Science Fiction Per Anhalter durch die Bibliothek

Mann auf dem Mars: Matt Damon als Astronaut Mark Watney im Film
Mann auf dem Mars: Matt Damon als Astronaut Mark Watney im Film "Der Marsianer" | © Twentieth Century Fox / Imperial CinePix

Der Mensch erobert den Weltraum und mit ihm seine Bücher. Was uns Erzählungen wie „Der Marsianer“ und der „Hitchhiker's Guide“ über Posthumanismus erzählen.

Es war einmal eine Zeit, in der man dem Mars viel zugetraut hat. Erst waren da die gigantischen Gitternetzmuster, die man für Kanäle hielt. Von den Kanälen schloss man auf wunderbare technologische Standards, man begann damit, den Mars als den älteren Bruder der Erde zu begreifen. Manche erträumten sich dort eine utopische Zukunftsgesellschaft, wie wir sie in Sophus Michaelis' Stummfilm Himmelskibet (1918) vorfinden. Pazifistische, vegetarische, ja: bisweilen sogar dezidiert feministische Gemeinschaften – man lese nur den 1893 erschienenen Roman Unveiling a parallel von Alice Ilgenfritz Jones und Ella Marchant – bevölkern den Mars. Früh fanden sich auch schon die Mahner, die in der Überlegenheit der Marsianer ein Bedrohungspotenzial ausmachten, Kurd Laßwitz' grandioses Kontakt-Epos Auf zwei Planeten zum Beispiel – und natürlich H.G. Wells' War of the Worlds (beide erschienen 1897).

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Marskanäle gar keine Kanäle waren, sondern optische Täuschungen, blieb die fantastische Marswelt dennoch der menschlichen Vorstellung erhalten und fand im Space Pulp, bei Edgar Rice Burroughs und Leigh Brackett ein neues Zuhause. Erst 1965, als Mariner 4 uns die ersten Nahaufnahmen von der toten Marsoberfläche übermittelte, zerbrach diese Welt. An ihre Stelle trat die Überzeugung, dass der Mars nicht besiedelt, aber immerhin mit einer Marskolonie zu besiedeln sei. Damit überzog den roten Planeten die Ideologie der Machbarkeit. Der Mars ist seitdem nur noch unter Berücksichtigung des Maßes an Einsatz zu erzählen, das es braucht, um ihn zu einer zweiten Erde zu machen. Solange er Mars bleibt, stört er, ist er im Weg. Sich gegen ihn zu behaupten, ihn sich zu unterwerfen, eben: ihn zu kolonisieren, zeugt von Heldentum. Die äußerste Form dieses naiven Heroismus aber ist bekanntlich die Robinsonade. Und da wären wir bei jenem Text, mit dessen Verfilmung sich die Feuilletons in den kommenden Monaten auseinandersetzen werden, bei Andy Weirs The Martian. Es handelt sich um ein Dokument schonungsloser Ehrlichkeit, an dem nur der Titel stört. Denn der versehentlich auf dem Mars zurückgelassene Astronaut Mark Watney ist alles, aber kein Marsianer. Bei allem, was er tut, bleibt er ein Erdbewohner, der in widriger Umgebung das Recht des Menschen auf Unverwüstlichkeit durchsetzt und damit demonstriert, dass die "Vererdung" des Mars eben durchaus machbar wäre. Der gesamte erzählerische Aufwand richtet sich auf die technologische Plausibilisierung dieses Überlebens, was Weir viel Lob vonseiten der Weltraumforschung sowie das Missverständnis eingebracht hat, es handle sich bei The Martian um gelungene Science Fiction.

Kann der Mensch außerirdisch denken?

