Leute! Leute!

Lernen Sie Leute kennen, die am Goethe-Institut Jakarta Deutsch lernen oder arbeiten. Was machen sie in ihrer Freizeit? Warum lernen sie Deutsch bzw. wie haben sie Deutsch gelernt? Und die wichtigste Frage: Was gefällt ihnen im Goethe-Institut?

id Leute! Leute! © ©Goethe-Institut/Bernhard Ludewig id Leute! Leute! ©Goethe-Institut/Bernhard Ludewig


Lambert Heller  © © Lambert Heller  Lambert Heller © Lambert Heller
  • Was machen Sie beruflich?
Ich leite das „Open Science Lab“ an der TIB (Technische Informationsbibliothek), einer großen Bibliothek in Hannover. Ich bin fasziniert davon, wie sich Wissenschaft und Bibliothek angesichts der neuen Möglichkeiten des Internets heute verändern. Ich habe das Glück, in einem Beruf zu arbeiten, in dem ich diese Veränderungen begleiten und mit beeinflussen kann.
 
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich lese, verreise und esse gerne. Wenn es geht, verbringe ich meinen Urlaub am Wattenmeer, einem Teil der Nordsee. Ich liebe es, ferne Länder, deren Bewohner sowie deren Küche kennen zu lernen. Und wenn es dort, wo ich mich aufhalte, Internet gibt, poste ich gleich Bilder von all dem auf Twitter.
 
  • Welches ist der Anlass Ihrer Reise nach Indonesien?
Auf Einladung des Goethe-Instituts und der Gadjah-Mada-Universität habe ich die zweitägige Konferenz „Mapping Science“ besucht, und dort Vorträge über Open Science sowie meine Bibliothek in Deutschland gehalten. Ich bin beeindruckt davon, wie modern das Bibliothekswesen und die bibliothekarische Ausbildung in Indonesien ist. Wir hatten fachliche Diskussionen auf hohem Niveau.
 
  • Wie finden Sie Indonesien?
Vor meiner Reise wusste ich sehr wenig über dieses Land. Ich bin fasziniert von den grünen Landschaften, dem pulsierenden, jungen Leben in Yogyakarta und Jakarta, dem wunderbaren Essen, und vor allem den gastfreundlichen, interessanten Menschen. Ich hoffe, dass ich bald wiederkomme!

Ursula Georgy © © Ursula Georgy Ursula Georgy © Ursula Georgy
  • Was machen Sie beruflich?
Ich bin Professorin für Informationsmarketing an der TH Köln mit den Schwerpunkten Kundenmanagement, Qualitäts- und Innovationsmanagement. In dem Institut für Informationswissenschaft bilden wir Bibliothekare, Informationswissenschaftler, Online-Redakteure und Markt- und Medienforscher in Bachelor- und Masterstudiengängen aus. Ich liebe den Beruf, da man immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird und von vielen Absolventen den späteren Karriereweg noch miterleben kann.
 
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich laufe sehr gerne - bis zur Marathondistanz. Dabei kann man wunderbar abschalten und zudem sehr kreativ sein. Die besten Ideen kommen mir beim Laufen. Zudem reise ich gerne und genieße die dortige Küche: ich liebe Gerichte, die richtig scharf sind. Zudem haben wir in der Eifel, einem deutschen Mittelgebirge, ein Wochenendhaus. Das ist mein Rückzugsareal zur Erholung.
 
  • Welches ist der Anlass Ihrer Reise nach Indonesien?
Es war mein dritter Besuch in Indonesien. Alle drei Besuche fanden auf Einladung des Goethe-Instituts statt. Dieses Mal war der Anlass eine Konferenz in Yogyakarta an der Gadjah-Mada-Universität zum Thema Science Mapping. Dort habe ich eine Einführung in das Thema Science Mapping gegeben, über das Studium zum Bibliothekar in Deutschland gesprochen und an einer Diskussion über künftige Kooperationen zwischen deutschen Hochschulen und indonesischen Hochschulen teilgenommen. Hier wünsche ich mir einen Austausch von Studierenden und Dozenten.
 
  • Wie finden Sie Indonesien?
Mich begeistern in Indonesien die vielen jungen Menschen, die so sehr lern- und wissbegierig sind - und alle sind sehr gastfreundlich. Da ich scharfes Essen sehr mag, liebe ich auch die indonesische Küche und nehme mir immer Gewürze mit nach Deutschland. Die Kultur und Natur von Indonesien begeistern mich sehr, auch wenn die Zeit im Rahmen von Dienstreisen dafür immer zu kurz kommt. Es wird also Zeit, einmal einen Urlaub in Indonesien zu verbringen.


