Fragen und Antworten

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Thema Dialekte

Wenn ein Schweizerdeutscher Deutsch lernen möchte, wie lange dauert das durchschnittlich?

In der Schweiz – wie in weiten Teilen des deutschen Sprachgebiets – wachsen Kinder mit dem Dialekt auf, der Dialekt ist damit ihre Erstsprache. Die Literarisierung in der Schule erfolgt dann üblicherweise auf Hochdeutsch, wobei die allermeisten Kinder schon vor der Schule über ausgebaute Hochdeutsch-Kompetenzen verfügen. Die Situation in der Schweiz unterscheidet sich damit nicht wesentlich von der Situation in Österreich oder den Teilen Deutschlands mit einem stabilen Dialektgefüge. Dass sich das Schweizer Hochdeutsch und das Hochdeutsch in Österreich vom Hochdeutsch in Deutschland unterscheiden, steht auf einem anderen Blatt.

Was kann man für eine Stärkung der deutschen Dialekte tun?

Dialekte werden normalerweise als Muttersprache erworben. Wenn viele Menschen mit ihren Kindern Dialekt sprechen, können die Dialekte stabil bleiben.

Wie viele Dialekte gibt es im Hochdeutschen und wie unterscheidet man diese voneinander?

Dialekte unterscheiden sich auf allen sprachlichen Ebenen: im Wortschatz, in der Phonologie, der Morphologie und der Grammatik.

Durch statistische Analysen der Ähnlichkeit zwischen den Dialekten ergeben sich für das Deutsche 12 bis 14 Großgruppen von Dialekten. Je nachdem, wie viele Merkmale man heranzieht, kommt man leicht auf einige hundert verschiedene Ortsdialekte.

Wie werden sich die Dialekte in Deutschland in den nächsten Jahren verändern?

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Gewichte zwischen Dialekt und Standardsprache deutlich verschoben; die Standardsprache wird inzwischen nicht nur geschrieben, sondern auch gesprochen. Außerdem haben sich oberhalb der kleinräumigen Dialekte und unterhalb des Schriftstandards neue Mittellagen etabliert, die eine größere kommunikative Reichweite haben, die aber durchaus klare regionale Markierungen tragen.

Auch wenn bestimmte sehr kleinräumige dialektale Formen verschwinden, wird doch die funktionale und soziale Bedeutung regionaler Sprachformen bestehen bleiben.

Thema Sprachwissenschaft

Warum gibt es in der deutschen Sprache das der, die, das?

Das Deutsche gehört zu den indoeuropäischen Sprachen. Im Indoeuropäischen gab es drei grammatische Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum. Das Deutsche hat (wie z.B. das Lateinische oder die slawischen Sprachen) diese Unterscheidung behalten; in den romanischen Sprachen hingegen oder z.B. auch im Lettischen und Litauischen gibt es nur noch zwei Genera (Maskulinum und Femininum).

Kann man im Konjunktiv 1 auch die Würde-Form bei gehen benutzen, ich ginge oder ich würde gehen?

Im Deutschen gibt es drei Modi: den Indikativ („Wirklichkeitsform“: er geht), den Konjunktiv I (oder Konjunktiv Präsens, v.a. verwendet für indirekte Rede: er gehe) und den Konjunktiv II (oder Konjunktiv Präteritum, „Möglichkeitsform“, v.a. verwendet für Bedingungssätze: er ginge).

Der Konjunktiv II (er ginge) kann auch durch die Umschreibung mit würde ersetzt werden (er würde gehen). Dagegen ist aus Sicht der Grammatik nichts einzuwenden, im Gegenteil, es ist sogar sinnvoll in den Fällen, in denen der Konjunktiv II genauso aussieht wir das normale Präteritum (z.B. er sagte —> er würde sagen).

Ich habe in der Schule gelernt, wegen dem Papst ist falsch und des Papstes wegen ist richtig, was ist denn mit wegen des Papstes? Ist wegen des Papstes richtig oder falsch?

Die Präposition wegen steht im Standarddeutschen mit Genitiv; dabei kann wegen vorgestellt (wegen des Papstes) oder nachgestellt werden (des Papstes wegen). Grammatisch ist beides korrekt; man kann aber einen gewissen stilistischen Unterschied sehen.

Warum gibt es im Deutschen eigentlich die vier Fälle noch?

