Wie lebst du?


Handyfilmwettbewerb 2017

WIE LEBST DU? – Zu diesem Thema hat das Goethe Institut St. Petersburg einen Handyfilmwettbewerb im Rahmen der 14. Deutschen Woche veranstaltet. Dieses Jahr ist das Thema von einer Reihe von Beiträgen der Plattform Konverter inspiriert, die ebenfalls unter der Leitfrage „Wie lebst du?“ publiziert wurden. Die Teilnehmer sollten einen Kurzfilm, nicht länger als zwei Minuten, mit ihrem Handy drehen und damit einen Einblick in ihr Leben geben. Die Idee zu diesem Handywettbewerb entstand 2008 und findet seitdem jährlich im Rahmen der Deutschen Woche statt. Grundgedanke hinter dem Wettbewerb war einerseits, dass damit versucht wurde vor allem das junge Publikum für die Veranstaltungen der Deutschen Woche zu begeistern, sowie andererseits die Auseinandersetzung mit Themen, mit denen sich auch das Goethe-Institut beschäftigt, zu fördern. Dazu gehörten beispielsweise die Themen „(In)Toleranz“ von 2009 oder „Feminismus als neue Realität“ aus dem letzten Jahr.

Dieses Jahr wurden insgesamt 65 Filme eingereicht, was bisher die höchste Anzahl der Einsendungen seit 2008 war. Welches Motiv genau behandelt wird, war den Teilnehmern freigestellt, es musste nur mit dem Handy gedreht worden sein. Einige haben noch einen Filter in beispielsweise schwarz-weiß über den Film gelegt oder einen Zeitraffer benutzt. Manchmal kristallisiert sich durch das Leitthema ein Lieblingsmotiv bei den Videos heraus, doch in diesem Jahr haben die Teilnehmer wieder ihre Kreativität unter Beweis gestellt und sich intensive Gedanken darüber gemacht, welchen Aspekt sie bei der Ausgangsfrage „WIE LEBST DU?“ genauer beleuchten möchten. Die Filme zeigten die Teilnehmer beispielsweise bei der Arbeit, mit der Familie, ihren Tieren sowie in ihrer Freizeit. Somit war ein wirklich breites Spektrum an Motiven abgedeckt und das Anschauen der Videos sorgte durch die abwechslungsreiche Auswahl der Motive für den einen oder anderen Lacher im Publikum.

Eine Jury, bestehend aus Tamara Larina (künstlerische Leiterin des internationalen Filmfestivals Open Cinema), Lilija Voronkova (Sozialanthropologin und Kuratorin), Aleksander Markov (Regisseur und Kurator) sowie Ksenia Reutova (Filmkritikerin), hat sich alle Filme angeschaut. Sie wurden vor die Wahl der Qual gestellt und mussten sich für die Gewinner entscheiden. Es wurden am Ende ein erster und zwei zweite Plätze vergeben:

1. Platz: Timofej Andreev: Aх, лихо-тошно




Der Gewinnerfilm des 24-jährigen Studenten hat in dokumentarischer Form den Geburtstag seiner Oma behandelt. In Ausschnitten hat man an dieser Geburtstagsfeier im Kreise seiner Familie teil.

Den zweiten Platz teilen sich Natal’ja Gurkina sowie Aleksander Fiks und Eva Mar’jasova.

2. Platz: Natal’ja Gukina: Confession




Die 1990 geborene Regisseurin hat einen Schwarzweißspielfilm gedreht. Dabei hat sie auf ihr Wissen und Material zurückgegriffen und den Kurzfilm sehr professionell produziert. Ein Schauspieler soll aufrichtig „Ich liebe dich“ in die Kamera sprechen, damit es dem Publikum als wahre Emotion vorkommt.

2. Platz Aleksander Fiks und Eva Mar’jasova: эпидермис / оболочка / покров




Die 27-jährige Künstlerin und der 26-jährige Doktorand haben einen experimentellen Film eingereicht. Dieser Film lässt viel Spielraum zur Interpretation, aber insgesamt ist er sowohl aufregend bedrohlich als auch sinnlich. Es wird mit den verschiedenen Sinnen, wie beispielsweise die Wahrnehmung durch Hand oder Auge, gespielt. Dadurch erfahren wir eine neue Interpretation des Themas „Wie lebst du?“

***

Zur abschließenden Präsentation der Filme und Siegerehrung sind sowohl viele Teilnehmer als auch interessierte Menschen erschienen. Doch nicht nur die glücklichen Gewinner haben einen Preis bekommen. Es gab für jeden Teilnehmer ein Zertifikat und kleine Geschenke von Konverter.

Weitere Filme, die an dem Handyfilmwettbewerb teilgenommen haben, können Sie sich hier anschauen:



© Goethe-Institut e.V.

Goethe-Institut St.Petersburg



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