Things to come
Themenraum Science Fiction

Die Eroberung des Weltraums, Gesellschaftsmodelle der Zukunft und die Begegnung mit dem außerirdischen gehören zu den konstituierenden Themen des Science-Fiction Genres. Auffällig ist, dass neben den space operas vor allem Filme entstehen, die mehr oder weniger explizit aktuelle gesellschaftliche Fragen im Gewand zukünftiger Welten durchspielen. In den 1950er Jahren (…) reagierte der Science-Fiction-Film auf den Kalten Krieg. Die Angst vor einer atomaren Konfrontation, vor der Zerstörung der Zivilisation selbst prägten die Geschichten – wie auch die Furcht vor einer Unterwanderung der eigenen Gesellschaft durch eine fremde Macht. (…)

Als „Social Fiction“ gelesen, geht es in den Filmerzählungen implizit darum, welche Tendenzen der Gegenwart das Schicksal kommender Generationen prägen könnten. Die Visionen sind zumeist eher düster: Gentechnik verheißt nicht Vervollkommnung, sondern Uniformierung des Körpers und der Gattungen allgemein. Der Einsatz von Robotern in allen Lebensbereichen erscheint nicht als Chance, vielmehr als Gefahr – die totale Überwachung und die Kontrolle des vermeintlich Abweichenden wirken zum Greifen nah. Und durch menschliches Fehlverhalten ausgelöste Klima- und Naturkatastrophen haben mitunter Auswirkungen wie ein atomar geführter Weltkrieg. (…)

So sensibel das Genre auf relevante Entwicklungen und Ängste rekurriert, so selbstbewusst weiß es seine Attraktion durch die modernste Mittel der Bild- und Tongestaltung zu seigern. (…)

Die Ausstellung „Things to come“ ermöglicht mit vielen außergewöhnlichen Exponaten einen Blick „hinter die Kulissen“ dieses spektakulären Genres.

Things to come
Ausstellung bis 23. April 2017

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen Berlin
Künstlerischer Direktor: Dr. Rainer Rother
Kuratoren: Kristina Jaspers, Nils Warnecke, Gelinde Waz
Mehr über das Projekt auf www.deutsche-kinemathek.de