Interview  Deutsch-amerikanische Perspektiven

Foto einer deutschen Flagge, umgeben von US-Flaggen auf einer Wiese © Goethe-Institut Los Angeles, Stefan Kloo

Im Jubiläumsjahr blicken Deutschamerikaner*innen auf das gemeinsame transatlantische Erbe und beschäftigen sich mit der Frage, wie die Werte von Demokratie, Freiheit und Gleichheit die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten auch künftig prägen werden.

Im Jahr 2026 feiern die Vereinigte Staaten den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung (Declaration of Independence) – dem ältesten und einflussreichsten Gründungsdokument der Nation, in dem zentrale Ideale wie Demokratie, Repräsentation und Gleichheit erstmals für die junge amerikanische Republik festgeschrieben wurden. Anlässlich dieses Jubiläums habe ich, Sandy Schwalen (SS) vom Goethe-Institut Houston, deutschstämmige Amerikanerinnen eingeladen, über die fortdauernde Bedeutung dieses Dokuments und seiner Prinzipien nachzudenken. Als Deutsch-Amerikanerin – mein Vater stammt aus Missouri, meine Mutter aus Essen, aufgewachsen bin ich in Texas – interessiert mich besonders, wie diese Gründungswerte bis heute nachwirken und wie sie heute wahrgenommen werden.

Für dieses redigierte und gekürzte Interview habe ich mit zwei Deutsch-Amerikanerinnen gesprochen, die ihr Leben und ihre Arbeit der Stärkung der deutsch-amerikanischen Beziehungen widmen. Dorothy Smaglick (DS), Tochter deutscher Einwanderer, wuchs zweisprachig in Wisconsin auf und engagiert sich seit Langem in Organisationen zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur. Katrin Erdmann (KE), ursprünglich aus Hannover, kam zunächst als Austauschschülerin nach Minnesota und wanderte 2001 in die Vereinigten Staaten aus. Seit über zwei Jahrzehnten stärkt sie beim Germanic-American Institute in St Paul Minnesota die transatlantische Beziehung durch kulturelle und bildungsbezogene Verbindungen.

SS: Oft werde ich gefragt, ob ich mich in Deutschland oder in den USA mehr zu Hause fühle und in welcher Sprache ich mich wohler fühle. Wie würden Sie diese Frage für sich beantworten? Fühlen Sie sich eher der deutschen, der amerikanischen oder beiden Kulturen verbunden?

DS: Ich würde sagen, ich fühle mich eher amerikanisch, da ich hier geboren und aufgewachsen bin. Seit meine Eltern verstorben, sind spreche ich nicht mehr so oft Deutsch wie früher. Ich würde mich immer noch als zweisprachig bezeichnen, greife aber gelegentlich auf Google Translate zurück. Für meinen Bruder würde ich sagen, dass er vermutlich ähnlich antworten würde, obwohl er in Deutschland geboren ist.

KE: Ich fühle mich noch eher als Deutsche. Es ist, als würde man zwischen zwei Kulturen den Spagat machen. Kulturell fühle ich mich weiterhin eher deutsch. Allerdings fällt es mir inzwischen leichter, Englisch zu sprechen als Deutsch. Wenn ich in Deutschland bin, finde ich aber schnell wieder in die Sprache zurück. Zu Hause sprechen wir mit den Kindern auch Deutsch. Aber zwanzig Jahre kontinuierlicher englischer Sprachinput machen natürlich einen Unterschied.

SS: Ich glaube, meiner Mutter geht es ähnlich. Sie ist seit 30 Jahren in den USA. Nicht, dass ihr Deutsch schwerfällt, aber es macht einen Unterschied, was man regelmäßig hört und spricht.

Gründungswerte und die Entscheidung für Amerika

SS: Wenn Sie an die Gründungswerte der USA denken (also Demokratie, Gerechtigkeit, Repräsentation, etc.): Haben diese Ihre Entscheidung (oder die Ihrer Familie) beeinflusst, hierher zu ziehen?

