in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Schillerstraße.“

Dann höre ich eine Stimme: „Darf ich auch mitkommen?“

Es ist Jordan. Er ist gerade von der Toilette gekommen. Er sieht das Papier mit der Adresse in meiner Hand.

„Ich liebe Mokka-Kaffee!“, sagt er.

„Nein, du kannst nicht mitkommen“, sage ich. „Ich habe Isabella gefragt.“

„Aber ich bin doch dein Freund!“, sagt Jordan. „Komm schon! Lass mich doch mitkommen. Es wird schön!“


Was machst du jetzt?
Ich sage Jordan, er darf mitkommen.
Ich sage Jordan, er darf nicht mitkommen.
Ich frage Isabella: „Darf Jordan mitkommen?“

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Ich hole Isabella zu Hause ab

Isabella gibt mir ihre Adresse. Sie wohnt in der Hornstraße 23.

Nach der Schule gehe ich nach Hause. Ich trinke Kaffee und lese ein Buch. Dann ziehe ich mich an: mein schönstes Hemd, meine besten Schuhe, meine coolste Jeans. Im Badezimmer mache ich mir eine gute Frisur. Heute sehe ich sehr gut aus!

Ich gehe in die Hornstraße und finde die Hausnummer 23. Ich klingle bei Soares – so heißt Isabella mit Familiennamen. Aber Isabella antwortet nicht. Ich klingle noch mal. Und noch mal. Niemand ist zu Hause. Wo ist Isabella? Warum ist sie nicht da? Bin ich in der falschen Straße? Habe ich die falsche Uhrzeit aufgeschrieben? Nein. Ich habe alles richtig gemacht.

Aber ich habe Isabellas Telefonnummer nicht aufgeschrieben. Mist! Und nun?


Was machst du?
Ich setze mich auf die Treppe vor dem Haus und wartest auf Isabella.
Ich rufe Jordan an. Er hat Isabellas Handynummer.
Ich gehe ins türkische Café Mokka. Vielleicht finde ich Isabella dort.

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Wir treffen uns am Bahnhof.

Gleis 4 am S-Bahnhof Kuckuckshausen. Der S-Bahnhof liegt genau zwischen Isabellas und meinem Zuhause. Von hier aus fährt die S-Bahn direkt in die Innenstadt in nur 10 Minuten.

Isabella kommt pünktlich. Sie sieht sehr gut aus. Sie hat eine weiße Bluse an, einen blauen Rock und schwarze Schuhe. Ich habe eine rote Rose gekauft. Ich schenke ihr die Rose. Sie lacht und sagt: „Oh, wie romantisch!“

Aber es ist kalt am Bahnhof, nicht romantisch. Und die S-Bahn ist zu spät. Mist!

Ich kaufe zwei Fahrkarten am Automaten. Dabei sehe ich zwei junge Männer. Sie schreien einen Mann an. Dann schlagen sie den alten Mann und er fällt auf den Boden.

Ich verstehe das nicht – Isabella auch nicht – aber ich weiß: Das ist nicht in Ordnung. Aber es gibt hier keine Polizei.

„Wir müssen etwas tun!“, sagt Isabella. Aber was?


Was machst du?
Ich gehe zu den jungen Männern und hilfst dem alten Mann.
Ich gehe mit Isabella weg.
Ich rufe die Polizei.

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Ich sage, „Schade! Dann vielleicht an anderes Mal!“ und gehe.

Was war das?! Isabella hat am Samstag keine Zeit, aber vielleicht möchte sie sich doch an einem anderen Tag mit mir treffen. Ich kann mich vielleicht an einem anderen Tag mit ihr verabreden?

Probiere es noch einmal.


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Ich frage Isabella: „Wo arbeitest du?“

Isabella arbeitet in einem Kosmetik-Laden. Sie verkauft Sachen für Frauen. Ich frage sie, wo das Geschäft ist. „In der Goethestraße“, sagt sie. „Gegenüber vom Kaufhaus.“

Ich kenne die Goethestraße. Ich verabrede mich mit Isabella für den Sonntag. Ich möchte sie zu Hause abholen und mit ihr in den Zoo gehen. Perfekt!

Aber davor will ich sie überraschen. Am Samstag habe ich frei. Ich will Isabella bei der Arbeit besuchen. Ich will ihr etwas bringen: ein kleines Geschenk. Aber was?


Was willst du Isabella schenken?
Die Eintrittskarte für den Zoo.
Rote Rosen.
Brasilianische Schokolade.

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Ich frage Isabella: „Hast du auch am Sonntag Zeit?“

Super! Isabella hat am Sonntag frei. Ich hole sie um 10 Uhr ab. Die Sonne scheint. Es ist warm. Isabella sieht sehr schön aus.

Wir gehen zusammen zum S-Bahnhof. Wir kaufen zwei Fahrkarten und fahren mit der S3 zum Hauptbahnhof. Dann steigen wir in die U-Bahn um. Nur noch drei Haltestellen, dann sind wir am Zoo.

Wir kaufen zwei Eintrittskarten am Eingang. Dann gehen wir in den Zoo und schauen alles an. Isabella liebt Elefanten; du magst Löwen. Wir lachen viel und haben viel Spaß.

Wir stehen bei der Krokodilanlage. Da verliert Isabella ihren Handschuh. Er fällt ihr aus der Hand und landet in der Krokodilanlage.

„Oh nein!“, sagt Isabella. „Mein Handschuh! Meine Mutter hat ihn mir geschenkt!“


Was machst du jetzt?
Ich springe in die Krokodilanlage und hole Isabellas Handschuh.
Ich suche einen Zoowärter und frage ihn: „Können Sie den Handschuh aus der Krokodilanlage holen?“
Ich sage Isabella: „Es ist doch nur ein Handschuh. Vergiss ihn!“

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Ich sage Jordan, er darf mitkommen.

„Ja, OK!“, sage ich.

Dabei kann ich Isabella nicht in die Augen sehen. Ich weißt nicht: Ist das für sie in Ordnung?

Nach der Schule gehe ich nach Hause. Ich dusche und ziehe ein frisches Hemd an. Ich will für Isabella gut aussehen! Jordan ist auch dabei... Hm...

Ich fahre mit der U-Bahn zum Café Mokka. Aber ich fühle mich nicht gut. Jordan kommt mit. Das war keine gute Idee!

Ich komme ins Café und Isabella und Jordan sitzen an einem Tisch. Jordan erzählt, Isabella lacht. Ich setzte mich dazu, aber es geht den ganzen Abend so weiter: Jordan erzählt, Isabella lacht, und ich kann nur wenig sagen. Eine Katastrophe!

Möchtest du noch einmal probieren? Vielleicht ist es besser ohne Jordan!


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Ich sage Jordan, er darf nicht mitkommen.

„Nein, Jordan! Ich habe Isabella zuerst gefragt“, sage ich.

Jordan ist böse, aber das ist nicht mein Problem. Ich mag Jordan nicht sehr. Er redet zu viel.

Isabella sagt nichts dazu. Vielleicht ist sie meiner Meinung. Perfekt! Dann werden wir nur zu zweit sein.

