25. - 26. April 2026 um 19:00 - 21:00 Uhr

Premiere: Flight of Kinaree

Performance, Choreographie und Installation|von yaboihanoi

  • Goethe Saal, Goethe-Institut Thailand, Bangkok

  • Sprache Englisch
  • Preis Early Bird: 400 THB , Standard (Erwachsene): 500 THB Studenten: 300 THB, Gruppenticket (für 4 Personen): 1,700 THB

Performance: Flight of Kinaree © Salyn Mars

Performance: Flight of Kinaree © Salyn Mars

„Flight of Kinaree (กินรีหนีไฟ)" ist inspiriert von einer Szene, die in der Mythologie Südostasiens weit verbreitet ist: Die halb Vogel, halb Jungfrau gestaltete Kinaree vollführt ihren letzten Tanz vor einem Opferfeuer und entflieht auf ihren Schwingen in einem gewagten Ausbruch.

Regisseur und Komponist yaboihanoi (Lamtharn Hantrakul), regelmäßiger Gastkünstler am Goethe-Institut Thailand, versammelt Musikerinnen, Performance- und bildende Künstlerinnen, um unsere Verstrickung mit unseren digitalen Spiegelbildern durch Licht und Schatten, Klang und Bewegung zu durchdringen und zu brechen. Wer Hantrakuls Werk in der digitalen Kunstausstellung „Re:complex" am Goethe-Institut im November 2025 gesehen hat, erhielt bereits einen ersten Einblick in das interdisziplinäre Werk.

Der Abend entfaltet sich in zwei miteinander verbundenen Teilen: einer einstündigen audiovisuellen Installation ab 19:00 Uhr, bei der das Publikum frei ein- und ausgehen kann, und einer Live-Performance um 20:00 Uhr.

Künstler*innen, u.a.:

yaboihanoi (TH) — Originalmusik und Regie
Avneesh Sarwate (US) — Visuals Kid Buak
Sipp (TH) — Tanz und Bewegungskunst
Kan-Ta (TH) — Phi Nora
Sun-Der (TH) — Khaen
H-LAB (TH) — Technische Produktion und Bühnenbild
Organisiert und künstlerisch geleitet von yaboihanoi, unterstützt von und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Thailand.

Über die Künstler

  • Lamtharn Hantrakul, auch bekannt als ›ญาบอยฮานอย yaboihanoi‹, ist Komponist und Kreativdirektor, der südostasiatische Traditionen durch eine bahnbrechende Synthese aus elektronischer Musik, Machine-Learning-Technologie und Mixed-Media-Neuinterpretationen thailändischer Kultur herausfordert.

    Über Klang, Tanz und Projektiondesign hinweg lassen seine Solo- und Gemeinschaftsarbeiten die Grenzen zwischen Tradition und Moderne, Jung und Alt, ineinanderfallen und neu entstehen.
    Lamtharn verbindet seine einzigartige Laufbahn als Programmierer und Künstler, um Erlebnisse zu schaffen, die die Melodien, Klanglandschaften, Rhythmen, Rituale und Bewegungen seiner Region stärken und in den Vordergrund rücken.

    Er ist Gewinner des AI Song Contest 2022 und trat kürzlich beim SONAR Music Festival 2025 in Spanien sowohl als Künstler als auch als Keynote Speaker auf. Seine Arbeiten wurden in internationalen Medien vorgestellt, darunter WIRED, Scientific American und Deutschlandfunk.

  • Die Arbeit von Avneesh Sarwate bewegt sich an der Schnittstelle von Musikkomposition, generativer Kunst und Live-Performance. Er nutzt seinen ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund, um maßgeschneiderte Interfaces für kreativen Ausdruck zu entwickeln, indem er Werkzeugbau und Forschung mit künstlerischer Praxis verbindet. Aus der experimentellen Musik- und Live-Coding-Szene New Yorks hervorgegangen, schätzt er Improvisation und Live-Auftritte und verwendet den Computer als Instrument.

    Als Musiker im Herzen liegt Avneesh’ künstlerische Praxis darauf, „visuelle Instrumente“ zu entwickeln, mit denen sich live improvisierte audiovisuelle Kompositionen im Zusammenspiel mit Musik erstellen lassen. Er nutzt seinen Forschungshintergrund im Interface-Design, um neue Werkzeuge für die Produktion und Verbreitung audiovisueller Kunst zu entwickeln.
     

  • Kid Buak Sipp ist eine Tanz- und Performancegruppe, die ihre Wurzeln in klassischen thailändischen Tanzformen mit moderner und zeitgenössischer Choreografie verbindet. Ihr Name ist eine Verschmelzung zweier thailändischer Wörter: „Kid Buak“, was eine Haltung der Positivität und Schönheit bedeutet, und „Sippa“, ein Pali-Begriff, der sich auf die bildenden und darstellenden Künste bezieht. Gemeinsam verkörpert der Name ihren Geist, ein Spektrum künstlerischer Praktiken zu schaffen, das auf achtsamer Intention beruht.

    Die Gründer vertreten den zentralen Glaubenssatz, dass „Thai Dance is Timeless“ – reich an Geschichte und kulturellem Erbe und dennoch ständig im Wandel und auf dem Weg nach vorn. Ihre Arbeit wurde seit über zwei Jahrzehnten sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Bühnen anerkannt, und sie schaffen weiterhin aus der Überzeugung heraus, dass künstlerische Kreativität, wenn sie mit der Öffentlichkeit geteilt wird, dazu beitragen kann, eine menschlichere Gesellschaft zu fördern.

  • Kan‑Ta ist seit seiner Kindheit tief mit der Nora‑Musik und ‑Kultur aus dem Süden Thailands verbunden. Schon in jungen Jahren begann er, traditionelle Nora‑Musik zu erlernen, und tritt seitdem in rituellen und zeremoniellen Kontexten auf. Mit zunehmendem Alter begegnete Kan‑Ta Musik aus verschiedenen Kulturen, erforschte sie und integrierte vielfältige Einflüsse in seine eigenen musikalischen Wurzeln. Durch diese Verbindung experimentiert er kontinuierlich mit neuen Klängen und Spieltechniken auf traditionellen Nora‑Instrumenten – erweitert deren Möglichkeiten und entwickelt eine einzigartige zeitgenössische Ausdrucksweise.

    Sein künstlerischer Weg zielt darauf ab, das Wesen seines südthailändischen Erbes einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, indem er Nora sowohl in seiner traditionellen Form als auch in zeitgenössischen Interpretationen präsentiert, die seine eigene kreative Entwicklung widerspiegeln.

  • Patchaya Nuntachai ist ein unabhängiger Musiker und Leiter eines traditionellen Isan‑Ensembles mit über 15 Jahren engagierter Erfahrung in der Musikbranche. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, die Volksmusik des Isan zu bewahren und weiterzuentwickeln, mit dem Ziel, traditionelle Klänge mit einem zeitgenössischen globalen Publikum zu verbinden. Nuntachais künstlerische Praxis verwebt lokale kulturelle Wurzeln mit modernen kreativen Konzepten und nutzt Musik als wichtigen Raum für Geschichtenerzählung, Gemeinschaftsarbeit und Identität.