Residenzprogramm
VILA SUL

Residenten

Vila Sul, Salvador-Bahia

  • Vista do pátio © Gabriela Randig
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Küche © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Ausblick vom Zimmer © Aldren Lincoln

Das Residenzprogramm VILA SUL wurde 2016 ins Leben gerufen.
In einer sich immer stärker globalisierenden Welt – mit den Hauptmerkmalen einer sich potenzierenden Digitalisierung und der gleichzeitigen Suche nach neuen analogen Beziehungen – sind kulturelle Vernetzungen eines der wichtigsten Instrumente der Positionierung. Residenzen sind dabei ein besonders wirksames Format für nachhaltige Begegnung und kreative (Ko-)Produktion. Allerdings bedarf es neuer Ansätze, die es vermögen, vielfältig zu agieren und multipel zu wirken. Denn das bloß Bilaterale, das Hin und Her, ist in dieser Welt, die nach einer neuen Ordnung sucht, nicht mehr ausreichend.
 

Europa liegt auf den modernen Atlanten immer oben. Der Westen hat also streng genommen die Erdkugel – das Runde als Prototyp einer egalitären Form – in einen Turm verwandelt, der nur oben und unten kennt.

Der uruguayische Modernist Joaquín Torres-García erkannte als einer der ersten in Südamerika dieses kolonial geprägte, strukturelle Ungleichgewicht und gründete schon 1935 eine Escuela del Sur. Seine auf den Kopf gestellte Weltkarte bietet sich gerade heute als Symbol einer neuen Geopolitik an.

Man spricht nunmehr vom Globalen Süden, einem geopolitischen Band, das von Brasilien über Südafrika bis Indien und Indonesien reicht. Der transkontinentale, intellektuelle Austausch nimmt in der südlichen Hemisphäre rasant zu. Die Protagonist*innen dieses Dialogs emanzipieren sich selbstbewusst von Europa und den USA.

Brasilien, das wirtschaftlich stärkste Land in Südamerika, zeichnet sich in diesem Prozess besonders aus, hat das Land auf der politischen Ebene doch enorm an Ansehen gewonnen und neben dem Nord-Süd-Dialog nunmehr auch einen längst überfälligen Süd-Süd-Dialog in Politik, Wirtschaft und Kultur eingeleitet. Dieser Perspektivwechsel zeitigt neue geopolitische und kulturelle Blickachsen und Kraftlinien, die für den interkulturellen Dialog mit den Ländern des „Nordens“ und damit auch für Deutschland höchst relevant sind. Denn um in den Diskursen der Zukunft eine vernehmbare Stimme zu behalten, muss sich Europa für die Perspektiven des Südens öffnen und diese besser verstehen lernen.
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Rücksicht © Gabriela Randig 2016 Das Residenzprogramm verfolgt eine thematische Orientierung und richtet sich an bereits anerkannte Intellektuelle, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Autoren*innen aller Disziplinen bzw. an interdisziplinär arbeitende oder forschende Personen.

Teilnehmer*innen werden durch ein internationales Nominierungsverfahren ausgewählt.

Das übergeordnete Thema ist der "Süden". Davon ausgehend, werden in den kommenden Jahren die Themen „Afrikanisches Erbe/Postkolonialismus“, „Nachhaltigkeit“ und „Stadtentwicklungen“ im Fokus stehen.

Mit einer Regelzeit von zwei Monaten werden je vier Resident*innen, pro Jahr insgesamt zwölf, eingeladen, ihre Forschung/Planung/Idee zu den genannten Themen vor Ort zu bearbeiten, zu erleben und sich bereichern zu lassen von der kulturellen Szene, von der Stadt und von der Natur. Es gibt keinen Produktionszwang und das Ergebnis ist offen. Dennoch sollen die Resident*innen sich nach Möglichkeit zweimal während ihres Aufenthalts für einen öffentlichen Auftritt mit Programmpartner*innen zur Verfügung stellen.
Fassade © Ida Meissner 2013 Das Residenzprogramm des Goethe-Instituts in Salvador de Bahia/Brasilien, das geographisch – gelegen am Black Atlantic –, historisch – erste Hauptstadt Brasiliens – und kulturell – afrobrasilianisch – einen Knotenpunkt des Süd-Süd-Dialogs bildet, profiliert sich innerhalb der Gesamtinstitution Goethe-Institut als bislang erste Residenz im „Süden“.