 
  • Was machst du beruflich?
Ich bin Schlagzeugerin und arbeite in der Unterhaltungsbranche. Ich spiele Schlagzeug, seit ich 6 Jahre alt war, und mit 10 Jahren war ich schon im Entertainment aktiv. Ich habe beim Wettbewerb „Indonesia Mencari Bakat“ 2010 Schlagzeug gespielt und den 7. Platz erreicht. Danach hatte ich auch meine eigenen Sendungen, u.a. Sahabat JP in TransTV, und ich habe in einigen Fernsehserien gespielt.
 
  • Was machst du in deiner Freizeit?
Ich habe eine To-do-Liste für jeden Tag. Ich plane alles. Morgens verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Danach mache ich Boxtraining (Bandit Muay Thai) und drei Stunden Gymnastik. Ich gehe nicht zur Schule, sondern habe Hausunterricht. Natürlich spiele ich auch zwei Stunden am Tag Schlagzeug und manchmal spiele ich Basketball und Fußball als Torwartin. Ich sammle Trommelstöcke aus verschiedenen Hard-Rock-Cafés in der Welt. Aber ich mag auch „Mädchensachen“ wie meine Barbie-Sammlung.
 
  • Warum lernst du Deutsch?
Mein Traum ist es, in der Zukunft mit Martin Grubinger, einem berühmten Perkussionisten aus Österreich zusammenzuarbeiten. Deshalb habe ich mich entschieden, Deutsch zu lernen, und das Goethe-Institut ist der richtige Platz dafür. Früher hat auch meine Tante hier Deutsch gelernt.
 
  • Was gefällt dir am Goethe-Institut Jakarta?
Das Goethe-Institut wird mir helfen, meinen Traum zu verwirklichen. Ich mag die Bibliothek hier und ich verbringe oft meine Zeit da, bevor mein Kurs anfängt. Das Goethe Haus und die Hängematten gefallen mir sehr, so kann ich mich von meinem Alltag entspannen. Nicht zu vergessen, die Mitarbeiter und Lehrer hier sind sehr nett.
 

Yuliana Dewi © © Goethe-Institut Indonesien/Ramos Pane Yuliana Dewi © Goethe-Institut Indonesien/Ramos Pane

 
  • Was machst du beruflich?
Ich bin eine Deutschlehrerin. Seit 2000, nachdem ich die Yogyakarta Universität (UNY) absolviert habe, unterrichte ich in Mataram, Lombok. Am Anfang hatte ich ziemlich viele Unterrichtsstunden: 34 UE pro Woche in zwei Oberschulen.Aber ich hatte Glück, überhaupt Deutsch unterrichten zu können. Viele von meinen Freunden haben das nicht geschafft.
 
  • Was machst du in deiner Freizeit?
Meine Freizeit.... Ich habe fast keine Freizeit. Stellt euch mal vor: Ich bin Mutter von drei Kindern, mein Mann und ich, wir sind beide berufstätig, wir haben kein Hausmӓdchen und die Kinder sind noch klein. Aber am Wochenende surfe ich gern im Internet. Manchmal übe ich online Deutsch oder lade Materialien für den Unterricht herunter. Das macht mir natürlich Spaß.
 
  • Wo hast du so gut Deutsch gelernt?
Seit ich an der Oberschule war, hatte ich schon Interesse an Deutsch. Bei der Nationalen Prüfung habe ich dann die beste Note in Deutsch bekommen. Deswegen habe ich in Yogyakarta Deutsch studiert.

Später bekam ich durch das Goethe-Institut und PPPPTK Bahasa die Gelegenheit, mein Deutsch zu vertiefen und mich fortzubilden. 2012 habe ich dann ein Stipendium bekommen und bin nach Deutschland geflogen. Das war so eine wertvolle Erfahrung in meinem Leben.

 
  • Was gefällt dir am Goethe-Institut Jakarta?
Das Goethe-Institut hat ein Netzwerk für Deutschlehrer in Indonesien. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieses Programms zu sein.

