Serotonin


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Als Input zunächst zwei Axiome und eine Schlussfolgerung:
Erstens: Durch einen Punkt auf einer Fläche lässt sich eine unendliche Anzahl von Linien generieren; zweitens: durch zwei Punkte auf einer Fläche kann man eine und zwar nur eine Linie zeichnen; drittens: eine gerade Linie teilt eine Fläche in zwei Hälften.

Diese simplen Axiome der Darstellenden Geometrie machen uns klar, dass jede Interaktion in einem Raum zwangsläufig zu seiner Teilung führt, wir selbst durchziehen – ohne uns das bewusst zu machen – diesen uns umgebenden Raum mit Grenzen verschiedener Durchlässigkeit. Und dies gilt nicht nur für die materielle Welt, sondern auch für die Welt der Ideen, dort ist alles noch interessanter und chaotischer. Warum ist das so? – Diese Frage stellten wir unseren Autor*innen und baten sie, zu erzählen, was für sie „Grenze(n)“ bedeutet. Dabei ließen wir die Grenzen des Themas möglichst offen, so, wie es scheint, wird der Sinn des Gesagten noch deutlicher.

Die Autor*innen von „Konverter“ werden in den kommenden Wochen Grenzen in verschiedener Weise definieren: von „erlaubt“ bis „greifbar“. Dabei werden sie sich nicht auf das Format Text beschränken: Die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen in der Realität werden auch in Fotoreportagen erkundet. Außerdem wird von der Kunst an der Grenze zwischen künstlerischer Erfindung und Realität die Rede sein: Experten aus den Bereichen Film und Filmkritik erzählen, welche Filme man gesehen haben muss. Apropos künstlerische Erfindung: unsere Autor*innen geben Ratschläge, wie man kreative Blockaden überwinden und im Alltag Inspiration finden kann.

Eure
Konverter-Redaktion
am Goethe-Institut Nowosibirsk


Konverter
Redaktion

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