Robert Musil: Porträt

Im Jahre 1906 war sein Erstlingsroman "Die Verwirrungen des Zöglings Törless" erschienen, die seinen Namen über Nacht zu einem Begriff machte. Es folgten zwei kleine Novellenbände "Vereinigungen" (1911), "Drei Frauen" (1924), das Schauspiel "Die Schwärmer" (1920) und die Posse "Vinzenz oder die Freundin bedeutender Männer" (1924) und schliesslich die Hauptarbeit seines Lebens, der Roman "Der Mann ohne Eigenschaften". Er schrieb daran fast zwei Jahrzehnte, bis zu seinem Tod. Ende 1930 erschien der 1. Band, 1932 der zweite Band des ungemein umfangreichen Werkes, der es jedoch noch nicht abschloss. Sein Erscheinen galt damals in Deutschland als ein literarisches Ereignis, das die Kritik in Superlativen feierte.

Nachdem er 1933 aber Berlin verlassen und nach Wien übergesiedelt war und nachdem sein Werk vom deutschen Büchermarkt verschwunden war, geriet der Dichter sehr rasch in Vergessenheit. Einer Sammlung von Essays und Feuilletonsgab er daher 1936 den bitteren Titel "Nachlass zu Lebzeiten". 1937 erschien noch eine Rede "Über Dummheit" und ein weiterer Vortrag "Der Dichter um diese Zeit", dann folgten Jahre einer beklemmenden Vereinsamung. Im Jahre 1938 hatte M. nach dem "Anschluss" Wien verlassen und war auf dem Umweg über Rom in die Schweiz gekommen. Er nahm dort zunächst in Zürich, später in Genf seinen Wohnsitz. Dort starb er am 15. April 1942 mitten in der Arbeit am Schlussband seines Romans "Der Mann ohne Eigenschaften" im Alter von 61 Jahren.
Mit freundlicher Erlaubnis des Verlages dem
„Munzinger-Archiv/Internationales Biographisches Archiv“ entnommen

Robert Musil im Bibliothekskatalog

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