Dass dem keineswegs so ist, liegt in dem Umstand begründet, dass dieser Text nie bedenkt, ob die Möglichkeit einer planetarischen Verpflanzung der biologischen Spezies Mensch die Möglichkeit ihrer ideellen Verpflanzung miteinschließt. Die Erde als gedankliches Zentrum hat der vorgebliche Marsianer nie hinter sich gelassen, dementsprechend wird er am Ende auch wieder glücklich dorthin zurückkehren. Damit aber gleitet Andy Weir auch leichtfertig an der durchaus entscheidenden Frage vorbei, ob wir überhaupt in der Lage sind, uns als Außerirdische zu denken. Wie lebt man eigentlich in einem Kosmos, in dem man sich nicht allein weiß? Lässt sich ein Planet tatsächlich als provisorischer, austauschbarer, wählbarer Aufenthaltsort vorstellen – und welche Folgen hätte diese Vorstellung für unser Selbstverständnis? "Außerirdisch zu werden", das bedeutet nicht zuletzt, die Beschränktheit unserer Weltwahrnehmung aufzuheben, uns endlich auch in dem Raum zu erkennen, in dem wir tatsächlich leben. Außerirdisch zu werden heißt, sich auch von außen betrachten zu können. In diesem Sinne läge die Errettung des Menschen weniger in der Erkundung und Formung neuer Habitate, sondern in einer überfälligen Korrektur: in der Neuerfindung des Homo sapiens als galaktisches, nicht als terrestrisches Wesen.

Es kommt nun noch etwas anderes hinzu: Mit der unbezwingbaren terrestrischen Mentalität des Astronauten Mark Watney korrespondiert seltsamerweise das restlose Aufgehen des Romans im sozialen Netzwerk. Abgesehen davon, dass sich die Diktion des Protagonisten bisweilen liest wie die eines versetzungsgefährdeten Teenagers auf Facebook, der sich sein Ableben über einen Wikipedia-Eintrag visualisiert und dem "Kontakt" vor allem ein virtuelles Phänomen zu sein scheint, entspricht dieser Verhaftung in der Digitalität auch die Entstehungsgeschichte des Textes selbst. Seinen immensen Erfolg verdankt The Martian der Möglichkeit der digitalen Eigenpublikation, sowie der Verbreitung von E-Readern. Das Gedrucktwerden ist dieser Erzählung etwas Nachträgliches, es widerspricht auch ihrem Selbstverständnis und ihren Vorstellungen der Kommunikation. Verwerflich ist daran nichts, interessant jedoch vieles.

Außerirdische Räume im Digitalen

Hatte Frank Schirrmacher in einem seiner letzten Beiträge noch die These aufgestellt, dass zwischen unseren Weltallfantasien und dem digitalen Zeitalter eine enge Verbindung besteht, so ließe sich diese These mit Blick auf The Martian womöglich präzisieren. Wenn es diesen Zusammenhang gibt, dann haben wir es mit einem reziproken Verhältnis zu tun: Je "unirdischer" unsere Kommunikation wird, umso schwerer fällt es uns, das Außerirdische als solches zu erfahren. Die Stärke der Digitalität liegt in ihrer Fähigkeit, das Entrückte zu verschalten und zugleich bei sich bleiben zu lassen. Nicht mehr bei sich zu sein, unterwegs zu sein, fremd zu sein – das sieht sie nicht vor. Wie sich in diesem Medium außerirdische Räume erzählen lassen, wird zu beobachten sein.

Des Weiteren steht Weirs Roman – Ridley Scotts Kinoversion feiert dieser Tage in Toronto Weltpremiere – in seiner medialen Verfasstheit geradezu antithetisch einem Film gegenüber, der im vergangenen Jahr einen durchaus bemerkenswerten Zusammenhang zwischen dem posthumanen Denken, dem außerirdischen Bewusstsein und den Büchern aufgedeckt und monumentalisiert hat: Christopher Nolans Interstellar. Wir erinnern uns: Das Wurmloch, die fünfdimensionale Sphäre, durch die der Astronaut Joseph Cooper in seine eigene Vergangenheit hinabstürzt, endet geradewegs hinter einem verstaubten Bücherregal. Mit anderen Worten: Der Weg ins All, der Weg zur extraterrestrischen Identität des Menschen führt durch eine Bibliothek. Und hier lohnt es sich, näher hinzuschauen.

