Wohnen

Für Zuwandernde mit Visum

Wohnen - Für Zuwandernde mit Visum

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Wohnungssuche
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© Colourbox.com Sie suchen eine Wohnung? In vielen Zeitungen sind Wohnungsanzeigen, meistens am Freitag oder Samstag. Wohnungsanzeigen findet man auch auf den Internetseiten der Zeitung. Es gibt auch eigene Immobilienseiten im Internet. Auch das Wohnungsamt Ihrer Stadt oder Gemeinde hilft oft bei der Suche. In manchen Regionen findet man leicht eine Wohnung. In anderen Regionen ist es sehr schwer, eine Wohnung zu bekommen. Dann kann ein Immobilienmakler bei der Suche helfen: Wenn er eine Wohnung für Sie findet, müssen Sie ihn bezahlen. Normalerweise bekommt ein Makler die Summe von 2 bis 3 Monatsmieten als Provision.

Miete und Kaution
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© Colourbox.com In den Anzeigen steht meist, wie viel Miete Sie für die Wohnung bezahlen müssen. Das ist aber oft nur die Kaltmiete
die Kaltmiete, die Kaltmieten: Das ist die Miete ohne Nebenkosten.
. Sie müssen dazu noch die Nebenkosten zahlen. Sie zahlen zum Beispiel für das Wasser, die Reinigung der Treppe und den Müll. Heizung und Strom können auch ein Teil von den Nebenkosten sein, aber das ist unterschiedlich. Fragen Sie den Vermieter, was zu den Nebenkosten gehört und was Sie noch extra bezahlen müssen.

Die Kaltmiete und die Nebenkosten zusammen heißen Warmmiete. Die komplette Warmmiete überweisen Sie jeden Monat an Ihren Vermieter.


Normalerweise sind Wohnungen nicht möbliert. Nur in der Küche gibt es oft einen Herd. Sachen, die vom Vormieter sind und in der Wohnung bleiben, zum Beispiel ein Kühlschrank, müssen Sie ihm zahlen. Das nennt man Ablöse.

Oft wollen die Vermieter von ihren Mietern eine Kaution. Sie darf maximal 3 Kaltmieten betragen. Beim Auszug bekommt der Mieter die Kaution zurück. Wenn man sehen will, ob die Miete für eine Wohnung zu hoch ist, kann man in den Mietspiegel schauen. Dort findet man die durchschnittlichen Mietpreise für jede Stadt. Geben Sie im Internet „Mietspiegel“ und den Namen Ihrer Stadt ein.

Am Anfang des Jahres weiß man noch nicht, wie viel Wasser, Strom oder Gas man brauchen wird. Deshalb zahlt man jeden Monat einen Vorschuss. Am Ende des Jahres bekommt man dann Geld zurück oder man muss noch etwas mehr bezahlen.

Mietvertag
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Alle Informationen zu Miete und Kaution stehen im Mietvertrag. Dort steht auch, ob Sie die Wohnung beim Auszug renovieren müssen. Außerdem gibt es hier Informationen zu Ihrer Kündigungsfrist. Oft müssen Sie ein Übergabeprotokoll unterschreiben, wenn Sie in eine Wohnung einziehen. Im Übergabeprotokoll steht zum Beispiel, ob etwas in der Wohnung kaputt ist. Dann wissen Sie und der Vermieter sicher, dass Sie das nicht kaputt gemacht haben. Lesen Sie vor dem Unterschreiben den Mietvertrag und das Übergabeprotokoll genau.

Hausordnung
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© Colourbox.com Sie möchten keine Konflikte mit ihren Nachbarn? Beachten Sie einige Regeln: Normalerweise ist von
22 Uhr bis 7 Uhr Ruhezeit. Sie dürfen dann also nicht sehr laut sein. An Sonntagen und Feiertagen ist den ganzen Tag Ruhezeit.

Es gibt in Deutschland unterschiedliche Mülltonnen für Papier und Pappe, für Obst- und Gemüsereste und für anderen Müll. Glas, Dosen oder elektrische Geräte muss man zu speziellen Sammelstellen oder Containern bringen. Alle anderen Regeln finden Sie in Ihrer Hausordnung. Zum Beispiel: Dürfen Sie einen Hund oder eine Katze in der Wohnung haben? Oder: Müssen Sie den Flur oder den Gehweg vor dem Haus reinigen?
die Nebenkosten: Diese Kosten kommen zum Mietpreis der Wohnung (Kaltmiete) dazu. Zum Beispiel die Kosten für das Wasser, das Licht im Treppenhaus und im Keller, die Müllabfuhr, die Antenne/das Kabel für die Fernseher. Manchmal sind auch Heizung und Strom bei den Nebenkosten, meistens zahlt man das aber extra.
die Warmmiete, die Warmmieten: Das ist die Miete mit Nebenkosten.
die Ablöse: Sie ziehen in eine Wohnung und dort sind noch Möbel vom Vormieter? Oft müssen Sie dafür etwas zahlen. Das ist die Ablöse. Normalerweise ist das für sehr große, schwere Möbel, zum Beispiel einen Schrank. Oder für Küchenmöbel wie Herd oder Kühlschrank.
der Mietspiegel: Im Mietspiegel stehen die durchschnittlichen Mietpreise für die Wohnungen in einer Stadt.
der Immobilienmakler/Makler, die Immobilienmakler/Makler: Viele Vermieter von einer Wohnung bieten die Wohnung nicht selbst zur Miete oder zum Kauf an. Eine andere Person macht das für sie. Diese Person nennt man Immobilienmakler oder Makler.
das Übergabeprotokoll, die Übergabeprotokolle: Sie haben eine Wohnung gemietet und wollen einziehen. In der Wohnung ist etwas kaputt? Das müssen Sie mit dem Vermieter im Übergabeprotokoll aufschreiben. Das Übergabeprotokoll müssen Sie und der Vermieter unterschreiben.
die Kaution: Der Mieter bezahlt die Kaution an den Vermieter, wenn er in eine neue Wohnung einziehen möchte. Der Vermieter kann im Notfall das Geld benutzen, zum Beispiel wenn der Mieter die Miete nicht zahlt. Beim Auszug gibt der Vermieter normalerweise das Geld an den Mieter zurück. Die Kaution ist maximal so hoch wie 3 Kaltmieten.
die Kündigungsfrist, die Kündigungsfristen (Wohnung): Der Mieter muss dem Vermieter einen Brief schreiben, bevor er ausziehen möchte. Normalerweise ist das 3 Monate vor dem Auszug. Oft geht das nur am Anfang eines Monats.
die Hausordnung, die Hausordnungen: Die Hausordnung regelt das Zusammenleben der Bewohner in einem Haus. Es gibt zum Beispiel die Regel: Einmal pro Woche muss ein Bewohner die Treppe putzen. Eine andere Regel kann sein: Die Kinder dürfen auf der Wiese vor dem Haus spielen, aber nicht in der Garage. Hausordnungen sind nicht immer gleich. Die Hausordnung bekommen Sie normalerweise mit dem Mietvertrag.

