Las Vegas – California City, 06. März 2026  Wenn Auffälliges auffällt

Portraitfoto von Mücahit Türk auf einem blau eingefärbten Hintergrund mit einer Straße und einem Kaktus © Goethe-Institut, Ricardo Roa

Die Straße und dann das Warten und dann das Bett und nirgends ganz Ankunft.

Fünfhundert und ein Damm für einen Agenten. Wir geben Bescheid, wenn Auffälliges auffällt. Kein Wasser da, stattdessen kann man etwas hinunterwerfen, wenn man sich traut, man kann auch wahlweise hinunterschauen und sich angezogen fühlen. Ein Vogel macht derweil Halt, ein belgischer Vogel macht die Wolken schneller, und wir fahren vorbei, ich meine, wir setzen auf Rot, die Steine, das Geld. Wir fahren auf ein offenes Feld, also Rot und dann Grün, Talgrün für alle jetzt schon lange Wartenden.

Dreihundert und Tal sagen und es so meinen, also Schachspieler oder Las Vegas, zumindest schön anzusehen und fünftausend Mal Tal, jedenfalls nicht allzu wenig, und hier also tolle Aussicht und dieses Grünwasser, dieses Wegwehen, ich meine, diese tollen Steine. Zweihundert, und wahrscheinlich ist es Salz, wenn es doch weiß ist. Man steckt die Hände und Füße rein, wenn man sich träumt, und alles ganz kristallweiß, ich meine, so muss das auch für Jesus H. Christ gewesen sein.

Die Kurve, fast nicht gekriegt, aber dann doch gekriegt, die Kurve und eine endlose Straße und erst hundertfünfzig, dann hundert, Kurve und sonst nichts, eine Straße ohne Ende, achtzig, sechzig, die Uhr zeigt noch keine Nacht, die Uhr schlägt jetzt Atemübungen vor, und fünfzig und vierzig und kein Signal, die Kurve noch bekommen, Tankstelle, endlich angekommen.

Müde Augen und Münder, alles ausgeguckt und ausgespuckt, Dinner und Diner, dürfen wir jetzt bitte zahlen, Omas und eine Kirchengesellschaft, wann dürfen wir jetzt bitte zahlen, Kinder und Spieleautomaten, wieso können wir noch nicht zahlen.

Am Schalter dann dreimal warten und sich ausschalten. Ein Surren, das muss die Toilette sein. Nur noch ins Bett legen, sich nur noch fragen, ob es beißt. Vielleicht.
Die in diesem Text geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung oder Position des Goethe-Instituts wider.