Musik

Johannesburg - Ten Cities Foto: Goethe-Institut Masimba Sasa

Das Goethe-Institut vermittelt ein aktuelles Bild vom vielfältigen Musikleben in Deutschland und initiiert einen Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland. Sowohl im Profi- als auch im Laien- und Nachwuchsbereich finden jährlich zahlreiche Musikprojekte wie Tourneen, Konzerte, Meisterkurse, Workshops oder Symposien statt. Dabei wird die gesamte Genre-Palette des deutschen Musiklebens abgedeckt – von Alter Musik und Klassik über Jazz, Rock und Pop, Elektronika bis hin zu Klangkunst und Neuer Musik.

Der Fachbereich Musik in der Münchner Zentrale agiert als Berater und Impulsgeber für die Goethe-Institute im Ausland und die Deutschen Botschaften. Zwei ehrenamtlich tätige künstlerische Fachbeiräte unterstützen den Bereich bei seiner Arbeit.

Aktivitäten im Profi-Bereich

Im Profibereich umfasst die musikalische Auslandsarbeit des Goethe-Instituts die Konzeption und Durchführung von Tourneen, Konzerten, Meisterkursen, Workshops und Symposien. Jährlich finden rund 1.000 Musikprojekte statt, die alle musikalischen Stilrichtungen abdecken.

Ein großer Teil der Programme entsteht durch das Zusammenspiel der Goethe-Institute im Ausland mit örtlichen Partnern wie Festivals, Konzerthäusern oder Clubs – unterstützt durch die Expertise des Fachbereichs Musik in der Zentrale des Goethe-Instituts. Andere Musikprojekte haben ihren Ausgangspunkt im Dialog des Fachbereichs mit renommierten Kooperationspartnern im Inland.

Berufsmusikerinnen und -musiker mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland, die sich für eine Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut interessieren, können beim Fachbereich in der Zentrale Informationsmaterial einreichen. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten der direkten Projektförderung für Gastspiele und Arbeitsaufenthalte im Ausland. Auch Gastspiele von professionellen Musikerinnen und Musikern aus Entwicklungs- und Transformationsländern in Deutschland können gefördert werden.

Förderung im Profi-Bereich

Für Berufsmusikerinnen und -musiker aller Genres mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland bestehen folgende Möglichkeiten, mit dem Goethe-Institut zusammenzuarbeiten:

Das Goethe-Institut legt für die Jahre 2016-2018 erstmals einen Internationalen Koproduktionsfonds auf. Das Goethe-Institut möchte mit diesem Förderinstrument kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionsweisen im internationalen Kulturaustausch anregen und die Entstehung neuer Netzwerke und Arbeitsformen in globalen Zusammenhängen unterstützen.
 
Der Internationale Koproduktionsfonds richtet sich an professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland. Gefördert werden Koproduktionen in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Performance, wobei hybride und interdisziplinäre Formate und die Verwendung digitaler Medien tragende Komponenten darstellen können. Die Vorhaben sollen eine hohe künstlerische Qualität erwarten lassen und in mindestens einem der beteiligten Länder präsentiert werden. Eine thematische oder regionale Einschränkung gibt es nicht, jedoch werden Projekte zwischen deutschen und außereuropäischen Partnern, insbesondere aus Transformationsländern, bei der Förderung bevorzugt.
Weitere Details zur Bewerbung (Antragsfristen, Bewerbungsformular, etc.) finden Sie hier: goethe.de/ikf.
Die musikalische Auslandsarbeit des Goethe-Instituts umfasst die Konzeption, Besetzung und Durchführung von Konzerten, Meisterkursen, Workshops und Symposien in fast allen Genres. Begleitet von einem ehrenamtlichen künstlerischen Beirat übernimmt der Fachbereich in der Zentrale die fachliche Beratung der Auslandsinstitute, die ihre Programmplanungen im Dialog mit verschiedenen lokalen Partnern festlegen.

