• American Dream (Gerardo Nolasco) © Goethe-Institut Tallinn, Foto: Karel Koplimets
    American Dream (Gerardo Nolasco)
  • American Dream (Gerardo Nolasco) © Goethe-Institut Tallinn, Foto: Karel Koplimets
    American Dream (Gerardo Nolasco)
  • American Dream (Gerardo Nolasco) © Goethe-Institut Tallinn, Foto: Karel Koplimets
    American Dream (Gerardo Nolasco)

American Dream

Installation
2017

Gerardo Nolasco
* 1975, Mexico City (MX). Lives and works in Karlsruhe (DE)

Die Mauer, die Donald Trump an der Grenze von Mexiko zu den USA bauen lassen will, ist mehr als nur eine physikalische Barriere zwischen diesen beiden Staaten, mit der die USA den Übertritt von Einwanderern in die USA verhindern wollen, die auf der Suche nach dem "American Dream" sind. Die Mauer ist ein Symbol von Kontrolle und Exklusion, das schon vor seiner Errichtung weltweite Auswirkungen zeigt. Sie ist weder nur eine binationale Streitigkeit, noch nur eine Agression gegen Mexiko, sondern vielmehr als längst existierendes Phänomen auch ein weltweites Problem. Diese Mauer, ebenso wie die bereits gebauten oder künftig noch zu bauenden Mauern, steht für Intoleranz und Angst als Nebenwirkungen eines aktuellen weltweiten neo-nationalistischen Trends, in dem der Hass gegenüber anderen bisherige gesellschaftliche Werte und Bindungen auflöst.

Diese Installation erzeugt eine Situation, in der das Bild des "American Dream" wortwörtlich unerreichbar ist, um den Missbrauch von politischer Macht hervorzuheben, auf dessen Grundlage solche Maßnahmen des Hasses gedeihen. Die Mauer Trumps könnte zur Ikone einer neuen Apartheit des 21. Jahrhunderts werden.