***

Später am Abend treffen wir uns im türkischen Café. Alles ist perfekt: Das Wetter (es ist ein warmer Sommerabend und wir sitzen draußen); der Tee (er schmeckt Isabella gut); und das Gespräch. Ich spreche zum ersten Mal längere Zeit mit Isabella. Ich spreche mit ihr über ihr Zuhause, über Brasilien und ihre Familie und über ihre Zeit in Deutschland. Wir reden viel und ich weiß: Isabella und ich haben viel gemeinsam. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft – vielleicht sogar mehr!


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Ich frage Isabella: „Darf Jordan mitkommen?“

„Isabella“, sage ich. „Darf Jordan mitkommen?“

Isabella sieht unglücklich aus. „Du fragst mich?!“, sagt sie.

„Ja“, sage ich. „Mach, wie du willst.“

„Aber... Jordan hat dich gefragt, nicht mich. Also musst du es sagen, nicht ich.“

Ich weiß: Isabella hat Recht. Aber bevor ich etwas sagen kann, sagt Isabella: „Es ist genug! Ich gehe heute Abend nicht aus. Nicht mit dir, Cem, und auch nicht mit dir, Jordan! Ich wünsche euch einen schönen Abend – ohne mich!“

Das war nicht so gut von mir. Jetzt möchte Isabella niemanden mehr sehen.

Willst du es nicht lieber noch mal probieren?


 Zurück zum Anfang

Ich warte auf Isabella.

Ich setze mich auf die Treppe vor dem Haus und warte. Ich warte eine halbe Stunde. Isabella kommt nicht. Ich warte noch eine halbe Stunde. Isabella kommt nicht. Es wird dunkel. Mir ist kalt. Ich will nach Hause gehen, aber ich bleibe. Warum ist Isabella nicht da?

Um 10 Uhr abends höre ich etwas. Isabella! Sie kommt um die Ecke, aber sie ist nicht allein. Sie kommt mit Jordan! Sie gehen Arm in Arm und lachen.

„Isabella!“, sage ich. „Wo warst du?“

Isabella schaut auf den Boden. „Oh, das tut mir leid! Ich dachte, wir treffen uns morgen!“

Wir haben uns falsch verstanden. Jordan schaut Isabella sauer an. „Wie? Ihr wolltet euch treffen?!“

„Ich kann alles erklären!“, sagt Isabella, aber es ist zu spät. Jordan läuft schon weg.

Isabella schaut mich traurig an. „Es tut mir leid, Cem!“

Aber ich will ihre Entschuldigung nicht hören. „Jordan, warte!“, rufe ich und laufe Jordan hinterher. „Schauen wir ein Fußballspiel an?“, frage ich.

„Gute Idee!“, sagt Jordan. „Mit Isabella möchte ich den Abend nicht mehr verbringen.“

Ich schaue zu Isabella zurück. Sie sitzt auf der Treppe vor dem Haus und ist sehr traurig. „Richtig so!“, denke ich. Aber morgen werde ich wieder mit ihr sprechen.


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Ich rufe Jordan an. Er hat Isabellas Handynummer.

Ich will Jordan nicht anrufen, weil ich Jordan nicht mag, aber ich mache es trotzdem. Ich weiß, er hat Isabellas Handynummer. Und ich habe seine Handynummer. Also...!

„Hi Jordan! Ich bin’s, Cem!“, sage ich.

„Hi Cem! Wie geht’s dir?“, fragt er.

„Nicht so gut. Ich brauche deine Hilfe. Hast du Isabellas Handynummer?“

Ich denke, Jordan lacht. Aber das tut er nicht. „Ja klar“, sagt er. „Einen Moment bitte.“ Dann sucht er nach Isabellas Handynummer und gibt sie mir.

Ich danke Jordan und wähle Isabellas Nummer.

„Hallo?“, fragt sie. Sie spricht ganz leise.

„Ich bin es, Cem!“, sage ich. „Isabella, wo bist du?“

„Im Krankenhaus“, sagt sie und weint. „Ich hatte einen Unfall und ich bin ganz allein hier. Mir geht es schlecht.“

„In welchem Krankenhause bist du?“, frage ich.

Isabella gibt mir den Namen des Krankenhauses. Ich rufe Jordan wieder an.

„Jordan, ich brauche wieder deine Hilfe“, sage ich. „Isabella ist im Krankenhaus. Ihr geht es nicht gut. Rufst du die Leute aus unserer Klasse an? Sag ihnen, wir treffen uns am Krankenhaus St. Josef in einer Stunde. Ich kaufe Isabella ein Geschenk. Sie freut sich sicher.“

Und ich habe Recht! Isabella freut sich sehr. Und Jordan finde ich jetzt ganz nett. Wir werden sogar Freunde. „Glück im Unglück“...


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Ich gehe ins türkische Café Mokka. Vielleicht ist Isabella schon dort.

Ich gehe zum U-Bahnhof und fahre in die Innenstadt. Ich steige in der Nähe des türkischen Cafés aus. Und am Fenster sehe ich Isabella! Sie sitzt dort allein.

„Isabella! Du bist schon hier!“, sage ich. „Ich habe gesagt, ich hole dich ab.“

Isabella schaut auf den Boden. „Oh, das tut mir leid! Das habe ich falsch verstanden. Ich dachte, wir treffen uns hier.“

Ich bin so glücklich, es ist mir egal. Ich setze mich zu Isabella und schaue in ihre großen schwarzen Augen und für mich ist alles gut. Der Abend ist perfekt: Das Wetter (es ist ein warmer Sommerabend und wir sitzen draußen); der Tee (er schmeckt Isabella gut); und das Gespräch. Ich spreche zum ersten Mal länger mit Isabella. Ich spreche mit ihr über ihr Zuhause, über Brasilien und ihre Familie und über ihre Zeit in Deutschland. Wir sprechen viel und ich weiß: Isabella und ich haben viel gemeinsam. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft – vielleicht sogar mehr!


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Ich gehe zu den jungen Männern und helfe dem alten Mann.

„He! Lasst ihn in Ruhe!“, sage ich laut. „Geht weg!“

Die zwei Männer hören auf. Sie schauen mich an.

„Was willst du?“, fragt einer.

„Geh weg!“, sagt der andere.

Aber ich gehe nicht.

Ich hole mein Handy aus der Jackentasche. „Geht besser!“, sage ich. „Die Polizei kommt!“

Die zwei jungen Männer schauen sich an. „Komm, wir gehen!“, sagt einer.

Die zwei Männer laufen weg.

Ich gehe zu dem alten Mann. „Ist alles in Ordnung bei Ihnen?“, frage ich.

Der Mann sieht nicht gut aus. „Danke!“, sagt er. „Sie haben mir das Leben gerettet.“

Isabella steht jetzt neben mir. Zusammen helfen wir dem Mann.

„Unten im Bahnhof ist ein Café“, sagt sie. „Ich habe einen Krankenwagen gerufen. Wir können dort warten.“

Wir gehen die Treppe zum Café hinunter. Ich sage: „Ich glaube, wir müssen den türkischen Tee ein anderes Mal trinken. Kommst du noch mal mit?“

Isabella lächelt. „Ja klar!“, sagt sie. „Sehr gerne!“


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Ich gehe mit Isabella weg.

„Komm, wir gehen!“, sage ich.

„Aber... Sie schlagen den alten Mann!“, sagt Isabella und schaut auf die Männer.

„Ich will keine Probleme“, sage ich. „Wir gehen besser. Wir können dem Mann nicht helfen.“

„Wir müssen die Polizei rufen“, sagt Isabella.