Die Residenzräume sind in der von Museen und Theatern umgebenen Villa des Goethe-Instituts beherbergt. Das Institut verfügt mit seinem Studio-Theater, den beiden Galerien, dem Innenhof, der Bibliothek und weiteren (Seminar-)Räumlichkeiten über ideale Voraussetzungen für Begegnung, Reflexion, Präsentation und Kultur-Produktion.



 
Die Wohnräume der Resident*innen spiegeln einen Loft-Stil wider. Zusätzlich ist als Gemeinschaftsraum eine Küche innerhalb der Residenz vorgesehen; der Pavillon im Innenhof kann zu informellen Treffen, einem Umtrunk oder zum gemeinsamen Essen, auch mit Gästen aus der lokalen Szene, genutzt werden. Weitere Möglichkeiten bieten die Bibliothek des Hauses und das in den Arkaden des Innenhofes gelegene Café.

Wir müssen darauf hinweisen, dass die Räumlichkeiten leider nicht für Künstler*innen mit Familienbegleitung geeignet sind. Ebenfalls können wir bislang keine Residenzteilnehmer*innen mit körperlicher Behinderung aufnehmen, da unser Haus dafür nicht ausgestattet ist.
Mit der Einrichtung der Residenz wird auch das Alumni-Programm gestartet. Die Arbeiten der Resident*innen sollen weiterverfolgt und in einem Archiv, sowohl im Web als auch physisch in der Bibliothek des Goethe-Instituts Salvador, angelegt werden. Auch sollen Alumni-Begegnungen nach einer noch zu bestimmenden Periode geplant werden. Eine Vernetzung mit einem global entstehenden Alumni-Programm des Goethe-Instituts ist vorgesehen.
Das Residenzprogramm zählt zum einen auf Partnerschaften mit Institutionen, die die Vernetzung mit der lokalen Szene vor Ort gewährleisten. Zum anderen gibt es Förder*innen, die mit den Zielen des Residenzprogramms und des Goethe-Instituts harmonieren. 

KFW logo © KFW Stiftung Die KfW Stiftung ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung, die im Oktober 2012 gegründet wurde. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten zählt die Förderung kultureller Vielfalt im Bereich Kunst und Kultur sowie das Engagement in den Bereichen Verantwortliches Unternehmertum, Gesellschaft und Ökologie. Im Bereich Kunst und Kultur werden Kulturschaffende aus dem außereuropäischen Raum gefördert. Gemeinsam mit Partnerorganisationen schafft die KfW Stiftung hier Plattformen für die internationalen zeitgenössischen Künste, um Kreativität, Meinungsfreiheit und diskursive Kapazität zu stärken und so kulturelle Vielfalt zu fördern.

Rethinking the South

Weltweit stehen Menschen vor drängenden Fragen zur Gestaltung ihres Zusammenlebens. Brasilien ist hierbei längst zu einem symbolischen Schauplatz für globale Herausforderungen geworden.
Ab 2023 initiiert die KfW Stiftung in Kooperation mit dem Goethe-Institut das dreijährige Programm Rethinking the South – Repensando Sul, das unter jährlich wechselnden Themen jeweils vier Stipendien in verschiedenen Disziplinen mit einer Regelzeit von zwei Monaten vergibt. Dabei steht jährlich ein zentrales Thema im Fokus. 2023 soll unter der Fragestellung nach „Postkolonialen Gegenwarten“ die afro-brasilianische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft diskutiert werden. Die folgenden Jahre widmen sich Stadträumen und Stadtentwicklung (2024) und schließlich der Klimakrise (2025).

