Bücher übersetzen –
Brücken schlagen

Arbeitsstipendien für Übersetzer Foto (Ausschnitt): © Colourbox

Arbeitsstipendien für Übersetzer*innen

Das europäische Übersetzer-Residenzprogramm des Goethe-Instituts in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen bietet professionellen Literaturübersetzer*innen aus dem Ausland ein Arbeitsstipendium in Deutschland an.

Ziel des Aufenthalts ist es, sich in ruhiger, konzentrierter Atmosphäre der Arbeit an einem aktuellen Projekt aus dem Bereich der deutschsprachigen Belletristik zu widmen. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. stellt hierfür eine Wohnung auf dem Gelände ihres Seminarzentrums Gut Siggen an der Ostsee (Schleswig-Holstein) zur Verfügung. Ein weiterer Arbeits- und Wohnort ist das Stipendiatenhaus der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in der Gartenstadt Dresden-Hellerau.

Bitte beachten Sie unsere aktuelle Ausschreibung für die Stipendien.
Bewerbungsschluss ist der 6. März 2020.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Bewerbungsseite.

Bewerbungsformular

Stipendiumsorte

Frische Seeluft oder prachtvolle Barockarchitektur, Natur oder Stadtleben – die beiden Stipendiumsorte Dresden-Hellerau und Gut Siggen sind durchaus unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen eine freundliche, offene Atmosphäre und die Möglichkeit zum konzentrierten Arbeiten. Wir stellen sie näher vor.

Seminarzentrum Gut Siggen - Aussicht vom Haupthaus Impressionen Gut Siggen Seminarzentrum Gut Siggen - Aussicht vom Haupthaus | Foto: © Fria Hagen
Siggen gehört zu den ältesten Gütern in Ostholstein. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Das Herrenhaus von 1784 wurde mehrfach umgebaut und die Wirtschaftsgebäude wurden 1934 nach einem Brand neu errichtet. Seit 1970 nutzt die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. das Seminarzentrum verstärkt für ihre Aktivitäten. Hier finden u.a. Sommerakademien, Konzerte, Alumnitreffen und Tagungen statt. Das moderne Seminargebäude komplettiert seit 2007 das architektonisch reizvolle Ensemble.

Gut Siggen liegt abgeschieden und ruhig – ungefähr 20 km östlich von Oldenburg in Holstein, 70 km nördlich von Lübeck und 70 km östlich von Kiel. In nur 15 Minuten erreicht man zu Fuß den Ostseestrand, der gute Bademöglichkeiten bietet.

Übersetzerwohnung Gut Siggen Übersetzerwohnung Gut Siggen | Foto: © Kirsten Haarmann Die Übersetzer*innen sind in einer 45 Quadratmeter großen Wohnung direkt auf dem Gut untergebracht. Die Wohnung verfügt über zwei Schlafräume mit jeweils einem Einzelbett, ein Arbeitszimmer mit einem Schreibtisch sowie ein Duschbad und eine Küche. Im Arbeitszimmer ist der Zugang zum Internet gewährleistet. Ein Laptop mit Drucker sowie ein Basis-Handapparat sind vorhanden. Spezielle Nachschlagewerke sollten jedoch mitgebracht werden. Das Büro im Seminargebäude und die dort befindlichen Geräte wie Drucker und Kopierer können mitbenutzt werden. Bei parallel laufenden Veranstaltungen im Seminargebäude sollten sich die Übersetzer*innen mit den jeweiligen Seminarleiter*innen bezüglich der Nutzung des Büros abstimmen. Die Bibliothek im Herrenhaus dient ebenfalls als Lese- und Arbeitsort. Musikinstrumente, Fahrräder und Freizeitsportgeräte sind vorhanden und können bei Bedarf genutzt werden.
Stipendiumsort Dresden-Hellerau - Anwesen Impressionen Stipendiumsort Dresden-Hellerau Stipendiumsort Dresden-Hellerau - Anwesen | Foto: © Peter Hausdorf - zur Verfügung gestellt von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Seit 1909 entstand am nördlichen Dresdner Stadtrand die Gartenstadt Hellerau. Grundgedanke der Siedlung nach englischem Vorbild war es, durch die räumliche Verschmelzung von urbanem und ländlichem Leben, von Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung ein reformerisches Gegenmodell zu Verstädterung und Industrialisierung zu schaffen. So herrschte in Hellerau von Beginn an ein Nebeneinader von Handwerk und Kunst.  Designgeschichte schrieb etwa die Möbelproduktion der „Deutschen Werkstätten Hellerau“. Das von Heinrich Tessenow erbaute Festspielhaus hatte in den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg europaweite Ausstrahlung. Das Haus des Verlegers und Übersetzers Jakob Hegner wurde zu einem Zentrum der literarischen Szene in Deutschland. Das gesamte historische Areal steht heute unter Denkmalschutz.

Das Festspielhaus Hellerau Foto: Stephan Floss In den letzten Jahren hat sich Hellerau zu einem attraktiven Kulturzentrum Dresdens entwickelt. Das Festspielhaus beherbergt das Europäische Zentrum der Künste, welches innovative Aufführungen zeitgenössischer Musik sowie Tanzprojekte und Medienkunst präsentiert. Die Häuser der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen liegen direkt auf dem Gelände des Festspielhauses. Es besteht eine gute Verkehrsanbindung zur Dresdner Innenstadt (mit der Straßenbahn ca. 20 Minuten).

Die Übersetzer*innen sind in einer ca. 50 Quadratmeter großen Wohnung im ersten Stock eines um 1910 erbauten und 1996 komplett renovierten Sommerhauses untergebracht. Die Wohnung verfügt über ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und Bad. Es besteht die Möglichkeit zur Gartennutzung. Ein Internetanschluss ist vorhanden. Der Kopierer im Büro der Kulturstiftung kann mitbenutzt werden. Als Universitätsstadt verfügt Dresden über zahlreiche öffentliche Bibliotheken. Die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek ist mit ca. 8,6 Millionen Einheiten eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland.