Experte/-in für Unterricht

Neben der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen entsendet auch das Goethe-Institut Fachberater/innen ins Ausland, ihre Bezeichnung lautet: Experten/innen für Unterricht.

Experten/innen für Unterricht

  • beraten Bildungsinstitutionen des Gastlandes in allen Fragen des Deutschunterrichtes (Curricula, Lehrwerkeinsatz, Bildungsplanung)
  • konzipieren Lehrerfortbildungsveranstaltungen für Multiplikatoren und Lehrkräfte des Gastlandes und führen diese auch selbst durch
  • entwickeln und erproben Unterrichtsmaterial
  • führen Schulbesuche auch mit Modellunterricht durch.

Bewerbungs­voraussetzungen

  • Lehramtsstudium (1. und 2. Staatsexamen in einem Fremdsprachenfach) und berufliche Erfahrungen im Bereich Fremdsprachenunterricht
  • Mehrjährige praktische Erfahrung im Sekundarbereich (bei einigen Stellen auch im Primarbereich)
  • Verbeamtete oder angestellte Lehrer/Lehrerinnen
    (für die Stelle in Brüssel ausnahmsweise nicht erforderlich)
  • aktueller Kenntnisstand zur Methodik/Didaktik des Fremdsprachenunterrichts bzw. von Deutsch als Fremdsprache
  • Erfahrung in Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
  • Erfahrung bzw. Mitarbeit bei der Entwicklung von Curricula und Lehrwerken
  • Erfahrung im Projektmanagement wünschenswert
  • Kenntnisse von Schulentwicklung wünschenswert
  • Auslandserfahrung
  • Bereitschaft, sich auf die Kultur des Gastlandes einzustellen und sich dessen Sprache anzueignen
Die geplante Besetzung von Fachberatungen wird – in Zusammenarbeit zwischen den Kultusministerien der Länder und dem Goethe-Institut – in den Amtsblättern der Kultusministerien jeweils im Herbst für den Entsendetermin September des Folgejahres bekanntgegeben. Zur näheren Information erscheinen zeitgleich die ausführlichen Stellenbeschreibungen auch auf der Homepage des Goethe-Instituts.

Das Goethe-Institut führt keine Bewerberdatei. Bewerbungen von Lehrkräften sollten sich deshalb auf die jeweils ausgeschriebenen Stellen beziehen.

Die Bewerbungen von verbeamteten Lehrkräften bzw. von angestellen Lehrkräften aus den neuen Bundesländern sind ausschließlich über den Dienstweg an das Goethe-Institut zu richten; am Bewerbungsverfahren können nur Lehrkräfte teilnehmen, die die Freistellung durch ihren Dienstherrn erhalten haben.

Der Eingangsvertrag beträgt drei Jahre und kann gegebenenfalls um weitere zwei bis drei Jahre verlängert werden.

Für die Zeit ihrer Entsendung werden die Experten/innen für Unterricht von ihren Bundesländern beurlaubt und schließen einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Goethe-Institut auf der Basis des „Tarifvertrags über befristete Arbeitsverhältnisse von beurlaubten Lehrkräften aus dem Schuldienst und von Experten am Goethe-Institut e.V.“ vom 10. September 2003. 

Tarifvertrag (Doc, 34 Kb)

Vor Abschluss des Vertrags ist jede Lehrkraft verpflichtet, dem Goethe-Institut ein amtliches Gesundheitszeugnis über sich und ihre Angehörigen vorzulegen; bei Dienstorten mit besonderer gesundheitlicher Belastung wird darüber hinaus der Nachweis der sogenannten Tropentauglichkeit erforderlich.