Das All und die Bücher gehören zusammen


Selbst, wenn wir bedenken, dass die Bücher, die sich in Coopers Privatbibliothek finden, offensichtlich nicht mehr gelesen werden, dass man sie nicht aufschlägt, sondern zu einem Binärcode – nämlich zu Morsezeichen – reduziert: Es bleiben Bücher, und sie schreiben Geschichte im Weltall. Natürlich wäre es einfacher, gäbe es einen freien Zugang zum "Tesseract", jenem Zeit und Raum verschmelzenden Archiv, in dem sich alles Geschehen speichern, wiederfinden und manipulieren lässt. Die Navigation in dieser Sphäre lernt man jedoch nur über das bedruckte Papier.

Es fällt wahrlich nicht schwer, in diesem Plot eine Allegorie auf das Verhältnis zwischen analogen und digitalen Medien zu erkennen. Umso mehr verblüfft aber Nolans Manöver, unsere außerirdische Zukunft ausgerechnet über die Bücher ansteuern zu wollen, setzt sich Interstellar hierin doch in einen offenen Widerspruch zur offiziellen Mediengeschichtsschreibung. Man betrachte nur den Inhalt der berühmten Voyager Golden Records, die 1977 von der Nasa an Bord der Raumsonden Voyager 1 und2 ins All geschossen wurden, um den extraterrestrischen Wesen, die sie eventuell jenseits der Heliopause einst empfangen werden, durch eine repräsentative Auswahl von Bild- und Tonaufnahmen einen Eindruck der irdischen Zivilisation zu vermitteln. 

Vielleicht muss man der Mediengeschichte widersprechen

Bei der Durchsicht des von einem Team um Carl Sagan kompilierten Datenmaterials lässt sich auf den ersten Blick feststellen: Die außerirdische Intelligenz, die diese Bildplatten einst auslesen wird, mag dabei zwar Supermärkte, Highways, Orchester, Museen, Flugzeuge, Walgesänge und Kurt Waldheim kennenlernen – aber (mit Ausnahme einer Illustration aus Newtons System of the World) keine Bücher. Das Buch ist nicht weltraumtauglich. Eine Gutenberg Galaxis im eigentlichen Wortsinn hat es nie gegeben, und als Marshall McLuhan 1962 diesen Ausdruck erfunden hat, tat er es in der Überzeugung, dass die gutenbergschen Sonden dort den Geist aufgeben müssen, wo die Satelliten ihren Dienst verrichten. Bücher gehören auf die Erde. Viel zu langsam, intransparent, schwerfällig, anfällig sind sie, um den interstellaren Raum zu durchqueren.

Vor diesem Hintergrund liest sich Nolans Inszenierung des papiernen Weltraumportals wie eine Provokation. Ganz gleich, was uns die Mediengeschichte erzählen mag: Das All, unsere Sehnsucht nach Selbstüberwindung und die Bücher – sie gehören zusammen. Lässt sich diese Annahme rechtfertigen? Die Voraussetzung dafür wäre, dass in den Büchern selbst so etwas wie ein außerirdisches Bewusstsein steckt, das uns konditioniert, umformt, an diesen ungleich größeren Handlungs- und Lebensraum anpasst. Eine Literatur, die sich das Weltall nicht nur – im Sinne eines Motivs oder einer Kulisse – vorzustellen vermag, sondern die sich selbst in der Tat als ein interstellares Medium entwirft.

