Gedichte

Pradnya Daya Pawar

Shahnaz Munni © Goethe-Institut
Foto: Goethe-Institut / Andrea Fernandes
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Pradnya Daya Pawar ist im Jahr 1966 geboren. Sie ist Kolumnistin und Schriftstellerin und gilt als eine der führenden Vertreterinnen der feministischen Dalit-Dichtung. Ihr Werk ist sehr politisch, es geht ihr vornehmlich um die Unterdrückung der unteren Kasten und um patriarchalische Ausbeutung in der indischen Gesellschaft. Ihre Bücher über Lyrik umfassen unter anderem Antastha, Utkat Jivghenya Dhagiwar, Aarpaar Layit Pranantik und Drushyancha Dhobal Samudra. Im Jahr 2009 wurde sie mit dem Birsa Munda Sanman Puraskar und im Jahr 2010 mit dem Bodhivardhan Puraskar geehrt.

Ihre Lyrik ist Ausdruck ihrer persönlichen Lebenserfahrung. Sie kommt aus einer Familie, die das tamasha-Theater aufführte - eine offene Form des Volkstheaters, die keine Grenzen und Tabus kennt. Ihr lyrisches Werk ist dieser Familientradition verpflichtet. Dabei sprengt sie selbst den Rahmen, in dem Widerstand traditionell möglich war. In ihrem ersten Gedichtband Antastha versuchte sie, die Dalit-Dichtung aus ihrer Beschränkung auf Kastenzugehörigkeit herauszuholen. Ihre Lyrik ist persönlich und deshalb politisch. Sie ist Ausdruck eines weiblichen Dalit-Panthers, für den der wilde Dschungel auch in der Dichtung zu finden ist.

Sie unterrichtet am Marathi-Institut des Dnyansadhana College, Thane.

Gedichte

दृश्यांचा ढोबळ समुद्र /
Das Meer der diffusen Bilder


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Vom Plakat unserer fortgesetzten beklemmenden Wehrlosigkeit