Bühnenbild und Kostümkonzept



Das Musiktheaterstück „Der durch das Tal geht“ beschreibt den Werdegang des im Wald aufgewachsenen Parzival, der auf seiner Reise zu sich selbst sieben Stationen durchquert. Die auf einem deutschen Mythos beruhende Geschichte spielt in einer unbestimmten Zeit und an unbestimmten Orten und ist bevölkert von Figuren mit märchenhaften Namen wie Gawain, Herzloide und Merlin, dem Zauberer. Das weckt die Fantasie und lässt an Filme denken wie zum Beispiel „Der Herr der Ringe“. Bilder dieses Films sowie der Filme „Matrix“ und „Batman“ inspirierten Andreas Lungenschmid bei der Konzeption der Kostüme. Collagenartig kombinierte er Details aus Fantasyfilmen oder Mangacomics mit Elementen historischer Stilepochen. Entstanden sind archetypische Kostümbilder, die der überzeitlichen Gültigkeit des Stückinhaltes entsprechen.

Ebenso fantasievoll und verzaubernd ist das Bühnenbild, das sich während des Stückes ständig ändern wird. In für den Zuschauer sichtbaren Szenenumbauten werden Stoffbahnen zuvor Verhülltes freigeben, werden blutrote Vorhänge den Hintergrund für einen Krieg darstellen und Videoprojektionen Vogelfedern vom Bühnenhimmel schweben lassen. Wiederkehrendes Element der einzelnen Szenenbilder wird als Symbol für Natur und Leben der Baum sein: Verbrannte Stöcke, vereiste Holzäste und domestiziertes Holz, zum Beispiel in Form von Holzscheiten, versinnbildlichen Parzivals Stationen auf seinem Weg zu sich selbst und verweisen zugleich den nicht endenden Kreislauf der Jahreszeiten und des Lebens.

Bühnenbild und Kostüme dienen beide der Geschichte von „Der durch das Tal geht“. Denn hierum geht es Andreas Lungenschmid beim Theater: um das Geschichtenerzählen und um den Zauber des Theaters. Seine Bühnen- und Kostümbilder versprechen einen Abend, in der sich die Zuschauer gemeinsam mit Parzival auf eine Reise durch eine Fantasiewelt begeben dürfen und mit Sicherheit verzaubert sein werden.