Der außerirdische Literaturbetrieb

In der Tat gibt es eine reiche Tradition an Texten, die im Weltraum nicht bloß spielen, sondern im Weltraum agieren, also etwa ein außerirdisches Publikum (mit)adressieren und seinen Blickpunkt einnehmen oder sich auch bereits in ihrer Entstehung auf fremden Planeten verorten. Ausgehend von Keplers 1609 niedergeschriebenem Traum – dem Traum von einem Buch, in dem ein Dämon vom Mond zu Wort kommt –, lässt sich recht präzise das sukzessive Entstehen eines außerirdischen Literaturbetriebs beobachten. In seiner ganzen Komplexität zeigt sich dieser Literaturbetrieb erstmals in Cyrano de Bergeracs posthum veröffentlichter Histoire comicque (1657), in der die Außerirdischen sowohl mit dem geisteswissenschaftlichen Buchmarkt der Erde bestens vertraut sind, Agrippa, Tritemius und Campanella lesen, als auch bereits konkrete Schreibaufträge für künftige häretische Schriften erteilen.

Die Geschichte dieser außerirdischen Leserschaft, deren Motive vielschichtig, bisweilen auch dubios sind und die ihre Gestalt immer wieder ändert, kann an anderer Stelle nachgelesen werden und reicht bis zu Georg Kleins Die Zukunft des Mars (2013), also bis in unsere Gegenwart. Man kann aus ihr das Entstehen neuer, galaktischer Erzählperspektiven, das Aufkommen der menschlichen Spezies als literarischem Subjekt, überhaupt: des nachmenschlichen Denkens erklären. (Wie es uns Nietzsche in Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn als ein im Kern extraterrestrisches Denken nahebringt.) Das ist schon viel. Indessen werden wir aus dieser Geschichte nur bedingt lernen können, worin die mediale Macht der Bücher im All besteht und warum diese Macht in der Lage sein soll, uns in galaktische Wesen zu verwandeln.


Vom "Hitchhiker's Guide" zur "Encyclopaedia Galactica"

 
  • © Buena Vista International / Forum Film Polska
    "Per Anhalter durch die Galaxis", verfilmt 2005 von Garth Jennings © Buena Vista International / Forum Film Polska
  • © Buena Vista International / Forum Film Polska
    "Per Anhalter durch die Galaxis", verfilmt 2005 von Garth Jennings © Buena Vista International / Forum Film Polska
  • © Buena Vista International / Forum Film Polska
    "Per Anhalter durch die Galaxis", verfilmt 2005 von Garth Jennings © Buena Vista International / Forum Film Polska


Diesbezüglich Auskunft geben könnte uns das pinkfarbene Insekt an der Rezeption eines der berühmteren Verlagshäuser auf dem Planeten Ursa Beta Minor. Mit Beschwerden weiß man beimAnhalter umzugehen: "The Guide is definitive. Reality is frequently inaccurate", lautet die Antwort auf alle Reklamationen. Das Buch hat immer recht, über alle Einsprüche der Wirklichkeit hinaus. In einem Text, der sich selbst als eine Medienerzählung versteht, nämlich als die Geschichte des meistverkauften Buchtitels im Universum, des Hitchhiker's Guide to the Galaxy, darf solch ein Satz durchaus aufhorchen lassen. Auch wenn wir Douglas Adams’ Anhalter-Reihe heute vor allem als die Inkarnation des literarischen Nerdtums, vielleicht auch als heiteres Dokument des Siebziger-Jahre-Laizismus lesen, so schreibt sie sich doch – zwei Jahre nach dem Start der Voyager-Sonden – recht selbstbewusst in eine Tradition ein, die den Büchern die Macht über das Weltall zurückgeben will. Stolz verweist bereits das Vorwort auf den Umstand, dass der Hitchhiker's Guide unter den etwas entspannteren Zivilisationen am östlichen Rande der Galaxie sogar schon die berühmte Encyclopaedia Galactica als Standardwerk abgelöst habe.

