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Radio© pixabay.com, Foto: Samuel Morazan

Ortsradio

Bestimmen Klänge, wie wir unsere Umgebung visuell wahrnehmen? Sind sie wichtiger als Bilder?
Zu diesen und anderen Themen haben wir Kulturmanager aus mittelgroßen Städten sowie Experten aus dem Bereich Klangkunst befragt. Der erste Podcast ist bereits online (in polnischer Sprache).

Das Kulturzentrum Centrala, der Jazzclub Pod Filarami und Respekt


Die Gäste unseres ersten Podcasts aus Gorzów sind Tomasz Malewicz und Bogusław Dziekański. Tomasz Malewicz ist der Gründer des unabhängigen Kulturzentrums Centrala. Er erzählt die Geschichte des ersten polnischen Alleycats, das er vor fast zwanzig Jahren in Gorzów organisierte, und des Kulturzentrums Centrala. Bogusław Dziekański ist der Gründer des berühmten Jazzclubs Pod Filarami. Seit mehreren Jahrzehnten leitet er diesen Club, in dem regelmäßig bekannte Musiker der internationalen Jazzszene auftreten.
 
Beide sind wichtige Akteure der Kulturszene in Gorzów, auch wenn sich ihre Arbeitsweise grundsätzlich voneinander unterscheidet. Mateusz Rosiński sagt: Ich finde es sehr wichtig, dass es einen Austausch zwischen der unabhängigen und der eher institutionellen Kulturszene gibt. Ich denke, dass in einer so kleinen Stadt wie Gorzów Abgrenzungen keinen Sinn machen, wenn wir unsere Arbeit gegenseitig respektieren. Auf diese Weise kam mir die Idee zum ersten Podcast. Sowohl im unabhängigen Kulturzentrum Centrala als auch im Jazzclub Pod Filarami finden auch einige Veranstaltungen im Rahmen des Dym Festivals statt.
 

Die Rolle und die Stärke der Frauen in der Industrie



Im Zusammenhang mit dem Thema Frauen in der Industrie haben wir drei Gespräche mit ehemaligen Arbeiterinnen der Textilfabrik Silesiana in Dzierżoniów geführt. Unsere Gesprächspartnerinnen erzählen von ihrem Alltag, von ihrer Arbeit, von ihren Freuden und Leiden. Stanisława war als Leiterin des Bereichs Arbeitsschutz und Hygiene tätig, außerdem war sie Vorsitzende der Frauenkommission. Im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen arbeitete sie mit Männern zusammen und musste – wie sie selbst sagt – lernen, zu fluchen und Wodka zu trinken. Sie erzählt von der Schwierigkeit, Arbeit und Mutterschaft miteinander zu vereinbaren, und vom harten Arbeitsalltag: von der Arbeit im Stehen, bei hohen Temperaturen und anfangs ohne jegliche Pausen. Anias Erzählung wirkt optimistischer, obwohl das Thema Arbeit und Mutterschaft auch bei ihr anklingt. Sie erzählt ausführlich von ihrer Arbeit am Webstuhl. Ania brachte auch ihren männlichen Kollegen das Arbeiten am Webstuhl bei, damit diese anschließend die Ausbildung zum Meister machen konnten – ein Privileg, das den Frauen im Betrieb verwehrt blieb. Asia hat gute Erinnerungen an ihre Arbeit im Betrieb, sie erwähnt insbesondere die Betriebsfeiern und das gute Arbeitsklima zwischen den Frauen.
 
Der Podcast wurde vom VEREIN FÜR KRITISCHE BILDUNG erstellt.

Jaworzno und die Bedeutung von Klängen in der Kunst des Sehens

 

 
Die Diskussion zur Bedeutung von Klängen in der Kunst des Sehens fand am 6. Februar statt und wurde von Katarzyna Pokuta, Barbara Wójcik-Wiktorowicz und Maciej Talaga geführt. Jakub Byrczek begann die Diskussion auf eine eigenwillige Art und Weise: mit dem Begriff der Stille, die seiner Meinung nach die günstigsten Voraussetzungen zu einer vollständigen Wahrnehmung der uns umgebenden Wirklichkeit bietet. Sie stellt ein Fundament dar, denn das Bild ist immer stärker als das Wort (als Beispiel führte er eine Anekdote über Laotse an, der gemeinsam mit einem seiner Schüler einen Sonnenaufgang betrachtet). Byrczek berichtete von seiner Lehrtätigkeit an der Fakultät für Rundfunk und Fernsehen der Schlesischen Universität in Katowice. Er betonte, dass es wichtig sei, unsere Vorstellung von der Verwendung der Sinne zu erweitern (Gedichte in Verbindung mit Bildern) und bezeichnete Fotografien seiner Studenten als poetische Äußerungen zu Themen wie Himmel, Wiese, Atem und Nebel. Im weiteren Verlauf der Diskussion ging es unter anderem darum, ob Klänge in der Lage sind unsere visuelle Wahrnehmung zu beeinflussen, ob sie eine konkrete Form darstellen und ob Bilder wichtiger sind als Klänge – und darum, wie der Schöpfer der „Schule des Sehens“ Jaworzno klanglich wahrnimmt.

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