Als Berufsmusikerin oder Berufsmusiker (solo oder im Ensemble) mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland können Sie beim Goethe-Institut Informationsmaterialien und eine möglichst aktuelle CD einreichen. Der Fachbereich Musik quittiert den Erhalt der Unterlagen und kommt auf Sie zu, falls sich eine Möglichkeit für eine Kooperation ergibt. Aufgrund der Vielzahl der bei uns eingehenden Angebote müssen wir darum bitten, von persönlichen Rückfragen abzusehen und können eingeschickte Materialien leider auch nicht zurücksenden.

Zusätzlich stellt das Auswärtige Amt über das Goethe-Institut einen Zuschussfonds bereit, aus dem Auslandsgastspiele und längere Arbeitsaufenthalte im Profibereich auch dann unterstützt werden können, wenn das Goethe-Institut nicht direkt daran beteiligt ist.

Kontakt:

Goethe-Institut
Bereich Musik
Dachauer Str. 122
D-80637 München

Tel: +49 89 15921-506 (allgemeine Angebote)
Tel: +49 89 15921-878 (Zuschussfonds)
Fax: +4989 15921-671
profi@goethe.de (allgemeine Angebote)
fonds@goethe.de (Zuschussfonds)
Fonds zur Förderung von Gastspielvorhaben professioneller deutscher Musikensembles im Ausland

Mit diesem Fonds können Musikprojekte von professionellen, in Deutschland arbeitenden Ensembles oder Einzelmusikern unterstützt werden. Dabei handelt es sich nur um eine Teilfinanzierung von Projekten durch Reisekostenzuschüsse. Die beantragten Vorhaben müssen von hoher künstlerischer Qualität sein. Der Fachbereich Musik wird bei der Begutachtung der Projektanträge von seinem künstlerischen Beirat und den Programmverantwortlichen der relevanten Goethe-Institute im Ausland unterstützt.


Förderungskriterien:
  • Das antragstellende Ensemble/der Musiker arbeitet professionell
  • Das Ensemble hat seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Deutschland
  • Das Vorhaben ist von hoher künstlerischer Qualität und kulturpolitischer Bedeutung
  • Dem Ensemble liegen bereits konkrete Einladungen von Partnern aus dem Ausland vor
  • Grundsätzlich sind nur Teilfinanzierungen möglich. Diese beziehen sich ausschließlich auf Reisekostenzuschüsse. Die Finanzierung des Projekts sollte daher schon zu weiten Teilen gesichert sein
  • Grundsätzlich werden Vorhaben, in deren Rahmen mehrere Auftritte in einem Land oder einer Region zeitnah stattfinden, im Vergleich zu Anträgen für Einzelgastspiele bei der Förderung verstärkt berücksichtigt. Bei Reisen ins außereuropäische Ausland müssen mehrere Veranstaltungen (mindestens zwei) geplant sein.
  • Der Schwerpunkt der Gastspielreise sollte auf einer Konzerttätigkeit liegen. Im Zusammenhang mit Konzerten sind auch Veranstaltungen wie Meisterklassen, Seminare oder Workshops förderfähig.
  • Es können Projekte in nahezu allen Genres gefördert werden. Ausgenommen sind: Schlager, Blues, Kabarett, Musicals, internationale Folklore und volkstümliche Musik
  • Möglich sind Unterstützungen für Konzerte, Meisterklassen, Seminare, Workshops und Arbeitsaufenthalte außerhalb des Schul- und Hochschulbereichs
  • Die Auswahl erfolgt auch vor dem Hintergrund der Schwerpunkte und Leitlinien zur Auswärtigen Kulturpolitik, die vom Auswärtigen Amt festgelegt werden. So werden, sofern fachlich befürwortet, Gastspiele von Ensembles in Schwerpunktregionen der Auswärtigen Kulturpolitik besonders gefördert.
Nicht unterstützt werden:
  • Projekte im Bereich des künstlerischen Nachwuchses, der Laienmusik sowie professioneller Chöre (Betreuung durch den Arbeitsbereich „Laienmusizieren und Förderung des musikalischen Nachwuchses“)
  • Vorhaben mit musikpädagogischem Schwerpunkt (Betreuung durch den Arbeitsbereich „Laienmusizieren und Förderung des musikalischen Nachwuchses
  • Reisen mit kommerziellem oder touristischem Charakter (Promotiontourneen, Messeauftritte o.ä.)
  • Freundschafts- und Begegnungstreffen von eher lokaler Bedeutung
  • Kurz- und Wochenendreisen
  • Benefizveranstaltungen
  • Teilnahme an Kongressen, Symposien oder Wettbewerben
  • Vorhaben im schulischen Kontext oder Ausbildungszusammenhang (Stipendium, Dissertation, Forschungsarbeit)
  • Entwicklungshilfeprojekte
Benötigte Unterlagen:
  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • offizielle Bestätigung des einladenden Partners inkl. Benennung der vereinbarten Termine und Veranstaltungen (Konzerte, Workshops, o.ä.) und der genauen Leistungen des Partners vor Ort (Höhe des Honorars, Übernahme der Kosten für Unterkunft, Technik, etc.)
  • aktuelles Hörbeispiel, nicht älter als drei Jahre (mp3, CD oder DVD)
  • zwei Angebote über die internationalen Reisekosten (von Internetportalen, Reisebüros etc.) als Nachweis über eine besonders günstige Reiseverbindung