Ich sage: „Ich mag die Polizei nicht.“

„Dann geh, wenn du willst!“, sagt Isabella. „Ich rufe die Polizei.“

Sie nimmt ihr Handy und wählt die Nummer 110. „Hallo! Mein Name ist Isabella Soares“, spricht sie ins Telefon. „Ich bin am S-Bahnhof Kuckuckshausen, Gleis 4. Hier ist ein Überfall!“

Isabella geht zu den Männern und zeigt ihr Handy. „Stopp!“, ruft sie. „Die Polizei kommt!“

Die zwei Männer schauen Isabella an und laufen weg. Isabella sieht mich an. „Bist du immer noch hier?“ fragt sie. „Geh doch. Ich möchte keinen Tee mit dir trinken.“

Mensch! Was bin ich nur für ein Typ? Ich kann dem alten Mann doch helfen.

Probiere noch einmal und mach es besser.


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Ich rufe die Polizei.

„Wie ist die Nummer der Polizei?“, frage ich.

„110“, sagt Isabella. „Glaube ich.“

Ich nehme mein Handy und wähle. Es klingelt zweimal. Dann höre ich eine Frau: „Notruf! Sagen Sie mir bitte Ihren Namen.“

„Cem Ali Mete“, sage ich. „Ich bin am S-Bahnhof Kuckuckshausen. Hier gibt es einen Überfall auf Gleis 4! Zwei Männer schlagen einen alten Mann!“

„Danke!“, sagt die Polizistin. „Ein Polizeiauto kommt sofort.“

Bald laufen vier Polizisten die Treppe hinauf. Sie laufen zu den zwei jungen Männern und verhaften sie.

„Sind Sie Cem Ali Mete?“, fragt mich einer der Polizisten. Seine Kollegen haben die zwei jungen Männer mitgenommen.

„Ja“, sage ich.

„Haben Sie noch ein bisschen Zeit für mich?“, fragt der Polizist. „Ich muss Ihnen noch ein paar Fragen stellen.“

„Eigentlich wollten wir in ein türkisches Café gehen und türkischen Tee trinken“, sage ich.

Der Polizist lächelt. „Dann kommen Sie einfach zum Polizeiauto. Ich habe türkischen Tee dabei. Er schmeckt sehr lecker! Kommen Sie! Dann kann ich Sie nachher zum besten türkischen Café in der Stadt fahren. Mit Blaulicht!“

Das ist eine tolle Idee, denke ich! „Gerne!“


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Ich schenke Isabella die Eintrittskarte für den Zoo.

Am Samstagvormittag gehe ich zum Zoo. Dort kaufe ich zwei Eintrittskarten: eine für mich, eine für Isabella. Die Karte für Isabella stecke ich in einen Briefumschlag und schreibe „Überraschung für Isabella“ darauf. Dann gehe ich zum Kosmetik-Laden in der Goethestraße. Ich sehe Isabella an der Kasse.

„Hallo, Isabella!“, sage ich. „Wie geht es dir?“

Isabella ist überrascht. „Gut, danke! Was machst du denn hier?“

„Ich habe ein Geschenk für dich“, sage ich. Ich gebe Isabella den Briefumschlag. „Eine kleine Überraschung.“

Isabella öffnet den Umschlag. Sie freut sich sehr über das Geschenk. „Das ist total nett von dir. Danke!“ Sie gibt mir einen Kuss auf die Wange. „In zehn Minuten habe ich eine Pause. Möchtest du einen Kaffee mit mir trinken?“

Ich sage natürlich „ja“. Ich habe ein gutes Gefühl! Hoffentlich trinken wir in der Zukunft noch viele Kaffees zusammen.


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Ich schenke Isabella rote Rosen.

Am Samstag gehe ich zum Kosmetik-Laden. Dort arbeitet Isabella. Ich habe zwanzig rote Rosen für sie gekauft.

Ich gehe in den Laden und sehe Isabella an der Kasse.

Ich gehe zu ihr und sage: „Hallo, Isabella! Ich habe etwas für dich mitgebracht.“

Isabella sieht die Rosen, aber sie lächelt nicht.

„Sie sind für dich“, sage ich. „Eine Überraschung!“

Aber Isabella lächelt immer noch nicht.

Eine Frau kommt auf uns zu. „Was ist hier los?“, fragt sie streng. „Wer sind Sie?“

„Ich... ähm... Ich wollte nur Isabella ein paar Rosen bringen“, sage ich.

Isabellas Chefin schaut die Rosen an und lächelt auch nicht. „Aber Isabella arbeitet doch. Sie dürfen ihr keine Rosen schenken. Ich bin die Chefin und mir schenken Sie auch keine Rosen“, sagt sie laut. „Wir sind doch kein Blumenladen!“

Isabella hat einen roten Kopf. Alle im Laden sehen euch an. Dann lacht die Chefin und die Kunden im Laden auch. Die Chefin holt eine Vase und sagt: „Damit die schönen Rosen nicht kaputtgehen.“

Jetzt lacht auch Isabella und ich muss auch lachen. Die Chefin sagt zu mir: „Um 19 Uhr hat Isabella frei heute Abend – bis dann muss sie aber noch arbeiten!“


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Ich schenke Isabella brasilianische Schokolade.

Am Samstag gehe ich zum Kosmetik-Laden. Isabella hat gesagt, sie arbeitet dort. Ich habe brasilianische Schokolade für sie gekauft. Aber ich kann Isabella nicht sehen. Ich frage eine Dame an der Kasse: „Wo finde ich Isabella, bitte?“

„Isabella?“, fragt die Dame. „Ich kenne keine Isabella.“

„Sie arbeitet hier“, sage ich.

„Ich bin die Chefin“, sagt die Frau. „Ich kenne Isabella nicht. Wie sieht sie aus?“

„Sie hat lange braune Haare“, sage ich. „Sie ist Brasilianerin.“

„Hier arbeitet keine Brasilianerin“, sagt die Chefin. „Es tut mir leid.“

Ich verstehe die Welt nicht mehr! Warum hat Isabella gesagt, sie arbeitet hier?

Ich will nach Hause und steige in die U-Bahn. Dann sehe ich Isabella – mit einem anderen Mann! Sie gehen die Straße entlang, Hand in Hand und sie lachen! Zum Glück sehen sie mich nicht.

Das war’s also! Ich werde nie wieder mit Isabella sprechen! „Tschüss, Isabella!“, denke ich. Zuhause esse ich die brasilianische Schokolade ganz allein.


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Ich springe in die Krokodilanlage und hole Isabellas Handschuh.

„Warte! Ich hole ihn schon!“, sage ich und springe über die Mauer. Fünf Krokodile liegen unter einem Baum. Kein Problem! Sie sind weit weg.

Ich nehme Isabellas Handschuh, aber dann höre ich Isabellas Stimme: „Cem! Pass auf! Hinter dir!“

Ich schaue nach hinten: Ein riesiges Krokodil steht vor mir und öffnet sein Maul. Ich habe es nicht gesehen! Es war die ganze Zeit im Wasser! Und jetzt steht es direkt vor mir!

