Filmvorführung

Banale Tage

Film-Still: Banale Tage
© DEFA Film Library

12.12.2024
19.00 Uhr

Goethe-Institut New York

30 Irving Place
New York, NY 10003
USA

Details

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Preis: Kostenlos
+1 212 4398700
gfo-newyork@goethe.de Für diese Veranstaltung bitten wir um Anmeldung

Links zum Thema

Vorführung des Spielfilmdebüts von Peter Welz aus dem Jahre 1991 im Rahmen der Reihe „An Alternate Cinema“

Das German Film Office freut sich, gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek und der DEFA Film Library den Film Banale Tage aus dem Jahr 1991 zu präsentieren. Mit einer Einführung von Kuratorin Annika Haupts, Deutsche Kinemathek. Anmeldung erforderlich.

Ostberlin 1978. Thomas ist Werkzeugmacherlehrling, Michael Oberschüler. Der Vater von Thomas ist Arbeiter, der von Michael Dramaturg an der Volksbühne. Die beiden Teenager sind mit den Vätern und Autoritäten wie Lehrmeister und Schuldirektorin über Kreuz. Sie rebellieren gegen ein paternalistisches System, das Jugendlichen keinen Platz zur Entfaltung lässt, ihnen nur Anpassung abverlangt. Als ein von Michaels Vater als „subversiv“ angekündigtes Theaterstück in Wahrheit die Jugendkultur denunziert, protestiert Thomas öffentlich. Dies ruft die Staatssicherheit auf den Plan…

Der Film der DEFA-Nachwuchsgruppe „DaDaeR“ markierte einen radikalen Bruch mit den formalen und ästhetischen DEFA-Normen. Das Spielfilmdebüt des 27-jährigen Regisseurs Peter Welz, der zuvor Kurzfilme nach Skripts von Frank Castorf und Leander Haußmann realisiert hatte, erprobt eine neue Art der Filmsprache: experimentell, ironisch, parodistisch. Ein ebenso bissiger wie bitterer Abgesang auf die DDR, voller Anspielungen auf deren absurdes Alltags- und korrumpiertes Kulturleben.

Banale Tage wurde 1991 mit einem Max Ophüls Preis ausgezeichnet.

(Quelle: Internationale Filmfestspiele Berlin)

Banale Tage
Regie: Peter Welz
Deutschland 1991
92 Minuten
Mit Christian Kuchenbuch, Florian Lukas, Kurt Naumann, Jörg Panknin, Ronald M. Schernikau, Bärbel Rolle, Ernst-Georg Schwill, Rolf Peter Kahl

Weitere Vorführungen mit selten gesehenen, neu restaurierten Filmen aus den Archiven der Deutschen Kinemathek finden im Metrograph (New York) und im Academy Museum of Motion Pictures (Los Angeles) statt.