Filmvorführung

Repertoire am Goethe: Toxi

Filmstill: Toxi
© Beta Film GmbH

Do., 05.03.2026 19:00 Uhr ET

Goethe-Institut New York

30 Irving Place
New York, NY 10003
USA

Details

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Preis: Kostenlos
+1 212 4398700
gfo-newyork@goethe.de Für diese Veranstaltung bitten wir um Anmeldung

Links zum Thema

Partner

Logo: Hessische Kulturstiftung Friends of Goethe New York

Teil der laufenden Ausstellung „3 Lieder für Marie Nejar“

Das German Film Officeund das Goethe-Institut New York freuen sich, im Rahmen der aktuellen Ausstellung 3 Lieder für Marie Nejar des Künstlers James Gregory Atkinson eine Vorführung von Robert A. Stemmles Film Toxi aus dem Jahr 1952 zu präsentieren. Atkinson wird gemeinsam mit Nana Adusei-Poku, Assistenzprofessorin für Kunstgeschichte und Black Studies an der Yale University, über den Film diskutieren.


Nach dem Zweiten Weltkrieg findet die wohlhabende Familie Rose aus München ein fünfjähriges Mädchen namens Toxi, das vor ihrer Haustür ausgesetzt wurde. Toxi ist die Mischlingstochter eines amerikanischen Soldaten und einer inzwischen verstorbenen deutschen Mutter. Ihre Ankunft weckt bei den Roses sowohl Mitgefühl als auch Misstrauen. Erst als sie ihren Platz in der Familie gefunden hat, kehrt ihr Vater zurück, um Toxi mit sich nach Amerika zu nehmen.

Als einer der ersten deutschen Filme, der sich mit den Erfahrungen schwarzer Kinder befasst, die während der Besatzungszeit geboren wurden, enthält Toxi einen Titelsong von Marie Nejar, der afrodeutschen Sängerin und Schauspielerin, der die Ausstellung gewidmet ist. Für Atkinson fungiert Toxi als wiederkehrender kultureller Bezugspunkt, der die Fragen, um die es in seiner eigenen Praxis und Biografie geht, kontextualisiert und offenlegt.

3 Lieder für Marie Nejar ist bis zum 19. März im Goethe-Institut New York zu sehen und wird durch die großzügige Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung und der Friends of Goethe New York ermöglicht.

Toxi
Regie: Robert A. Stemmle
BRD 1952
88 Min.
Mit Elfie Fiegert, Paul Bildt, Johanna Hofer


James Gregory Atkinson
In seinen forschungsbasierten Ausstellungsprojekten verbindet der Künstler James Gregory Atkinson soziale und politische Geschichte mit autobiografischen Perspektiven, um die Abwesenheit afro-deutscher Erfahrungen in etablierten Narrativen zu Rasse, Identität und Nationalität in Deutschland zu untersuchen. Indem er Dokumente, Objekte, mündliche Überlieferungen, Körper, Orte und performative Praktiken in ein lebendiges, gemeinsames Archiv integriert, stellt er Erinnerung, Erfahrung und Wissen als relational und dynamisch dar, wobei jedes Element als historischer Träger fungiert. Als Vertreter einer Linie postkonzeptueller Künstler betrachtet Atkinson das Archiv als Ort der Selbstbestimmung und als Ort der Machtkritik. Er bezieht Gemeinschaften und bedeutende Orte durch partizipative Methoden ein, die historische und zeitgenössische Erfahrungen in einen Dialog bringen und deren koexistierende und miteinander verwobene Zeitlichkeiten widerspiegeln.

Nana Adusei-Poku
Nana Adusei-Poku ist Assistenzprofessorin am Institut für Kunstgeschichte und Black Studies der Yale University. Zuvor war sie Assistenzprofessorin für afrikanische Diaspora-Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der University of California Berkeley. Zuvor war sie außerordentliche Professorin und Luma Foundation Fellow am Center for Curatorial Studies, Bard College, Annandale-on-Hudson, New York (2019-2022), sowie Gastprofessorin für Kunstgeschichte der afrikanischen Diaspora an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York City (2018-2019). Die Frage „Was sind die Bedingungen unserer Existenz?“, die Stuart Hall stellte, bleibt zentral für ihren Werdegang und inspiriert sie dazu, einen engagierten pädagogischen Ansatz zu verkörpern und weiterzuentwickeln und die Performativität des Nichts und des Lebens „im Halt“ zu erforschen. Ihre Forschung befasst sich mit kulturellen Veränderungen und deren Artikulation an den Schnittstellen von Kunst, Politik und Populärkultur, künstlerischen Produktionen der schwarzen Diaspora und kuratorischer Praxis als Forschungsinstrument zur Gestaltung kunsthistorischer Diskurse.

Partner

Logo: Hessische Kulturstiftung Friends of Goethe New York