„Lauf, Cem! Lauf!“, ruft Isabella, aber ich kann nicht laufen. Meine Beine sind wie aus Stein. Ich blicke nur in das offene Maul des Krokodils und denke: „Mist! Das ist ein blöder Tod!“

Mut ist eine tolle Sache. Aber das mit den Krokodilen war keine gute Idee? Einfach in eine Krokodilanlage zu springen, ist nicht sehr schlau. Es muss doch eine andere Möglichkeit geben.

Probiere es noch einmal.


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Ich suche einen Zoowärter und frage ihn: „Können Sie den Handschuh holen?“

Ich sehe einen Zoowärter vor dem Affenkäfig. „Warte hier“, sage ich zu Isabella. Ich laufe zu dem Wärter und frage ihn: „Können Sie mir helfen? Ein Handschuh von uns ist in die Krokodilanlage gefallen.

„Kein Problem!“, sagt der Zoowärter und holt einen langen Stock aus dem Affenkäfig. „Wo ist der Handschuh?“

Ich gehe mit ihm zu den Krokodilen und zeige ihm den Handschuh auf dem Boden. Mit dem langen Stock holt er den Handschuh aus der Anlage.

„Vielen Dank!“, sagt Isabella zum Zoowärter. „Und auch vielen Dank dir, Cem! Du bist ein echter Gentleman!“

Und das stimmt. Das bin ich auch!

Zusammen haben wir einen tollen Nachmittag und viel Spaß im Zoo. Am Abend bringe ich Isabella nach Hause. Ich bin ganz sicher: Wir sehen uns bald wieder! Sie sagt „Krokodil-Held“ zu mir und zum Abschied gibt sie mir sogar einen kleinen Kuss!


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Ich sage Isabella: „Vergiss den Handschuh!“

„Es ist doch nur ein Handschuh!“, sage ich. „Lass ihn liegen!“

„Aber... Meine Mutter hat die Handschuhe für mich gestrickt! Sie hat sie mir geschenkt“, sagt Isabella. „Sie hat mir auch diesen Schal und meine Mütze gestrickt!“

„Ich kaufe dir ein neues Paar“, sage ich. Aber Isabella findet das nicht gut.

„Ich muss meinen Handschuh da rausholen“, sagt sie. „Ich kann ihn nicht dort lassen!“

Isabella sieht einen Zoowärter. „Ich frage ihn. Vielleicht kann er mir helfen.“

„Aber wir wollen doch jetzt einen Kaffee trinken“, erinnere ich Isabella.

„Das kann warten“, sagt sie. „Mein Handschuh ist wichtiger.“

„Aber ich habe Durst“, sage ich. „Ich gehe schon zum Café und warte dort auf dich.“

Isabella ist sauer. „Du musst nicht auf mich warten, Cem! Geh schon und trink deinen Kaffee. Ich komme nicht mit! Ich hole meinen Handschuh und dann gehe ich nach Hause. Leb wohl, Cem!“

Hmmmm. Das war nicht besonders nett von mir. Besser ist es, ich helfe Isabella.

Du kannst noch einmal probieren.


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Jordan

Ich bin Jordan aus Südafrika. Ich bin 25 Jahre alt und blond. Ich liebe Surfen (aber nur im Internet). Ich bin für die Liebe nach Deutschland gekommen. Meine Freundin war Anna. Ich habe sie in einer Bar in Durban kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick – das habe ich gedacht.

Ich bin nach Deutschland umgezogen, aber nach zwei Monaten war es vorbei mit Anna. Jetzt bin ich allein in Deutschland, ohne Job, ohne Liebe, ohne Sprache. Und Anna? Sie ist wieder nach Südafrika geflogen!

Ich melde mich bei einem Sprachkurs an. Bisher konnte ich auf Deutsch nur zwei Sachen sagen: „Ein Bier bitte!“ und „Wo ist die Toilette?“ Das ist nicht genug.

Und was für ein Glück! Ich gehe ins Klassenzimmer und als Erstes sehe ich... Isabella! Ein Traum!

Kann sie vielleicht meine neue Freundin werden?


Was willst du machen?
Ich bin cool. Du sprichst nicht mit Isabella.
Ich will Isabella zum Lachen bringen.
Ich frage Isabella direkt: „Möchtest du mit mir ausgehen?“

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Ich bin cool. Ich spreche nicht mit Isabella.

Ich weiß: Ich bin cool! Aber das soll auch Isabella wissen.

Am nächsten Tag gehe ich in die Sprachschule und rede mit jedem – aber nicht mit Isabella. Ich rede mit Lena über das Leben in der Ukraine; Ich rede mit Doan über das Essen in Vietnam; ich rede mit Omar über das Wetter in Marokko. Aber mit Isabella spreche ich kein Wort!

Am Abend sehe ich Isabella. Sie wartet an der Bushaltestelle. Ich muss an ihr vorbeigehen. Jetzt muss ich mit ihr sprechen – ich muss mindestens „Hallo“ oder „Tschüss“ sagen. Oder will ich jetzt doch mehr mit ihr sprechen?


Was willst du machen?
Ich setze mich zu Isabella an die Bushaltestelle und rede mit ihr.
Ich frage sie direkt: „Möchtest du heute Abend mit mir ausgehen?“
Ich bin weiter cool. Ich sage nur „Hallo!“ und gehe an ihr vorbei.

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Ich will Isabella zum Lachen bringen.

Ich habe in einer Zeitschrift gelesen, Frauen mögen lustige Männer. Es gibt aber ein Problem: Ich kenne keine Witze. Aber ich habe eine Idee.

Ich gehe ins Internet und suche „Gute Witze“ auf Deutsch. Ich finde eine Website mit vielen Witzen und ich schreibe drei gute Witze auf.

Am nächsten Tag gehe ich in die Sprachschule. Ich setze mich neben Cem aus der Türkei. In der Pause erzähle ich ihm einen Witz. Er lacht. Die anderen Studenten hören das Lachen. Manche kommen zu uns an den Tisch. Ich erzähle den zweiten Witz. Alle lachen wieder. Ich bin ein Hit! Noch mehr Leute kommen an meinen Tisch – auch Isabella. Dann erzähle ich den dritten Witz, aber niemand lacht. Niemand! Es ist schrecklich!


Was machst du jetzt?
Ich habe eine Idee: Die Gruppe kann sich am Wochenende treffen: Jeder soll einen Witz aus seinem Land mitbringen.
Ich gehe auf die Toilette.
Ich sage Cem: „Erzähl doch auch einen Witz!“

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Ich frage Isabella direkt: „Möchtest du heute Abend mit mir ausgehen?“

„Hast du einen Freund?“, frage ich Isabella in der Pause.

„Wie bitte?“, fragt Isabella. Ich spreche zum ersten Mal mit ihr.

„Hast du einen Freund?“, wiederhole ich.

„Warum willst du das wissen?“, antwortet Isabella.

„Weil... Dann kannst du meine Freundin werden“, sage ich.

„Deine Freundin werden?“, wiederholt Isabella. „Aber vielleicht will ich nicht deine Freundin werden.“

„Quatsch!“, sage ich. „Was machst du heute Abend? Wir können schon anfangen.“

Isabella lacht. „Ich kann heute Abend nicht.“

„Warum nicht?“

„Ich bin mit Cem verabredet“, sagt sie.

Mit Cem? Der Junge aus der Türkei?!?