Es besteht generell kein Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Zuwendungen sind freiwillige Leistungen für Vorhaben, die den Zielsetzungen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesregierung in besonderer Weise entsprechen und die ohne diese Unterstützung nicht durchführbar wären.


Fristen:

Anträge sollten 6 Monate vor Projektbeginn vorliegen. Kurzfristige Anfragen sind nach telefonischer Rücksprache mit dem Bereich Musik möglich.

Antragsformular Gastspielreise
Verwendungsnachweis: Allgemeine Hinweise (Word-Dokument)
Verwendungsnachweis: Vordruck Sachbericht (Word-Dokument)
Verwendungsnachweis: Vordruck Zahlenbericht (Excel-Dokument)
Verwendungsnachweis: Vordruck Teilnehmerliste (Word-Dokument)
ANBest-P (Allgemeine Nebenbestimmungen Projektförderung)
BNBest-AA (Besondere Nebenbestimmungen des Ausw. Amtes)

Kontakt:

Goethe-Institut e.V., Bereich Musik
FONDS
Dachauer Str. 122
80637 München

Tel.  +49 89 15921 878
Fax: +49 89 15921 671
fonds@goethe.de
Arbeitsaufenthalte für Musiker/innen und Komponist/innen aus Deutschland

Ein wichtiges Ziel des Goethe-Instituts ist es, durch Kooperationen und Koproduktionen den interkulturellen Austausch und die internationale Vernetzung der Kulturszenen zu stärken.

Die Aufenthaltsdauer von Künstlern im Rahmen von Gastspielen und Workshops ist in der Regel zu kurz, um sich intensiver mit musikalischen Ausprägungen im Gastland auseinanderzusetzen und nachhaltige Projekte zu initiieren.

Deshalb gibt es seit 2009 die Möglichkeit, für Arbeitsaufenthalte im Ausland bis zu sechs Wochen eine Förderung zu beantragen.

Ziele der Aufenthalte können sein:
  • Recherchen und Vorbereitungen für größere Produktionen in Deutschland und/ oder im Gastland
  • Erstellung gemeinsamer Kompositionen / Koproduktionen mit Partnern in Deutschland und/oder im Gastland
  • Initiierung von Netzwerken mit Künstlern und Multiplikatoren
Sowohl Berufsmusiker/innen und Komponist/innen mit Arbeitsschwerpunkt in Deutschland als auch Goethe-Institute im Ausland können einen Förderantrag stellen.

