Veranstaltungen weltweit

Translation Possible

Kurzfilm
2006
Shanghai, China
+86 21 6391 2068
info@shanghai.goethe.org

Ein Film von Susanne Horizon Fränzel mit Unterstützung des Goethe-Instituts

Inhalt

In TRANSLATION POSSIBLE werden Sprach- und Kulturgrenzen wortlos und visuell überraschend überwunden.
Eine westliche Frau bewegt sich unsicher durch Shanghai. Alles scheint hier anders zu sein: während sie sich vorwärts bewegt, gehen alle anderen rückwärts und auch Fahrräder und Autos fahren rückwärts. Ein chinesischer Mann bemerkt sie, die Fremde. Er taucht in ihre Welt ein und er zeigt ihr seine Welt. Beide erfahren, dass das Fremde nicht mehr fremd ist, sobald es vertraut geworden ist.

Beschreibung

Verständigung wird immer wichtiger in der Zeit der Globalisierung. Wir reisen öfter, kürzer, schneller.
Wie kommunizieren wir in Zukunft mit den Menschen in aller Welt, mit denen wir durch Urlaubsreisen und Geschäfte Beziehungen aufbauen. Wir können Englisch, lernen Italienisch – aber wie sieht es aus mit Kisuaheli, Koreanisch, Russisch und Mandarin?

Wie fühlen wir uns, wenn wir das anheimelnde internationale Flair des Flughafens verlassen haben, mit einem gestikulierenden Taxifahrer konfrontiert sind und erste Stresserscheinungen auftauchen beim Versuch, den fremden Wechselkurs zu errechnen.

Wie ist das feine Gleichgewicht aus Neugier und Rückzug beschaffen, das wir auszugleichen bemüht sind, wenn wir uns eine Straße in einem fremden Land auf der Suche nach dem Bahnhof entlang tasten, versuchen, uns durchzufragen mit Stadtplan, einem Esperanto aus deutschenglischlateinundfranzösich und verzweifelten Gesten.

Wie viel Neues halten wir aus, wie reagieren wir auf die uns noch fremde „Masse“. Wie stellen wir von uns aus Kontakt her, strecken Fühler aus und wie nehmen wir an uns gerichtete Zeichen wahr.

In TRANSLATION POSSIBLE sehen wir, wie Sprachlosigkeit und Kommunikationsunfähigkeit dazu führt, dass Kulturerfahrung und Verständigung nicht möglich sind. Durch das Rückwärts-/Vorwärtsgehen wird symbolhaft dargestellt, dass die Fremde mit den Einheimischen nicht zur Verständigung kommen kann: es gelingt ihr ganz praktisch nicht, einen Stadtplan zu kaufen und ihr Ziel zu finden.

In TRANSLATION POSSIBLE kommt der Zuschauer über die humorige Darstellung dazu, sich für die Problematik der Sprachlosigkeit in einer fremden Umgebung zu öffnen.
Wird der Film für die Spracharbeit und ähnliche Anlässe verwendet, dann ist die paradoxe Situation, aneinander vorbeizureden und zu handeln, Anlass, sich über die Missverständnisse auszutauschen. Die erheiternde vergnügliche Situation, die hier die Sprache zum Thema hat, regt an, über Kommunikation und Kommunikationsprobleme zu sprechen.
Die Komik des Films resultiert aus der Tatsache, dass das räumliche und kulturelle „Verrücktsein“ Verhaltensmuster schafft, die im neuen, fremden Raum als paradox wahrgenommen werden. Die Fremde bewegt sich in ihrer „ normalen“ Art (vorwärts“) durch eine Welt, die sich verkehrt herum bewegt.
Erst als die Frau auf den jungen Mann trifft, der sich ihrer annimmt, ist es für sie möglich, die Kultur und Sprache in ihrer „richtigen“ Form wahrzunehmen und dadurch den Kontakt zur fremden Kultur zu finden. Das Aufeinanderprallen der Kulturen löst sich erst durch Kommunikation und Sprachanwendung auf.

http://www.goethe.de/shanghai

    Publikation zu „Die Macht der Sprache“

    Eine multimediale Publikation reflektiert die Rolle von Sprache in einer globalisierten Welt.

    Online-Publikationen zu „Die Macht der Sprache“

    ergänzend zu der im Langenscheidt Verlag erschienenen Buchpublikation „Die Macht der Sprache“.