„Frag doch Olga“, sagt Isabella. „Sie hat keinen Freund. Bei ihr hast du bessere Chancen. Tschüss und einen schönen Tag noch!“

So geht das nicht. Bei Isabella muss ich charmant sein!

Probiere es noch mal.


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Ich setze mich zu Isabella an die Bushaltestelle und rede mit ihr über Brasilien.

„Hi, wartest du auf deinen Bus?“, fragst du Isabella.

„Ja, der nächste Bus kommt leider erst in einer halben Stunde“, sagt sie.

„Dann warte ich mit dir“, sage ich. „Ich habe Zeit.“

Ich setze mich neben Isabella. Wir reden ein bisschen miteinander. Bald weiß ich: Isabella ist nicht nur schön, sie ist auch nett und lustig. Sie erzählt mir viel über ihre Heimat Brasilien – über die Strände und Karneval, über das Essen und ihre Sprache Portugiesisch. Sie kann kein Englisch, aber das Gespräch geht gut auf Deutsch.

Dann kommt ihr Bus. So schnell?! Die halbe Stunde ging so schnell vorbei wie zwei Minuten.

Schade! Ich möchte gerne weiter mit Isabella reden. Was nun?


Was machst du?
Ich steige in den Bus ein und fahre mit Isabella nach Hause.
Ich habe eine Idee: Isabella soll den Bus verpassen und bei mir bleiben.
Ich folge Isabella heimlich nach Hause.

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Ich frage sie direkt: „Möchtest du heute Abend mit mir ausgehen?“

Ich gehe an der Bushaltestelle vorbei. „Hallo, wie geht’s dir?“, frage ich.

Isabella schaut mich an. „Jetzt redest du mit mir?!“

„Ja, warum nicht?“, sage ich.

Oh! Sie hat es gemerkt!

„Aber...“, sagt sie.

„Es tut mir leid. Es war blöd von mir, ich habe den ganzen Tag nicht mit dir gesprochen, sagst du. „Ich wollte nur... Wie soll ich das sagen? Ich habe mich nicht getraut. Ich möchte dich etwas fragen.“

Isabella lächelt. „Was denn?“


Was fragst du sie?
Ich frage sie: „Möchtest du am Wochenende mit mir tanzen?“
Ich frage sie: „Möchtest du heute Abend das Fußballspiel mit mir ansehen?“
Ich frage sie: „Möchtest du mit mir in die Sauna gehen?“

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Ich sage nur „Hallo!“ und gehe an ihr vorbei.

Ich gehe an Isabella vorbei. „Hallo!“, sage ich.

Isabella schaut mich an. „Hi!“, sagt sie freundlich.

Aber ich warte nicht. Ich gehe einfach weiter.

„Tschüss!“, sage ich. „Bis morgen!“

Oh nein! Das war nicht gut! Ich bin cool, aber ich bin doch nicht unhöflich! Das kann ich besser machen!

Probiere es noch einmal.


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Ich schlage vor: Die Gruppe soll sich am Wochenende treffen. Jeder soll einen Witz aus seinem Land mitbringen.

Die Leute aus meiner Gruppe finden meine Idee klasse! Isabella auch. Sie hat eine Idee.

„Wir können auch alle etwas zu Essen mitbringen“, sagt sie. „Jeder bringt ein typisches Gericht aus seinem Land mit.“

„Super Idee!“, sagt Cem. „Essen und Humor! Das wird ein toller Abend!“

Isabella will mir bei der Vorbereitung helfen. Wir treffen uns nach der Schule. Wo finden wir einen großen Raum? Was wollen die Gäste trinken? Isabella kennt ein Café mit einem großen Raum.

***

Und dann findet der Abend statt. Alle kommen. Sie bringen Essen und Witze mit. Es ist ein fantastischer Abend. Alle lachen sehr viel und essen sehr gut. Am Ende des Abends räume ich mit Isabella auf. Wir sind ganz allein im Café. Ich habe nicht nur viel gelacht, ich habe mich auch in Isabella verliebt. Sie ist einfach toll.


Was machst du jetzt?
Ich habe eine neue Idee: ein Abend mit Musik aus allen Ländern.
Ich sage Isabella: „Ich liebe dich!“
Ich küsse sie.

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Ich gehe auf die Toilette.

„Entschuldigung! Ich muss auf die Toilette!“, sage ich und gehe aus dem Raum.

Das war jetzt nicht so gut!

Aber ich habe Glück: Ich komme von der Toilette und sehe Isabella. Sie steht im Flur. Wartet sie vielleicht auf mich?

„Ich fand deinen Witz ganz gut“, sagt sie. „Ich habe ihn zuerst nicht verstanden, aber jetzt verstehe ich ihn. Er ist gut!“

„Danke“, sage ich. „Das ist nett von dir.“

„Ich will dich etwas fragen“, sagt sie. „Mein Bruder in Brasilien will für eine amerikanische Firma arbeiten. Er muss einen Brief auf Englisch schreiben. Kannst du ihm damit helfen?“


Was sagst du dazu?
Ich sage: „Ja“.
Ich sage: „Ja, aber dann will ich dich küssen!“
Ich sage: „Nein“.

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Ich sage Cem: „Erzähl auch einen Witz!“

„Erzähl du doch einen Witz, Cem“, sage ich.

„Nein!“, sagt Cem. „Ich kenne keine Witze.“

„Warum?“, frage ich. „Gibt es keine Witze in der Türkei?“

Ich lache, aber deine Klassenkameraden lachen nicht. Cem ist sauer.

„Natürlich gibt es Witze in der Türkei!“, sagt er. „Aber ich erzähle keinen Witz für dich.“

„Ich habe einen Witz“, sagt Isabella. „Wollt ihr ihn hören?“

Alle sagen: „Ja.“ Isabella erzählt ihren Witz: „Im Sprachkurs fragt die Lehrerin: ‚Paul, du hast dieselben 10 Fehler im Test wie Mario, dein Nachbar. Warum?‘ ‚Ganz einfach. Wir haben die gleiche Lehrerin.‘“

Alle lachen.

„Das war ein toller Witz!“, sagt Cem. „Ich habe eine gute Idee: Wir können uns alle am Wochenende treffen. Jeder bringt einen Witz aus seinem Land mit. Und etwas zu essen. Dann können wir zusammen essen und viel lachen!“

Alle finden Cems Idee toll. Vor allem Isabella.

„Das ist eine super Idee, Cem!“, sagt sie. „Ich kann dir helfen.“

Ich bin sauer auf Cem. Eigentlich wollte ich das Gleiche vorschlagen.


Was machst du?
Ich sage Cem: „Rede nicht mehr mit Isabella!“
Ich helfe Cem bei der Organisation des Abends.
Ich sage Isabella: „Cem will den Abend nur machen, weil er dich mag.“

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Ich steige auch in den Bus und fahre mit Isabella nach Hause.

„Ich komme mit!“, sage ich und steige in den Bus.

„Aber du wohnst doch woanders!“, sagt Isabella überrascht.

„Na und? Ich habe Zeit“, sage ich. „Oder willst du lieber allein sein?“

„Nein. Es ist schon in Ordnung“, sagt Isabella.

Super! Ich setze mich neben Isabella und rede weiter mit ihr.

Nach acht Haltestellen steigt sie aus. Ich steige mit ihr aus und gehe mit ihr nach Hause. Sie wohnt in der Hornstraße.

