Rückblick

Filme 2015

Das finstere Tal Western/Drama // 115 Min. // Deutschland, 2014
Regie: Andreas Prochaska // Darsteller: Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Über einen versteckten Pfad, irgendwo hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Niemand weiß, woher dieser Fremde, der sich Greider nennt, kommt und niemand will ihn dort haben. Unverhohlenes Misstrauen schlägt ihm entgegen.

Greider, der sich als Fotograf ausgibt, kommt bei der Witwe Gader und ihrer jungen Tochter Luzi unter. Luzi, die kurz vor ihrer Heirat mit Lukas steht, ist voll Furcht vor dem bevorstehenden Ereignis, denn eine Hochzeit ist in diesem Dorf mit einer furchtbaren Tradition verknüpft. Wer sich dem widersetzt, ist einer erbarmungslosen Abstrafung ausgesetzt.

Nachdem der Schnee das Dorf eingeschlossen hat und kaum ein Sonnenstrahl mehr das Tal erreicht, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem einer der Brenner-Söhne stirbt. Als der nächste Sohn auf mysteriöse Weise umkommt, wird klar, dass es sich nur scheinbar um Zufälle gehandelt hat: Die Brenner-Familie muss büßen – Greider hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen.

www.dasfinsteretal.x-verleih.de

Auszeichnungen:
  • Bayerischer Filmpreis 2014: Beste Regie und Bester Darsteller (Tobias Moretti);
  • Deutscher Filmpreis 2014: Bester Spielfilm in Silber, Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle (Tobias Moretti), Beste Kamera/Bildgestaltung, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild, Bestes Maskenbild, Beste Filmmusik.
  • Österreichischer Filmpreis 2015: Bester Spielfilm, Beste Regie, Beste Kamera, Bestes Kostümbild, Beste Filmmusik, Beste Szenenbild, Bester Sound.
Andreas Prochaska wurde 1964 in Wien geboren und wuchs im oberösterreichischen Bad Ischl auf. Sein Studium der Publizistik und Theaterwissenschaften brach er ab und begann, als Schnittassistent und Cutter zu arbeiten. Seit seinem ersten Kinoerfolg 1998 mit „Die drei Posträuber“ arbeitet er erfolgreich als Regisseur für Film und Fernsehen. Zu seinen Filmen zählen „In 3 Tagen bist du tot“ (2006) und „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (2010)".

For no eyes only Jugendthriller // 97 Min. // Deutschland, 2013
Regie: Tali Barde // Darsteller: Benedict Sieverding, Luisa Gross, Tali Barde
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Wegen eines Hockeyunfalls ist Computer-Nerd Sam mit einem Gipsbein an seinen Schreibtischstuhl gefesselt. Gerade als seine Langeweile droht ihn fast umzubringen, stößt er im Internet auf eine Hack-Software, die es ihm ermöglicht auf fremde Webcams zuzugreifen. Schnell wird der sozial eher zurückgezogene Teenager zum heimlichen Voyeur und erfährt alles über die intimsten Geheimnisse und Fassaden seiner Mitschüler.

So zum Beispiel auch, dass der geheimnisvolle Neue in der Schule, Aaron, anscheinend ein Problem mit seinem Vater hat. Als dieser plötzlich eines Abends ein Messer in seinem Zimmer versteckt und anschließend von Aarons Vater jegliche Spur fehlt, wird Sam misstrauisch. Gemeinsam mit seiner Klassenkameradin und heimlichen Schwarm Livia versucht er auf eigene Faust dem Ganzen auf den Grund zu gehen - doch schon bald geraten die Beiden dabei in brenzlige Situationen...

