Filmreihe

Volker Spengler/Highfalutin

Profile: Volker Spengler/Highfalutin
© Rainer Werner Fassbinder Foundation

01.03.–09.03.2025

Anthology Film Archives

32 2nd Avenue
New York, NY 10003
USA

Details

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Preis: $14; $10 Studierende & Senioren
gfo-newyork@goethe.de

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In Zusammenarbeit mit Anthology Film Archives

Dem nordamerikanischen Filmpublikum ist der deutsche Schauspieler Volker Spengler (1939–2020) vor allem als Teil von Rainer Werner Fassbinders außergewöhnlichem Schauspielerensemble, mit dem er immer wieder zusammenarbeitete, bekannt. Spengler hatte mehrere unvergessliche Rollen in Fassbinders Filmen, aber keine ist legendärer als die herzzerreißende Elvira, die transsexuelle Protagonistin von In einem Jahr mit 13 Monden (1978) und sowohl Spenglers prominenteste Hauptrolle als auch eine der größten Leistungen eines Schauspielers in Fassbinders Gesamtwerk.

Spenglers Karriere ging jedoch weit über seine Zusammenarbeit mit Fassbinder hinaus. Er war einer der Giganten des deutschen Films und Theaters, zum Teil wegen seiner Rollen in Filmen von Christoph Schlingensief (einem Filmemacher, Dramatiker und Autor, der in vielerlei Hinsicht Fassbinders Nachfolger war und mit dem Spengler ebenso eng zusammenarbeitete), Volker Schlöndorff, Hans-Christof Stenzel und anderen, aber vielleicht insbesondere wegen seiner Arbeit auf der Bühne. Er spielte in zahllosen Inszenierungen an den wichtigsten Theatern Deutschlands – der Volksbühne, dem Berliner Ensemble, dem Tanztheater von Pina Bausch – und arbeitete mit dem „Who is Who“ der deutschen Theaterkoryphäen wie Schlingensief, Heiner Müller, René Pollesch, Frank Castorf und anderen.

Wenige Monate vor Spenglers Tod im Jahr 2020 versammelte der Filmemacher Hans Broich einige seiner Freunde und Kollegen in einem seiner Stammlokale, der Berliner Bar Diener Tattersall. Das Ergebnis, Highfalutin (2021), ist ein höchst ungewöhnliches filmisches Porträt, das auf die konventionelle Technik verzichtet, das Leben eines Künstlers anhand von Interviews, Filmausschnitten und anderem Archivmaterial zu erzählen. Stattdessen führt Broich so etwas wie ein filmisches Äquivalent einer Schiwa durch (wenn auch vor Spenglers Tod), in dem ein lebendiges, organisches Porträt des Künstlers durch die Anekdoten, Erinnerungen und Einsichten derer entsteht, die ihn am besten kannten.

Filmprogramm:

Hans Broich, Highfalutin
(2021, 96 Min., DCP)
In Anwesenheit des Filmemachers!

Rainer Werner Fassbinder, Satansbraten
(1976, 113 Min., 35 mm)

Rainer Werner Fassbinder, In einem Jahr mit 13 Monden
(1978, 124 Min., 35mm auf DCP)

Rainer Werner Fassbinder, Die dritte Generation
(1979, 110 Min., 35mm auf DCP)

Christoph Schlingensief, Schafe in Wales
(1988, 64 Min., 16mm auf DCP)

Christoph Schlingensief, The 120 Days of Bottrop
(1997, 60 Min., 16mm auf DCP)

Claude-Oliver Rudolph, Der dicke Rebell
(1987, 45 Min. (Ausschnitt), 16mm auf DCP)