Mitwirkende

Anu Tali

© Erik Riikoja

Als eine der faszinierendsten jungen Dirigentinnen der heutigen Szene gehört Anu Tali einer neuen Generation von Künstlern an, die auf der Suche nach frischen musikalischen Ideen sind.

Die junge Dirigentin tritt regelmäßig mit Orchestern weltweit auf, unter anderem mit Japan und Tokyo Philharmonics, Orchestre National de Lyon, Orchestre National de France, Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, den New Jersey, Madison und Edmonton Symphonies, Göteborger Symphoniker, Mozarteumorchester Salzburg (mit dem sie 2006 auch ihr Debut bei den Salzburger Festspielen gab), dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, NDR Sinfonieorchester Hamburg, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, MDR Sinfonieorchester Leipzig, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Berliner Konzerthausorchester, Berner Symphonieorchester, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Radiosymphonieorchester Wien und Ensemble Modern. Nach einem immensen Erfolg einer Carmen-Produktion am Theater Magdeburg hat sie im Sommer 2011 Glucks Telemaco mit dem Freiburger Barockorchester bei den Schwetzinger Festspielen sowie am Theater Basel aufgeführt. Außerdem sorgte sie mit Aufführungen von Heiner Goebbels’ „Songs of Wars I Have Seen“ mit der London Sinfonietta in Saint Paul/Minnesota, Londons South Bank Centre, dem Lincoln Center New York sowie in Seattle und Barcelona für größtes Aufsehen.

Seit August 2013 ist Anu Tali Music Director des Sarasota Orchestra. Darüber hinaus bleibt sie Chefdirigentin des durch sie und ihre Zwillingsschwester Kadri 1997 gegründeten Nordic Symphony Orchestra, das besonders kulturelle Kontakte zu den nordischen Nachbarländern fördert und Musiker aus der ganzen Welt vereint. Heute umfasst das Nordic Symphony Orchestra Mitglieder aus fünfzehn Ländern und bringt Musiker aus den führenden Orchestern der Welt zusammen. Highlights der Saison 2013/14 sind neben ihren Aufgaben in Sarasota, Florida, Engagements bei der Ruhrtriennale und beim Ensemble Modern.

Anu Tali veröffentlichte ihr Debüt-Album 2002 mit Swan Flight (Finlandia/Warner Classics). Später folgte die Aufnahme Action Passion Illusion für Warner Classics mit Werken von Rachmaninov, Sibelius und Erkki-Sven Tüür. Im Januar 2011 erschien auf ECM eine von der Kritik hochgelobte Einspielung der Orchesterwerke Strata und Noēsis, wiederum aus der Feder Tüürs. ARTE hat einen Dokumentarfilm mit dem Titel Maestra Baltica über sie produziert, der seit Februar 2008 mehrfach ausgestrahlt wurde.

Viele internationale Preise unter anderem der ECHO Klassik in der Kategorie „Young Artist of the Year“ (2003), der Estonische Kulturpreis (2003), der „Presidential Award of Estonia” (2004), „Musician of the Year” des Estnischen Rundfunks (2006) und der „Annual Music Prize der Cultural Foundation of Estonia“ (2009/2010) zeichnen Anu Tali aus. In Estland geboren, begann sie ihre musikalische Ausbildung als Pianistin, absolvierte 1991 ihr Studium an der Musikakademie in Tallinn und führte ihr Dirigier¬studium an der Estnischen Musikakademie bei Kuno Areng, Toomas Kapten und Roman Matsow weiter. In St. Petersburg, Moskau und Helsinki vervollkommnete sie ihre Studien bei Ilya Musin, Leonid Kortschmar und Jorma Panula.

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