PASCH

www.avalonfilm.de/for-no-eyes-only.html

Auszeichnungen:
  • LUCAS Int. Childrens Filmfestival Frankfurt 2013: Youth Film Award ;
  • Thriller!Chiller! Film Festival, Michigan USA 2013: Best Feature;
  • Grenzlandfilmtage Selb 2014: Publikumspreis Bester Spielfilm;
  • Augsburger Kinderfilmfest 2014: Bester Film - Preis der Schülerjury;
  • Pula Film Festival, Kroatien 2014: Audience Award Youth Film Programe;
  • Final Cut Marburger Filmfest 2014: Bester Jugendfilm.
Tali Barde wurde 1990 in Bensberg geboren und interessierte sich bereits während seiner Jugend für die Schauspielerei. Nach diversen Kurzfilmen realisierte der junge Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor gemeinsam mit der Film-AG seiner alten Schule „For no eyes only“. Weiterhin gründete Tali Barde in dieser Zeit die Produktionsfirma Avalon Film, mit der er kürzlich seinen zweiten Film „Dot“ fertigstellte.

Jack NICHT GENEHMIGT!

Jack ist ein zehnjähriger Junge, der früh gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Er bereitet das Abendessen zu, kümmert sich um seinen kleinen Bruder Manuel und füllt die Lücken im Haushalt, die von Sanna, seiner häufig abwesenden und nachlässigen Mutter, hinterlassen werden.

Die wenig vorhandene Stabilität, die Jack kennt wird plötzlich erschüttert, als er in einem Heim untergebracht wird. Nach einem tragischen Zwischenfall flüchtet Jack gemeinsam mit seinem Bruder und begibt sich auf eine gefährliche und aufwühlende Reise durch Berlin. Der Junge muss von dem zehren, was er über die Erwachsenenwelt weiß, um auf der Straße zu überleben und seine Mutter zu finden.

Ivo Pietzcker zeigt eine atemberaubende Darbietung als tapferer, verängstigter, willensstarker und erstaunlich einfallsreicher Junge, den man nicht vergessen wird.

www.jack-film.de

Auszeichnungen:
  • Deutscher Regiepreis Metropolis 2014: bester Kinofilm
  • Bayrischer Filmpreis 2014: VGF-Preis Nachwuchs-Produzent
Edward Berger wurde 1970 in Wolfsburg geboren. Er studierte Regie an der NYU in New York und schloss dort 1994 sein Studium erfolgreich ab. Anschließend sammelte Edward Berger erste Berufserfahrungen beim amerikanischen Independent Produzenten Good Machine. Seine erste Spielfilmregie übernahm er bei „Gomez“, wofür er auch das Buch schrieb. 2012 wurde sein Film „Ein guter Sommer“ mit dem Grimme Preis ausgezeichnet.

Lauf, Junge, lauf! Drama // 107 Min. // Deutschland / Frankreich / Polen, 2013

Regie: Pepe Danquart // Darsteller: Andy Tkacz, Elisabeth Duda, Itay Tiran u.a.
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

. Lauf, Junge, lauf! erzählt die wahre Geschichte eines achtjährigen jüdischen Jungen, der aus dem Warschauer Getto entkommt und sich auf der Flucht vor den deutschen Besatzungssoldaten und dem sicheren Tod allein durchschlagen muss. Dabei ist er auf das Wohlwollen der Menschen, denen er auf seinem Weg begegnet, angewiesen.

Oscar®-Preisträger Pepe Danquart inszeniert diese bedrückende und beeindruckende Geschichte eines Jungen, der es mit Mut und einem unglaublichen Überlebensinstinkt schafft, drei Jahre lang seinen Verfolgern immer eine Nasenlänge voraus zu sein, als Ode an das Leben und die Menschlichkeit im Chaos. Lauf, Junge, lauf! ist die Verfilmung des gleichnamigen, in 15 Sprachen übersetzten Romans von Uri Orlev.

danquart.de/de/projekte/lauf-junge-lauf

Auszeichnungen:
  • Filmfest Cottbus 2013: Gewinner des Publikumspreises;
  • Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergibt die Auszeichnung: Drama, Prädikat besonders wertvoll
Der 1955 geborene deutsche Autor, Regisseur und Produzent Pepe Danquart begann bereits im Alter von 13 Jahren Super8-Filme zu drehen. Sein umfangreiches Werk umfasst neben Dokumentationen und Spielfilmen auch Musikvideos und Werbeclips. Der erste fiktionale Film des Regisseurs, Schwarzfahrer (1993), gewann den Oscar® als bester Live Action Kurzfilm.