Der Abbau des ererbten indoeuropäischen Kasussystems mit ursprünglich acht Kasus ist in den germanischen Sprachen unterschiedlich weit fortgeschritten. In den meisten deutschen Dialekten wie auch im Niederdeutschen gibt es nur noch drei oder zwei Kasus; das Hochdeutsche ist hier konservativer.

Warum schreibt man im Deutschen die Nomen mit Großbuchstaben?

Seit dem 16. Jahrhundert hat sich im Deutschen die Substantivgroßschreibung durchgesetzt. Zunächst wurde sie nur bei Satzanfängen und bei Namen eingesetzt, von diesen weitete man sie allmählich auf alle Substantive aus. Dabei haben die Großbuchstaben die Funktion, einen Text optisch zu strukturieren.

Ich komme aus dem Iran und frage mich, wie die Leute im Deutschen die Artikel im Kopf behalten.

Wenn man eine fremde Sprache lernt, fallen einem meistens die Bereiche am schwersten, für die es in der eigenen Sprache keine Entsprechung gibt. Im Persischen gibt es kein grammatisches Genus und keine Artikel, folglich baut das Deutsche hier eine doppelte Lernhürde auf.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Formen wie maskulin, feminin und neutrum im Deutschen und es gibt keine bestimmte Regel. Wie kann man all dieses im Kopf behalten?

Wenn man eine Fremdsprache lernt, staunt man immer wieder, wie selbstverständlich Muttersprachler die scheinbar kompliziertesten Formen auseinanderhalten können. Das stimmt aber für alle Sprachen und ist kein Spezifikum des Deutschen; im Prinzip sind alle Sprachen gleich schwer (oder gleich leicht).

Warum ist das Genus des Wortes Mädchen neutral, wenn die eigentliche Person weiblich ist?

Das grammatische Genus und das natürliche Geschlecht sind zwar meistens parallel, aber das muss nicht immer so sein. Im Falle von Mädchen, das eigentlich eine Verkleinerungsform zu Magd ist, greift die Regel, dass Ableitungen mit der Nachsilbe chen immer Neutrum sind (genauso übrigens: der Manndas Männchen).

Heißt es extrovertiert oder extravertiert?

Beide Formen sind möglich, extrovertiert ist jedoch (wohl in Anlehnung an introvertiert) etwas geläufiger.

Gibt es einen ermittelbaren Grund, warum der Genitiv immer mehr aus der Alltagssprache verschwindet?

Der Genitiv verschwindet nicht. Tatsächlich findet, und zwar seit tausend Jahren, ein Umbau des Kasussystems statt, bei dem der Genitiv eine neue Funktion bekommt.

Warum ist das Verb immer am Ende des Satzes?

Sprachen unterscheiden sich darin, wie sie syntaktische Hierarchien in Reihenfolge übersetzen.

Im Deutschen steht meistens erst das untergeordnete und dann das übergeordnete Element: in der Syntax (das Adjektiv vor dem Substantiv), in der Wortbildung (z.B. bei zusammengesetzten Substantiven: Flaschen-öffner), bei den Zahlwörtern (vier-und-zwanzig).

Dasselbe gilt auch für das Verb: In der Grundstellung – im Nebensatz und bei infiniten Sätzen – steht es am Ende. Bei Fragesätzen und Aufforderungen hingegen steht es an erster, in Aussagesätzen an zweiter Stelle im Satz.

Wie viele Anglizismen gibt es in der deutschen Sprache?

In einem Forschungsprojekt der deutschen Akademien kamen in einem Textkorpus von zehn Millionen Wörtern rund 400.000 verschiedene Wörter vor. Davon waren rund 13.000 Anglizismen.

Bei rund 95 Prozent der Anglizismen handelt es sich um Substantive. Davon sind über 90 Prozent Komposita. Von diesen ist wiederum nur jedes fünfte ein reiner Anglizismus; vier Fünftel sind Hybridbildungen mit einem deutschen und einem englischen Bestandteil.

Wie viele steigernde Adverbien gibt es in der deutschen Sprache?

Es gibt verschiedene Formen steigernder Adverbien. Die bekanntesten sind sehr, bald, gern, oft, wohl. Die beiden letzten werden regelmäßig gesteigert, die anderen bilden unregelmäßige Formen.

Darüber hinaus gibt es den adverbialen Elativ. Das Adverb drückt dabei ein Höchstmaß aus, z.B. bestens, schnellstens, wärmstens. Dazu gehören auch substantivierte Formen wie aufs Beste und aufs Herzlichste...

