SprachenQuest
Maler aus dem deutschsprachigen Raum

Deutsche Maler © © Colourbox Deutsche Maler © Colourbox

Habt ihr einmal davon geträumt, die bekanntesten Bilder der größten Künstler mit eigenen Augen zu sehen? Der Traum kann endlich in Erfüllung gehen! Seit dem 1. Februar 2011 könnt ihr bei Google Arts & Culture die bekanntesten Gemäldegalerien der Welt besichtigen, und das alles kostenlos, bei Tag und Nacht und ohne Tausende von Kilometern zu reisen!


 


Jedes Jahr findet am dritten Sonntag im Mai der Internationale Museumstag statt. Ein guter Grund, die Malerei aus dem deutschsprachigen Raum kennen zu lernen.

Deutsche Maler - Aufgabe © © Colourbox Deutsche Maler - Aufgabe © Colourbox
Stellt euch vor, ihr seid weltbekannte Kunstkenner und Galeristen, die eine besondere Ausstellung planen. Sie soll nämlich nicht in der realen, sondern in der virtuellen Welt stattfinden! Die Bilder der bekanntesten Maler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind um die ganze Welt verstreut, deshalb ist es unmöglich sich alle in ein paar Stunden anzusehen. Durch das Internet jedoch ist nichts unmöglich – ihr werdet nämlich einen virtuellen Rundgang durch die interessantesten Werke der Maler machen.

Eure Aufgabe ist es, einen Maler auszuwählen und eine kleine Galerie seiner Bilder bei Google Arts & Culture zu erstellen. Später präsentiert ihr die Bildergalerie euren Freunden.

Hier sind einige bekannte Maler aus dem deutschsprachigen Raum
(chronologisch geordnet, D=aus Deutschland, A=aus Österreich, CH=aus der Schweiz):
  • Albrecht Dürer (1471-1528) D
  • Lucas Cranach der Ältere (um 1472-1553) D
  • Hans Holbein der Jüngere (1497 oder 1498-1543) D
  • Angelika Kauffmann (1741-1807) CH
  • Caspar David Friedrich (1774-1840) D
  • Max Liebermann (1847-1935) D
  • Gustav Klimt (1862-1918) A
  • Max Slevogt (1868-1932) D
  • Paul Klee (1879-1940) CH/D
  • Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) D
  • Franz Marc (1880-1916) D
  • August Macke (1887-1914) D

Ihr seid ein Team mit drei Spezialisten. Jeder Spezialist bekommt ein Thema:
  • Lebenslauf des Künstlers/ der Künstlerin,
  • Charakteristik seiner/ ihrer Malerei (Strömung, Epoche, Merkmale),
  • Wortschatz zur Beschreibung der ausgewählten Werke.
  1. Setzt euch zusammen und verteilt die Rollen.
    Zeit: 10 Minuten

  2. Schaut euch bei Google Arts & Culture die Bilder der oben genannten Maler an. Wenn ihr kein Google-Konto habt, müsst ihr euch registrieren. Es reicht ein Konto für die Gruppe.
    Zeit: 20 Minuten

  3. Welche Werke findet ihr am schönsten? Wen möchtet ihr vorstellen? Entscheidet euch für einen Künstler, wählt drei Bilder aus und speichert sie bei Google Arts & Culture (zuerst zu Favoriten hinzufügen, das Herz oben rechts).
    Zeit: 15 Minuten

  4. Bildet bei Google Arts & Culture eure eigene Galerie aus den gewählte Favoriten (Favoriten ansehen, auf Pluszeichen drücken und Bilder markieren, auf „Nächste oben rechts“ drücken). Wählt einen Namen für die Galerie und speichert sie.
    Zeit: 10 Minuten