„Jetzt musst du den ganzen Weg zurück“, sagt Isabella. Sie bleibt vor ihrem Haus stehen.

„Für mich ist das kein Problem“, sage ich. „Ich fahre gerne mit dem Bus. Also, tschüss, Isabella! Bus fahren mit dir war schön.“

Isabella denkt das Gleiche. „Vielleicht können wir am Wochenende etwas länger zusammen Bus fahren. In die Innenstadt. Möchtest du?“

„Ja klar!“, sage ich und ich weiß: Ich habe heute alles richtig gemacht. „Wir sehen uns morgen in der Schule. Dann können wir genauer darüber sprechen. Bis dann, Isabella! Ich wünsche dir einen schönen Abend!“

Ich freue mich jetzt schon auf das Wochenende! Isabella ist einfach super!


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Ich habe eine Idee: Isabella soll den Bus verpassen und bei mir bleiben.

Der Bus kommt. „Bleib doch hier“, sage ich.

„Aber ich muss nach Hause“, sagt Isabella.

Ich stelle mich vor die Bustür. Isabella kann nicht einsteigen. „Bitte! Bleib hier!“

„Nein!“, sagt Isabella. „Ich habe schon gesagt: Ich muss nach Hause!“

„Steigen Sie ein oder nicht?“, fragt der Busfahrer durch die offene Tür.

„Ja!“, sagt Isabella und versucht wieder, in den Bus einzusteigen.

„Warte!“ Ich nehme ihren Arm. „Ich lade dich zu einem Kaffee ein.“

„Ich will keinen Kaffee!“, sagt Isabella. „Ich will nach Hause.“

Auf meiner Schulter ist eine Hand: „Hey! Du da!“

Ich schaue nach hinten. Der Busfahrer ist aufgestanden und steht hinter mir.

„Hast du nicht gehört?“, fragt er. Er ist ungefähr zwei Meter groß und sieht sehr stark aus. „Sie will in den Bus steigen und du stehst ihr im Weg.“ „Ich will nur...“, sage ich, aber der Busfahrer lässt mich nicht zu Ende sprechen.

„Ich weiß. Du willst sie zu einem Kaffee einladen. Aber wenn sie ‚Nein‘ sagt, dann heißt das ‚Nein‘!“

Er schiebt mich weg. Ich falle hin. Isabella geht an mir vorbei.

„Danke!“, sagt sie zum Busfahrer. Dann schaut sie mich an und sagt: „Ich finde dich besser, wenn du nicht mit mir sprichst... Tschüss! Wir sehen uns! Leider!“

Das war keine gute Idee von mir, jetzt ist Isabella böse.

Willst du es nicht nochmal anders probieren?

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Ich folge Isabella heimlich nach Hause.

Der Bus kommt. Isabella steigt vorne ein und setzt sich hinter den Busfahrer. Ich springe schnell in den Bus und setze mich hinten hin. Ich kann Isabella vorne sehen, aber sie sieht mich nicht. Ich hole meine Zeitung und verstecke mich dahinter.

Nach acht Haltestellen steigt Isabella aus. Ich steige hinter ihr aus und mache meinen Regenschirm auf. Es regnet nicht und die Sonne scheint. Aber Isabella soll mich nicht sehen.

Ich gehe hinter Isabella nach Hause. Sie wohnt in der Hornstraße. Sie geht ins Haus. Ich finde ihren Namen auf dem Klingelschild: Soares. Was nun?

Zeit für eine kleine Überraschung!

Ich habe einen Blumenladen auf dem Weg gesehen. Ich gehe in den Blumenladen und kaufe Blumen. Ich klingle bei Isabella und gehe in den dritten Stock hoch.

„Überraschung!“ rufe ich vor ihrer Wohnungstür.

Aber Cem steht an der Tür, nicht Isabella!

„Jordan?“, fragt er.

„Cem? Ich habe gedacht... Warum warst du heute nicht in der Schule?“

„Ich bin krank“, sagt Cem und hustet. „Ich bin bei meiner Freundin zu Hause geblieben.“

Cems Freundin?!? Wie kann das sein? Das wusste ich gar nicht.

„Für wen sind die Blumen?“, fragt Cem.

„Für dich“, sage ich und gebe sie Cem. „Ich wünsche dir einen schönen Abend und gute Besserung!“

Dann gehst du nach Hause. Schade!

Probiere es noch mal!


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Ich frage sie: „Möchtest du am Wochenende mit mir tanzen gehen?“

„Magst du tanzen?“, frage ich.

„Ich bin Brasilianerin“, sagt Isabella. „Natürlich mag ich tanzen.“

„Möchtest du am Wochenende mit mir tanzen gehen? Ich kenne eine tolle Disco.“

Isabella sagt „ja“ und wir verabreden uns für Freitagabend.

***

Ich hole Isabella zu Hause ab und wir fahren mit der U-Bahn in die Innenstadt.

Isabella findet die Disco schön. Wir tanzen die ganze Nacht zusammen.

Um 2 Uhr in der Nacht bringe ich Isabella nach Hause. „Gehen wir noch mal tanzen?“, fragt sie. „Nächstes Wochenende vielleicht?“ „Ja, gerne“, sage ich und ich weiß: Ich habe alles richtig gemacht.

Vielleicht bekomme ich schon nächstes Wochenende einen Kuss von Isabella. Wer weiß?


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Ich frage sie: „Möchtest du heute Abend das Fußballspiel mit mir ansehen?“

Der Bus kommt. „Was machst du heute Abend?“, frage ich.

„Warum?“, fragt Isabella.

„Möchtest du mit mir in eine Sportsbar gehen?“, frage ich. „Heute Abend spielt Bayern München gegen Real Madrid. Wir können das Spiel zusammen anschauen.“

„Das ist eine super Idee!“, sagt Isabella. „Ich liebe Fußball. Und Real Madrid ist meine Lieblingsmannschaft. Woher weißt du das?“

„Ich hab es irgendwo gehört“, sage ich, aber das stimmt nicht. Ich wusste das überhaupt nicht. Was für ein Glück!

„Ich hole dich nachher um 20 Uhr ab, OK?“ sage ich.

***

Real Madrid verliert, aber es ist ein sehr schöner Abend. Wir lernen viele Leute kennen, wir lachen viel und die Bayern-Fans finden Isabella toll. Sie haben Recht: Isabella ist wirklich eine tolle Frau!

Ich bringe Isabella nach dem Spiel nach Hause und ich weiß: Das nächste Spiel schauen wir wieder zusammen!


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Ich frage sie: „Möchtest du mit mir in die Sauna gehen?“

„Möchtest du vielleicht mit mir in die Sauna gehen?“, frage ich.

Isabella schaut mich an. „Sauna? Was ist das?“

„So ein Wellness-Ding“, erkläre ich. „Ein Raum: Er ist sehr heiß, 80 Grad. Da muss man viel schwitzen.“

„Macht das Spaß?“, fragt sie.

„Es ist gesund.“

Isabella denkt nach. „Was zieht man dazu an? Sportklamotten?“

„Nein“, sage ich und muss lächeln. „In die Sauna geht man nackt.“

„Nackt? Alles nackt?“ Isabella fragt mit großen Augen.

„Ja, dann kannst du besser schwitzen“, erkläre ich.