Die dritte Gruppen bilden elativen Adverbien wie frühestens, spätestens, höchstens, längstens etc., die eine Ergänzung erfordern.

Was ist der Ursprung des Nachnamens Peschel?

Der Name Peschel, der vor allem im deutsch-slawischen Kontaktbereich verbreitet ist, gehört als Patronym (Benennung nach dem Vater) zu einer Form von Peter.

Gibt es Überschneidungen zwischen deutscher und türkischer Sprache?

Der Sprachkontakt zwischen dem Deutschen und dem Türkischen ist erst in neuerer Zeit intensiver geworden, die gegenseitigen Einflüsse sind aber noch recht überschaubar und gehen nicht über den Bereich des Wortschatzes hinaus.

Warum gibt es den Subjonctif im Spanischen, Englischen und Französischen, aber nicht im Deutschen?

Dem Subjonctif im Französischen bzw. dem Subjuntivo um Spanischen entspricht im Prinzip der deutsche Konjunktiv. Allerdings sind die Funktionen nicht ganz identisch.

Das Englische hat den alten Konjunktiv aufgegeben und verwendet jetzt den Konditional.

Anhand welcher Merkmale kann man feststellen, dass ein Wort feminin, maskulin oder neutrum ist?

Alle deutschen Substantive haben ein festgelegtes Genus, sie sind entweder maskulin, feminin oder neutrum. Normalerweise kann man das Genus nicht erkenn, man muss es lernen.

Bei Substantiven, die von anderen Wörtern abgeleitet sind, gibt es allerdings feste Regeln. So sind zum Beispiel alle Wörter, die auf -heit, -keit oder -ung enden, immer feminin.

Mich interessiert die Herkunft der deutschen Wörter, zum Beispiel des Wortes Dolmetscher. Wo kann man diese Informationen finden?

Das deutsche Wort Dolmetscher ist in mittelhochdeutscher Zeit über slawische oder ungarische Vermittlung ins Deutsche kommen; zugrunde liegt ein türkisches Wort, das wahrscheinlich selbst aus einer kleinasiatischen Nachbarsprache entlehnt wurde.

Solche Informationen findet man in etymologischen Wörterbüchern – oder auch im Internet, beispielsweise auf dem Lehnwortportal des Instituts für Deutsche Sprache.

Was ist die Mehrzahl von der Schal?

Die Mehrzahl von Schal lautet Schals. Das Wort wurde im 19. Jahrhundert aus dem Englischen entlehnt und bildet daher, wie viele solche Lehnwörter, den Plural auf „-s“.

Wird es passieren, dass eines Tages die Substantive nicht mehr mit Großbuchstaben geschrieben werden?

Seit dem 16. Jahrhundert hat sich im Deutschen die Substantivgroßschreibung durchgesetzt. Seither gab es immer wieder den Vorschlag, sie wieder abzuschaffen. Auf absehbare Zeit wird das aber nicht geschehen.

Welche Textkorpora werden herangezogen, um Tendenzen der Sprachveränderung festzustellen? Werden auch die Veränderungen durch die neuen Medien dabei berücksichtigt?

Das größte elektronische Korpus des Deutschen, das Deutsche Referenzkorpus des Instituts für Deutsche Sprache, enthält ca. 24 Milliarden Wörter. Dabei handelt es sich vor allem um gedruckte, redigierte Texte (Zeitungen, Zeitschriften, Belletristik, Sachbücher).

Es gibt allerdings auch zahlreiche Spezialkorpora, an denen man den Sprachgebrauch in Neuen Medien untersuchen kann (E-Mail, Chat, SMS, Messenger-Apps usw.).

Wie konnte es passieren, dass sich das angelsächsische – also das Genitiv-s – in die deutsche Sprache verirrt hat, so dass jetzt viele Menschen einen echten Plural mit einem Apostroph schreiben?

Das s als Endung für den Genitiv ist ein gemeinsames Erbe der germanischen Sprachen. Im Englischen wird dieses s mit einem Apostroph abgetrennt.

Auch im Deutschen trifft man gelegentlich die Schreibung mit Apostroph an; das hat jedoch nichts mit englischem Einfluss zu tun, sondern ist viel älter.

Im Deutschen tritt der Apostroph bevorzugt dann auf, wenn der Schreiber das Wort – meistens einen Namen – deutlich von der Endung trennen will („Carlo’s Imbiss“). Manchmal wird das dann fälschlich auch auf das Plural-s übertragen.

