Über Tomasz Różycki

Tomasz Różycki

Tomasz Różycki, geb 1970, Dichter, Übersetzer, Essayist. Lebt in Opole. Zahlreiche Publikationen in polnischen und ausländischen Zeitschriften. Zahlreiche Preise, u. a. Kościelski-Preis für das Poem Dwanaście stacji (2004, dt. Zwölf Stationen, übers. v. Olaf Kühl, 2009), Brodsky-Preis der „Zeszyty Literackie” (2006), Arts & Literary Prize 3 Quarks Daily (2010). Der Gedichtband Kolonie (Kolonien) stand auf der Shortlist des wichtigsten polnischen Literaturpreises Nike. 2010 erhielt Różycki beim Literaturfestival „Miasto Poezji“ (Stadt der Poesie) in Lublin den Preis „Kamień“ („Stein“). Różyckis Gedichte wurden in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt, er selbst übersetzte u. a. Artur Rimbaud, Victor Segalen und Stéphane Mallarmé. Różycki erhielt zahlreiche Stipendien und unterrichtet er Kreatives Schreiben an ausländischen Hochschulen.

Tomasz Różyckis tief in der literarischen Tradition verwurzelte Lyrik ist außerordentlich dicht und reich an Metaphern und Bedeutungen. Ihre Markenzeichen sind rhytmische Phrasierungen und raffinierte Konstruktionen, die von ausgezeichnetem schriftstellerischen Können zeugen. Różycki zeigt in seinen Gedichten düstere Landschaften, Vergangenheit und Geschichte, aber auch Alltägliches und Banales. Skeptische Reflexionen über die Natur des Menschen, über das Wesen des Dichters und der Dichtung sowie über die Kultur im allgemeinen werden aufgelockert durch Ironie und Selbstironie.