„Vielleicht ist mein Deutsch zu schlecht...“, sagt Isabella. „Aber hast du mich gerade gefragt: Gehst du mit mir nackt in einen sehr heißen Raum?“

„Ja!“, sage ich. „Genau! Das ist voll cool.“

„Das ist nicht cool“, sagt Isabella und steht auf. „Endlich! Mein Bus kommt. Mach’s gut, Jordan. Ich gehe nicht mit dir in die Nackt-Sauna. Vielleicht findest du jemand anderen. Auf Wiedersehen!“

Dann steigt sie in den Bus und der Bus fährt los.

Was ist los mit ihr? Was hat sie gegen Sauna? Vielleicht muss ich sie etwas anderes fragen.

Probiere es noch einmal.


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Ich sage: „Ich möchte mich noch einmal mit dir treffen!“

„Wir können uns noch mal nächstes Wochenende treffen“, sage ich. „Dann können die Leute Musik aus ihrem Land mitbringen.“

„Das ist eine tolle Idee“, sagt Isabella und freut sich.

Und am nächsten Samstagabend trifft sich die Gruppe wieder. Wir essen zusammen und hören Musik aus Russland, aus der Türkei, aus Marokko und natürlich aus Brasilien.

Am Ende des Abends räume ich mit Isabella auf und sie fragt mich: „Möchtest du mit mir tanzen?“

Ich sage natürlich „ja“. Isabella legt das Lied aus Brasilien auf und wir tanzen dazu im leeren Café. Dann ist das Lied vorbei und sie fragt: „Was machen wir nächstes Wochenende?“

„Ich weiß nicht“, sage ich. „Die Leute können nächstes Mal etwas über ihr Land erzählen.“

„Oder wir treffen uns allein“, sagt Isabella. „Nur du und ich.“

Und ich weiß dann: Ich habe alles richtig gemacht. Isabella hat sich auch in mich verliebt.


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Ich sage Isabella: „Ich liebe dich!“

Isabella fegt den Boden. „Ich muss dir etwas sagen“, sage ich.

„Was?“ Sie schaut mich an.

Ich gehe zu ihr und nehme ihr den Besen aus der Hand.

„Ich habe mich in dich verliebt“, sage ich.

Isabella schaut mich an. „Du hast was?“

„Ich liebe dich, Isabella! Ich liebe dich so sehr!“

„Aber...“ Isabella weiß nicht, was sie sagen soll. „Aber wir kennen uns nicht richtig. Ich habe nie allein mit dir gesprochen.“

„Aber ich weiß, ich liebe dich“, sage ich. „So wie meine eigene Mutter.“

„Du liebst mich wie deine Mutter?!“, sagt jetzt Isabella. „Danke für das Kompliment, aber ich will keine Mutter für dich sein.“

„Nein, du verstehst mich falsch“, sage ich. Ich knie mich vor Isabella hin. So machen sie das in den Filmen. „Ich liebe dich. Du bist die Einzige für mich.“

„Es war ein sehr schöner Abend“, sagt Isabella und zieht ihre Jacke an. „Aber wir kennen uns nur ein bisschen. Das reicht nicht. Tschüss, Jordan. Vielleicht findest du eine andere Frau!“ Und ohne ein weiteres Wort geht Isabella aus dem Café.

Das war nicht gut von dir, Jordan! Vielleicht hat Isabella Recht: Man muss jemanden erst kennenlernen und dann kann man sich verlieben.

Probiere es noch einmal.


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Ich küsse Isabella.

Ich fege den Boden und Isabella spült die Gläser in der Küche. Dann gehe ich in die Küche – ganz leise.

Isabella sieht mich nicht. Sie hört mich auch nicht. Von hinten gehe ich leise zu ihr.

Ich bleibe hinter ihr stehen. Isabella spült weiter. Dann küsse ich sie auf die Wange.

Isabella schreit. „Mein Gott!“ Sie hält ihre Hand ans Herz. „Was machst du?“

„Ich muss dich küssen, Isabella. Du bist so schön!“ sage ich.

Aber Isabella lässt sich nicht küssen. Sie nimmt ein Glas Wasser und schüttet es mir ins Gesicht.

„Finger weg!“, ruft sie.

„Ich kann nicht länger warten“, sage ich mit nassem Gesicht. „Ich muss dich küssen!“

„Hast du mich nicht gehört?“, sagt sie. Sie sieht böse aus. „Ich will dich nicht küssen.“

„Aber...“, sage ich.

„Es gibt kein Aber, Jordan. Ich gehe jetzt nach Hause und du kannst allein aufräumen!“

Ich nehme den Besen und gehe zurück ins Café.

Das habe ich nicht gut gemacht. Ob Isabella mir eine zweite Chance gibt?

Probiere es noch einmal.


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Ich sage: „Ja.“

„Ja, ich kann ihm gerne helfen“, sage ich. „Was soll ich tun?“

„Du kannst zu mir kommen, dann können wir mit meinem Bruder skypen und den Brief korrigieren“, sagt Isabella.

Und so machen wir es. Am Samstagvormittag gehe ich zu Isabella. Ich lerne ihren Bruder über Skype kennen und korrigiere seinen Brief auf Isabellas Computer.

Isabellas Bruder dankt mir auf Englisch. Dann macht Isabella den Computer aus.

„Das war wirklich nett von dir“, sagt sie. „Danke!“

„Gerne“, sage ich. „Ich hoffe, er bekommt den Job.“

Und jetzt? Gehe ich nach Hause oder möchte Isabella vielleicht noch einen kleinen Spaziergang im Park machen? Ich weiß nicht genau.

Doch dann fragt Isabella: „Möchtest du ein Eis? Ich kenne ein sehr gutes Eiscafé um die Ecke. Ich lade dich ein!“

Und so beginnt eine Freundschaft.

Und vielleicht auch mehr...


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Ich sage: „Ja, aber dann will ich dich küssen!“

„Wie bitte?“, fragt Isabella. Vielleicht hat sie mich nicht verstanden.

„Ich helfe deinem Bruder gerne“, sage ich. „Aber nur, wenn ich dich küssen darf.“

„Ich...“ Isabella weiß nicht, was sie sagen soll. „Das kannst du nicht machen. Das ist unfair“, sagt sie.

„Nein, ist es nicht“, sage ich. „Ich tue etwas für deinen Bruder, du tust etwas für mich. Das nennt man ein Geschäft.“

„Geschäft!“ Isabella ist richtig böse. „Du bist dumm, Jordan! Ich brauche deine Hilfe nicht! Es war ein Fehler. Es gibt viele Leute, die gut Englisch können. Aber du kannst mir glauben: Mich wirst du nie küssen! Jetzt nicht! Nie!“

Und Isabella läuft ins Klassenzimmer zurück.

Oh nein! So kann man nicht mit einer Frau sprechen.

Probier es noch einmal.


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Ich sage: „Nein.“

„Nein, danke“, sage ich. „Ich möchte nicht.“

„Aber es dauert nicht lange“, sagt Isabella. „Nur eine Stunde.“

„Ich habe keine Zeit“, sage ich.

„Ich kann zu dir kommen“, sagt Isabella. „Ich bringe etwas zu Essen und Trinken mit. Wir können uns einen netten Abend machen.“

„Aber...“, sage ich. Ein netter Abend mit Isabella... Das hört sich gut an.

„Aber was?“, fragt Isabella.

