Getting yourself settled

ONLINE CHATS: Getting yourself settled

    Wohnung / Mietvertrag

    Hallo Jenny. Ja, ich bin gerade nach Hause gekommen. Worüber freust du dich so?
    Oh, ich freue mich sehr für dich! Eine Badewanne kann wirklich schön sein. Insbesondere, wenn man im Winter ganz duchgefroren nach Hause kommt. Ich habe leider keine :)
    Hast du denn eigentlich eine Wohnung ganz für dich allein?
    Das ist eine super Idee. Aber du wohnst alleine in einem Zimmer, oder?
    Stimmt, das existiert hier eigentlich kaum. Für mich war es zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig, alleine zu wohnen. Aus Manila war ich noch daran gewöhnt, mir ein Zimmer zu teilen. Das macht man hier in Deutschland nicht, auch nicht in WGs. Jeder hat sein eigenes Zimmer. Aber sieh es positiv: So kannst du in Ruhe deinen Jetlag ausschlafen ;)
    Ne, im Ernst: Ich glaube eine Wohngemeinschaft ist ein toller Einstieg für dich. So lernst du gleich neue Leute kennen, die dir viele Tipps geben können. Und du sprichst natürlich auch gleich mehr Deutsch.
    Ja, du ahnst es richtig ☺ Ein Mietvertrag ist in Deutschland ein Muss – nicht wie auf den Philippinen, wo ja manchmal auch noch eine Absprache reicht. Da du aber in eine WG ziehst, hat sicherlich einer deiner Mitbewohner schon einen Hauptmietvertrag und du musst wirklich nur noch deinen Zimmer-Mietvertrag unterschreiben und eine Kaution zahlen.
    Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich noch viel mehr nachweisen musste, bevor ich den Zuschlag für meine Wohnung bekam. Ich brauchte einen Nachweis über mein Gehalt und einen von der SCHUFA (Kreditsicherung), um zu beweisen, dass ich die Miete auch bezahlen kann. Aber da gibt es keine verbindlichen Regeln – das ist von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich und der Vermieter sagt dir vorher Bescheid, was du brauchst.
    Ja, das ist der Standard. Und an solche offiziellen Fristen solltest du dich auch wirklich halten. Da sind die Deutschen recht streng ...
      Haustürschlüssel

      Ich weiß nicht, ob das gehen wird.
      Doch, natürlich werde ich dich besuchen :) Ich meine den Schlüssel. Auf den Philippinen funktioniert das Nachmachen der Schlüssel ja meist ganz einfach. In Deutschland haben sich "Sicherheitsschlüssel" durchgesetzt. Die kannst du nicht einfach neu und beliebig oft anfertigen lassen.
      Dann kann es ganz schön teuer werden. Viele Leute schließen deshalb eine Hausratversicherung ab, um vorzusorgen.
      Ja, man muss ja auch nicht immer vom Schlimmsten ausgehen. Hast du schon jemals einen Schlüssel verloren?
      Das muss jeder ganz für sich allein entscheiden :)
        Mülltrennung

        Da sagst du was. Das will ich auch noch machen. Denn ich habe mich auch gerade wieder von ein paar alten Sachen getrennt. Hier bringt man sie zur Altkleidersammlung. Das ist meist ein großer weißer Container, in den du gebrauchte, aber noch gute Sachen werfen kannst. So kommen deine alten Schuhe und Kleidungsstücke noch Bedürftigen zugute. Übrigens habe ich meine Sachen nicht nur aussortiert, um zu helfen, sondern auch, weil ich auf dem Sperrmüll einen alten, ganz tollen Schrank gefunden habe…
        Auf dem Sperrmüll. Wenn du alte Möbel hast, kannst du sie von der Müllabfuhr abholen lassen. Das musst du vorher anmelden und dann stellst du Sofas, Tische, Schränke und so weiter einfach auf die Straße. Ganz oft sind tolle Stücke dabei und viele Leute schauen gern in diesen Haufen, ob sie nicht selbst schöne Möbel für sich finden. So hab ich auch meinen Schrank gefunden. Ich hab ihn gesehen und gleich mitgenommen.
        Stimmt. Überhaupt funktioniert die Mülltrennung hier ein wenig anders…
        Naja, so anders ist es auch nicht. Du kennst das bei uns schon von öffentlichen Plätzen. Dort trennen wir den Müll in organische und nicht-organische Stoffe. Und das setzt sich hier in Privathaushalten fort.
        So dramatisch ist das nicht. Normalerweise trennen die Deutschen in jedem Fall Glas- und Papiermüll. Dazu kommen meist noch Bio- und Sondermüll sowie der „Gelbe Sack“?
        In den „Gelben Sack“ kommen die meisten Kunststoffverpackungen. Du erkennst sie am „Grünen Punkt“ auf der Verpackung.
        Ja, das wirst du bald sehen :) Einen großen Unterschied gibt es übrigens doch noch: Hier haben wir ein Pfandsystem für Getränkeflaschen. Fast immer, wenn du eine Flasche kaufst, musst du ein paar Cent mehr bezahlen. Diese bekommst du aber zurück, wenn du die Flaschen wieder abgibst. Auf diese Weise wird viel Müll vermieden.
        Lass uns gern mal einen Einkaufsbummel machen, wenn du hier bist. Dann zeige ich dir das alles persönlich. Jetzt aber erstmal weiter viel Spaß beim Packen und Sortieren. Tschüss.