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New Spaces - Transforming Sudan

Das Projekt NEW SPACES - Transforming Sudan, das vom Auswärtigen Amt gefördert und vom Goethe-Institut durchgeführt wird, zielt darauf ab, neue Räume für Kunst, Kultur und Diskurs im Sudan zu schaffen. Hierbei wird sehr vielseitig vorgegangen: ein Hub bringt Künstlerinnen und Künstler verschiedener Genres zusammen, ein Fond erleichtert Kulturschaffenden die Umsetzung ihrer Projekte und ein Kulturanhänger bringt Kunst und Kultur in öffentliche Räume in verschiedenen Teilen des Landes.

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New Spaces 1 Foto: Faiz Abubakr © Goethe-Institut

Seit Anfang des Jahres 2019 durchlebt der Sudan einen massiven politischen Umbruch: In monatelangen Protesten, die sich zunächst gegen gestiegene Brotpreise sowie einen Mangel an Benzin und Bargeld, jedoch bald gegen das Regime richteten, wurden die Forderungen „Freiheit, Friede, Gerechtigkeit“ charakterisierend. Im April 2019 wurde Langzeitpräsident Omar al-Baschir vom Militär abgesetzt. Nach diesem Umbruch gab es zum ersten Mal Möglichkeiten zur freien Meinungsäußerung und auch zur Darstellung von Kunst im öffentlichen Raum. Künstlerinnen und Künstler behandelten während der Umbruchsphase Themen des politischen Wandels und Fragen der politischen Neuausrichtung wie Partizipation oder Rechtsstaatlichkeit in Wandmalerei, Musik und Gedichten. Sie spielen, auch zum aktuellen Zeitpunkt noch, eine wichtige Rolle in der politischen Neuausrichtung des Sudans.

Die derzeitige Umbruchsituation eröffnet eine Möglichkeit, neue Räume für die Bereiche Kunst, Kultur und Diskurse zu gewinnen. Jedoch gibt es sehr wenige Möglichkeiten, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum darzustellen. Durch ihre Fähigkeit, Emotionen zu beeinflussen und eine große Bandbreite an Zielgruppen zu erreichen, haben Kunst und Kultur ein hohes Potential, zum aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beizutragen und die Öffentlichkeit in den politischen Wandel einzubeziehen. Insbesondere Demokratiebestrebungen und zivilgesellschaftliche Partizipation können durch gesellschaftspolitische Kunst- und Kulturbeiträge bestärkt werden.

Das Projekt NEW SPACES, das vom Auswärtigen Amt gefördert und vom Goethe-Institut durchgeführt wird, zielt darauf ab, neue Räume für Kunst, Kultur und Diskurs im Sudan zu schaffen. Hierbei wird sehr vielseitig vorgegangen: ein Hub bringt Künstlerinnen und Künstler verschiedener Genres zusammen, ein Fond erleichtert Kulturschaffenden die Umsetzung ihrer Projekte und ein Kulturanhänger bringt Kunst und Kultur in öffentliche Räume in verschiedenen Teilen des Landes.

Kulturschaffende, Aktivistinnen und Aktivisten beklagten einen Mangel an physischen, geschützten Räumen zum Treffen und Austauschen, in denen sie gemeinsam an Projekten arbeiten und auch Kulturakteurinnen und –akteure anderer Disziplinen treffen können. Das Goethe-Institut richtet deshalb 2019 den NEW SPACES Art Tech Hub ein, einen öffentlichen, offenen und partizipativen Raum in dem die Kulturszene einem vielfältigem Publikum sowie Gleichgesinnten begegnen kann. Das Netzwerk an Kreativen und Kulturakteuren kann sich somit vernetzen und gemeinsam mit hochwertiger und einzigartiger Technik und Ausstattung Projekte und Koproduktionen realisieren. Es wird ihnen im Hub nahezu alles, was sie für ihren kreativen Prozess brauchen, zur Verfügung gestellt. Außerdem finden im Hub Workshops und Qualifizierungsmaßnahmen statt, die das kulturelle Schaffen weiter unterstützen sollen.

Eine Förderung der Kulturakteurinnen und –akteure wird auch durch den NEW SPACES Produktionsfond ermöglicht: ein Förderfond, auf den sich alle sudanesischen Kunstschaffenden niedrigschwellig bewerben können, soll Kulturschaffenden die Umsetzung ihrer Projekte ermöglichen. Gefördert werden innovative Projekte, die einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs leisten.
 
Die Kulturszene ist aktuell stark auf Karthum fokussiert, außerhalb der Hauptstadt oder in entlegeneren Gebieten des Großraums Khartums finden hingegen nur wenige Kulturveranstaltungen statt. Das Projekt NEW SPACES Jeenak stattet deshalb eine mobile Einheit aus, die Kunst und Kultur innerhalb der Stadt, aber auch in ländlichere Gebiete und weitere urbane Zentren bringen kann. Der Kulturanhänger kann für viele verschiedene Formate, wie Ausstellungen, Theater, Konzerte oder auch Diskussionsrunden genutzt werden. Organisiert wird das Programm von einem Kollektiv sudanesischer Künstlerinnen und Künstler

NEW SPACES Jeenak
© Goethe-Institut / Abdalsalam Alhaj
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