Yalla! Khartoum
Urban Arts, Jugendkultur und Kulturaustausch im Sudan

Yalla! Khartoum Foto: Goethe-Institut

Yalla! Khartoum ist ein 3-jähriges Projekt des Goethe-Instituts Sudan, welches 2013 von einer Praktikantin initiiert wurde. Sie bot Skateboarding-Workshops für Kinder und Jugendliche an deren Abschluss mit einem Open-Mic Event gefeiert wurde. Heute ist Yalla! Khartoum ein eigenständiges Projekt,organisiert von Koordinator_innen und Künstler_innen aus verschiedenen Disziplienen und Ländern.

Heute ist Yalla! Khartoum ein eigenständiges Projekt und stellt eine wachsende internationale Gemeinschaft von jungen Menschen dar, welche aktiv sind im Bereich Jugendkulturen und Urban Arts vor allem Skateboarden, Malerei, Street Art und Musik.

Das Projekt stärkt den Kulturaustausch zwischen Deutschland und dem Sudan und schafft ein Forum in dem junge Menschen sich gemeinsam künstlerisch finden und ausdrücken lernen. Die rege und aktive Kunst- und Kulturszene im Sudan bekommt nur wenig internationale Aufmerksamkeit und wird überschattet von den negativen Βerichten aus der Region. Um einen alternativen Blick auf das Land zu ermöglichen gibt Yalla! Khartoum Einblicke in das Leben von sudanesischen Jugendlichen und Künstler und Künstlerinnen.

Aufbauend auf die Netzwerke und Ergebnisse der ersten zwei Jahre, wurden 2015 die folgenden Workshops und Veranstaltungen mit der Einbindung deutscher Künstler_innen organisiert:

Yalla! Go paint Khartoum! mit der in Berlin lebenden Künstlerin Julia Benz, welche 2014 bereits im Sudan war und von ihrer Reise inspiriert eine Frau mit dem traditionellen sudanesischen Kleidungsstück ‚Tobe‘ mit ihrem mural Yalla an eine Düsseldorfer Hauswand gebracht hat. Sie verbindet klassische Malerei mit Street Art und bringt ihre farbenreichen Kunstwerke auf verschiedene Materialien.

Yalla! Go paint Khartoum! Yalla! Go paint Khartoum! | Foto: Goethe-Institut

Unterstützt von dem in Hamburg lebenden Maler und Bildhauer Nils Kasiske, leitete sie einen Workshop mit 15 Sudanesischen Maler und Malerinnen, deren Ziel es war Khartum’s Straßenbild mit Kunst an Hauswänden zu verändern.

Ein zweiter Kunstworkshop wurde geleitet von der in Berlin arbeitenden Künstlerin Ekaterina Koroleva, welche auf Illustrationen und Typographie spezialisiert ist. Gemeinsam mit zehn Sudanesischen Künstler_innen arbeitete sie an Zeichnungen mit Tinte, Wasserfarbe und anderen Materialien und brachte die Kunstwerke mit Paste-Ups auf die Wände der Hauptstadt am Nil und organisierte eine Vernissage in der Mojo Gallery.

Yalla! Go skate Khartoum mit Samuel Beyer, der bereits 2014 im Sajjana Jugendzentrum in Khartum Kindern und Jugendlichen Skateboard fahren näher gebracht hat.

Yalla! Go skate Khartoum Yalla! Go skate Khartoum | Foto: Goethe-Institut

Gemeinsam mit den Deutschen Meister im Skateboarden, Alex Mizurov, trainiert er zwei Wochen lang Kinder, Jugendliche und Trainer im Skateboarden und gibt Begeisterungsfähigkeit und Kreativität für den Sport weiter.

Der Fotograf Thomas Gentsch fing dabei Skate-Spots in Khartum mit seiner Kamera ein.

Yalla! Go with the beat Khartoum wurde in 2015 von den Guest Artists Akua Naru und Ahmed Nyei aka Genda geleitet.

Yalla! Go with the beat Khartoum Yalla! Go with the beat Khartoum | Foto: Goethe-Institut

Akua Naru ist eine herausragende Dichterin, Performerin und bekannt als Hip-Hop-Künstlerin, welche afrikanische Klänge mit Jazz, Blues und Soul verbindet. Mit einer Gruppe aus 13 jungen Sängerinnen und Musikerinnen arbeitete Akua zwei Wochen an Musik und bilingualen Lyrics, welche in zwei Konzerten der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Genda erlebte die natürliche Entwicklung von einem Rapper zu einem Dichter im Laufe seiner Musik-Karriere und erschafft eine alternative Rap-Poesie die Klänge aus diversen Kulturen und Regionen der Welt verbindet. Er traf zusammen mit einer Gruppe aus 15 Sängern und Musikern, mit denen er in einem Workshop verschiedene Rhythmen und Genres zusammenbrachte. Das Ergebnis wurde gemeinsam mit dem Frauen-Workshop in einem einzigartigen Konzert der Öffentlichkeit präsentiert.

Andreas Lamoth und Frederic Leitzke von den Editude Pictures begleiteten 2015 die gemeinsame Reise der Künstler_innen. In einer Dokumentation fingen sie die Geschichten der Künstler_innen im Projekt ein.

Seit 2016 hat die Gruppe verschiedene Workshops und Events im Bereich Musik, Skating, Malerei, Comics, Design und Film organisiert und präsentiert sich auf verschiedenen Sozialen Medienkanälen wie Vimeo, Facebook und Instagram. Immer interessiert an Kollaborationen und Austausch kann man sie unter yallakhartoum@gmail.com erreichen.