Warum verändern sich die Regeln der deutschen Sprache?

Alles, was Menschen tun, unterliegt historischen Veränderungen. Auch die Sprache – jede Sprache – muss sich ändern, um in einer sich ändernden Welt ihre Funktion erfüllen zu können.

Ich habe eine Frage zur Aussprache der deutschen Sprache. Gibt es einen Ausspracheunterschied zwischen „e" wie Emil und „ä" wie ändern?

In der Tat unterscheiden sich im Hochdeutschen Langvokale und Kurzvokale nicht nur durch ihre Länge, sondern auch durch die Lippenstellung: die langen Vokale werden geschlossen ausgesprochen und die kurzen offen. (Eine Ausnahme ist das lange ä, das auch offen ausgesprochen wird.)

Welchen Einfluss können Sprachwissenschaftler auf die bewusste Entwicklung der deutschen Sprache ausüben?

Die Sprache gehört allen Sprechern, und alle Sprecher haben ihren Anteil daran, wie sie sich entwickelt. Die Sprachwissenschaft kann informieren, thematisieren und dabei helfen, Sprachwandelprozesse in größeren Zusammenhängen zu sehen.

Was ist „Ich habe eine Frau über die Straße laufen sehen“ für eine Zeitform?

Die Form „habe laufen sehen“ ist Perfekt. Dass es nicht „gesehen“ heißt, sondern statt des Partizips der sogenannte Ersatzinfinitiv steht, liegt daran, dass von diesem wiederum ein Infinitiv abhängt. Regelmäßig ist das z.B. auch bei den Modalverben der Fall: „Das habe ich nicht gekonnt!“ – aber: „Das habe ich nicht wissen können!“

Thema Zeitgeist – Sprachgeist

Wie viele Leute sprechen Deutsch in der Welt?

Etwa 100 Millionen Menschen weltweit sprechen Deutsch als Muttersprache. Hinzu kommen rund 85 Millionen Menschen, die Deutsch als Fremdsprache gelernt haben.

Warum gab es die Rechtschreibreform?

Als Ende des 19. Jahrhunderts die deutsche Orthographie kodifiziert wurde, geschah das auf der Grundlage des Schreibgebrauchs, wie er sich über mehrere Jahrhunderte herausgebildet hatte. Dabei wurden auch eine Reihe von teils willkürlichen, teils inkonsistenten Festlegungen getroffen.

Mit der Rechtschreibreform von 1996 wurde versucht, einige der Schwierigkeiten oder Unstimmigkeiten dieser Festlegungen zu beseitigen, ohne in das grundsätzliche Regelgerüst einzugreifen. Da die Orthographie aber ein höchst komplexes System ist, wird es immer einzelne Bereiche geben, deren Regelung unbefriedigend bleibt.

Wie viele Leute werden in der Zukunft Deutsch sprechen?

Das Deutsche gehört nach Sprecherzahlen zu den zehn größten Sprachen der Welt. Auf absehbare Zeit dürfte sich daran nichts Grundlegendes ändern. Es gibt eine große und stabile Gruppe von Muttersprachlern (gegenwärtig ca. 100 Millionen) sowie eine beachtliche Zahl von Fremdsprachenlernen (ca. 85 Millionen).

Was passiert mit alten deutschen Wörtern, zum Beispiel dem Wort Arglist? Sterben diese Wörter aus? Wird der deutsche Wortschatz immer kleiner und werden englische Wörter immer dominanter?

Dass Wörter außer Gebrauch geraten – teils weil die bezeichnete Sache keine Rolle mehr spielt, teils aus sprachsystematischen Gründen, teils einfach sprachlichen Moden folgend – ist ein völlig normaler Vorgang. Der Gesamtwortschatz des Deutschen (wie aller moderner Kultursprachen) wird jedoch seit langem kontinuierlich größer.

Allein in den letzten hundert Jahren ist der Wortschatz der tatsächlich verwendeten deutschen Schriftsprache um mindestens eine Million Wörter gewachsen. Anglizismen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Wieso sterben manche Wörter aus, z.B. Vollpfosten, knorke, dufte oder Affenkopf?

Sprache ist lebendig, ununterbrochen entstehen neue Wörter und geraten andere aus dem Gebrauch. Manchmal ist das leicht zu erklären, etwa wenn Dinge aussterben, die man dann auch nicht mehr benennen muss. Oft ist aber auch wie mit der Mode: alle folgen ihr, aber keiner weiß, warum.