Ich möchte mich persönlich beim Goethe-Institut bedanken für die Unterstützung und die Chance, jetzt zum zweiten Mal nach Deutschland zu fliegen. Ich hatte mir nie vorgestellt, dass das Goethe-Institut die Lehrer mit guten Leistungen belohnt. Das ist sehr motivierend, so können die Lehrer ihre Kompetenz in der Zukunft immer weiter verbessern.

 

Johannes Ebert © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Johannes Ebert © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was machen Sie beruflich?
Ich bin seit über einem Jahr der Generalsekretär (GS) des Goethe-Instituts. Der Generalsekretär ist so etwas wie der Geschäftsführer oder der CEO des Goethe-Instituts, d.h. er leitet das Goethe-Institut weltweit, gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor.
  • Wenn sie nicht GS sind, was machen Sie dann?
Familie, drei Kinder, 7, 9, 11 Jahre! Ich muss viel arbeiten und viel reisen. Ich versuche aber auch viel Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen. Ich lese gern, mache viel Sport, laufe, spiele Tennis und fahre Ski.
  • Was gefällt Ihnen am Goethe-Institut Jakarta?
So viele Menschen lernen hier Deutsch! Die Kolleginnen und Kollegen, die hier unterrichten und arbeiten, sind sehr motiviert, und auch die Schüler sind sehr motiviert. Es gibt sehr viele spannende Projekte im Kulturbereich, in denen mit den Künstlern in Indonesien zusammengearbeitet wird.

Agust Danang © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Agust Danang © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was machen Sie beruflich?
Ich bin Lichtplaner und arbeite jetzt wieder in meiner eigenen Firma. Studiert habe ich in Deutschland, und zwar zwei Masterstudiengänge. Zuerst in Wismar und dann in Hamburg „Nachhaltige Architektur“.
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich singe und spiele Blockflöte. In unserer Siedlung fahre ich mit meiner kleinen Familie Rad. Ich habe ein Fahrrad mit Kindersitz. Aus Deutschland habe ich viele DVDs mit deutschen Kinderfilmen mitgebracht. Die sehen wir uns oft zusammen an.
  • Wie haben Sie so gut Deutsch gelernt?
Von 1999 bis 2002 habe ich am Goethe-Institut Jakarta Deutschkurse bis zur Mittelstufe (B2) besucht. Obwohl ich auf Englisch studiert habe, finde ich Deutsch sehr wichtig. Ich kann mit allen Leuten kommunizieren und z.B. den Busfahrer nach dem Weg fragen.
  • Was gefällt Ihnen am Goethe-Institut Jakarta?
Hier konnte ich auch in der Bibliothek lernen. Ich habe oft deutsche Popsongs gehört und Videos ausgeliehen. Bei Veranstaltungen konnte ich mich mit Deutschen unterhalten und so mein Deutsch praktizieren. Heute sehe ich oft das Programm der Deutschen Welle. Ich fände es gut, wenn sich einmal im Monat die deutschsprechenden Kinder im Goethe-Institut treffen würden, damit sie ihr Deutsch nicht verlernen.

Ekadewi © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Ekadewi © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was machst du, wenn du nicht PASCH-Projekte leitest?
Ich habe nur wenig Freizeit. Aber wenn ich Zeit habe, schwimme ich gerne und treffe Freunde, am liebsten meine Tochter.
  • Wo hast du so gut Deutsch gelernt?
Natürlich am Goethe-Institut Jakarta, wo ich auch angefangen habe, Deutsch zu lernen.
  • Was gefällt dir im Goethe-Institut Jakarta?
Ich habe hier viele Möglichkeiten: Ich leite Lehrerfortbildungen und moderiere Veranstaltungen. Ich habe Audio-Aufnahmen gemacht, ein Lehrbuch und Curricula entwickelt usw. usw. Ich reise in fast alle Provinzen Indonesiens und lerne dort überall Schüler und Lehrer kennen. Das Goethe-Institut arbeitet weltweit, sodass ich auch Kontakte zu Mitarbeitern und Lehrern in vielen Ländern habe. Das gefällt mir sehr!