„Ich kann das nicht“, sage ich. Es ist mir peinlich, aber ich sage Isabella die Wahrheit: „Ich kann nicht gut Englisch schreiben. Ich mache viele Fehler. Sehr viele.“

„Das ist nicht schlimm“, sagt Isabella. „Ich habe Internet zu Hause. Wir können die Wörter im Wörterbuch suchen. Englisch ist deine Muttersprache. Du kannst Englisch sprechen. Das ist wichtig.“

Isabella ist sehr nett. Es ist eine Chance. Ich kann sie besser kennenlernen.

„Alles klar. Ich versuche es“, sage ich. „Wann soll ich kommen?“ „Heute Abend?“, fragt Isabella. „Ich koche etwas Brasilianisches für uns.“

Und wir haben einen wunderschönen Abend zusammen. Ich helfe Isabellas Bruder mit seinem Brief. Sie kocht für uns. Nach der Arbeit fangen wir an zu reden. Und wir hören gar nicht mehr auf.

Zwei Wochen später sind wir ein Paar!

So geht Liebe auf Deutsch!


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Ich sage Cem: „Rede nicht mehr mit Isabella!“

Ich warte bis nach der Schule, dann gehe ich mit Cem zur Bushaltestelle. Wir sind allein.

„Cem, ich muss mit dir reden“, sage ich.

„Was ist?“, fragt Cem.

„Du sollst nicht mit Isabella reden“, sage ich. „Sie gehört mir.“

Cem lacht. „Ist das ein Witz?“

„Das ist kein Witz “, sage ich. „Wenn du noch einmal mit Isabella redest, dann schlage ich dich.“

„Du willst mich schlagen? Dann schlage mich jetzt!“, sagt Cem. „Komm schon! Los! Ich habe keine Angst vor dir!“

Ich bin so böse auf Cem, ich will ihn wirklich schlagen. Aber dann höre ich eine Frau: „Hallo Jungs! Was macht ihr denn da?“

Es ist Isabella. Sie steht direkt hinter mir!

„Nichts“, sage ich schnell.

„Jordan will mich schlagen, weil ich heute mit dir gesprochen habe“, sagt Cem.

„Stimmt das?“, sagt Isabella und schaut mich fragend an.

„Ja!“, sagt Cem. „Aber jetzt macht er es nicht, weil du hier bist.“

Nein, nein! Cem denkt falsch. Ich schlage ihn jetzt!

Ich hebe meine Faust und schlage Cem ins Gesicht!

Isabella schreit. „Oh! Cem! Ist alles in Ordnung?“, fragt sie und hilft Cem.

Aber ich höre nichts mehr. Ich laufe schnell weg. Ich will mit niemandem reden. Ich weiß schon: Das war ein Fehler. Isabella redet bestimmt nie wieder mit mir. Und: Das ist mir jetzt auch egal.


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Ich helfe Cem bei der Organisation des Abends.

„Ich kann dir mit der Organisation helfen“, sage ich zu Cem. „Ich kenne ein Café in der Nähe von mir. Dort ist ein großes Zimmer. Wir können uns dort treffen.“

Cem nimmt meine Hilfe gerne an. Isabella hilft auch. Wir kaufen Getränke ein, bereiten Gläser, Besteck und Teller vor. Und dann findet der Abend statt. Es ist toll! Alle aus dem Sprachkurs kommen. Sie bringen Essen und Witze mit. Witze aus Marokko, Witze aus Russland, Witze aus Korea – alles auf Deutsch. Wir lachen viel und freuen uns.

Am Ende des Abends räumen wir auf: Cem, Isabella und ich. Spülen, putzen, sauber machen. Ich will mit Isabella allein sein, aber Cem geht nicht nach Hause. Wahrscheinlich will er auch mit Isabella allein sein. Aber ich gehe auch nicht.

Irgendwann sagt Isabella: „Ich muss nach Hause.“

Ich schaue Cem an. Cem schaut mich an. Wer sagt etwas zuerst?

Ich. „Ich bringe dich nach Hause“, sage ich. „Es ist auf dem Weg für mich.“

Und ich schaue noch mal Cem an. Sagt er etwas? Nein. Cem nickt und sagt: „Tschüss, Isabella. Es war ein sehr schöner Abend mit dir. Wir sehen uns.“

Und auf dem Weg nach Hause bin ich endlich allein mit Isabella.

Und dann?

Dann kommt die große Liebe. Auf Deutsch!


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Ich sage Isabella: „Cem will den Abend nur machen, weil er dich mag.“

Ich warte bis zur Pause. Isabella geht auf die Toilette. Ich gehe ihr hinterher und warte auf sie. Sie kommt wieder und ich sage: „Die Idee mit dem Abend ist von mir. Cem will dir gefallen. Darum hat er das gesagt.“

„Na und?“, sagt Isabella. „Es ist doch egal, wer die Idee hatte: Wir treffen uns und haben einen schönen Abend zusammen.“

„Cem will den Abend nur für dich machen. Er will dir nah sein.“, sage ich.

„Was ist eigentlich dein Problem?“, fragt Isabella. „Magst du Cem nicht?“

„Nein, ich wollte dir nur die Wahrheit sagen“, sage ich.

„Danke, aber ich kann die Wahrheit selber finden“, sagt Isabella böse. „Warum willst du den Abend kaputtmachen? Es ist vielleicht besser, wenn du nicht dazu kommst. Wir brauchen keine schlechte Laune.“

„Aber ich wollte nur...“, sage ich. Isabella lässt dich nicht zu Ende sprechen.

„Du musst nicht zu unserem Comedy-Abend kommen“, sagt sie und dreht sich um. „Wir haben auch ohne dich Spaß.“

Dann geht sie ins Klassenzimmer zurück.

Oh nein! Das war nicht gut! Ich muss überlegen: Was gefällt Isabella?

Probiere es noch mal.


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der Imbiss: Ein kleines Restaurant. Dort gibt es kleines und schnelles Essen.
geschieden sein: nicht mehr verheiratet sein
die Wahrheit: das Richtige
der Witz: Ein kleiner, lustiger Text
erkältet sein: krank sein
schrecklich: schlecht; nicht schön
es ist windig: es gibt viel Wind.
der Gentleman: Ein sehr netter Mann
Ich bin begeistert: Ich freue mich.
schüchtern sein: sehr ruhig, sagt nicht viel
schreien: sehr laut sprechen
überraschen: Du möchtest für eine andere Person etwas machen. Die andere Person weiß das nicht.
die Krokodilanlage: Da leben Krokodile im Zoo.
streng sein: nicht sehr nett
das Maul: der Mund bei einem Tier
Liebe auf den ersten Blick: Du siehst eine Person und weißt sofort: Ihr liebt euch.
den Bus verpassen: zu spät sein und der Bus ist schon weg
etw. heimlich tun: der andere soll es nicht wissen
sich nicht trauen: ein bisschen Angst haben
die Vorbereitung: etwas vorher schon fertig machen
verliebt sein: eine Person sehr sehr mögen
sauer sein: böse sein
Disco: dort kann man abends tanzen
verabreden: sich treffen wollen
schwitzen: Es ist für eine Person sehr warm. Manchmal läuft Wasser zum Beispiel vom Kopf.
nackt: ohne Kleidung
peinlich: nicht schön für eine Person
schlechte Laune: nicht glücklich sein