Wie wird die deutsche Sprache in 50 Jahren klingen?

Alle Sprachen wandeln sich. Allerdings verzögern Schriftlichkeit und die Existenz einer Norm den Sprachwandel erheblich. Innerhalb der nächsten Jahrzehnte dürfte sich die deutsche Standardsprache daher nicht grundlegend ändern.

In welchem nicht-deutschsprachigen Land ist die deutsche Sprache am beliebtesten, und wo werden die meisten Wörter aus der deutschen Sprache übernommen?

Wörter werden typischerweise dann entlehnt, wenn einer Gebersprache ein kultureller Vorsprung zugeschrieben wird. Entsprechend hat das Deutsche aus dem Lateinischen, Französischen, Italienischen, Englischen wesentlich mehr Wörter übernommen als umgekehrt.

Viele Lehnwörter aus dem Deutschen gibt es vor allem in den slawischen Sprachen, zu denen das Deutsche einen langen und intensiven Kulturkontakt hatte.

Welche Worte des deutschen Sprachschatzes eignen sich am besten für Wort- und Sprachbilder?

Sprachbilder und sprachliche Vergleiche leben davon, Wörter in einem anderen als ihrem üblichen Zusammenhang zu verwenden. Das ist allerdings keine spezifische Eigenschaft des Deutschen, sondern das kann man in jeder Sprache machen.

Wie gut und wie erfolgreich solche Sprachbilder sind, hängt dann davon ab, wie passend und überraschend die Vergleiche sind.

Was ist das längste deutsche Wort?

Im Deutschen kann man nach bestimmten Regeln neue Wörter bilden, die im Prinzip beliebig lang werden können.

Das längste Wort, das der Rechtschreib-Duden verzeichnet, hat 36 Buchstaben; es lautet: Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung.

Warum die die deutsche Sprache so schwierig?

Ob eine Sprache einfach oder schwierig ist, ist vor allem eine Frage des Ausgangspunkts. Im Prinzip sind alle Sprachen gleich einfach oder gleich schwierig. Wie leicht oder schwer es fällt, eine Sprache zu lernen, hängt u.a. davon ab, wie nah oder fern sie der eigenen Sprache ist.

Warum ist die deutsche Sprache einfacher als früher?

In mancher Hinsicht ist das Deutsche einfacher geworden, weil es zum Beispiel im Vergleich zum Mittelhochdeutschen einige Ausnahmen in der Flexion beseitigt hat. Andererseits sind auch neue Ausnahmen und Sonderregeln entstanden.

Wird es künftig in der deutschen Sprache ein akzeptiertes Binnen-I oder ein akzeptiertes Gender-I geben?

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat den Auftrag, den Schreibgebrauch zu überwachen und die Rechtschreibregeln nötigenfalls anzupassen. Im Prinzip ist eine Regel wie das Binnen-I durchaus denkbar. Gegenwärtig sieht das Regelwerk sie jedoch nicht vor.

Was kann man für eine Stärkung des Deutschen tun? Welche Maßnahmen kann man ergreifen, um das Deutsche zu bewahren?

Die deutsche Sprache ist nicht vom Aussterben bedroht. Aber natürlich hilft es, wenn möglichst viele Leute ein Bewusstsein für gute Sprache entwickeln. Ein Schlüssel dazu ist guter Schulunterricht.

Unsere deutsche Sprache ist unheimlich vielfältig und facettenreich. Wieso sind in der Werbung grammatikalisch oder orthografisch falsche Sprüche – z.B. „So muss Technik“ – so beliebt?

Werbung will vor allem Aufmerksamkeit erregen. Ein Mittel dazu sind bewusste Normabweichungen.

REISEROUTE

Reiseroute der Sprach-Sprech-Fragen-Box

Ein Überblick über alle Orte, an denen die Sprach-Sprech-Fragen-Box zu Gast war. MEHR ...

FRAGEN UND ANTWORTEN

Alle Fragen und Antworten aus den Videos der Sprach-Sprech-Fragen-Box

Wie viele Dialekte gibt es im Hoch­deutschen und wie unter­scheidet man diese voneinander? Wie werden sich die Dialekte in Deutsch­land in den nächsten Jahren verändern? Lesen Sie alle Fragen und Antworten aus den Videos der Sprach-Sprech-Fragen-Box. MEHR ...