  5. Die Spezialisten recherchieren jetzt individuell:
    • Spezialist 1 sucht Informationen über den Lebenslauf des Künstlers, wichtige Daten und Fakten aus seinem Leben.
    • Spezialist 2 sucht Informationen über die Malerei des Künstlers (Epoche, Strömung, Maltechnik, Farben)
    • Spezialist 3 sucht nach Wortschatz und Redewendungen für die Präsentation des Künstlers und seiner Bilder.
  6. Zeit: 35 Minuten

  7. Setzt euch wieder zusammen.

  8. Tauscht euch aus und notiert eine kurze Beschreibung der drei Bilder. Der Text soll diese Elemente enthalten:
    • objektiv: Wer oder was sieht man auf dem Bild? Wo spielt die Szene? Was machen die Personen? Welche Farben und Techniken hat der Maler benutzt usw.? Wenn das Bild im Google Art Project einen englischen Titel hat, versucht den deutschen zu finden.
    • subjektiv: Wie wirkt das Bild auf euch (Stimmung, Atmosphäre, Gefühle)? Warum habt ihr das Bild ausgewählt? Was ist daran interessant usw.?
  9. Jetzt arbeitet an eurer Galeriebeschreibung. In der Beschreibung muss es einen kurzen Lebenslauf des Künstlers geben und eine Charakteristik seiner Malerei.

  10. Die Galerie soll für die anderen Schüler interessant sein. Deshalb braucht sie einen guten Namen. Findet einen interessanten Namen und ändert den alten Titel.
    Zeit: für die Punkte 7-9 insgesamt 45 Minuten

  11. Macht mit der Klasse einen virtuellen Rundgang durch eure Galerie. Erzählt dabei von allen Details, die ihr früher bei der Recherche gefunden habt.
    Zeit: für alle Teams 45 Minuten

Lebensläufe der einzelnen Maler
Albrecht Dürer (1471-1528) D
Wikipedia
Deutsche Biographie
The complete work (englisch)
Meister der Vielseitigkeit und bedeutendster Renaissancekünstler Deutschlands

Lucas Cranach der Ältere (um 1472-1553) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Hans Holbein der Jüngere (1497 oder 1498-1543) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Angelika Kauffmann (1741-1807) S
Wikipedia
Deutsche Biographie

Caspar David Friedrich (1774-1840) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Max Liebermann (1847-1935) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Gustav Klimt (1862-1918) Ö
Wikipedia
Deutsche Biographie

Max Slevogt (1868-1932) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Paul Klee (1879-1940) S/D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Franz Marc (1880-1916) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

August Macke (1887-1914) D
Wikipedia
Deutsche Biographie

Malerei
Geschichte der Malerei (Wikipedia)
Deutsche Kunstgeschichte im Bereich der Malerei
Maltechnik (Wikipedia)
Malweise und Farbtechnik
Aquarellmalerei

Wörterbücher
PONS Online-Wörterbuch
Wörterbuch für Englisch-Deutsch und andere Sprachen
Bildwörterbuch
Synonyme, Fremdwörter & Antonyme

Beschreibung der Galerie und der Bilder. Auswahl des Galerienamens
1 Punkt:
Nur sehr wenige Informationen enthalten, keine überzeugende Begründung. Einfacher Galeriename.
2 Punkte:
Einige Informationen enthalten, Begründung zwar gut, aber zu kurz. Kein überzeugender Galeriename.
3 Punkte:
Viele interessante Informationen, Begründung durchdacht und ausführlich. Griffiger, einladender Galeriename.

Fachwissen Kunst: Informationen zur Maltechnik, Epoche und Strömung
1 Punkt:
Monoton, nicht interessant, undeutlich gesprochen, vom Blatt abgelesen.
2 Punkte:
Einige, aber sehr allgemeine Informationen enthalten.
3 Punkte:
Viele detaillierte, sehr interessante Informationen enthalten.

Präsentation mündlich
1 Punkt:
Einfache Sprache. Es gibt viele grammatische, stilistische und orthografische Fehler. Kein Gebrauch von Redemitteln.
2 Punkte:
Teilweise interessant, stellenweise nicht deutlich gesprochen, größtenteils frei vorgetragen, Gestik/Mimik nicht immer angemessen.
3 Punkte:
Bis ins Detail durchdacht, gut gegliedert, sehr interessant, klar, spannend, frei vorgetragen, verständlich, lebendig, angemessene Körpersprache.