Wir bitten um einen formlosen Antrag mit folgenden Angaben:
  1. Aussagekräftige Projektbeschreibung inkl.
    1. Kurzbeschreibung des genauen Vorhabens, der inhaltlichen Ziele des Arbeitsaufenthalts und der Anbindung des Projekts an die Musikszene des Gastlandes
    2. möglichst konkrete Darstellung des geplanten Reiseverlaufs (voraussichtlicher Reisezeitraum und Reisedauer, zu besuchende Orte, Institutionen, Personen etc.)
    3. ggf. Angaben zu weiteren Partnern und deren Rolle im Projekt (insbesondere bei Koproduktionen)
    4. ggf. Skizzierung möglicher Schnittstellen zum zuständigen Goethe-Institut im Ausland
  2. Künstlerische Biografie
  3. Kosten-/Finanzierungsplan (inkl. Angaben zu Leistungen lokaler Partner und zu weiteren Förderungen durch Dritte)
Folgende Voraussetzungen sollten erfüllt sein:
  • Starke Einbindung des Projekts in die lokale Musikszene
  • Nachhaltiger Effekt auf die Musikszene im Gastland und/oder in Deutschland
  • Bei Antragstellung durch Künstler/innen: Bereitschaft, mit dem lokalen Goethe-Institut ggf. gemeinsame Veranstaltungsformate wie Workshops, Vorträge, Konzerte während des Aufenthalts zu entwickeln
Nicht gefördert werden können:
  • Gastspielreisen
  • Wissenschaftliche Forschungsaufenthalte und Dozenturen
Leistungen:
  • Reise- und Unterbringungskosten i.d.R. für eine Person
  • Stipendium von max. 500 Euro pro Woche
  • ggf. organisatorische Unterstützung durch das Goethe-Institut vor Ort im möglichen Rahmen
Verwendungsnachweis: Vordruck Sachbericht (Word)

Die Anträge richten Sie bitte an folgende Adresse:

Goethe-Institut e.V.
Bereich Musik
Stichwort: Residenzen
Dachauer Str. 122
80637 München

Kontakt für Rückfragen:

musikresidenzen@goethe.de
Tel. +49 89 15921 - 506
Förderung von Gastspielreisen nach Deutschland

Es können nur Gastspielreisen von Ensembles aus Entwicklungs- und Transformationsländern gefördert werden, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sind, die internationalen Reisekosten zu finanzieren.

Hereinkommende Gastspiele sollen insbesondere folgenden Ziele dienen:
  • Förderung des weltweiten Dialogs der Kulturen und der Entwicklung von interkultureller Kompetenz
  • Förderung eines eigenständigen Kultursektors in Entwicklungsländern
  • Einbeziehung von Minderheiten in den internationalen Kulturdialog
Es können Projekte sowohl von professionellen Ensembles und Künstlern als auch von Amateur- und Jugend- bzw. Nachwuchsensembles gefördert werden.

Von der Förderung ausgeschlossen sind:
  • kommerzielle Gastspiele
  • Benefizveranstaltungen
  • Projekte von Ensembles, die bereits im Vorjahr von uns gefördert wurden. Der Mindestabstand zwischen zwei Förderungen beträgt i.d.R. ein Kalenderjahr.

WICHTIGER HINWEIS: Begonnene Maßnahmen, d.h. Vorhaben, in deren Zusammenhang bereits Buchungen (z.B. für Flüge) getätigt wurden, können generell nicht gefördert werden.
Bevor Sie verbindliche Buchungen eingehen, ist es daher erforderlich, möglichst 6 Monate vor Projektbeginn den sogenannten vorzeitigen Maßnahmebeginn formlos mit dem Einreichen des Antrags zu beantragen, ergänzt von drei Reisekostenvoranschlägen.
Die Vergabe des vorzeitigen Maßnahmebeginns durch das Goethe-Institut ist nicht gleichbedeutend mit einer verbindlichen Förderzusage.