KE: Wir haben zwar in der Schule in Deutschland über die Gründung der USA gelernt, aber ich kann nicht sagen, dass diese Gründungswerte bei meiner Entscheidung in die USA zu ziehen eine große Rolle gespielt haben. Ich habe die USA aber auch nicht als großes Land der Gleichheit gesehen oder andere dieser eher abstrakten Werte, die hier ständig betont werden. Mir ist schon lange bewusst, dass es in diesem Land große Ungleichheiten gibt.

DS: Mir geht es ähnlich. Für meine Eltern waren es weniger die Ideale und vielmehr die Erfahrungen mit zwei Weltkriegen und die Tatsache, dass sie bereits einen fünfjährigen Sohn hatten, was sie dazu bewegten, München zu verlassen.

KE: Es hängt ja auch davon ab, woher man kommt. Für Menschen aus Diktaturen oder streng religiösen Regimen haben die USA eine andere Bedeutung als für Menschen aus funktionierenden Demokratien. Ich bin hauptsächlich wegen meines Mannes hierhergezogen und war nicht auf der Suche nach einem „besseren“ Leben.

Frühes Amerika aus unterschiedlichen Perspektiven

SS: Wenn Sie an das frühe Amerika zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung im 18. Jh. denken: Wie denken Sie über diese Zeit und wie bewerten Sie die Ideale, welche die Gründer in der Erklärung festgehalten haben?

DS: Man spricht vom „großen amerikanischen Experiment“ – Demokratie, Gleichheit, Meinungsfreiheit. Das sind wunderbare Ideale. Aber die Realität sieht anders aus, besonders in den letzten Jahren. In den Nachrichten scheint es, als würden diese Ideale zunehmend erodieren.

Ich finde auch, dass Deutsche, jedenfalls meine Verwandtschaft, heute eine sehr andere Meinung als vor 20 Jahren zu den USA haben. Ich höre auch von vielen High School Lehrkräften, dass manche Austauschprogramme zwischen Deutschland und den USA abgesagt wurden. Deutsche wollen wohl ihre Kinder aktuell nicht in die USA schicken, und sie wollen unsere Kinder auch nicht mehr als Austauschschüler*innen aufnehmen, was ich sehr schade finde.

KE: Der bekannte Satz „All men are created equal“ galt ursprünglich auch nur für eine kleine Elite. Frauen, Native Americans und Sklaven waren ausgeschlossen. Trotzdem war es ein Fortschritt gegenüber damaligen Regierungssystemen.

Man sollte auch bedenken, dass es vor 250 Jahren wenige moderne Demokratien gab, von den man sich inspirieren lassen konnte – abgesehen von der Antike. Im Vergleich dazu wurde das Deutsche Grundgesetz fast 200 Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung geschrieben und konnte daher auf die Erfahrung mit der amerikanischen Demokratie aufbauen. Trotzdem war die amerikanische Verfassung (Grundgesetz) für das 18. Jh. ein riesiger Schritt vorwärts – auch wenn es nicht perfekt war. Es ermöglichte die Beteiligung von wesentlich mehr Menschen am Regierungsprozess.

DS: Es stellt sich auch die Frage, ob die Gründer (Founding Fathers) wirklich alle Menschen meinten – oder nur weiße Männer mit Besitz – als sie über „all men are created equal“ sprachen. Hofften sie, dass es in der Zukunft alle Männer und Frauen bedeuten würde?
Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit, freie Wahlen, individuelle Rechte und weiteres – das sind alles großartige Konzepte. Meiner Meinung nach bilden diese Ideen und Ideale nach wie vor eine sehr solide Grundlage für eine Gesellschaft, und wir müssen sie schützen.
Katrin Erdmann
KE: Aber auch hier gilt: Sie waren nie für alle gedacht, und genau dort hat der „American Dream“ beziehungsweise dieses gesamte Demokratieideal im Laufe der Zeit Schwächen gezeigt – trotz aller Fortschritte.“

Das „große Experiment“ – Ideale und Realität in der amerikanischen Demokratie

SS: Wie sehen Sie die Entwicklung des „großen Experiments“ der amerikanischen Demokratie bis heute? Glauben Sie, dass diese Ideale auch heute noch Gültigkeit haben, oder sehen Sie Unterschiede zwischen der ursprünglichen Vision der Demokratie und der heutigen Realität?