Sprachliche Korrektheit
1 Punkt:
Einfacher Wortschatz, viele Fehler.
2 Punkte:
Nicht immer passende Wortwahl, einfache Sätze, einige Fehler.
3 Punkte:
Reicher Wortschatz, grammatische Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau, (fast) fehlerfrei.

Gesamteindruck
1 Punkt:
Präsentation wenig überzeugend, monoton.
2 Punkte:
Präsentation teilweise interessant, nicht besonders kreativ, ziemlich schematisch.
3 Punkte:
Präsentation sehr ideenreich, kreativ, überzeugend, einfallsreich.

  1. Die Deutsche Bundespost produziert oft Briefmarkenserien zu bestimmten Themen, z.B. Wildes Deutschland, Blumen, Europa, Für den Sport, Schätze aus deutschen Museen usw. Wählt für die neue Serie Deutsche Bilder aus allen Bildern, die ihr bei Google Arts & Culture gesehen habt, fünf Bilder aus, die euch am besten gefallen haben. Begründet schriftlich oder mündlich eure Wahl.

  2. Ihr könnt mit Hilfe von Google Arts & Culture auch andere Galerien zusammenstellen, z.B. mit thematisch geordneten Bildern. Wählt vier bis fünf Bilder zu einem von diesen Motiven: Angst, Gefühle, Natur, Menschen oder Stillleben. Begründet eure Wahl und beschreibt kurz die ausgewählten Bilder.

  3. Jeder von euch beschreibt schriftlich (so detailliert wie er kann) das Bild, das ihn am meisten beeindruckt hat. Dann sammelt die Lehrkraft alle Bilder und präsentiert sie in der Klasse. Jeder Schüler/jede Schülerin liest seine Bildbeschreibung laut vor und die anderen müssen raten, welches Bild beschrieben wurde.

In den letzten Jahren wird viel über CLIL (Content and Language Integrated Learning) diskutiert. Bei CLIL wird die Fremdsprache als Medium genutzt, um Sachfachinhalte zu erlernen, und gleichzeitig wird anhand des Sachfachinhalts die Fremdsprache erworben. Vgl. Die CLIL-Matrix in der Unterrichtspraxis (PDF).

Warum nicht das Thema Kunst im Unterricht behandeln und dabei die Horizonte unserer Schüler erweitern? Die Kunst eignet sich wunderbar, um die linke und rechte Hemisphäre der Lernenden anzusprechen und ermöglicht den kreativen Umgang mit der Sprache, wodurch verschiedene Lerntypen erreicht werden können. Moderne Werkzeuge und Anwendungen wie Google Arts & Culture geben uns diese Möglichkeit.

Deshalb sind wir auf die Idee gekommen eine SprachenQuest zu konzipieren, bei der die Schüler einen virtuellen Rundgang durch die bekanntesten Gemäldegalerien der Welt machen und dann über diese Bilder sprechen.

Diese SprachenQuest wurde entwickelt von:
Justyna Sobota & Aleksandra Łyp-Bielecka

Sprachniveau:
Vorausgesetztes Sprachniveau: Ab A2
Abhängig vom Sprachniveau der Schüler können die Bildbeschreibungen ganz einfach (Niveau A2) bis sehr detailliert und ausführlich (Niveau B2 und höher) gestaltet werden. (Wenn den Schülern entsprechende Redemittel bereitgestellt werden und die Präsentationen bzw. Recherchen teilweise in Muttersprache erfolgen, kann die SprachenQuest auch an die Stufe A1 angepasst werden.)

Altersgruppe: Die Webrecherche wurde für Jugendliche entwickelt, die seit drei bis vier Jahren Deutschunterricht haben. Die Lernenden sollten über grundlegende Computerkenntnisse verfügen.