Für Asylsuchende

Wohnen - Für Asylsuchende

Sie kommen nach Deutschland, um einen Asylantrag zu stellen? Nachdem Sie deutlich gemacht haben, dass Sie einen Asylantrag stellen möchten, werden Sie zuerst in einer Erstaufnahmeeinrichtung in der Nähe untergebracht. Es kann sein, dass Sie dann aber einem anderen Bundesland zugewiesen werden, und dann dort in der Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht werden. Dies richtet sich zum einen nach Ihrem Herkunftsland und zum anderen danach, wie viele Menschen dieser Erstaufnahmeeinrichtung schon zugewiesen wurden.

Erstaufnahmeeinrichtungen sind meistens ehemalige Schulen, Turnhallen oder andere leere Gebäude. Dort gibt es viele Betten in großen Räumen, eine Kantine und einen Arzt. Das Gelände ist oft eingezäunt und von Sicherheitsfirmen bewacht. Sie bekommen Kleidung, Hygieneartikel und drei Mahlzeiten am Tag. In der Erstaufnahmeeinrichtung werden Sie registriert. Das heißt, Ihre Daten werden aufgenommen und Sie bekommen einen Hausausweis. Dies ist aber noch nicht der Asylantrag.

Sie können am Anfang nicht selbst entscheiden, wo Sie in Deutschland wohnen. In den ersten drei Monaten in Deutschland dürfen Sie das zugeteilte Gebiet und das Bundesland nicht verlassen. Erst nach diesen drei Monaten dürfen Sie auch andere Bundesländer in Deutschland besuchen.

In der Erstaufnahmeeinrichtung bleiben Sie dann bis zu sechs Monaten. Innerhalb dieser sechs Monate bekommen Sie einen Transfer in eine Kommune des Bundeslandes. Das heißt, Sie ziehen in eine andere Unterkunft um. Manchmal darf man in eine Wohnung ziehen, aber manchmal kommt man auch in eine Gruppenunterkunft. Dort muss man sich ein Zimmer teilen. Dort werden Sie die restliche Zeit Ihres Asylverfahrens wohnen. Es ist besonders wichtig, dass Sie bei jedem Umzug dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Ihre neue Adresse mitteilen, damit Sie wichtige Post erreicht.

Sie kommen aus einem sogenannten sicheren Herkunftsland? Dann müssen Sie bis zum Ende Ihres Asylverfahrens in Ihrer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen bleiben. Sie dürfen das zugeteilte Gebiet und das Bundesland nicht verlassen.

Wenn Ihr Asylverfahren abgeschlossen ist und wenn positiv über ihren Antrag entschieden wurde und Sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, dürfen Sie entscheiden, wo Sie in Deutschland leben wollen. Sie dürfen das Bundesland allerdings nur verlassen, wenn Sie keine Leistungen vom Staat, sogenannte Sozialleistungen, bekommen. Aber das kann ein Jahr oder länger dauern. Sie können sich selbst eine Wohnung suchen und einen Antrag stellen. Oder Sie lassen sich bei der Suche helfen. Dann vermittelt Ihnen die Gemeinde eine Wohnung. Informationen bekommen Sie bei der Migrationsberatung und bei Helferkreisen.

Sie haben eine Duldung? Dann dürfen Sie in den meisten Fällen nicht in Deutschland umziehen.
das Bundesland, die Bundesländer: 16 Länder, die Bundesländer, bilden zusammen die Bundesrepublik Deutschland. Ein Bundesland ist normalerweise ein größeres Gebiet, wie Bayern, Hessen oder Nordrhein-Westfalen. Es gibt aber auch Städte, die ein Bundesland sind, zum Beispiel Berlin oder Hamburg. Jedes Bundesland hat eine eigene Regierung (Landesregierung) mit einem Parlament (Landtag). Eine Landesregierung kann bestimmte Dinge selbst entscheiden, zum Beispiel im Bereich Bildung und Kultur. Die wichtigsten Entscheidungen trifft aber die Bundesregierung, also die Regierung von ganz Deutschland.