Umwelt

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„Grünes Büro“ – Ökologie am Arbeitsplatz

Elefantenfuß (Zimmerpflanze) © KörnerbrötchenZur Zeiten des Klimawandels und steigender Energiepreise ist „Green Living“ mittlerweile ein weit verbreiteter Begriff. Zum „Grünen Wohnen“ gehört auch „Grünes Arbeiten“. Pflanzen, optimales Arbeitsklima, umweltfreundliche Raumgestaltung und die richtige Beleuchtung – bei To4ka-Treff erfahrt ihr, worauf es bei der Einrichtung eines „Grünen Büros“ ankommt.

© Namics


Der moderne Mensch verbringt im Schnitt etwa 80 Prozent seines Lebens in geschlossenen Räumen. Dabei arbeitet verschiedenen Schätzungen zufolge fast jeder zweite Berufstätige in Deutschland in einem Büro. Für viele ist das Büro wie ein zweites Zuhause – hier werden im Schnitt 40 Stunden in der Woche verbracht.

Pflanzen für ein besseres Raumklima

Bei dem Begriff „grünes Büro“ denkt man zuallererst an Pflanzen. Nicht umsonst. Pflanzen dienen nicht nur der optischen Raumgestaltung eines Büros, sie wirken sich auch positiv auf das Raumklima aus und erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum: Fast das gesamte Gießwasser wird durch ihre Transpirationsleistung wieder an die Umgebung abgegeben. So kann die Luftfeuchtigkeit im Zimmer stets im angenehmen Bereich gehalten werden (optimal zwischen 40 und 60 Prozent). Bestimmte Grünpflanzen sind außerdem in der Lage, Staub zu binden und filtern Schadstoffe aus der Luft.

Elefantenfuß (Zimmerpflanze) © KörnerbrötchenDoch das ist noch nicht alles. Zahlreiche Studien belegen, dass Pflanzen im Büro die Ausgeglichenheit und Konzentration der Mitarbeiter fördern. Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die in einem bepflanzten Raum arbeiten, zufriedener sind und mehr Leistung bringen. Bei dem Projekt „Grünes Büro“ der BMW-Group beispielsweise gaben über 90 Prozent der Mitarbeiter an, sich nach der Bepflanzung wohler und motivierter zu fühlen.

Sauerstoff statt Klimaanlagen

Kopfschmerzen, Augenprobleme sowie Atemwegserkrankungen zählen zu den häufigsten typischen „Bürokrankheiten“. Dies wird vor allem durch den größten Feind der Büroangestellten – die Klimaanlagen – verursacht. In Büros mit Klimaanlagen ist die Luftfeuchtigkeit meistens zu niedrig. Die Folge: Die Augen werden gereizt, Schleimhäute trocknen aus und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Auch die optimale Raumtemperatur, 20 bis 24 Grad, wird mit Klimaanlangen nicht immer eingehalten. Viele Büroangestellte wissen es aus eigener Erfahrung: Gutes Durchlüften statt Klimaanlage kommt der Gesundheit zugute. Der Verzicht auf Klimaanlagen spart außerdem erhebliche Stromkosten.

„Grüne Geräte“ und weniger Drucken

„Please consider the environment before printing this e-mail” – zu Deutsch: „Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese E-Mail ausdrucken“. Ein typischer Satz in der Signatur einer geschäftlichen E-Mail. Doch trotz der neuen Medien sind wir heute noch weit entfernt vom erhofften papierlosen Büro. Deutschland gehört zu den größten Papierverbrauchern weltweit.

Blauer Engel-LogoDabei ist es gar nicht so schwer, der Aufforderung in der E-Mail-Signatur Folge zu leisten: Mittlerweile existieren einige Hersteller von Recycling-Papier und umweltschonenden Bürogeräten. Diese erkennt man unter anderem an einem Gütesiegel, wie dem „Blauen Engel“, der beispielsweise auch umweltfreundliche Bodenbeläge und Farben kennzeichnet. Die Entwicklung zu nachhaltigeren Lösungen im Bürobereich scheint auf einem guten Weg zu sein: laut der Studie „Green Office“ des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2009 sprachen sich über 40 Prozent der Befragten für eine ökologisch nachhaltige Bürogestaltung aus. Im Technikbereich wird dieser Wandel auch durch den verbreiteten Einsatz von modernen Multifunktionsgeräten bestätigt. Diese beinhalten meistens einen Drucker, Scanner, Kopierer und Faxgerät in einem. So lassen sich Stromkosten sparen.

Moderne und energieeffiziente Beleuchtung

LED Strahler © Harry20 aus der deutschsprachigen WikipediaBeleuchtung verursacht einen wesentlichen Anteil der Stromkosten in einem modernen Büro. Insbesondere in Großraumbüros sind die Tische der Mitarbeiter oft so positioniert, dass nicht jeder Zugang zu natürlichem Tageslicht hat. Deswegen ist hier eine energieeffiziente und tageslichtähnliche Beleuchtung besonders wichtig. Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf Beleuchtungskonzepte mit modernen Lichtlösungen wie beispielsweise LED-Lampen. Diese haben einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch und eine lange Lebensdauer. Durch den Einsatz moderner Beleuchtungslösungen ist es außerdem auch möglich, Licht an die äußeren Umstände anzupassen. Es ist an einem Arbeitsplatz dann also so hell wie nötig und so, dass es noch angenehm für das menschliche Auge ist.

Nachhaltiges Handeln und „grüne Gebäude“

Es gibt noch zahlreiche andere Aspekte bei der Gestaltung eines „grünen Büros“. Dazu gehört nicht nur das Büro an sich, sondern auch das Verhalten der Mitarbeiter. Eine Videokonferenz einberufen anstatt einer zehnstündigen Flugreise zu einem Geschäftstermin oder mit der Bahn zur Arbeit statt mit dem Auto – spart Energie, Kosten und ist umweltfreundlicher.

Die perfekte Variante eines „grünen Büros“ sollte sich im besten Fall in einem „grünen Gebäude“ befinden. Dazu zählen Gebäude, bei denen unter anderem Planung, Bau und Konstruktion den modernen nachhaltigen Richtlinien entsprechen. Zur Unterstützung eines solchen Konzepts existieren mehrere Förderinstitutionen, wie zum Beispiel das sogenannte „Green Building-Programm“ der EU.

Julia Gershovych
Tutzing

Copyright: To4ka-Treff
Januar 2013

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