© Santuri East Africa
Der Musiksektor war einer der am stärksten von der Pandemie betroffenen Sektoren. Durch die Absage zahlreicher Live-Veranstaltungen und die Schließung von Musiklokalen sahen sich viele Akteure in diesem Sektor vor einer gewaltigen Herausforderung. In Zusammenarbeit mit
Santuri East Africa wurde ein Training entwickelt, das es Musiker*innen ermöglichte, ihre technischen Fähigkeiten zu verbessern, sich in verschiedene Musikproduktionsmethoden und Vertriebsmöglichkeiten einzuarbeiten. Ziel war es außerdem, die Musikbranche in Zeiten einer Pandemie besser mit einer sich verändernden Szene vertraut zu machen und die in der Musikproduktion und im Vertrieb erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten nutzen können, um neue Märkte und Hörerschaften zu erschließen und durch ein diversifiziertes Portfolio zusätzliche Einnahmen zu erzielen.
Der
SEMA-Kurs für mittlere Lerner richtete sich an neue und aufstrebende Musikproduzent*innen mit grundlegenden Produktionskenntnissen. Er umfasste Module zu den Themen Mixing und Mastering, innovative Musikproduktionstechniken und Performance-Skills, kulturelle und subkulturelle Kontexte elektronischer Musik, digitaler Vertrieb, Urheberrecht und Karriereentwicklung.
Die Teilnehmenden wurden von regional und weltweit anerkannten Dozent*innen und Künstler*innen unterrichtet. Außerdem hatten sie Zugang zu einer breiten Palette modernster Software und Hardware, die von Technologieunternehmen wie Ableton, Native Instruments, ADAM Audio, Shure, Izotope und anderen zur Verfügung gestellt wurde.
Die Student*innen hatten zudem die Möglichkeit, an Aktivitäten teilzunehmen, bei denen sie ihre erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellten und sinnvolle Verbindungen knüpfen konnten, von denen sie noch lange nach Abschluss des Kurses profitierten.
Der Kurs für ein fortgeschrittenes Lernniveau richtete sich an Produzent*innen mit einem großen Kenntnisschatz. Er bot die Möglichkeit, Musikproduktion auf ein neues Niveau zu heben - von experimentellen Produktionstechniken über den Aufbau von Live-Performances bis hin zu fortgeschrittenen Mixing-Ansätzen und der Entwicklung von Veröffentlichungsstrategien.
Eine dritte Säule des Projekts bildete die Maßnahme „Train-the-Trainer“, bei dem Musikpädagog*innen weitergebildet wurden, um ihre pädagogischen Fähigkeiten zu erweitern und noch wirkungsvolleren Unterricht zu geben. Auch Künstler*innen, die bisher nicht professionell unterrichtet haben, erwarben wesentliche Fähigkeiten für die Gestaltung und Durchführung von Vermittlungsformaten.
Die Teilnehmenden bauten einen Werkzeugkasten mit innovativen Ansätzen auf, der ihre Schüler*innen zu besseren Ergebnissen befähigte und sie zu mehr Kreativität und Innovation inspirierte.
Der Kurs wurde von international anerkannten Pädagogen für elektronische Musik geleitet, die daran arbeiteten, einen Ansatz zu entwickeln, der sowohl global relevant als auch regional kontextabhängig war.
Als das Projekt in seine nächste Phase ging, wurden zwei zusätzliche Anfängerkurse eingeführt, in denen jeweils 20 Teilnehmende mit Leidenschaft für Musik und dem Wunsch, in einem vierwöchigen Masterclass-Kurs Grundkenntnisse in der elektronischen Musikproduktion zu erwerben, zusammenkamen. Sie erhielten eine Einführung in die Musikproduktion, die Herstellung von Beats, die Dekonstruktion von Tracks, die Aufnahme und das Sampling, die Audiomanipulation, das grundlegende Abmischen, Songwriting, sowie weitere Themen, bevor sie mit einer Projektarbeit abschlossen.