Die Encyclopaedia Galactica ist nun wiederum keine Ausgeburt des britischen Humors, sondern ein Projekt des Psychohistorikers Hari Seldon aus Isaac Asimovs Foundation-Zyklus (begonnen 1941). Kein leichtes Erbe, das hier angetreten werden soll, handelt es sich bei der Encyclopaedia Galactica doch nur vordergründig um ein literarisches Projekt. Im Angesicht eines in Krieg und Chaos zerfallenden galaktischen Imperiums soll die Enzyklopädie das bedrohte zivilisatorische Wissen sammeln und vor dem Untergang retten, weswegen man ihre Redaktion auf dem abseitig gelegenen Kleinplaneten Terminus ansiedelt. Faszinierend ist die Nähe dieses Gedankens zu den Überlegungen, die sich in einem der wichtigsten mediengeschichtlichen Werke des 20. Jahrhunderts, nämlich in Harold A. Innis’ Empire and Communications (1950), zum Verhältnis von Medien, Wissen und Macht finden: Dass Imperien nämlich dann zu zerfallen beginnen, wenn sie die Balance zwischen zeit- und raumbasierten Medien, zwischen der langlebigen Speicherung von Informationen und ihrer massenhaften Verbreitung nicht mehr halten können. Geht ein Reich zugrunde, dann sind die Bücher gefährdet. Droht einerseits Verfälschung, Zensur, Bibliozid, wird andererseits das Alte nicht mehr gewusst, sondern verbannt und vergessen.

Im Weltall Bücher machen

Vor diesem Hintergrund beschreibt Asimovs Foundation den Akt einer politischen Restitution durch die Bücher aus dem All. Die außerirdische Literatur kann ihm zufolge nicht einfach nur ein Wissensträger bleiben, sondern muss ein Akteur sein. Mit der Verstetigung der Enzyklopädie an der Peripherie der Galaxis beginnt zugleich auch ihr Überlebenskampf. Wer im Weltall Enzyklopädien machen will, muss strategisch handeln, sich die Feinde der Literatur dienstbar machen, Symbole entwerfen und Religionen stiften, mit Rohstoffen und Technologien handeln, vielleicht sogar selbst Krieg führen, kurzum: Er muss dem Universum selbst die Enzyklopädie einschreiben. Die Bücher ordnen die Wirklichkeit des Kosmos, ganz gleich, wie sehr sich diese ihnen auch widersetzen mag.

Der Hitchhiker's Guide inszeniert sich als Nachhall dieses machtbewussten Selbstverständnisses der außerirdischen Literatur, und wenn er es auch ins Komisch-Privatistische verschiebt, so bleibt er der ihm einwohnenden Logik doch verpflichtet. Auch Adams' Protagonist Arthur Dent muss zusehen, wie seine galaktische Erlebniswelt nach und nach vom Text einer permanent von jedermann aktualisierten Enzyklopädie überschrieben wird, die ihn in Form eines tragbaren Bildschirmgeräts auf Schritt und Tritt verfolgt. Am Ende wird er begreifen, dass er selbst ein Teil dieser Enzyklopädie, ja: dass er ein Medium geworden ist, in dem die größte Frage des Universums aufgespeichert ist und die nur mit der Zahl 42 beantwortet werden kann.

Die Besonderheit der außerirdischen Literatur besteht somit darin, dass man sie nicht benutzen kann, ohne von ihr selbst umgeschrieben zu werden. Sie birgt ein Überwindungswissen. Für das posthumane Denken und seine kulturellen Manifestationen ist sie Schrittmacher wie Prüfstein, verwandelt sie ihre Leser doch in Informationsträger, in Signaturen des Kosmos, die sich von der Erde aus noch gar nicht entziffern lassen. Es kann mitunter vorkommen, dass der Mensch von der dabei entstehenden Erzählung überrollt oder gar aus ihr gelöscht wird. So beginnen etwa die auf dem Mond verklappten "morphologischen Bücher" in Reinhard Jirgls Nichts von euch auf Erden (2013) nach dem Untergang der Erde damit, für andere Bücher "den Roman einer Zukunft" zu schreiben, den "keines Menschen Auge mehr sehen konnte". Durch das Eintrittstor einer anderen, pfleglicher behandelten Bibliothek kommt man vielleicht auch irgendwo anders an.