Zuwendungsfähig sind die internationalen Transportkosten

Es besteht kein Anspruch auf finanzielle Unterstützung.

Kontakt:

Goethe-Institut e.V., Bereich Musik
GASTSPIELE DEUTSCHLAND
Dachauer Str. 122
80637 München

Tel. +49 89 15921-894
Fax: +49 89 15921-671
nachwuchs@goethe.de

Antragsformular Gastspiel in D
Merkblatt mit den ausführlichen Zuschussrichtlinien

Aktivitäten im Nachwuchs- und Laienbereich

Die Nachwuchs- und Laien-Musikszene in Deutschland sucht an Vielfalt und Qualität weltweit ihresgleichen: Über acht Millionen Nachwuchs- und Laienmusikerinnen und -musiker spielen oder singen in einem Chor oder Orchester, in Rockbands, Jazzcombos oder Kammermusikgruppen. Jedes Jahr unterstützt das Goethe-Institut 300 bis 400 Auslandsprojekte dieser Ensembles, die gemeinsam mit ihren musikalischen Partnern Konzerttourneen, Begegnungskonzerte oder Workshops durchführen.

Zudem fördert das Goethe-Institut auch Gastspielreisen nach Deutschland: Musikerinnen und Musiker, Chöre und Orchester aus Entwicklungs- und Transformationsländern können so gemeinsam mit ihren deutschen Partnern Konzertreisen oder Auftritte auf Festivals organisieren.

Ein weiteres bedeutendes Arbeitsfeld betrifft die Förderung von Künstlern im Ausland: In Transformationsländern gibt es eine unübersehbare Zahl von musikalischen Talenten, gleichzeitig mangelt es oft an Ausbildungsstätten und geeigneten Musiklehrerinnen und -lehrern. Hier unterstützt und entwickelt das Goethe-Institut gemeinsam mit Partnern in den Zielländern musikpädagogische Projekte und Maßnahmen, die der Qualifizierung von Musiklehrerinnen und -lehrern, Chorleiterinnen und -leitern oder Instrumentalistinnen und Instrumentalisten zugute kommen.

Neben diesen Tätigkeiten engagiert sich das Goethe-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den musikalischen Jugendaustausch. Hierbei begegnen sich jugendliche Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 12 und 26 Jahren und musizieren gemeinsam in Deutschland und im jeweiligen Gastland.

Einmal im Jahr führt das Goethe-Institut darüber hinaus die Auswahlvorspiele für die deutschen Anwärterinnen und Anwärter auf einen Platz im European Union Youth Orchestra (EUYO) durch. Das EUYO ist das offizielle Jugendorchester der EU. Hier spielen die begabtesten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus allen 27 EU-Ländern im Alter von 14 bis 24 Jahren.

Förderung im Nachwuchs- und Laienbereich

Für Nachwuchs- und Laienmusikerinnen und -musiker aller musikalischer Genres sowie professionelle Chöre gibt es Fördermöglichkeiten in folgenden Bereichen:

Förderung von Gastspielvorhaben deutscher Laien- und Nachwuchsensembles, professioneller Chöre und musikpädagogischer Projekte im Ausland

Die Musikszene in Deutschland ist im besonderen Maße von der Kreativität und dem Engagement seiner Nachwuchs- und Laienmusiker geprägt. Laien- und Nachwuchsensembles, die bereits mit überdurchschnittlichen musikalischen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben – sei es bei Wettbewerben oder durch ihre Konzerttätigkeit – und die ein Auslandsgastspiel planen, können beim Goethe-Institut einen Reisekostenzuschuss beantragen. Es werden Auslandsmusikvorhaben im Chor- sowie im musikalischen Laien- und Nachwuchsbereich gefördert, und zwar Instrumentalensembles aller Besetzungen und Stilrichtungen - sowie musikpädagogische Projekte.

