Accra, Ghana
Die Chroniken von Klinu

Accra Agbogbloshie
© Prince Andrew Ardayfio

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© Enter Africa
Die Chroniken von Klinu

Agbogbloshie ist Afrikas größte Elektroschrotthalde mit gefährlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Um die Belastungen durch in Accra zu bewältigen, ziehst du als Space Commander Klinu nach Agbogbloshie, um ein Monster aus Elektroschrott zu bekämpfen. 

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Ghanas multikulturelle Hauptstadt

In der Stadt Accra kommt die ganze Diversität Ghanas zum Ausdruck. Hier kommen Menschen aus dem ganzen Land zusammen, um ihren Geschäften nachzugehen und ihr Leben zu leben – mit all seinen Unvorhersehbarkeiten. Man geht morgens zur Arbeit und weiß noch nicht, was passieren wird, denn in Accra ist alles möglich. Immer mehr Menschen zieht es in die Hauptstadt und das bringt auch Herausforderungen mit sich, besonders für die Umwelt. Ein großes Problem, das auch die grundlegende Idee für das location-based Game „Chroniken von Klinu“ liefert, betrifft die Hygiene. Durch das Spiel will das Enter Africa Team aus Accra für die Wasser- und Umweltbelastungen durch Müll und Verschmutzung Lösungen finden. Ihre Motivation: Durch Spiele ihre Vision eines sauberen Ghanas zu realisieren.
 

Die Orte

Das Spiel nimmt uns mit zu fünf verschiedenen Orten in Accra. Wir lernen den belebten Kaneshie Markt kennen und laufen durch Adabraka und Osu, dem „Las Vegas“ von Accra. Der wichtigste Spielort ist die Gegend um Agbogbloshie – Afrikas größte Elektroschrotthalde, die als einer der dreckigsten Orte der Welt traurige Berühmtheit erlangte.

Die Story

Das Enter Africa Team aus Accra, Ghana
Das Enter Africa Team aus Accra, Ghana

Die Kulisse des Spiels ist eine utopische, technologisch weit fortgeschrittene Version von Accra. Der Spieler verkörpert den Space-Commander Klinu, dessen Organisation für die Hygiene in der Stadt verantwortlich ist. Bei der Entsorgung von Elektromüll ist ihnen jedoch ein Fehler unterlaufen. Die Elektrogeräte wurde einfach achtlos weggeworfen, woraufhin daraus das Transformer-Monster „Lera“ entstanden ist und die Frau des Commanders umgebracht hat. Der Spieler alias Klinu geht nach Agbogbloshie, um das Monster zu bekämpfen, indem er verschiedene Aufgaben löst. Dafür muss er zunächst Wissen ansammeln. Zum Beispiel lernt der Spieler etwas über die giftigen Gase, die freigesetzt werden, wenn Kabel verbrannt werden, um daraus Kupfer zu gewinnen. Aus solchen Metallen muss man dann eine Art Waffe gegen „Lera“ bauen – die Idee von Recycling wird aufgegriffen.
 

Charaktere und Symbole mit Bezug zu Ghanas Kultur

Fast alle Charaktere, Namen und Symbole im Spiel sind eine Anspielung auf Ghanas Kultur, Lifestyle und aktuelle gesellschaftliche Themen. Die Organisation für die Klinu arbeitet hat zum Beispiel Ähnlichkeiten mit der Firma Zoomlion. Klinu wird außerdem von einer Künstlichen Intelligenz namens Aya begleitet. Der Name steht für „Asaase Yaa“, was auf einer der lokalen Sprachen „Mutter Erde“ bedeutet. Der Name des Monsters „Lera“ ist abgeleitet von der Infektionskrankheit Cholera, die im Spiel bekämpft werden soll. Und letztlich ist auch die Kleidung von Klinu, der als traditioneller ghanaischer Prinz auftritt und ein Kriegersymbol auf der Brust trägt, ein kultureller Verweis. Diese und weitere Symbole sind im gesamten Spiel zu finden.

Warum sollte ich die Chroniken von Klinu spielen?

Die Story ist zwar etwas unheimlich, aber das Spiel dreht sich auch um Liebe und um Neugier. Das Accra Team will, dass der Spieler spürt, was in Agbogbloshie wirklich los ist – denn nur wenn man das Problem kennt, kann man Lösungen dafür finden. Eine unerwartete Wendung steht am Ende des Spiels – aber dazu wollen wir noch nicht zu viel verraten. Bist du mutig genug, das Spiel zu spielen?
 

Interviewpartner: 

Portrait Prince Andrew Ardayfio © © Prince Andrew Ardayfio Portrait Prince Andrew © Prince Andrew Ardayfio
Prince Andrew Ardayfio ist ein Unternehmer, Autor, Filmemacher und Fotograf und lebt in Accra, Ghana. Er hat das Start-Up Gamer Television mitgegründet, eine Plattform, die sich mit der Spieleindustrie und E-Sports in Ghana beschäftigt. Spiele waren schon immer ein wichtiger Teil seines Lebens: „Ich sehe jede Herausforderung als Spiel an. Darum bin ich hier“ sagt er selbst über seine Motivation bei Enter Africa mitzumachen. Mehr von Prince zum Thema Games for Change könnt ihr in dem Artikel “How We Can Use Games To Save Accra” lesen, den er im September 2018 veröffentlicht hat.







das team aus accra

Elorm Kwesi Honu (Co-Founder of Gamer TV, Entrepreneur), Matthew Hamson (Entrepreneur, Tech Enthusisast, Co-Founder of Stein Cooperation), Paul Ziem (CEO of NerdCore), David Saah (Student, Illustrator, Animator), Makafui Louis (National Service Personnel), Sarah Armah Dede Tagoe (Student), Selom Kudje (Student, Artist), Daniel Sarpong (Digital Marketer), Michael Ekow Quain (Student), Julius Akuffo (Student, Debates)
The Enter Africa Team from Ghana © Prince Andrew Ardayfio

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