Auswahlverfahren

International renommierte Expert*innen verschiedener künstlerischer Disziplinen, die in verschiedenen Regionen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten tätig sind, nominieren herausragende Kulturschaffende. Direktbewerbungen sind nicht möglich. Eine Fachjury entscheidet über die eingereichten Bewerbungen.

Jury 2023: Renate Heilmeier (Goethe Institut São Paulo), Dr. Helio Menezes (Kurator São Paulo Biennale 2022), Yvette Mutumba (Contemporary And, Stedelijk Museum, Kuratorin), Maria Berrios (Kuratorin), Daniela Leykam (KfW Stiftung)

www.kfw-stiftung.de

MusicBoardBerlin © Musicboard Berlin 2013 hat der Berliner Senat das Musicboard Berlin unter der Leitung von Katja Lucker ins Leben gerufen. Die Aufgabe des Musicboards ist es die lokale Popmusikszene zu unterstützen, indem es Projekte von nationaler und internationaler Reichweite fördert, um die Sichtbarkeit Berlins als künstlerisches Zentrum zu erhöhen. Dabei baut das Musicboard auf Synergieeffekte der innovativen Berliner Musikszene, sowie der ansässigen Creative Industries.

Berliner Institutionen aus dem Musikbereich aber auch Privatpersonen können für Förderprogramme wie z.B. „Karrieresprungbrett Berlin“, „Pop im Kiez“ oder „Festivalförderung“ Anträge einreichen. Professionelle Musiker*innen werden bei ihrer Entwicklung unterstützt, indem zum einen die lokale Infrastruktur der Musikszene verbessert wird und zum anderen die Möglichkeit gegeben wird, sich direkt für Stipendien oder Residenzen zu bewerben, um Projekte im In- oder Ausland zu realisieren.

Als Anlaufstelle für die Musikszene Berlin schafft das Musicboard zudem Transparenz über bereits bestehende Förderstrukturen und es vermittelt bei Bedarf an die richtigen Ansprechpersonen.

Mehr  Informationen unter:  http://www.musicboard-berlin.de/



Conseil des Arts et Lettres du Québec © CALQ Mit dem Ziel der stetigen Weiterentwicklung von Kultur hat CALQ (Conseil des Arts et des Lettres du Québec) es sich zum Ziel gesetzt, in allen Regionen Québecs künstlerisches und literarisches Schaffen, Experimentieren, und Produktion und Diffusion von Kunst zu fördern. CALQ ist in folgenden Bereichen aktiv: Literatur, darstellende Kunst (Theater, Tanz, Musik, Gesang, Zirkus), multidisziplinäre Kunst, Medienkunst (digitale Kunst, Kino und Video), bildende Kunst, künstlerische Berufe, sowie Forschung im Bereich Architektur. Darüber hinaus unterstützt  CALQ die Promotion  von Künstler*innen, Schriftsteller*innen, künstlerischen Einrichtungen und ihren Arbeiten,  unabhängig davon, ob in Québec, ganz Kanada oder im Ausland.
 
Philosophie

CALQ vertritt Werte, die von der künstlerischen und literarischen Gemeinde geteilt werden und sich an den folgenden Prinzipien orientieren:
- Die Autonomie und Schaffensfreiheit von Künstler*innen und Schriftsteller*innen respektieren;
- die künstlerische und administrative Unabhängigkeit der künstlerischen Einrichtungen respektieren;
- die Anerkennung künstlerischer Verdienste durch dieselben;
- die Verständigung mit der künstlerischen und literarischen Szene
- die Genauigkeit und Transparenz  der Methoden zur Vergabe finanzieller Hilfe.

Mehr Informationen unter:  http://www.calq.gouv.qc.ca/

Alumni

Kika Carvalho teaser © Kika Carvalho

NOV - DEZ 2020
Kika Carvalho

Visuelle Künstlerin und Sozialpädagogin

Alexandra Rodríguez teaser © Nicolas La Roche

AUG - OKT 2020
Alexandra Rodríguez

Multidisziplinäre Künstlerin und experimentelle Musikerin