Wichtiger Hinweis: Begonnene Maßnahmen, d.h. Vorhaben, in deren Zusammenhang bereits Buchungen (z.B. für Flüge) getätigt wurden, werden generell nicht gefördert. Bevor Sie verbindliche Buchungen eingehen, ist es daher erforderlich, möglichst 6 Monate vor Projektbeginn den sogenannten vorzeitigen Maßnahmebeginn formlos mit dem Einreichen des Antrags zu beantragen.
Die Vergabe des vorzeitigen Maßnahmebeginns durch das Goethe-Institut ist nicht gleichbedeutend mit einer verbindlichen Förderzusage.
  • hohe musikalische Qualität des antragstellenden Ensembles
  • kulturpolitische Bedeutung des Vorhabens für das Zielland
  • im Mittelpunkt des Projekts sollte der künstlerische Austausch stehen
  • schlüssige Programmgestaltung und -ablauf
  • Tonaufnahme neueren Datums in überzeugender Qualität
  • Einladung eines nichtdeutschen, unabhängigen Gastlandpartners; der Partner im Gastland muss in seinem Einladungsschreiben bestimmte Leistungen zusagen, etwa Unterstützung bei Übernachtungen, Verpflegung, Transport, Werbung, Nutzung von Übungsräumen, Konzertsälen o.ä.
  • grundsätzlich ist keine Vollfinanzierung möglich, das Projekt sollte bereits bei Antragstellung im wesentlichen durch den Eigenanteil der Teilnehmer sowie durch Zuwendungen aus dem öffentlichen u/o privaten Sektor finanziert sein
  • im Laien- und Nachwuchsbereich bezuschusst das Goethe-Institut in aller Regel keine Honorare
  • Projekte in Schwerpunktregionen (Afrika, Nahost und nichteuropäische Nachfolgestaaten der Sowjetunion) der Auswärtigen Kulturpolitik genießen Vorrang
Nicht gefördert werden können
  • Gastspielreisen, die überwiegend einen Benefizzweck verfolgen
  • Konzertreisen in Nachbarländer, mit denen ein umfangreicher Kulturaustausch auch ohne Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln stattfindet
  • Kurz- und Wochenendreisen, sowie Reisen, die einen vorwiegend touristischen Zweck verfolgen
  • Vorhaben mit der Zielsetzung, parteipolitische, religiöse oder ideologische Inhalte zu verbreiten
  • Projekte, die von kommerziellen Agenturen/Veranstaltern oranisiert werden
  • i.d.R. Projekte von Ensembles, die bereits im Vorjahr von uns gefördert wurden
Benötigte Unterlagen
  • detaillierte Projektbeschreibung
  • eine aktuelle Tonaufnahme
  • Selbstbeschreibung des Ensembles inkl. Lebenslauf des musikalischen Leiters
  • konkreter Zeit- und Ablaufplan
  • Konzertprogramm
  • Einladung des Gastlandpartners, aus der die von ihm erbrachten Leistungen hervorgehen
  • Detaillierter Finanzierungsplan (auf den dafür vorgesehenen Formularen – s. Download am Ende der Seite)
  • zwei Kostenvoranschläge von zwei unabhängigen Reiseveranstaltern für Reisekosten und ggf. Instrumententransport
  • durchnummerierte Teilnehmerliste mit Funktionsangabe, Geburtsdatum und Angabe des Wohnorts
  • Pressematerial
Es besteht kein Rechtsanspruch auf finanzielle Unterstützung. Zuwendungen sind freiwillige Leistungen für Vorhaben, die den Zielsetzungen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesregierung in besonderer Weise entsprechen.

Im Falle einer Förderung werden 80% der bewilligten Fördersumme überwiesen. Der Restbetrag wird erst nach Eingang des Verwendungsnachweises (bestehend aus Abrechungsunterlagen und Schlussbericht) beglichen.