Nicht mein Tag Komödie // 110 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Peter Thorwarth // Darsteller: Moritz Bleibtreu, Axel Stein, Jasmin Gerat, Anna Maria Mühe, Ralf Richter, Nele Kiper
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Es ist einfach nicht Till Reiners Tag – oder Leben! Er befindet sich in seinen Mittdreißigern und arbeitet seit 15 langen Jahren als Kassierer in der Sparkasse Osthofen. Während Till davon träumt, was alles hätte sein können, ist seine ehrgeizige Frau Miriam eine erfolgreiche Modedesignerin. Aus der Ehe ist die Luft raus, aber Rettung ist – über Umwege – in Sicht als der ehemalige Häftling Nappo Tills Bank ausraubt und ihn zur Geisel nimmt. Nach einigen Missverständnissen glaubt Till fälschlicherweise, dass Miriam ihn nicht länger liebt und entschließt sich, weil er scheinbar nichts zu verlieren hat, sich Nappo, mit dem er die Leidenschaft zum Hardrock teilt, und dessen Freundin bei einem riskanten, aber auch aufregenden Job in Amsterdam anzuschließen. Ein Roadmovie bunt zusammengewürfelter Schurken mit der richtigen Mischung aus Krimi und Komödie. Schnallen Sie sich an!

www.nichtmeintag.de
Peter Thorwarth wurde 1971 in Dortmund geboren. Bereits mit acht Jahren begann er auf Super8 und Videos zu filmen, bevor er nach München zog, um Film und Fernsehen zu studieren. Weitere seiner Filme sind: Bang Boom Bang (1998), Was nicht passt, wird passend gemacht (2001) und Die Welle (2008).

Vampirschwestern Familie, Fantasy // 97 Min. // Deutschland, 2012

Regie: Wolfgang Groos // Darsteller: Marta Martin, Laura Roge, Christiane Paul, Michael Kessler
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Für die 12-jährigen Halbvampir-Schwestern Silvania und Dakaria ändert sich alles, nachdem sie mit ihren Eltern aus Transsilvanien in eine Kleinstadt nach Deutschland ziehen. Die Zwillingsmädchen müssen sich an die Gegebenheiten des Menschen-Alltags anpassen und ihre Vampirseite verheimlichen. Das heißt: Das Fliegen ist auf die Nachtstunden begrenzt, sie dürfen ihre Superkräfte nicht zeigen und auf garkeinen Fall dürfen die Beiden wie üblich an der Decke entlang spazieren!

Dakaria fühlt sich zunächst ziemlich fremd und wünscht sich zurück in das alte Zuhause. Silvania hingegen ist begeistert davon, das Menschenleben kennenzulernen und zwar mit allem, was dazu gehört: eine beste Freundin, die richtigen Klamotten und vielleicht auch nette Jungs? Schon der erste Schultag in der neuen Heimat ist voller Erlebnisse und das ist erst der Anfang ihres Abenteuers, denn ihr Nachbar ist Vampirjäger…

PASCH

www.vampirschwestern2.de
Wolfgang Gross wurde 1986 in Kassel geboren. Er studierte an der deutschen Fachhochschule für Film und Fernsehen in Berlin (dffb). Er führte bei einigen Episoden der TV-Serie Freunde für immer (2006) und Rudi Rennschwein (2008-2010) Regie. Hangtime (2009) war sein erster Spielfilm, gefolgt von Vorstadtkrokodile: Alle für einen (2011).