Jiajia © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Jiajia © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was sind Sie von Beruf?
Ich arbeite zurzeit als pädagogische Leiterin bei einer chinesischen Sprachschule in West-Jakarta. Dort bin ich für die Ausbildung und Einteilung der Lehrer und Lehrerinnen verantwortlich.
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
In meiner Freizeit lese ich viele Bücher und Zeitschriften, meistens zu den Themen Lehrmethoden, Wirtschaft, Kunst und auch Kultur. Am Wochenende mache ich gern chinesische Kalligrafie und natürlich liebe ich es, mit meinen Freundinnen einkaufen zu gehen. Und eigentlich ist Deutsch auch mein Hobby!
  • Wo haben Sie Deutsch gelernt?
Ich bin schon zweimal bei meinem Freund in Österreich gewesen. Seitdem interessiere ich mich für die deutsche Sprache. Zuerst habe ich Deutsch über die Deutsche Welle Webseite gelernt. Danach entschied ich mich, einen Deutschkurs zu besuchen. Bis jetzt habe ich schon 180 Stunden am Goethe-Institut Jakarta absolviert.
  • Was gefällt Ihnen am Goethe-Institut Jakarta?
Die Lehrer und Lehrerinnen unterstützen mich beim Deutschlernen sehr. Der Unterricht ist wirklich interessant und die Freunde in der Klasse sind sehr nett und freundlich. Wir lernen zusammen Deutsch und helfen uns oft.

Leandro Christian © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Leandro Christian © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was machst du beruflich?
Ich bin Klavierlehrer und Klavierspieler von Beruf. Ich habe angefangen Klavier zu lernen, als ich 8 Jahre alt war, weil meine Mutter das so wollte. Zuerst habe ich mich nicht fürs Klavierspielen interessiert. Erst mit 14 hat es mir Spaß gemacht und ich fing an, klassische Musik zu hören. Die musikalische Begabung kommt von meiner Mutter. Meine Mutter ist Sängerin (Sopran) und sie hat früher in den Philippinen studiert. Jetzt singt sie aber nur noch in der Kirche.
  • Was machst du in deiner Freizeit?
In der Freizeit lese und backe ich gern. Ich backe gern Brot und Pizza. Ich habe Backen gelernt, als ich in Australien studiert habe. Da habe ich jede Woche mein eigenes Brot gebacken, weil es einfach besser schmeckte. Jetzt backe ich nur noch manchmal. Klavierspielen ist für mich keine Freizeitaktivität, das ist jetzt mein Beruf und mein Leben.
  • Wo hast du so gut Deutsch gelernt?
Ich habe während meines Studiums in Brisbane, Australien an einer Sprachschule angefangen, Deutsch zu lernen. Das war wirklich zu wenig. Und seit April lerne ich hier im Goethe-Institut Jakarta bis B2 weiter.
  • Was gefällt dir am Goethe-Institut Jakarta?
Das Goethe-Institut Jakarta ist toll. Ich habe hier viel gelernt und auch viele nette Leute kennengelernt.

Nina Hoss © Goethe-Institut Indonesien © © Goethe-Institut Indonesien Nina Hoss © Goethe-Institut Indonesien © Goethe-Institut Indonesien
  • Was ist Ihr erster Eindruck von Indonesien bzw. Jakarta?
Der erste Eindruck war der Verkehr. Bei dieser Masse an Verkehrsmitteln müßte es doch zu einem einzigen Chaos kommen, aber alles fließt, und scheint mit einer gewissen Harmonie und Gelassenheit von statten zu gehen. Vielleicht ist das ein Sinnbild für die Menschen in diesem Land. Uns fällt auf, das die Menschen sehr respektvoll und tolerant miteinander umgehen. Sie begegnen uns mit einer großen Freundlichkeit und Heiterkeit. Man fühlt sich sehr willkommen.
  • Könnten Sie uns vielleicht von einer schönen Erfahrung mit dem Goethe-Institut erzählen?
Es war eine unglaubliche Erfahrung in dieses ferne Land zu kommen und das große Interesse an deutschen Filmen zu sehen. Den Mitarbeitern des Goethe Instituts ist es durch ihre engagierte Arbeit gelungen, diesem Festival große Aufmerksamkeit zu verschaffen, so daß es eine Freude ist, Teil dieser Filmbegeisterung zu sein, und mit den Zuschauern in einen kulturellen Austausch zu treten.
  • Was finden Sie am schönsten bei Ihrer Arbeit als Schauspielerin?
Auf diese Frage gibt es keine kurze Antwort. Aber eines der schönsten Dinge ist, die Möglichkeit zu haben, auf so wunderbare Festivals wie dieses zu reisen.
  • Was machen Sie in der Freizeit?
Ein gutes Buch lesen.

Top