Fristen

Anträge auf Förderung von Gastspielreisen und Austauschprojekten können von den deutschen Ensembles bzw. von den deutschen Partnern ausländischer Ensembles beim Goethe-Institut jederzeit gestellt werden. Der Antrag muss mindestens 6 Monate vor dem geplanten Beginn eines Projektes gestellt werden. Bei großen Ensembles wird eine noch frühere Antragstellung ein Jahr vor Projektbeginn empfohlen.

Wir weisen darauf hin, dass der Antragsteller verpflichtet ist, uns über den Fortgang und etwaige Änderungen der Planung des Vorhabens ständig zu informieren.

Kontakt

Goethe-Institut e.V.
Bereich 37 - Musik
NACHWUCHS & LAIEN
Dachauer Str. 122
80637 München

Tel. +49 89 15921 612
Fax:+49 89 15921 671
nachwuchs@goethe.de

Antragsformular Gastspiel NL
Antragserläuterungen
ANBest-P (Allgemeine Nebenbestimmungen Projektförderung)
BNBest-AA (Besondere Nebenbestimmungen des Ausw. Amtes)
BNBest-AA (Besondere Nebenbestimmungen des Ausw. Amtes)
Förderung von Gastspielreisen nach Deutschland

Es können nur Gastspielreisen von Ensembles aus Entwicklungs- und Transformationsländern gefördert werden, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sind, die internationalen Reisekosten zu finanzieren.

Hereinkommende Gastspiele sollen insbesondere folgenden Ziele dienen
  • Förderung des weltweiten Dialogs der Kulturen und der Entwicklung von interkultureller Kompetenz
  • Förderung eines eigenständigen Kultursektors in Entwicklungsländern
  • Einbeziehung von Minderheiten in den internationalen Kulturdialog
Es können Projekte sowohl von professionellen Ensembles und Künstlern als auch von Amateur- und Jugend- bzw. Nachwuchsensembles gefördert werden.

Von der Förderung ausgeschlossen sind
  • kommerzielle Gastspiele
  • Benefizveranstaltungen
  • Projekte von Ensembles, die bereits im Vorjahr von uns gefördert wurden. Der Mindestabstand zwischen zwei Förderungen beträgt i.d.R. ein Kalenderjahr.
Wichtiger Hinweis: Begonnene Maßnahmen, d.h. Vorhaben, in deren Zusammenhang bereits Buchungen (z.B. für Flüge) getätigt wurden, können generell nicht gefördert werden.
Bevor Sie verbindliche Buchungen eingehen, ist es daher erforderlich, möglichst 6 Monate vor Projektbeginn den sogenannten vorzeitigen Maßnahmebeginn formlos mit dem Einreichen des Antrags zu beantragen, ergänzt von drei Reisekostenvoranschlägen.
Die Vergabe des vorzeitigen Maßnahmebeginns durch das Goethe-Institut ist nicht gleichbedeutend mit einer verbindlichen Förderzusage.

Zuwendungsfähig sind die internationalen Transportkosten

Es besteht kein Anspruch auf finanzielle Unterstützung.

Kontakt

Goethe-Institut e.V., Bereich Musik
GASTSPIELE DEUTSCHLAND
Dachauer Str. 122
80637 München

Tel. +49 89 15921-894
Fax: +49 89 15921-671
nachwuchs@goethe.de

Antragsformular Gastspiel in D
Merkblatt mit den ausführlichen Zuschussrichtlinien
Das Goethe-Institut steht nicht mehr als Zentralstelle für den Kinder- und Jugendplan des Bundes zur Verfügung. Weiteres dazu steht im aktuellen Terminschreiben des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Antragsteller, die bisher vom 
Goethe-Institut betreut wurden, entnehmen bitte der Zentralstelleninfo, welche Zentralstellen künftig für sie zuständig sind.