Who am I – Kein System ist sicher Thriller // 100 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Baran bo Odar // Darsteller: Tom Schilling, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot, Jr., Hannah Herzsprung, Trine Dyrholm
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Benjamin ist ein sozial unfähiger Niemand. Max ist attraktiv und charismatisch. Was diese beiden Fremden gemeinsam haben, ist die Leidenschaft für Computerhacking. Nachdem seine Fähigkeiten geprüft wurden, wird Benjamin eingeladen der subversiven Hackergruppe von Max und seinen Freunden beizutreten. Unter dem Namen CLAY verübt die Gang einige spektakuläre Attacken auf politische Parteien und sogar den Bundesnachrichtendienst.

Zum ersten Mal in seinem Leben hat Benjamin das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Er will Anerkennung und Status in der Schattenwelt des Internets, in der Hacker miteinander kommunizieren – “dem Netz im Netz”. Um dies zu erreichen muss er MR. X beeindrucken, den regierenden König der Hackerwelt. Auf dem Weg zu ihm trifft er jedoch auf die extrem gefährliche russische Gruppe FRI3NDS und hat bald auch noch die europäische Cyber-Polizei im Nacken. Jetzt brauchen Benjamin und CLAY einen genialen Plan, um zu überleben.

Dieser temporeiche, aufregende und visuell beeindruckende Cyber-Triller ist ein hochdramatischer Ritt hin zu einer bitterbösen, überraschenden Auflösung.

www.whoami-film.de

Auszeichnungen:
  • Bayerischer Filmpreis 2015: Beste Regie
Baran bo Odar wurde 1978 in der Schweiz geboren und studierte an der Universität für Film & Fernsehen in München. Seine anderen Werke umfassen Kurzfilme, wie Und wir suchen nach dem Glück (2002), Under the Sun (2006), und sein erfolgreiches Erstlingswerk Das letzte Schweigen (2010).

Zwischen Welten Thriller // 98 Min. // Deutschland, 2014

Regie: Feo Aladag // Darsteller: Ronald Zehrfeld, Moshin Ahmady, Saida Barmaki, Abdul Salam Yosofza, Burghart Klaussner, Felix Kramer
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Jesper ist Soldat bei der Bundeswehr und obwohl sein Bruder beim Dienst in Afghanistan ums Leben kam, meldet er sich zu einem neuerlichen Einsatz in dem umkämpften Land. Gemeinsam mit seiner Einheit soll er ein abgelegenes Dorf vor den Taliban schützen.

Zu Jespers Begleitern gehört der junge afghanische Dolmetscher Tarik, dessen Aufgabe unter anderem darin besteht, zwischen Soldaten und Dorfgemeinschaft zu vermitteln. Beiden Seiten fällt es schwer, Unterschiede in Kulturen und Lebensweise zu überbrücken. Bei Jesper liegen bald die Nerven blank. Die Gewissenskonflikte, ausgelöst durch die Befehle seiner Vorgesetzten, häufen sich. Als Tarik, der aufgrund seiner Nähe zu den Deutschen mit dem Tode bedroht wird, auch um das Leben seiner Schwester fürchtet, muss Jesper eine Entscheidung treffen.

www.zwischenwelten-film.de/

Auszeichnungen:
  • 38. Mostra Internacional de Cinema, Brasilien 2014: Jurypreis - Bester Spielfilm - Neue Regisseure
  • 3. Evolution Mallorca International Film Festival, Spanien 2014: Mohsin Ahmady "Best Actor Feature Film" und Judith Kaufmann "Best Cinematography"
  • Sonderpreis des 5. kirchlichen Filmfestivals Recklinghausen 2014
Die Regisseurin Feo Aladag, bekannt geworden mit dem Filmdrama Die Fremde (2010), nutzt das Porträt eines ISAF-Soldaten im Afghanistankrieg zum Diskurs über Fragen von Nähe und Fremdheit, Vertrauen und Versagen. Wie human kann jemand handeln, der ins Räderwerk der strengen Militärbürokratie eingebunden ist? Was bleibt im alltäglichen Kampf ums Überleben von den Idealen der Menschenwürde?