KE: Durch die sozialen Medien ist heute alles viel offener geworden, und viel mehr Menschen können sich beteiligen – und tun dies möglicherweise auch –, allerdings vielleicht nicht auf eine Weise, die für den Diskurs hilfreich ist. Ich würde behaupten, dass zwar mehr Menschen die Möglichkeit haben, sich auf eine einigermaßen ausgewogene Weise zu informieren, dies aber tatsächlich weniger Menschen tun. Um an der Diskussion teilnehmen zu können, muss man darüber informiert sein, was in Washington und auf lokaler Ebene vor sich geht. Z.B. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn die Mittel für bestimmte Programme gekürzt werden? Ich glaube, viele Menschen verstehen die Komplexität der Situation nicht wirklich.

DS: Da stimme ich zu. Ich würde auch sagen, dass die Deutschen im Vergleich zu den Amerikanern viel besser darüber informiert sind, was hier in den USA und in der Welt passiert. Das hängt zum Teil mit dem zusammen, was Katrin gerade gesagt hat – wenn man seine Nachrichten nur aus einer Quelle bezieht und alles glaubt, was man liest oder sieht, kann das nicht gut sein. Ich würde sagen, dass meine Verwandten in Deutschland viel besser über das Weltgeschehen informiert sind als die meisten Menschen hier. Die Medienflut hier ist zum Teil so überwältigend, es ist schwierig den Überblick zu behalten.

KE: Laut der Barbara-Bush-Stiftung lesen über 50 Prozent der US-Bevölkerung auf einem Niveau unterhalb der 6. Klasse. Und die Barbara-Bush-Stiftung ist nicht gerade als liberales Bollwerk bekannt, aber diese Zahlen sind sehr besorgniserregend. Wer keinen komplexen Text lesen kann, ist nicht in der Lage, politische Zusammenhänge zu verstehen. Das fällt mir sogar in meiner eigenen Familie auf: Manche haben es im Grunde aufgegeben, irgendetwas verstehen zu wollen, und sagen nur: „Ja, was soll’s.“ Sie gehen wählen, weil sie schon immer so gewählt haben. Sie sind nicht bereit, sich eingehend mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die USA in deutschen Medien

SS: Manchmal habe ich den Eindruck, dass die deutschen Medien, insbesondere in ihrer Berichterstattung über die USA, sehr kritisch und negativ sind. Es herrscht viel Untergangsstimmung – nicht, dass es dafür keinen guten Grund gäbe, aber manchmal wirkt es ein bisschen voreingenommen. Haben Sie denn auch diesen Eindruck?

KE: Alle Medien haben doch eine gewisse Voreingenommenheit, oder? Hier in den USA gibt es sicherlich viel „Hurra“-Rhetorik seitens der Regierung, nach dem Motto: „Wir sind großartig! Schaut uns an. Wir machen das so gut!“ Die deutschen Medien bieten da einen Gegenpol. Ich glaube auch, dass die Themen, über die in den deutschen Medien am meisten berichtet wird, genau die sind, die am skandalösesten sind. Und über die Mitte der USA wird eigentlich gar nicht berichtet, weil sie nicht besonders interessant ist oder vielleicht dem politischen Diskurs (in Deutschland) nicht zuträglich ist.

DS: Ich finde, heutzutage wird man auch regelrecht mit Nachrichten überschüttet. Es ist einfach jeden Tag so viel. Ich lese „Washington Post“, „New York Times“, „The Atlantic“, „The Guardian“ und die Lokalzeitung – das ist überwältigend! Ich habe das Gefühl, ich komme gar nicht mehr hinterher. Und jeden Tag passiert so viel Neues. Da fragt man sich doch: Was ist eigentlich aus dem Bericht von gestern geworden?