Arbeitsform: Dreier-Gruppen

Lernziele:
  • Im Internet nach bestimmten Informationen suchen, Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und sie umformulieren.
  • Die eigene Meinung begründen und überzeugend darstellen, sie schriftlich bzw. mündlich weitergeben.
  • Kooperativ online ein Produkt (Bildergalerie) erstellen.
Zeitumfang:
Vier Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Es bietet sich an, diese SprachenQuest in Zusammenarbeit mit dem Kunstlehrer durchzuführen.
  • Verteilung der Rollen (10 Minuten)
  • Auswahl des Künstlers (20 Minuten)
  • Auswahl der Bilder (15 Minuten)
  • Erstellung der eigenen Galerie (10 Minuten)
  • Individuelle Recherche im Internet (35 Minuten)
  • Gemeinsame Bearbeitung der Galerie: Beschreibung der Bilder, Galerie, Namensfindung (45 Minuten)
  • Vorbereitung der mündlichen Präsentation als Hausaufgabe
  • Virtueller Rundgang durch die Galerien, Präsentation der Gruppen (45 Minuten, bei größeren Klassen auch länger).
Durchführung:
Die Schüler arbeiten in Dreier-Gruppen. Jede Gruppe soll sich zuerst die Bilder der vorgeschlagenen Maler bei Google Arts & Culture ansehen und sich für einen Künstler entscheiden. Die Auswahl der Maler ergab sich dabei durch die Bilder, die bei Google Arts & Culture vorhanden sind. Wenn weitere Museen dem Projekt beitreten und noch mehr Künstler und Bilder in dieses Projekt integriert werden, kommen weitere große Namen in Betracht wie:
Arnold Böcklin (1827-1901) CH
Paula Modersohn-Becker (1876 -1907) D
Gabriele Münter (1877-1962) D
Oskar Kokoschka (1886-1980) A
Egon Schiele (1890-1918) A
Otto Dix (1891-1969 ) D
Gerhard Richter (1932-) D

Um eine Galerie bei Google Arts & Culture zu erstellen, brauchen die Schüler ein Google-Konto, das sie früher anlegen müssen. Nachdem sich die Gruppe für einen Künstler und drei seiner Werke entschieden hat, müssen die Schüler die ausgewählten Bilder speichern, indem sie auf das Pluszeichen auf dem Bild drücken (dieses Zeichen erscheint, wenn man mit der Maus über das Bild fährt). Im nächsten Schritt soll die Gruppe eine eigene Galerie erstellen (mit der Schaltfläche oben rechts „Meine Galerien“). Die drei zuvor gewählten Bilder werden in die neue Galerie gezogen. Die Schüler sollen zuerst einen vorläufigen Galerienamen wählen, weil sie den Künstler und seine Werke noch nicht genau kennen. Der richtige Titel soll erst am Ende von der Gruppe festgelegt werden, er wird auch bewertet.

Dann recherchieren die Spezialisten individuell:
  • Spezialist 1 beschäftigt sich mit dem Lebenslauf des Künstlers, wichtigen Daten und Fakten aus seinem Leben.
  • Spezialist 2 setzt sich mit der Charakteristik der Malerei des Künstlers auseinander (Epoche, Strömung, Maltechnik, Farben)
  • Spezialist 3 sucht nach entsprechenden sprachlichen Mitteln, die bei der Präsentation des Künstlers und seiner Bilder behilflich sein können.
Nach der individuellen Recherche finden sich die Schüler wieder als Gruppe zusammen. Sie beschreiben (schriftlich) die Bilder, ihre Galerie bei Google Arts & Culture und finden einen Namen für ihre Galerie, der interessant ist und einladend auf potenzielle Besucher wirken soll. Die mündliche Präsentation soll als Hausaufgabe vorbereitet werden. In der nächsten Stunde stellen die Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und machen einen virtuellen Rundgang durch ihre Online-Galerie.

Kunstgenuss pur!

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