Information der Zentralstellen
Übersicht der richtlinienergänzenden Regelungen
Terminschreiben

EUYO

Der Nachwuchs- und Laienbereich hat die Durchführung der jährlichen Probespiele für das Jugendsinfonieorchester der Europäischen Union (EUYO) in Deutschland an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin abgetreten. Weitere Informationen finden Sie ab September auf folgender Webseite.

Jugendorchester der Europäischen Union –
European Union Youth Orchestra (EUYO)

 

Das musikalische Niveau der jungen Musiker und das Engagement, mit dem die Mitglieder des EUYO musizieren, haben dem Orchester einen herausragenden internationalen Ruf eingebracht, es wird regelmäßig mit den besten Orchestern der Welt verglichen. In der Vergangenheit konzertierte das Orchester immer wieder mit weltbekannten Gastdirigenten und Solisten wie z.B. Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Zubin Mehta, Vasily Petrenko, Sir Georg Solti, Sir Yehudi Menuhin, Margaret Price, Anne-Sophie Mutter, Bruno Leonardo Gelber, Nigel Kennedy, Radu Lupu, um nur einige zu nennen.

Derzeitiger künstlerischer Direktor ist Vladimir Ashkenazy.

Das EUYO tritt in allen europäischen Großstädten, Konzerthallen und Festivals auf. Es hat als „Goodwill-Botschafter“ erfolgreiche Tourneen nach China, Hong Kong, Japan, Indien, Nord- und Südamerika, Osteuropa, Russland und in die Baltischen Staaten unternommen.

Die Auswahlprobespiele

Die jährlichen Probenspiele für das EUYO in Deutschland werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes von der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin durchgeführt.

Die ca. 140 Musiker des Orchesters werden jährlich aus mehr als 4.000 Kandidaten im Alter von 16 bis 26 Jahren aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgewählt. Die Orchestermitglieder müssen jedes Jahr mit den neuen Anwärtern an einem Auswahlvorspiel teilnehmen, um ihren Platz im Orchester zu sichern.

Kontakt
Frau Alexa Nieschlag
Projektleitung der EUYO-Auswahlspiele
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Charlottenstr. 55
10117 Berlin, Germany
Tel: 0049 (0)151 1152 7047
euyo@hfm-berlin.de

Links zum Thema
Europäisches Jugendorchester (EUYO)
Infos zur Bewerbung

Voraussetzungen
  • EU-Staatsangehörigkeit
  • hoher Ausbildungsstand
  • nachweisbare Orchestererfahrung
  • Alter: 16 – 26 Jahre
Auswahlverfahren in Deutschland
  • Das Auswahlvorspiel findet in zwei Durchgängen statt. Am ersten Durchgang nehmen alle Kandidatinnen und Kanditaten teil, die sich zum ersten Mal für das EUYO bewerben, und die noch bei keinem früheren Vorspiel zur zweiten Runde zugelassen waren.
    Im ersten Durchgang trägt jede/r Bewerber/in die vorbereiteten Orchesterstellen vor.
    Die Liste der Orchesterstellen finden Sie auf der Internetseite des EUYO.
  • In der zweiten Runde wird ein Ausschnitt aus einem Konzert oder Solostück eigener Wahl vorgetragen, ggf. mit Klavierbegleitung.
    Außerdem werden die vorbereiteten Orchesterstellen verlangt (dieselben wie in der ersten Runde).
  • Die Klavierbegleiter für die zweite Runde werden gestellt, bitte Klaviernoten mitbringen!
Termine, Anmeldeschluss, Bewerbung für das EUYO-Auswahlprobespiel 2016
Weitere Angaben in Kürze

Kontakt
Frau Alexa Nieschlag
Projektleitung der EUYO-Auswahlspiele
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Charlottenstr. 55
10117 Berlin, Germany
Tel: 0049 (0)151 1152 7047
euyo@hfm-berlin.de 

Links zum Thema
Geforderte Orchesterstellen
Bestimmungen zum Probevorspiel