Wenn man sich eine der Nachrichten im Fernsehen ansieht, berichten sie über vier oder fünf lokale oder nationale Themen und zum Schluss noch eine „Feel-Good“-Story, damit man nicht völlig deprimiert ist. Aber man erfährt nicht wirklich, was im Rest der Welt passiert. Ich denke, genau hier bieten BBC News und die Deutsche Welle z.B. eine echte Alternative, die über die USA hinausgeht.

SS: Lesen Sie regelmäßig deutsche Nachrichten?

KE: Ich lese hauptsächlich deutschen Medien. Denn es gibt da diese tolle Sendung „Tagesthemen“, die zwar nicht besonders tiefgehend ist, da es sich um einen kurzen Beitrag handelt, aber auf jeden Fall um einiges tiefgründiger ist als das meiste, was man hier liest.

Ich lese deutsche Zeitungen und Zeitschriften. Ich lese auch einige amerikanische, aber ich habe das Gefühl, dass es vor allem den lokalen Medien im Allgemeinen wirklich an internationaler Berichterstattung mangelt. Zum Beispiel haben wir hier in Minnesota Waldbrände, und das ist natürlich für alle hier vor Ort eine wichtige Geschichte, aber sie verdrängt auch alles andere, was darüber hinaus noch passiert.

Demokratische Werte im Vergleich

SS: Katrin, gibt es Aspekte der Gründung der USA, die Ihnen besonders anders oder attraktiv vorkamen, bevor Sie hier lebten? Hat das Leben in den USA Ihre Sicht auf die deutsche Demokratie verändert?

KE: Bevor ich hierher gezogen bin, hatte ich kein besonders ausgeprägtes Bild von der amerikanischen Demokratie, und sie spielte bei meiner Entscheidung umzuziehen keine Rolle. Die USA waren eine Demokratie, und das schien mir positiv, aber ich habe mir darüber keine großen Gedanken gemacht. Das Leben hier hat mich dazu gebracht, mehr über die deutsche Demokratie nachzudenken. Nach meinen eigenen Beobachtungen scheint in Deutschland mehr Wert darauf gelegt zu werden, gesellschaftliche Probleme gemeinsam anzugehen, während in den USA oft ein größerer Fokus auf individuellen Interessen liegt. Natürlich gibt es in beiden Ländern viele Ausnahmen, aber mein Gesamteindruck ist, dass die Idee, die Gesellschaft als Ganzes zu unterstützen und zu schützen, in Deutschland tiefer verwurzelt ist.

Ich möchte noch hinzufügen, dass sich die Einstellung gegenüber dem Staat unterscheidet. In den USA scheinen viele Menschen vom Staat vor allem zu erwarten, dass er Gesetze durchsetzt und sich ansonsten aus ihrem Leben heraushält. In Deutschland – und vielleicht auch in Europa im weiteren Sinne – besteht oft eine stärkere Erwartung, dass der Staat dazu beitragen sollte, eine angemessene Lebensqualität für alle zu gewährleisten. Deswegen wird eine extreme Konzentration von Reichtum tendenziell kritischer betrachtet, während Milliardäre in den USA häufiger als Erfolgsgeschichten gefeiert werden, wobei die weiterreichenden sozialen Auswirkungen eines solchen Reichtums weniger im Fokus stehen.

Blick in die Zukunft: Die nächsten 250 Jahre

SS: Meine letzte Frage: Wie sehen Sie die Zukunft der USA, wenn Sie an die nächsten 250 Jahre denken? Sind Sie hoffnungsvoll, wenn Sie an Ihre Kinder und Enkelkinder in diesem Land denken?

KE: Ich bin insofern hoffnungsvoll, dass ich glaube, dass die Geschichte der Menschheit in der Regel einem Pendel gleicht, das hin und her schwingt. Ich glaube, dass wir uns irgendwann wieder stärker in Richtung Gerechtigkeit, Freiheit und Würde bewegen werden. Während der Operation Metro Surge in den Twin Cities habe ich ein Ausmaß staatlicher Gewalt erlebt, das ich in meinem Leben nie für möglich gehalten hätte. Gleichzeitig habe ich aber auch eine außergewöhnliche Solidarität gesehen. Menschen unterschiedlichster Herkunft kamen zusammen, um die am stärksten Betroffenen zu unterstützen – sie organisierten Hilfsangebote, lieferten Lebensmittel aus und setzten sich für ihre Nachbarinnen und Nachbarn ein. Es war nicht perfekt – wir sind alle nur Menschen. Aber dieses Gefühl des Zusammenhalts war bemerkenswert. Zu sehen, wie viele Menschen sich gegen etwas stellten, das sie als moralisches Unrecht empfanden, und einander halfen, gibt mir Hoffnung für die Zukunft.
Ich habe das Gefühl, hoffnungsvoll bleiben zu müssen, denn was wäre die Alternative?
Dorothy Smaglick
DS: Ich habe auch Widerstand in kleineren Maßen wie Katrin erlebt. Ich lebe in einem Vorort von Milwaukee, Wisconsin, der traditionell eher konservativ geprägt ist. Bei den letzten Schulratswahlen haben sehr engagierte Mütter eine entscheidende Rolle gespielt und Kandidaten unterstützt, die sich für öffentliche Schulen und gegen Bücherverbote einsetzen.

Auch lokale Demos zeigen ein steigendes zivilgesellschaftliches Engagement. In Brookfield, Wisconsin, nahmen beispielsweise 1.200 Menschen an einer Demonstration teil – höchst außergewöhnlich für eine Gemeinde unserer Größe. Dass Menschen zusammenkommen, gemeinsame Werte unterstützen und sich aktiv einbringen, gibt mir Hoffnung.

In unserer 250-jährigen Geschichte haben wir bereits schwierige Zeiten erlebt. Ich hoffe, dass wir wieder zu einem Zustand zurückfinden, in dem allen Menschen Würde und Respekt entgegengebracht werden – unabhängig von Herkunft, Religion oder Überzeugungen. Ich bin also hoffnungsvoll, auch wenn es Tage gibt, an denen mir das schwerfällt.

Zu den Interviewpartnern

Das Interview wurde am 20. Mai 2026 zwischen Sandy Schwalen (Goethe-Institut Houston), Dorothy Smaglick (Milwaukee) und Katrin Erdmann (St. Paul) geführt. 

Dorothy Smaglick ist Deutschamerikanerin der zweiten Generation und lebt in Wisconsin. Ihre Eltern wanderten 1954 aus Deutschland in die Vereinigten Staaten aus, und sie wuchs zu Hause mit Englisch und Bayerisch auf. Durch familiäre Verbindungen und regelmäßige Besuche pflegt sie enge Beziehungen zu Deutschland.
Dorothy Smaglick engagiert sich intensiv für die Erhaltung und Förderung der deutschen Sprache und Kultur im Mittleren Westen. Sie ist Schatzmeisterin des Deutschen Sprach- und Schulvereins von Wisconsin, einer Organisation, die den Deutschunterricht durch Fördermittel, Schülerwettbewerbe und Bildungsprogramme unterstützt. Außerdem ist sie im Goethe-Haus von Wisconsin aktiv, wo sie bei der Organisation von Sprachkursen und kulturellen Veranstaltungen mitwirkt, die den deutsch-amerikanischen Austausch fördern.

Katrin Erdmann ist in Hannover geboren und aufgewachsen und zog 2001 in die USA, nachdem sie zuvor als Austauschschülerin an einer High School in Minnesota war. Seitdem hat sie in verschiedenen Teilen der USA gelebt, darunter in Boston und San Francisco, bevor sie nach St. Paul, Minnesota zog.
Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Katrin Erdmann beim Germanic-American Institute (GAI), wo sie Deutsch unterrichtet und Sprachprüfungen des Goethe-Instituts sowie den TestDaF abnimmt. Neben ihrer Lehrtätigkeit engagiert sie sich im Kulturprogramm des Instituts, zu dem Bildungsveranstaltungen, eine deutsche Vorschule und eine Samstagsschule gehören. Durch ihre Arbeit trägt sie dazu bei, die kulturellen und bildungspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu stärken.

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