Kurzporträts der Preisträgerinnen
Wettbewerb „Diamantenschliff“

Gewinnerinnen der Studienaufenthalte 

1. Preis


Krystyna Schmidt Krystyna Schmidt (geb. 1966) studierte am Institut für Angewandte Linguistik der Universität Warschau, am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien und am Germanistischen Institut der Universität Warschau. Ihre berufliche Karriere ist eng mit der Verlagsbranche verbunden: Zehn Jahre betreute sie Marketing- und Verlagsprojekte u. a. für Bertelsmann Media, National Geographic Polska, Wydawnictwo Naukowe PWN und Langenscheidt Polska. Seit 2009 arbeitet sie freiberuflich im Verlagswesen und als Übersetzerin. Seit 2012 studiert sie Psychologie an der Hochschule für Sozialpsychologie in Warschau. Im Rahmen ihres Mentorenprogramms übersetzte sie u. a. einen Ausschnitt aus dem Roman Das bin doch ich von Thomas Glavinic, Essays von Maja Haderlap und einen Ausschnitt aus dem Roman Ohrfeige von Abbas Khider. Sie interessiert sich insbesondere für deutschsprachige Schriftsteller mit einem „untypischen ethnischen Hintergrund“ wie Feridun Zaimoglu oder Navid Kermani. Außerdem übersetzte sie einen Ausschnitt des Reiseberichts „Mein Weg führt nach Tibet“ von Sabriye Tenberken und sucht gegenwärtig nach einem Verlag für das Buch „Die Traumwerkstatt von Kerala“ derselben Autorin.
 

2. PREIS

Ewa Mikulska-Frindo Dr. Ewa Mikulska-Frindo (geb. 1972) ist Germanistin und promovierte Philosophin, sie arbeitet als Dozentin und Lektorin für Deutsch an der Philologischen Hochschule in Breslau. Mitglied des Verbands Polnischer Germanisten. Sie veröffentlicht Beiträge und hält Vorträge u. a. über die Rezeption der Werke von Thomas Bernhard in Polen, die Rezeption der Romane von Marek Krajewski im deutschsprachigen Raum sowie über die Werke von Alois Vogel, Terézia Mora und Dagmar Leupold. Stipendiatin des Österreichischen Austauschdiensts. Im Rahmen eines Stipendiums des Österreichischen Bundeskanzleramts übersetzte sie den Roman Das blaue Haus von Alois Vogel. Sie übersetzte Werke von Alois Vogel und Ilse Brem. Ihr Preis beim Wettbewerb „Diamantenschliff“ war ein Stipendienaufenthalt in Dresden-Hellerau, der mit Unterstützung des Residenzprogramms des Goethe-Instituts, der Alfred Toepfer Stiftung und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen realisiert wurde. Im Rahmen des Mentorenprogramms übersetzte sie Ausschnitte aus den Romanen Die Glücklichen von Kristine Bilkau, Keiner hält Don Carlo auf von Oliver Scherz und Einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein von Carolina Schutti.
 

Lobende Erwähnungen

Anna Władyka-Leittretter Foto: privat Anna Władyka-Leittretter (1989) ist Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin, beeidigte Übersetzerin und Dolmetscherin für die polnische und englische Sprache. Sie studierte am Institut für Angewandte Linguistik der Universität Warschau, derzeit promoviert sie in Translatologie (Schwerpunkt Maschinelle Übersetzung) am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig. Sie belegte den zweiten Platz im Übersetzerwettbewerb des Festivals Puls Literatury. Im Rahmen des Mentorenprogramms übersetzte sie die Romane Indigo von Clemens J. Setz und Weit über das Land von Peter Stamm.


 
Anna Bień Anna Bień (1991) studierte Germanistik und Romanistik im Rahmen des Studiengangs Konferenzdolmetschen an der Fakultät für Neue Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen, außerdem studiert sie Jura an derselben Universität. Sie belegte den zweiten Platz beim Übersetzerwettbewerb des Festivals Puls Literatury in Łódź. Im Rahmen des Mentorenprogramms übersetzt sie den Roman Katzenberge von Sabrina Janesch.

 
Irena Dębek Irena Dębek (1965) studierte Germanistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Sie arbeitet als Lektorin für Deutsch. Literarische Übersetzungen sind ihr Hobby. 2013 absolvierte sie ein Aufbaustudium Literarisches Übersetzen an der Vistula-Universität in Warschau. Sie nahm an zahlreichen Übersetzer-Workshops teil, erhielt eine lobende Erwähnung beim 6. Übersetzungswettbewerb deutschsprachiger Literaturen (2013) und einen Preis beim 7. Übersetzungswettbewerb (2014). Im Rahmen des Mentorenprogramms übersetzt sie Ausschnitte aus den Romanen Nachkommen von Marlene Streeruwitz, Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker von Renate Bergmann und Wir kommen von Ronja von Rönne.
 
 
Kaja Puto Kaja Puto (1990) Journalistin, Redakteurin und Übersetzerin. Ihr besonderes Interesse gilt den Ländern Mittel- und Osteuropas, dem Südkaukasus und dem Thema Migration. Ihre Beiträge erschienen in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, u. a. in „Dziennik Opinii“, „Gazeta Wyborcza“, „Polityka“” und „Rita Baum“. Mitautorin der Reportagensammlung „Mur. 12 kawałków o Berlinie“ (Czarne) und „Obrażenia. Pobici z Polską“ (Wielka Litera). Sie studierte Kulturwissenschaft und Philosophie in Krakau, Berlin und Tiflis. Stipendiatin des DAAD, des Erasmus Mundus Programms, der SdpZ und der GFPS. Redakteurin der Verlagsreihe „Czyli nigdzie“ und Vize-Präsidentin des Verlags „Korporacja Ha!art“.