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Kerstin Hensel

Kerstin Hensel
Kerstin Hensel | Foto: Susanne Schleyer

Kerstin Hensel, geboren 1961 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), Ausbildung zur chirurgischen Schwester, studierte am Institut für Literatur Leipzig (1983-1985). Sie arbeitete am Theater, lehrte an der Filmhochschule Potsdam, sowie am Leipziger Literaturinstitut. Seit 2001 hat sie eine Professur für Poetik an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Sie publizierte zahlreiche Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Essays und Lyrik. Zuletzt: Das verspielte Papier – über starke, schwache und vollkommen mißlungene Gedichte (München 2014) und Schleuderfigur, Gedichte, (München 2016).

Sendung

Die große Stadt ist zugeschneit
Und noch immer wie lange nicht
In den lauen Wintern schneit es. Ein Delirium
Wirbelnder trudelnder Kriställchen und Bällchen.
Die Rede von Bürgermeister: Schnee alles Schnee
Und schön für die Schlitten
Die durch die dumpf gedeckelte Stadt
Bunte Mützen entführen.
Noch immer lange zähe Zeiten ohne Wechsel
Der Farben schneit es
Herrschaftlich hohe Wehen
Belagern den Weg. Der Minister
Für Inneres schippt sich frei. Wenn das Jahr
Zu Ende ist knirscht es im Radio noch.

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