Sieben Hügel, tausend Denkmäler und mittelalterlicher Charme: Bamberg verzaubert mit einzigartigen Stadtvierteln und einer Geschichte, die bis in das Jahr 902 zurückreicht.
Bamberg thront, ähnlich wie die Heilige Stadt, auf sieben Hügeln und heißt deshalb gerne auch „Fränkisches Rom“. Doch die oberfränkische Stadt hat weit mehr zu bieten als diese Parallele zur italienischen Metropole. Kaum ein anderer Ort in Deutschland vermittelt heute noch ein so authentisches Bild mittelalterlicher Stadtbaukunst, denn trotz der Wirren vergangener Jahrhunderte blieb das historische Stadtbild weitgehend erhalten. Nicht zuletzt deshalb wurde die Bamberger Altstadt 1993 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Geschichte Bambergs reicht bis ins Jahr 902 zurück, und über die Jahrhunderte hatte die Stadt als Bischofs- und Kaisersitz überregionale Bedeutung. Heute ist sie vor allem für die über tausend denkmalgeschützten Gebäude bekannt, die sich auf die drei Stadtteile der Altstadt verteilen: Bergstadt, Inselstadt und Gärtnerstadt. Sie haben jeweils einen ganz eigenen Charme.
In der Bergstadt erhebt sich mit der Altenburg das wohl bekannteste Wahrzeichen Bambergs. Über 200 Jahre lang residierten hier die Bamberger Fürstbischöfe. Später verbrachte der bekannte deutsche Schriftsteller E.T.A Hoffmann zeitweise seine Tage an diesem Ort. Heute begeistert die Burg vor allem mit ihrem Blick auf die Innenstadt. Auf einem anderen der sieben Hügel steht der Bamberger Dom. Gegründet im Jahr 1002, fiel er zweimal den Flammen zum Opfer, bevor die heutige, im 13. Jahrhundert vollendete Kathedrale entstand. Sie beherbergt das Grab von Papst Clemens II., das einzige päpstliche Grab nördlich der Alpen.
Die Inselstadt liegt, wie der Name andeutet, auf einer künstlichen Insel direkt in der Regnitz. Neben dem alten Rathaus finden Besucher*innen hier auch die ehemalige Fischersiedlung „Klein Venedig“, in der sich mittelalterliche Fachwerkhäuser dicht an dicht an das Ufer schmiegen. Zahlreiche charmante Läden laden zum gemütlichen Einkaufsbummel. Und schließlich die Gärtnerstadt: Seit dem Mittelalter wird in Bamberg Gemüsegartenanbau betrieben. Bis heute verleihen die weiten Gärten diesem Stadtteil ein einzigartiges Flair.
Umwege
Was bedeutet Görliwood, warum findet man in Bayern ein Stück Karibik und wo könnt Ihr vor Schaufelradbaggern tanzen? In unserer Serie nehmen wir Euch jeden Monat mit an einen Ort in Deutschland, den Ihr vielleicht noch nicht kennt, aber unbedingt kennenlernen solltet. Wir zeigen Euch Orte, die von der üblichen Touristenroute abweichen. Seid Ihr bereit für einen kleinen Umweg?
Januar 2026